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Aufbau einer Wissensdatenbank

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  #1  
Alt 18.03.2009, 13:54
Nick Nick ist offline
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Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 14
Standard Aufbau einer Wissensdatenbank

Guten Tag,

ich habe für meine Diplomarbeit die Aufgabe ein Konzept für eine Wissensdatenbank für ein Unternehmen zu entwickeln. In dieser Datenbank sollen überwiegend Fachartikel (o.ä.) ablegt sein (PDF oder Word). Das Hauptaugenmerk soll dabei auf das "Auffinden" von Information in den ablegten Dokumenten gelegt werden. Der Content sprich die Dokumente werden von mehreren Usern erzeugt.
Meiner Meinung nach bedeutet das ich benötige erst eine gut durchdachte Dokumenten-Struktur und dann eine gute Suchfunktionalität.

Dabei sind folgende Fragen aufgekommen:

1. Passt der Begriff Wissensdatenbank überhaupt oder handelt es sich um ein DMS, ECM, Enterprise-Portal, Recherche-DB oder Information-Retrieval?

2. Sind automatische Indexierungsverfahren zu empfehlen oder sollten doch lieber manuell Schlagwörter vergeben werden um die richtigen Information zu finden? Bsp. Tagging? Oder beides?

3. Bringen in dem Context Taxonomien oder Ontholgien irgenwelche Vorteile?

4. Gibt es die Möglichkeit durch personalisierte Suche ein Profil des Nutzers zu erstellen um darauf hin die Suchergebnisse
zu verbessern? Hab hier Schlagworte wie "Suchanfragen-Feedback" gefunden?

Ich hoffe es kann mir jemand helfen, das Dickicht des Wissensmanagement ein wenig zu lüften.

MfG

Nick
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  #2  
Alt 20.03.2009, 12:29
Benutzerbild von jdk
jdk jdk ist offline
ECM-Experte
 
Registriert seit: 12.03.2007
Ort: München
Beiträge: 213
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Hallo Nick,

vielen Dank für deine Fragen im jdk.de Forum.

zu 1.) Die von dir gelisteten "Buzz-Words" sind oft nicht klar definiert und weisen Überschneidungen auf. Es hängt immer vom Kontext an, wo man die Lösung genau eingruppiert.

Es hört sich derzeit in etwa nach "Informationsretriel und Recherche-DB auf Basis von Dokumentenmanagement an" - ggf. mit der Möglichkeit der Integration in ein Enterprise Portal. ;-)

Ich würde mich von den Begrifflichkeiten nicht ablenken lassen.

zu 2.) Auf jeden Fall sollte ein automatisches Indexing vorgenommen werden, ggf. sogar eine automatische Verschlagwortung. Natürlich können auch manuelle Schlagworte gepflegt werden - dies ist jedoch sehr aufwendig und wird oft unterlassen.

zu 3.) Das hängt stark von den eigentlichen Themen der Dokumente und dem Aufwand die Datenbestände zu pflegen ab. Wenn möglich können Taxonomien und Onthologien sehr hilfreich sein - Aufwand und Nutzen stehen jedoch oft nicht im richtigen Verhältnis zueinander.

zu 4.) Natürlich gibt es sowas! Unter dem Begriff "Personalisierung" findet sich vieles davon im Markt. Durch die Ungenauigkeit, Schwierigkeit der Feinabstimmung und Verwirrung des Benutzers, wenn gleiche Anfragen unterschiedliche Antworten geben, ist der Einsatz aber nicht flächendeckend vorhanden.

Ich hoffe, dir ein wenig geholfen zu haben!

Viele Grüße,
Jörg Dennis Krüger
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  #3  
Alt 20.03.2009, 13:39
visionmaster visionmaster ist offline
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Registriert seit: 17.09.2007
Beiträge: 21
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Hallo Nick,

deine Aufgabe schreit nach einem Enterprise Wiki. Gerne kann ich dir den nötigen Input geben, damit du in der Lage bist eine Wissensmanagementlösung auf dieser Basis effizient und kostengünstig einzuführen. Schau einfach vorbei. www.elysion.cc

Schöne Grüße
Josef
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  #4  
Alt 20.03.2009, 13:49
Benutzerbild von jdk
jdk jdk ist offline
ECM-Experte
 
Registriert seit: 12.03.2007
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Beiträge: 213
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Hallo Josef,

kannst du einmal darlegen, warum ein Wiki die Lösung sein soll?

Die Ausgangsbasis sind ja Word- und PDF-Dokumente (wohl auch, weil der Originalartikel das Wichtige ist, dieser nicht bearbeitet werden soll und wahrscheinlich auch nicht darf) - nicht gerade optimal für ein Wiki. Zudem unterstützen nur die wenigsten Wikis sowas wie ordentliches Information Retrievel oder gar Anpassbarkeit in puncto Personalisierung.

Ich freue mich auf einen Blick in deine Gedanken!

Viele Grüße,
Jörg Dennis Krüger
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  #5  
Alt 23.03.2009, 12:36
Nick Nick ist offline
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Beiträge: 14
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Hallo Herr Krüger,

erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort!

Mittlerweile bin ich auch der Meinung das "Information Retrieval" das Thema wohl am besten abdeckt.

Die manuelle Indexierung sehe ich mittlerweise auch aus Zeit- und Kostengründen für nicht tragfähig. Das bedeutet eine automatische muss gefunden werden.

Welchen Schwerpunkt würden Sie denn empfehlen? Linguistische, statistische oder begrifforeintierte Indexverfahren? Oder auch eine Kombination?

Ein weiteres Problem ist, dass es sich bei den Texten um deutsche sowie englische Texte handelt. Ich hab gelesen gerade die deutsche Sprache, mit ihren vielen Ausnahmen, macht es schwer beispielsweise regelbasierte Methoden anzuwenden.

Gibt es schon Programme/Lösungen die automatisch einen Thesaurus anlegen und pflegen? Oder sollte dies besser mit Hand erstellt werden? Das Problem sehe ich darin, dass der Thesaurus regelmäßig aktualisiert werden muss, bspw. wenn es neue Mode-Wörter wie "Web 2.0" gibt.

Letztendlich soll eine Lösung gefunden werden, die, wenn sie läuft, wenig Pflege braucht und akzeptable Ergebnisse liefert.

Zu Josef:

Ein Wiki hatte ich auch schon im Kopf, aber wie schon Herr Krüger gesagt hat, handelt es sich überwiegend um PDF's, die auch nicht bearbeitet werden sollen. Und jedes PDF mit "Copy und Paste" in eine Wiki zu befördern und dann hoffen das die Formatierung übernommen würde ist denke ich nicht optimal. Sonst habe ich nur Wiki's gefunden bei dem an einen Beitrag eine Datei angehängt werden kann, die dann aber nicht aus dem Wiki heraus gelesen werden kann.

Mit freundlichem Gruß

Nick
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  #6  
Alt 24.03.2009, 11:50
visionmaster visionmaster ist offline
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Beiträge: 21
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Hallo Nick,

inzwischen leistet z.B. Confluence Wiki genau das: Ein pdf wird in der Wiki Seite angezeigt (Beispiele findest du hier http://www.elysion.cc/display/ELON/Links+und+Downloads unter "Links und Downloads"). Die Indexierung erfolgt sowieso automatisch und völlig unabhängig von der Sprache (Volltextsuche in allen Seiten, Anhängen und Kommentaren). Auch eine Massenurladung ist problemlos möglich.

Schöne Grüße
Josef
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  #7  
Alt 24.03.2009, 12:13
visionmaster visionmaster ist offline
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Beiträge: 21
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Hallo Jörg Dennis,
du hast völlig recht, mit dem Hinweis, dass sich pdf Dateien klassisch nicht grad für ein Wiki empfehlen. Wir haben aber eine grosse Anzahl solcher pdfs in unserem Wiki, weil wir es uns nicht antun wollten die ganze Dokumentation zum Stichtag zu wikisieren. Und siehe da - es klappt wunderbar. Wenn ein Dokument geändert werden muss wird es in diesem Zuge wikisiert. Gefunden werden aber jetzt schon alle Inhalte. Auch eine Personalisierung ist via Favoriten bzw. Tagging/Labeling möglich. Zudem kann man sich interssante Inhalte abbonieren und wird informiert wenn sich was tut.

Schöne Grüße
Josef
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  #8  
Alt 24.03.2009, 13:11
Nick Nick ist offline
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Hallo Josef,

vielen Dank für die Antworten.

Mir schwebte als erstes auch etwas vor was man sich als Mischung zwischen Wiki und DMS vorstellen könnte. Der Schwerpunkt soll aber auf dem Indexieren und Wiederfinden liegen. Tagging ist eine gute Sache aber ich denke mittlerweile zu zeitintesiv, so dass viele nicht taggen würden. Auch sehe ich das Wiki nicht für meine Anforderungen gemacht. Es sollte eine Lösung für meine Anforderungen gefunden werden. Mit einem Wiki würde ich eine Software implementieren die meiner Meinung nach nicht den Schwerpunkt auf meinen Anforderungen hat. "Die Software soll sich anpassen nicht der Mensch".

Darüber hinaus sollte die Lösung die Möglichkeit offen lassen weitere Quellen anzuhängen.

Wie wird denn Indexiert beim Wiki? Wird jedes Wort indexert? Oder nur die Stoppworte gelöscht? Gibt es eine Gewichtung beim Indexieren?

Was ist eine "Massenurladung"?

Die Möglichkeit mit den Abonnements oder Favorierten sollte in meiner Lösung auch noch irgendwie möglich sein??? Ich dachte da an Schlagworte/Kategorien die ein Nutzer abonnieren könnteund wenn eine neues Dok mit diesem Schlagwort/Kategorie indexiert wird, bekommt der Nutzer eine Info.

In welchem der Videos sieht man denn wie ein PDF angezeigt wird?

Freundliche Grüße
Nick
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  #9  
Alt 24.03.2009, 17:25
visionmaster visionmaster ist offline
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Beiträge: 21
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Hallo Nick,

ja - jedes Wort wird indexiert (Volltextsuche). Natürlich kannst du soviele Quellen, Verlinkungen und Kommentare anhängen wie du willst.

Übrigens ist das genau eine Stärke, die mich begeistert: Unser Wiki kann ich genau so gestalten wie ich es brauche (und dazu benötigen wir heute keine Beratung mehr!).

Mit Massenurladung ist gemeint, dass ein grosser Bestand an Daten automatisiert an ein System gebracht wird (man will ja nicht händisch alle Dokumente hochladen).

Auf folgender Seite sieht man besser wie ein pdf aussieht, das mit viewfile im Wiki angezeigt wird:

http://www.elysion.cc/display/ELON/PDF+Display+Beispiel

Wenn du rechts oben einen Begriff suchst, der in dem pdf vorkommt findest du das Dokument auch (z.B. auffrisch*).

Du kannst uns auch gerne via den Kontaktdaten auf der Elysionseite direkt ansprechen.

Schöne Grüße
Josef

Geändert von visionmaster (24.03.2009 um 20:06 Uhr).
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  #10  
Alt 25.03.2009, 10:08
Nick Nick ist offline
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Beiträge: 14
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Hallo Josef,

die Indexierung läuft bei dem Wiki jedoch ohne Gewichtung ab, oder? Das heißt ich finde später jedes Dok, indem mein Stichwort enhalten ist. Das wird ab einer großen Dokumentensammlung zum Problem und führt zu schlechten Suchergebnissen.

Ich hab auf der Homepage "Semantische Verfahren" bei der Suchfunktion gelesen? Welches Retrieval-Konzept steckt dahinter? Semantische Suche ist meiner Meinung noch sehr schwer oder nur unter ständiger Pflege bzw. großem Aufwand umzusetzen. Und dies auch nur für kleine Datenmengen die relativ homogen sind. Oder sehe ich das falsch?

Für mich klingt zur Zeit ein Modell das mit textstatischen Algorithmen arbeitet und vorher durch linguistische Ansätze auf Wortstämme reduziert für am besten geeignet(Verhältnis Aufwand/Nutzen). Ich bin jedoch nicht sicher ob ein solches Modell ausreichend gute Ergenisse liefert und weiß auch nicht wie man das herausbekommen kann. Von daher lass ich mich auch noch gern vom Gegenteil überzeugen.

Ein begrifforientiertes Modell wäre im Blick auf qualitative Suchergebnisse wohl die beste Lösung, meiner Meinung jedoch mit zuviel Aufwand und Pflege verbunden (Thesaurus aufbauen und pflegen).

Das Ziel ist es ein Modell zu finden welches automatisch die Dokumente so indexiert bzw. bearbeitet, dass sie jederzeit über eine Suchanfrage zu einem Thema wiedergefunden werden können. Die Suchergebnisse müssen relevant bzw. pertinent sein und ohne grossen Ballast gefunden werden.

Ich weiß nicht ob soetwas überhaupt realistisch umsetzbar ist?

Mit freundlichem Gruß
Nick
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