Alle Beiträge mit dem Tag "Weblog"
25. November 2008
Enterprise 2.0 wird ECM nicht ersetzen!
Enterprise 2.0 ohne ECM ist ein Irrweg. Enterprise 2.0 ist – anlog zu Web 2.0 – nur ein Konzept, eine Idee, eine Philosophie. Realisiert wird diese mit Komponenten und Technologien, die wir unter “Enterprise Content Management ” klassifizieren. Wenn jetzt jemand herkommt und sagt, “ECM kann aber kein Wiki”, hat weder ECM noch Enterprise 2.0 verstanden – was aber nicht gerade wenige sind (wieder analog zu Web 2.0, wo es dies auch noch zu Hauf gibt).
Ergo: Enterprise 2.0 ist ein Ansatz, ECM zu planen und umzusetzen. Bei Enterprise 2.0 dürfen die Errungenschaften der Vergangenheit aber nicht vergessen werden – wer beispielsweise ein professionelles Wiki auf Mediawiki und Co. betreibt, denkt maximal akut kurzfristig und kennt die Anforderungen moderner Unternehmen an Datensicherheit, Compliance etc. nicht mal marginal.
Natürlich sind Wikis und Blogs im Unternehmenseinsatz wunderbare Werkzeuge. Jedoch müssen diese professionell betrieben und in das Gesamtinformationsmanagement einbezogen werden. Was bringt es, wenn das Wiki oder Blog dann doch wieder eine Dateninsel ist?
Ein Unternehmen, das wild anfängt zu bloggen, Wikis zu nutzen, zu twittern und mehr aus dem “Web 2.0″ im Unternehmenseinsatz zu nutzen, ohne an die Konsequenzen zu denken, gewinnt zwar wohl kurzfristig an Kommunikation und Geschwindigkeit – mittel- und langfristig läuft die Organisation aber Gefahr, Wissen zu verlieren.
Enterprise 2.0 ist also für ein Unternehmen nur mehr als kurzfristig von Vorteil, wenn die “alten Werte” nicht bei all dem Fortschritt vergessen, sondern auf diesen aufgebaut wird.
Dies heißt natürlich nicht, dass man alte Werte auch immer mal im Frage stellen sollte…
26. Mai 2008
Dieses Blog ist nicht erpressbar
Liebe ECM/CMS/DMS-Anbieter,
jdk.de ist das führende Portal für ECM in Deutschland (gemessen an der Zahl der Seitenabrufe, Quelle: Alexa.com). Das Portal ist nun seit über einem Jahr in der Form online und hat dafür Großes geleistet. Um es weiter auszubauen, setzen wir auf Onlinewerbung und ein Sponsoringmodell, dass es uns ermöglicht, die Themen weiter auszubauen und noch mehr Leser zu begeistern.
Natürlich wollen wir, dass unsere Leser auch unsere Sponsoren wahrnehmen und die Sponsoren entsprechend Neukunden gewinnen.
Ganz und gar nicht damit überein geht es jedoch, wenn Anbieter ihr Sponsoring davon abhängig machen, dass nicht kritisch über sie berichtet wird oder ein Sponsoring explizit darum ablehnen, weil im ECM-Blog negativ über sie geschrieben wurde.
Jedes Unternehmen am Markt muss mit Kritik leben. Im ECM-Blog hat jeder die Möglichkeit Artikel zu kommentieren und damit direkt seine Sicht der Dinge darzustellen. Dies ist gewünscht und gewollt!
Journalismus – und dazu zählt auch dieses Weblog – lebt von der vielschichtigen Betrachtung der fokussieren Themen. Hierzu gehört es auch, Unternehmen und Produkte zu kritisieren. Genauso werden Unternehmen und Produkte gelobt. Jedoch findet beides nicht grundlos statt.
Natürlich ist jdk.de kein Millionen-Euro-Projekt und auf jeden Euro Umsatz angewiesen. Trotzdem werden wir unsere Unabhängigkeit und kritische Berichterstattung nicht dafür opfern, dass wir mehr Anzeigen und Sponsoren bekommen.
Also, liebe Hersteller, seid mutig und steht zu dem, was ihr tut. Beteiligt euch aktiv! Und investiert in dieses Informationsportal, damit es noch besser, schöner und größer wird. Investiert jedoch nicht in Portale, die ihre Glaubwürdigkeit verkaufen – denn da bekommt ihr zwar keine Kritik, jedoch auch keine mündigen Fachleser.
Hochachtungsvoll,
Euer Jörg Dennis Krüger
9. Januar 2008
WordPress besser als Tagesschau.de CMS
Im ersten Beitrag in 2008 schreibt Journalist Wulf Rohwedder im Tagesschau.de-Weblog, dass man bei Tagesschau.de “alle modernen Möglichkeiten der Kommunikation” habe, u.a. ein “Content Management System, dass seines gleichen sucht.”
Wenn aber das CMS von Tagesschau.de so gut ist, warum wird das Weblog von Tagesschau.de “nur” mit WordPress betrieben?
24. September 2007
RedDot und Web 2.0
Soeben kommt eine Pressemeldung der RedDot Solutions AG auf den Tisch, in der die Firma RedDot die Verbindung zwischen Content Management und Web 2.0 beschreibt – und mindestens etwas daneben liegt.
So behauptet das Unternehmen:
“Bislang wurden Web 2.0-Funktionen wie Foren, Blogs, Kommentare, Bewertungen oder andere Bausteine als separate Lösungen zu Content Management-Systemen eingesetzt. Eine integrierte Nutzung war in der Regel nicht möglich.”
Diese Aussage ist objektiv falsch. Es gibt diverse Web Content Management Lösungen, die wunderbar den Betrieb eines Weblogs oder eines Forums ermöglichen – Funktionen wie Kommentare und Bewertungen werden sowieso vielerorts unterstützt. Jedoch: Bezogen auf das Produkt RedDot ist dies richtig: Da RedDot (ohne Liveserver) Inhalte statisch publiziert, sind dynamische Komponenten nicht ohne weiteres umzusetzen.
RedDot schreibt weiter:
“Mit den neuen Web 2.0 Erweiterungen ermöglicht RedDot, die Open Text Web Solutions Group, nun erstmals die nahtlose Einbindung interaktiver Applikationen und Web 2.0-Funktionen in sämtliche Web-Medien.”
Auch diese Aussage stimmt einzig und allein auf RedDot bezogen. RedDot bietet tatsächlich erst seit jetzt eine Blog-Funktionalität – andere Systeme waren weitaus schneller. Gans abgesehen davon, dass “traditionelle” Blogsoftware (wie “WordPress”) mittlerweile (und zunehmend) sogar als (kleine) Web Content Management Lösung gehandelt wird.
Wichtig ist auch dieser Abschnitt:
“Die Web 2.0 Erweiterungen sind ab sofort als modularer Bestandteil der RedDot WCM-Lösung weltweit verfügbar. “
Obwohl Blogsoftware vielerorts kostenfrei verfügbar ist und es für einen professionellen WCM-Anbieter ein leichtes sein sollte, auf Basis der vorhandenen Funktionalitäten auch ein Blog zu realisieren, muss man mit einigen Tausend Euro rechnen, um beispielsweise die Blogfunktion bei RedDot nutzen zu können. Neben dem für dynamische Inhalte benötigten “RedDot Liveserver” (der anders als das “normale” RedDot-System auf Java basiert und entsprechend auch anders betrieben werden muss), müssen die Web 2.0 Komponente zusätzlich erworben werden. Allein Blog-Komponente und Liveserver werden zusammen schnell fünfstellig.
In der Pressemeldung lässt RedDot zudem kein Wort darüber verlauten, was die “Web 2.0″ Module denn wirklich können. Ich werde versuchen, hierzu auf der DMS Expo mehr in Erfahrung zu bringen.
10. April 2007
Am Kunden vorbei…
Man glaubt es kaum, doch es scheint so, als das sehr viele – vorallem größere – Softwareanbieter in der ECM-Branche ihre Kunden und deren wachsende und sich verändernde Anforderungen nicht kennen. Oder einfach nicht kennen wollen. Wie kommt es sonst, dass neue Technologien bzw. Konzepte nur sehr schleppend bis gar nicht von den Unternehmen umgesetzt werden? Beispiele sind alle möglichen Themen des Online Marketing sowie der Zusammenarbeit im Unternehmen.
Es ist beispielsweise unglaublich, dass immer noch diverse Systeme es nicht schaffen, 100% sprechende URLs abzubilden, sondern noch irgendwelche Parameter in der URL mit sich herumtragen. Richtig erschreckend ist die Lage bei den aktuellsten “Web 2.0″ Technologien. Es scheint gerade so, als wenn sich die Entwickler bevor sie ihre eigenen Blogsprodukte u.ä. umsetzen, die Marktführer in diesem Bereich nicht ansehen dürfen. Wie kommt es sonst dazu, dass grundlegendste Funktionen aus den Open Source Blogsystemen nicht in kommerziellen Produkten umgesetzt werden (u.a. Spamfilter und One-Page-Publishing). Und es werden bei Konzeption und Umsetzung noch nicht mal Menschen gefragt, die sich mit den Erwartungen in der Praxis auskennen.
Das Ergebnis: Obwohl “professionelle” (also kommerzielle) Lösungen im Haus sind, muss für bestimmte Anwendungen im Inter- und Intranet auf Open Source Software zurückgegriffen werden. Per se ist dies nichts Schlechtes – aber sämtliche Vorteile der kommerziellen Lösung (funktional wie organisatorisch, beispielsweise Freigabeverfahren, zentrale Zugriffsrechte) gehen verloren und werden sogar umgekehrt, da jetzt weitere Lösungen gewartet werden müssen.
Hier müssen die Hersteller dringend nachbessern und flexibler auf die Anforderungen des Marktes reagieren. Dies gilt nicht nur für die “klassischen” Web Content Management Anbieter – sondern wirklich für die ganze Branche. Wie wäre es beispielsweise mit Wiki-Technologie im DMS, um einfach gemeinsam Dokumente erstellen zu können?
(Hinweis: Blogs und Wikis sind in diesem Beitrag nur verwendet worden, um plakative Beispiele zu bieten, mit denen viele etwas anfangen können. Es gibt auch abseits dieser “Web 2.0 Themen” genug Beispiele, wo die Kunden einfach vergessen werden – Beispiele gibt und gab es im Blog genug.)
13. März 2007
DER Jörg Dennis Krüger?
Ich spreche einige Brocken japanisch und möchte dies wieder etwas reaktivieren. Dazu habe ich mich Hiragana- und Katakana-Karteikarten vom Sprachverlag bestellt. Bei diesen Karten lag ein Gutschein über eine Broschüre zur optimalen Nutzung der Karten bei, den ich online eingeläst habe. Wenige Minuten später dann die Antwortmail:
“moment mal… DER Jörg Dennis Krüger?
Das gibts doch gar nicht, die Welt ist ein Dorf.Jetzt muss ich mich mal als Blogleser outen
“
Was der Mitarbeiter eines Sprachverlags im ECM-Blog macht? Er ist hauptberuflich im ECM-Umfeld tätig und betreibt den Sprachverlag nebenbei.
Domo arigato.
22. Dezember 2006
Frohe Weihnachten!
Jörg Dennis Krüger und Cara Europe wünschen allen Lesern des ECM-Blog besinnliche Feiertage. Wir hoffen, Sie hatten ein gutes Jahr und finden in den nächsten Tage Ruhe, um im Januar wieder voller Tatendrang den Markt verändern zu können. Das Blog wird auch “zwischen den Jahren” unregelmäßig aktualisiert – über die Weihnachtsfeiertage wird sich jedoch nichts verändern. Auch Sicherheitsgründen ist ab heute bis einschließlich 26.12. das kommentieren in diesem Blog nur moderiert möglich – Ihre Kommentare werden also erst nach den Feiertagen sichtbar sein.
12. Dezember 2006
In eigener Sache: Tue Gutes und zeige es!
Gerade die Adventszeit birgt die Chance, einmal über Dinge nachzudenken, die in der Vergangenheit vielleicht zu kurz gekommen sind. Auch Cara Europe, für die der Autor dieses Blogs tätig ist, hat diese Chance genutzt und ist zu dem Schluß gekommen, einen Teil ihres Erfolges abzugeben.
Deshalb unterstützt Cara, und damit auch das ECM-Blog, ab sofort das SOS-Kinderdorf in Worpswede.

Wir spenden einen gewissen Betrag jeden Monat an die Organisation, die die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen liebevoll betreuetund die Heranwachsenden auf dem Weg in ein eigenständiges Leben fördert. “Hier finden die jungen Menschen ein Zuhause, in dem sie sich wohl fühlen. So können sie Vergangenes aufarbeiten, neuen Mut fassen und sich in innerer und äußerer Geborgenheit auf das Erwachsenwerden vorbereiten.” (Zitat: www.sos-kinderdorf.de)
21. November 2006
Bloggen von den Contentmanager.Days
Die Contentmanager.Days stehen vor der Tür. Durch einige Liveblogger soll die Veranstaltung von der Provinz
auch in die große weite Welt transportiert werden.
Eine Übersicht über alle Konferenzblogger der CM.days findet sich auf http://blog.cmdays.de/.
Dass die Veranstalter jedoch für die Konferenzblogger nichtmal die Übernachtungskosten übernehmen finde ich hart. Als Vortragender werden diese natürlich übernommen – ich zahle nur Reisekosten (und es gibt bestimmt auch Vortragende, die selbst diese nicht zahlen).
Außerdem wichtiger Hinweis an alle Blogger: Weiß schon jemand, wie der Netzzugriff realisiert wird? Die letzten zwei Jahre war das mein WLAN-Router (weil wohl keiner über Vodafone für 20 Euro pro Tag bloggen möchte)…
31. Oktober 2006
Kein Nachdruck, sondern Premiere!
Im Weblog von KongressMedia wird zum Interview mit Herrn Dietrichs zum Web-Content-Management bei der Continental AG geschrieben, dass es hier nur einen “Nachdruck” gibt. Das ist nicht richtig! Der Text hat im ECM-Blog Premiere – auf Contentmanager.de ist er bis heute nicht zu finden. Zudem wurde der Text vom ECM-Blog redaktionell (leicht) überarbeitet, um ihn objektiver zu machen.


