29. September 2011
Der neue Sceye: Dokumentenkamera für den täglichen Gebrauch
Seit 2006 beschäftige ich mich mit der Dokumentenkamera “Sceye” von Silvercreations. Der erste Kontakt mit dem Gerät war dabei nicht gerade positiv: es wurde als etwas angepriesen, was es einfach nicht war und die ganze Lösung steckte noch sehr in den Kinderschuhen.
Das hat sich geändert – beides. Silvercreation hat mir erneut einen aktuellen Sceye zur Verfügung gestellt. Sceye ist mittlerweile in der 5. Generation angekommen und hat sich merklich verändert. Zuerst fällt auf, dass sich das Gerät gar nicht stark verändert hat. Die Funktionsweise ist nach wie vor gleich und äußerlich fällt nur die Beleuchtung und insbesondere die Laser-Markierung auf. Die meisten Veränderungen gab es bei den inneren Werten: der neue Sceyse hat eine bessere Auflösung und ist schneller.
Immer noch kein Dokumentenscanner…
Wenn es Akten zu digitalisieren gibt, kann ich nach wie vor nicht zum Sceye raten. Ein Einzugscanner macht da einen besseren Dienst. Jedoch ist der Sceye für alles abseits vom massenhaften Erfassen in Standardformaten einen Schritt voraus. Der beste Anwendungfall ist jetzt das Scannen von Kleinbelegen. Das geht so schnell und einfach von der Hand, dass man nie wieder das ganze kleine Beleggut in den normane Einzugscanner stopfen will.
Das ist jedoch nicht primär ein Verdienst der Hardware, als vielmehr der Software. Hier wurde wirklich mitgedacht und es macht Spaß auf die schnelle einen Beleg nach dem anderen zu digitalisieren. Haben Sie schonmal Belege für eine Reisekostenabrechnung gescannt? Mit Sceye geht das in einem Bruchteil der Zeit!
Scannen im Kontext ist unschlagbar
Silvercreations hat die Chance genutzt und die Möglichkeiten von Sceye logisch weiter gedacht. Dabei herausgekommen ist das Scannen im Kontext. Diese Idee ist wunderbar und wird durch die Funktionsweise von Sceye erst richtig sinnvoll: Dokumente werden genau dann gescannt, wenn man sie in einem logischen Prozess braucht.
Beispiel gefällig? Sie möchten ein Konto eröffnen und die Bank brauch dafür Ihren Personalausweis.
- Der übliche Ablauf: Der Mitarbeiter kopiert den Ausweis und legt ihn in die Akte. Diese wird an die zentrale Erfassung versendet, dort gescannt und ist dann digital im System verfügbar.
- Mit Sceye: Der Mitarbeiter hält den Ausweis bei der Einrichtung des Kontos unter die Kamera. Der Ausweis wird gescannt und direkt in Ihrer neuen Bankakte digital abgelegt. Das geht schneller, ist einfacher und spart Kosten.
Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Im täglichen Unternehmenseinsatz gibt es noch viele weitere Anwendungsfälle. Diese sind meist kein Standard und müssen individuell angepasst werden. Dafür bietet Silvercreations jedoch eine Sceye-API, die dies recht einfach ermöglicht.
Neid muss man sich verdienen
Das Silvercreations mit Sceye Erfolg hat und es genügend Anwendungsfälle gibt, zeigt sich nicht nur daran, dass die Firma noch am Markt ist – es gibt auch die ersten Nachahmer. Beim Blättern im Neuesten Pearl-Katalog fand ich ein sehr ähnliches Gerät der Marke “Sumikon”. Der Beschreibung nach liest es sich so, wie ein Sceye aus einer früheren Generation. Für 49,00 Euro ein echtes Schnäppchen – aber wohl nicht für den professionellen Einsatz geeignet, bei der die neueste Sceye-Generation glänzt.
20. August 2010
Interview mit Holger Zumpe (DocuPortal)
Wie bereits im Juni berichtet, hat sich bei DocuPortal einiges verändert. Gründer und bis dahin Geschäftsführer Jens Büscher hat sich zurück gezogen und den Staffelstab an Holger Zumpe übergeben.
Ich habe Holger Zumpe einige Fragen gestellt – hier seine Antworten:
ECM Blog: Jens Büscher verlässt DocuPortal. Damit geht der Gründer und Visionär hinter dem Produkt. Wie wichtig war Jens Büscher für die Vergangenheit?
Holger Zumpe: Zur Firmengründung im Jahre 2003 hatte Herr Büscher die Idee, was der Software-Markt brauchen könnte und welche Anforderungen an ein DMS bestehen. Damals noch fast kindlich-naiv, wenn man betrachtet, wohin sich die Anforderungen heute hin entwickelt haben. Ich bin damals als freiberuflicher Entwickler unterwegs gewesen, hatte aber selber keine Idee für ein Business Produkt, obwohl ich viele Jahre in diesem Bereich gearbeitet habe. Heute ist es so, dass sich der jetzige Rest der Firma vor Kreativität und Ideen kaum retten kann, zumindest was den ECM Bereich angeht. Es wäre ein Traum, wenn wir das alles noch viel leichter umsetzen könnten. Insofern ist Jens Büscher für die weitere Entwicklung der Firma nicht mehr so von Bedeutung, auch wenn ich seine Anregungen manchmal vermisse.
ECM Blog: Gibt es nun Dinge die sich bei DocuPortal stark ändern werden?
Holger Zumpe: Wenn Jens Büscher in all den Jahren eine Sache hervorragend geschafft hat, dann, den Namen DocuPortal im deutschsprachigen Markt einzuführen und bekanntzumachen. Ich werde selbstverständlich versuchen, den Bekanntheitsgrad zu erhalten. Noch wichtiger ist mir aber jetzt, die DocuPortal Kompetenz im Markt zu erhöhen. Ich finde es am wichtigsten, dass so viele Leute wie möglich das Produkt kennen und damit arbeiten können, zumal sie dann auch sehr schnell Abstand nehmen werden von anderen komplizierteren Produkten. Diese Kompetenz ist auch deshalb wichtig, damit viele wissen: Auch diese Herausforderung kannst Du mit DocuPortal lösen.
Was die Technik angeht, wird der Weg, den ich schon vor über einen Jahr in der Entwicklung eingeschlagen habe, stärker zum Tragen kommen. Diese Entwicklung basiert auf inzwischen 7 Jahren Erfahrung mit ECM Systemen und Kundenanforderungen und hat mit dem ursprünglichen DocuPortal nicht mehr viel zu tun. Die Vision, die in meinem Kopf und hoffentlich auch schon in den Köpfen unserer Mitarbeiter steckt, muss noch besser beschrieben werden, so dass ich mich an dieser Stelle damit noch bedeckt halte. Lassen Sie sich überraschen.
Dann gibt es noch ein paar weitere relevante Änderungen: Die ehemalige DocuPortal GbR geht in die DocuPortal GmbH über. Des Weiteren suchen wir Personal in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb und System-Administration. Gegen Ende des Jahres werden wir in ein größeres Office ziehen.
ECM Blog: Wer verantwortet zukünftig die Strategie von DocuPortal?
Holger Zumpe: Ich, selbstverständlich. Dass ich die strategische Verantwortung „meiner“ Firma abgebe, ist eher unwahrscheinlich.
ECM Blog: In welchen Bereichen wird die DocuPortal-Strategie unverändert weiter geführt?
Holger Zumpe: Unser Slogan ‚Alles Einfach Schnell Finden!‘ wird noch lange Bestand haben, da es für uns einfach die Kernanforderung an ein ECM System ist. Wir arbeiten seit einiger Zeit an Automatisierungen, die Benutzern sehr viel Arbeit abnehmen können und die Regeln bestimmen, was mit Daten geschehen soll. Dabei zeigt sich, dass die vorherige Strategie, die Möglichkeit zur manuellen Arbeit mit Workflow-Unterstützung, nicht reduziert werden darf, d.h. dass die benutzerfreundliche Oberfläche, auf die wir immer sehr viel wert gelegt haben, noch stärker und weiter ausgebaut wird als das Prinzip der Automatisierung.
DocuPortal war schon immer ein Produkt für den KMU Markt. Wir werden den Fokus noch stärker auf diesen Markt legen, da sich immer wieder zeigt, dass große ECM Firmen diesen Markt nicht zufriedenstellend bedienen können. Eine kleine Firma mit 5 Personen kann eben keine 30.000€ auf den Tisch legen, um ihre interne Arbeitsorganisation zu strukturieren oder sogar gesetzliche Anforderungen zu erfüllen.
ECM Blog: Was sind die nächsten Innovationen, die wir von DocuPortal sehen werden?
Holger Zumpe: Gegen Ende des 3. Quartals werden wir DocuPortal 9 auf den Markt bringen. Wesentliche Neuerung dabei ist die Möglichkeit zur Einbindung der Automation Services. Unsere neue Komponente Automation Server ist ein modulbasierendes System bestehend aus Schnittstellenmodulen zu beliebigen externen Systemen und einem Schnittstellenmodul zum DocuPortal 9 Server. Innen befindet sich eine neue generische Workflow Komponente, die die Verarbeitungsregeln der ein- und ausgehenden Daten bestimmt. Die Workflow Komponente wird sich zum vollständigen Business Process Management entwickeln. Die zunächst veröffentlichten Module sind eine Anbindung an Email Server und eine Dateisystem Anbindung (z. B. für automatische Bearbeitung von Scanvorgängen). Die Modulkonzeption ist relativ einfach gehalten, so dass Module für alle denkbaren (schnittstellentauglichen) Anwendungen schnell erstellt werden können, auch von Kunden selber.
ECM Blog: Vielen Dank für das Gespräch!
15. Juli 2010
Der Anfang vom Ende? DMS Expo zieht nach Stuttgart.
Die DMS Expo hat schon ein paar Stationen hinter sich. Erstmalig fand sie 1995 in Stuttgart statt, zog dann 1998 nach Essen und 2006 nach Köln. 2010 kehrt sie nun zu ihren Anfängen zurück. “Die Koelnmesse und Messe Stuttgart haben Anfang Juli vereinbart, ihre Kompetenzen im Bereich IT-Fachveranstaltungen zu einem starken Veranstaltungsverbund im Herbst zu bündeln.” heißt es in einer Pressemeldung der DMS Expo. Und weiter: “Die Digital Management Solution Expo (DMS EXPO), Europas Leitmesse für Enterprise Content- und Dokumentenmanagement, wird künftig in Stuttgart zeitgleich mit der IT & Business stattfinden – in diesem Jahr vom 26. bis 28. Oktober.”
Das zeigt wohl auch, dass die DMS Expo keine ganz einfache Messe ist.
Obwohl es sie erst 15 Jahre gibt – was für eine Messe kein langer Zeitraum ist – hat sich das Marktumfeld, in dem sich die Messe und ihre Aussteller bewegen regelmäßig massiv verändert. Waren zu Beginn auch noch papierhafte Ablage- und Ordnungssysteme ein wichtiges Thema, ist die Messe von einer Fachmesse für Dokumentenmanagement zu einer Fachmesse für Enterprise Content Management geworden. Oder hat wenigstens versucht, es zu werden. Die DMS Expo ist noch stark ihren Wurzeln verbunden und tut sich schwer, die neuen Themen wirklich aufzugreifen und innovativ darzustellen. Nach wie vor stehen vor allem die klassischen Themen des Dokumentenmanagement im Mittelpunkt. Innovative Themen haben sich jedoch auf der Messe nur selten zu Hause gefühlt. Zwar hat man das Thema Enterprise Content Management in den Mittelpunkt gestellt.
De facto sind jedoch selbst Themen wie digitale Rechnungstellung eher Randthemen. Enterprise 2.0, Enterprise Search und selbst Web Content Management sind auf der Messe nach wie vor absolute Exoten. So ist die DMS Expo weniger “Leistungsschau” als “Abverkaufsveranstaltung”.
Aussteller wie Google wirken fehl am Platze.
Dies ist symptomatisch für eine ganze Branche, die sich nur schwer selbst definieren kann und eigentlich eher “Innovationen im Detail” statt großer Veränderungen möchte. Man möchte eher klassische Geschäftsabläufe unterstützen, statt die Kommunikation im Unternehmen zu revolutionieren.
Dies gilt natürlich nicht für alle Aussteller der DMS Expo und nicht für alle Marktteilnehmer. es gibt wirklich innovative Unternehmen in der Branche und einige wenige trauen sich auch auf die DMS Expo. Ob das aber reicht, um die DMS Expo weiterhin zu rechtfertigen? Und wenn ja: Wie lange noch? Wir sollten die DMS Expo unterstützen – vielleicht ist es das letzte Jahr, in dem es diese als eigenständige Veranstaltung gibt.
Ab nächsten Jahr könnte sie schon einfach nur eine Themenhalle der IT&Business sein. Oder ist sie das eigentlich sogar dieses Jahr schon und man will es nur noch nicht wahr haben?
3. Juni 2010
Jens Büscher verlässt DocuPortal
Mit Wirkung zum 31.05.2010 hat Jens Büscher DocuPortal verlassen. Er hatte das Unternehmen 2003 gegründet und in den letzten sieben Jahren eine sehr erfolgreiche ECM-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen geschaffen. Das Unternehmen wird nun von Holger Zumpe geführt, der schon vorher als Partner bei DocuPortal eingestiegen war.
ECM Blog hat mit Jens Büscher gesprochen, um ein bißchen über seine Beweggründe zu erfahren:
ECM Blog: Warum haben Sie Ihr Engagement für DocuPortal beendet?
Jens Büscher: Ich habe in den letzten Jahren nun zwei Firmen (Anm. der Redaktion: Gemeint sind RedDot und Docuportal) mit meinem umfassenden Wissen und innovativen, praxisnahen Softwarekonzepten zu einem erfolgreichen Wachstum verholfen. Für mich war es jetzt an der Zeit, auch meinem Körper & Kopf mal eine kleine Auszeit zu erlauben. Als CEO eines wachsenden Unternehmens mit Personalverantwortung in einem hochanspruchsvollen Markt (ECM) ist dies nur möglich, in dem man die Verantwortung abgibt – was ich getan habe. Mein bisheriger Geschäftspartner, Holger Zumpe, übernimmt das Unternehmen vollständig und hat dadurch auch die Chance, seine eigenen Ideen im Kontext von DocuPortal umzusetzen. Ich habe DocuPortal an seinem bislang wirtschaftlich erfolgreichsten Punkt übergeben, was für mich und meinen Nachfolger, sowie natürlich unsere Kunden und Partner, einen perfekten Übergang bietet.
ECM Blog: Was war Ihr größter Erfolg für DocuPortal?
Jens Büscher: DocuPortal insgesamt war ein voller Erfolg. Man muss bedenken, dass DocuPortal ohne jegliches Kapital in meinem Wohnzimmer in Bremen gegründet wurde und innerhalb von wenigen Jahren zu einer bekannten Marke, mit über jetzt 230 Kunden, geworden ist und auch von den Analystem im Markt auf Augenhöhe mit den bislang bekannten Marken bewertet wird. DocuPortal konnte ohne Start-Kapital, ohne Fremdkapital oder andere Finanzierungshilfen nach wenigen Jahren mit einen Gesamtumsatz im siebenstelligen Bereich aufwarten. Das ist ein grandioser Erfolg für ein Startup.
ECM Blog: Was hätte besser laufen können?
Jens Büscher: Das fehlende Startkapital hatte stets Auswirkungen auf das Marketing und damit den Vertrieb. DocuPortal kann seine eindrucksvollen Eigenschaften und Möglichkeiten – ein vollständiges ECM für den Mittelstand – nicht in der Bekanntheit an die potentiellen Interessenten transportieren, als etablierte Anbieter mit hohen Marketingausgaben dies schaffen. Auf der einen Seite ist man Stolz, ohne fremde Hilfe ein solches Unternehmen aufzubauen, auf der anderen Seite würde mich interessieren, wo DocuPortal heute mit entsprechendem Startkapital stehen könnte. Hier kritisiere ich massiv die fehlende Investitions- und Risikobereitschaft von Banken für neue Softwareunternehmen und die Ängstlichkeit privater Kapitalgeber und Venture Capitalist Anbietern.
ECM Blog: Wie geht es jetzt weiter? Bleiben Sie in der Branche?
Jens Büscher: Salopp gesagt: “Ich kann ja nichts anderes”
. ich habe besondere Fähigkeiten in Unternehmens- und Personalführung, umfassende Kenntnisse in Produktdesign, Marketing, Vertrieb und vielem mehr. Diese Fähigkeiten, sowie auch das Know How im Bereich DMS/ECM möchte ich jetzt die nächste Zeit in meinem neuen Unternehmen interessierten Firmen gerne beratend weitergeben. Es reichen in der Regel einige wenige, aber wesentliche, “Schalter” aus, um den Umsatz oder Kundenkontakte, von beispielsweise Softwareunternehmen, zu verdoppeln. Ebenso würde ich gerne meine Erfahrungen im ECM Markt mit Produkten aber auch den Defiziten bei den Kunden und derer Evaluierungen in Berichten und Vorträgen weitergeben.
Zusätzlich sehe ich mit den aktuellen Technologien, wie Cloud Computing und der Akzeptanz von Social Networking, neue Ansätze, bessere, schlankere und noch verständlichere ECM/DMS Lösungen zu entwickeln; würde dies primär aber nur mit Investoren umsetzen wollen. Der ECM/DMS Markt ist, insbesondere im unteren Mittelstand, immer noch ein Entwicklungsland mit sehr hohem Umsatzpotential. Hier fehlt es speziell an Produktkonzepten, welche die Unternehmen wirklich schnell verstehen und einsetzen können
ECM Blog: Vielen Dank für das interessante Gespräch.
Auch Holger Zumpe wurde eingeladen, einige Fragen zu beantworten. Da er derzeit verständlicher Weise sehr damit beschäftigt ist, sich selbst bei den Kunden und Partnern von DocuPortal vorzustellen und die Führung des Unternehmens zu übernehmen, wird es noch ein paar Tage dauern, bis dieses Interview im ECM Blog veröffentlicht wird.
13. Januar 2010
RedDot Usergroup nennt sich um
Schon seit einiger Zeit heißt RedDot nicht mehr RedDot. Obwohl der kleine rote Punkte als Hinweis, wo Inhalte verändert werden können, nicht nur die Erfolgsgeschichte der Firma eingeläutet hat, sondern seit 2001 auch ihr Namensgeber war (bis dahin hieß RedDot InfoOffice), musste er vor einiger Zeit weichen. Auch wenn es zunächst hieß, dass RedDot eigenständig innerhalb von Open Text weitergeführt werden soll, heißt die ehemalige Firma RedDot schon seit einiger Zeit “Open Text Web Solutions Group”. Schade.
Die RedDot Usergroup hat nun nachgezogen und nennt sich entsprechend jetzt “Open Text Web Solutions User Group”. Acht Jahre gab es die RedDot-Usergroup und ich bin gespannt, wie lange es sie noch geben wird. Es gibt aber keine Anzeichen dafür, dass sie ein schnelles Ende findet. Die Usergroup ist eine der stärksten ihrer Art im ECM-Umfeld und leistet ziemlich gute Arbeit für ihre Mitglieder. Sie trifft sich regelmäßig fünf Mal im Jahr in Deutschland und Großbritannien.
Ich dufte schon viele Mitglieder der Usergroup kennenlernen und war jedesmal überrascht, wie kompetent und visinär diese denken – RedDot (bzw. Open Text) hat schon jetzt der Usergroup viel zu verdanken. Es bleibt zu hoffen, dass Open Text genauso gut auf die Usergroup hört, wie es RedDot getan hat. Direkt nach der Übernahme 2009 sah es nicht unbedingt danach aus.
8. Januar 2010
ecms.eu sucht neuen Eigentümer
Soeben erreicht mich die Anfrage eines niederländischen Unternehmen, ob ich nicht Interesse daran hätte, ecms.eu zu kaufen. Man spricht von 300,00 Euro.
Da ich kein großes Interesse daran habe, möchte ich das Angebot einfach hier publik machen. Wer Interesse hat, wendet sich an Erik Leferink. Die Kontaktdaten finden sich im Whois der Euris: http://www.eurid.eu/en/content/whois-result?domainName=ecms.eu
7. Januar 2010
Willkommen B-Eye-Media
Veränderungen sind gut. Für alles und jeden. Der ECM-Markt verändert sich stetig – und mit ihm auch die Darsteller auf der ECM-Bühne.
Schon vor einiger Zeit habe ich – damals verbunden mit meinem Wechsel zu Omniture – ausführlich darüber berichtet, dass ich mich ein wenig von Enterprise Content Management wegbewege und meiner zweiten Leidenschaft, dem Online Marketing, fröhnen werde. jdk.de habe ich in den letzten 1,5 Jahren immer noch weiter betrieben. Viele haben jedoch gemerkt, dass ich dafür nicht die notwendige Zeit hatte.
Das wird jetzt alles anders!
Ab sofort wird jdk.de von B-Eye-Media betreut. Diese haben große Pläne mit jdk.de und es wird hier einiges passieren! Man darf also gespannt sein.
Natürlich bleibe ich jdk.de weiterhin treu: Als Herausgeber, Blogger und Meinungsgeber.
5. Januar 2010
CM Professionals sucht neue Vorstandsmitglieder
Die weltweite Organisation von und für Content Management Experten “CM Professionals” wählt in wenigen Tagen den neuen Vorstand.
Es werden drei neue Mitglieder gesucht, die das – dann fünf Mitglieder starke Board – tatkräftig unterstützen möchten. Jedes ordentliche Mitglied von CM Professionals kann zur Wahl vorgeschlagen werden oder sich selbst vorschlagen. Dies ist eine wunderbare Chance für alle aus der Branche, die den zukünftigen Weg der Organisation und der Branche mitentwickeln wollen.
Das CM Professionals Board of Directors ist ein strategisches und operatives Gremium. Der Aufwand liegt für jeden Vorstandsmitglied bei etwa 5-10 Stunden pro Woche, u.a. zur Teilnahme an der wöchentlichen Telefonkonferenz.
Auf der Website von CM Professionals wird ausgiebig über das Bewerbungsverfahren und den Wahlprozess informiert.
Achtung: Deadline für die Bewerbung ist der 6. Januar 2010!
Ich selbst stelle mich bei dieser Neuwahl nicht mehr zur Verfügung und nach zwei Jahren als Vice President aus dem Board of Directors aus, da ich mittlerweile doch immer weniger direkt in der CMS-Branche zu tun habe und durch andere Themen sehr stark belastet bin.
2. Oktober 2009
ECM-Dienstleister Keyproducts insolvent
Die Wirtschaftskrise ist schon länger im ECM-Markt angekommen. Viele Anbieter haben stark mit dem Rückgang der Nachfrage zu kämpfen und schrumpfen sich klein. Auch Insolvenzen bleiben da leider nicht aus.
Heute wurde bekannt, dass der Dienstleister und Optimal Systems Partner Keyproducts GmbH am 16.09.2009 Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht gestellt hat. Das Amtsgericht hat einen Gutachter geschickt, der über den Fortgang des Unternehmens entscheiden soll. Eine Einstellung des Insolvenzverfahrens mangels Masse mit anschließender Liquidierung der Gesellschaft ist nach Informationen aus gut informierten Quellen wahrscheinlich.
Kunden mit Maintenanceverträgen für Optimal Systems werden vom Softwarehersteller selbst oder anderen Partnern weiter betreut.
Es ist immer traurig, wenn ein Unternehmen so ein Ende finden. Es bleibt zu hoffen, dass die Mitarbeiter des Unternehmens auch in diesen turbulenten Zeiten neue Tätigkeitsfelder finden.
1. Oktober 2009
IBM-Berater verkauft Adressen
Heute erhielt ich eine E-Mail mit folgendem Inhalt:
nach über 30 Jahren als Softwareberater im IBM-Midrangebereich gebe ich meine Geschäftstätigkeit auf und biete Ihnen deshalb meinen Adressbestand an.
Es handelt sich um 7.800 Anschriften von Unternehmen, die größtenteils die AS/400 (System i) einsetzen. Die Adresse enthält neben der genauen Firmierung, Anschrift, Telefonnummer den zuständigen Ansprechpartner, was i.d.R. der EDV Leiter ist.
Ich kann Ihnen diesen Datenbestand zum Preis von 249 EUR zuzüglich Mehrwertsteuer anbieten. Die Lieferung erfolgt als Excel-Datei.
Da ich meine Geschäftstätigkeit zum 12.10.09 beende, ist das Angebot bis zu diesem Datum befristet.
Ich finde es unglaublich. Nicht nur, dass schon die Nachricht an mich rechtswidriger Spam ist und der Herr mit mehr als einer Abmahnung rechnen kann, wenn er das ganze schön breit gestreut hat. Auch sollte ein Softwareberater mindestens ein Grundwissen im Bereich Datenschutz mitbringen, das ihm klar sagen sollte, dass ein solcher Verkauf für ihn und die Käufer große Probleme bieten kann.


