Alle Beiträge mit dem Tag "Typo3"
13. Oktober 2006
Selbstbeweihräucherung
Typo3 ist ja so ein Zankapfel. Die Software ist per se nicht schlecht und mit der 4.0 ist vieles besser geworden oder hat sich sogar grundlegend geändert. Der fade Nachgeschmack entsteht eigentlich auch nicht durch die Software, sondern durch die Art, wie manche Marktbegleiter sie in den Vordergrund stellen – und sich selbst oft mit dazu.
Ein mehr oder weniger aktuelles Beispiel läßt sich bei OpenBC beobachten. Ganz ab von der tatsächlichen Kompetenz führen solche Threads zur negativen Besetzung bestimmter Unternehmen – zumindest bei mir.
(@Stefan Bauer: Das ist aber nichts Persönliches! Sie geben da nur grade ein gutes Beispiel ab.)
13. Oktober 2006
Web Content aus Dokumenten
Auch wenn besonders Webagenturen oder Freelancer mit Webfokus die Intention Web Content automatisiert aus Dokumenten (z.B. Word oder Open Office) erstellen zu lassen, nicht verstehen, gibt es genügend Einsatzszenarien, bei denen dies sinnvoll ist. Nicht umsonst bieten kommerzielle Anbieter wie Coextent oder Stellent schon seit Jahren Standardlösungen, um Dokumente aus der Textverarbeitung automatisch in Web Content zu transformieren.
Dies ist nicht nur sinnvoll für Technikdokumentation, sondern erleichtert vielfach auch den Workflow im Unternehmen. Eine einmal geschriebene Pressemeldung z.B. muss nicht per “Copy/Paste” ins WCMS übernommen werden, sondern das WCMS holt sich aus dem (gut ausgezeichneten) Dokument die notwendigen Informationen und kann gleichzeitig auch noch ein PDF zum Download generieren.
Wer es etwas günstiger haben will, als mit den beiden Schwergewichten, kann z.B. auf Typo3 oder Alfresco zurückgreifen. Typo3 bietet mit seinem OpenOffice-Konverter eine Grundlage für Projekte dieser Art. Die ODF-Funktionen von Alfresco sind derzeit noch Beta, werden aber bald vollständig zur Verfügung stehen. Hier ergibt sichd er Vorteil, dass die Dokumente gleichzeitig in einem modernen DMS gehalten werden, was gleichzeitig das Repository für das WCMS bildet. Zwar erreicht man hier (Typo3 und Alfresco) nicht die Möglichkeiten der beiden erstgenannten Systeme (insbesondere die Nutzung von Microsoft Word Dokumenten), aber für viele Anwendungsfälle mag dies ausreichend sein.
Diskussion und weitere Infomationen bei OpenBC.
11. Oktober 2006
Bulls**t-Bingo?!
“Das System steht mit .NET 2.0 (und bald 3.0) als Technologie-Basis, AJAX-basierter Rich-Client-Oberfläche im Office 2007-Look und der Unterstützung aller wichtigen Internetstandards weit vor proprietären Systemen wie Red Dot, welche die Entwicklung der letzten Jahre teilweise etwas verschlafen zu haben scheinen.”
Auf jeden Fall lustig. Neben den Typo3-Fanatikern scheint sich eine neue Glaubensrichtung zu bilden.
12. September 2006
Initiative für glückliche Onlineredakteure
Eine lustige Aktion hat der WCM-Anbieter “Step One” gestartet. Auf der Website http://www.initiative-fuer-glueckliche-online-redakteure.de präsentiert das Unternehmen zehn Forderungen für Online-Redakteure.
Als Begründung zu den Forderungen (z.B.”Mehr Zeit für Redakteure” oder “verständliche Handbücher”) verpackt das Unternehmen geschickt die Features des eigenen Produkts (z.B. “Das Anlegen eines Artikels darf nicht länger als 2 Minuten dauern, damit die Online-Redakteure mehr Zeit haben die Zeitungen zu recherchieren.”).
Im angegliederten Spreadshirt-Shop kann sich jeder sein eigenes T-Shirt zur Aktion bestellen.
(Hiermit bewirbt sich das ECM-Blog für die exklusive Medienpartnerschaft der Initiative! Als Belohnung möchte ich nur ein T-Shirt.
)
Leider sind anscheinend die Fanatiker bereits im Gästebuch der Seite angekommen…
12. September 2006
Typo3 und d.velop – Ausführlich
In einer heutigen Pressemeldungen geben “Open-ECM” und d.velop eine “strategische Partnerschaft” bekannt. Es soll, so der Gedanke hinter der Aktion, Typo3 mit d.velop verknüpft werden und so “eine ganzheitliche ECM-Lösung für den professionellen Einsatz zu erschwinglichen Preisen zu Verfügung [stellen]“.
Da muss es grade lustig zugehen bei d.velop und Domino. Was muss man machen, um auf solche Ideen zu kommen?
Schauen wir uns das nochmal genauer an.
- “Open-ECM” macht alles andere, als ECM. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint man sich – wie Trilliarden anderer Unternehmen auch – am Thema Typo3 aufzuhängen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
- d.velop macht kein ECM – so steht es ja in der Pressemeldung – und sucht sein Heil in einer Integration mit Typo3. Warum auch immer.
- Beide Unternehmen haben in der Richtung noch gar nichts, sondern planen nur.
Außerdem verwundert mich, dass “Open-ECM” seine eigene Firmenstrategie so versteht, dass man Kunden für den größten Anteil an ECM eine kostenpflichtige closed-source Lösung anbietet.
Kurzanalyse
Hinter Open-ECM steht zumindest zu diesem Zeitpunkt kein schlüssiges Konzept. Es ist nicht abzusehen, wo sich das Unternehmen hin entwickelt. Es scheint jedoch, als sei das Ganze nur ein Marketing Ballon, der schon jetzt sehr viel Luft verliert.
d.velop nimmt natürlich diese Marketing-Idee von Open-ECM gerne auf, um die eigenen Produkte zu verkaufen und eine andere/neue Zielgruppe intensiv anzusprechen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass d.velop hier wirklich eine strategische Entscheidung getroffen hat.
Fazit
Das Angebot ist nicht zielführend. Es kann keinem Kunden geraten werden, diese – bisher noch nichtmal existente – Kombination einzukaufen. Vielmehr muss dazu geraten werden, die richtigen und passenden Lösungen zu finden. Bei Betrachtung der internen Prozesse sollte vorallem die Frage gestellt werden, ob eine enge Integration zwischen Website und firmeninternem ECM notwendig und/oder sinnvoll ist. Sollte dies der Fall sein, sollten Lösungen eingesetzt werden, die über standardisierte Schnittstelle verfügen.
8. September 2006
Zehn Dinge an denen Sie erkennen, dass Sie das falsche WCMS benutzen.
10.) Ihre Sekretärin kann jetzt zwar endlich die Pressemitteilungen selbst in die Website einpflegen, durch die Kosten für das WCMS erreichen Sie den ROI jedoch erst in 10 Jahren – und das auch nur bei zwei Pressemeldungen täglich.
9.) Ihre Konkurrenten werden bei Google immer ganz oben angezeigt, Sie findet man aber nur, wenn man nach “wcms.php?seite=123&id=21″ sucht.
8.) Sie haben zwar jetzt ein WCMS, Änderungen kann aber weiterhin nur Ihre Agentur vornehmen – mit 50% WCMS-Aufschlag natürlich.
7.) Ihre Website sieht genauso aus, wie die der anderen Kunden des Herstellers – wenigstens konnte aber Ihr Logo eingebaut werden.
6.) Egal wie schön und aufwendig Sie Inhalte einstellen. Nach dem Speichern fügt das WCMS Tabellen hinzu und ändert die Formatierungen möglichst proprietär ab.
5.) Sie haben neuerdings einen Hasen mit ziemlich großem Geschlechtsteil auf Ihrer Startseite.
4.) Während Ihre Startseite läd, kann man sich getrost frischen Bohnenkaffee holen, …
3.) …ihn rösten, mahlen und zu einem Latte Macchiato verfeinern.
2.) Sie duzen die Consultingmannschaft des Herstellers.
Und das deutlichste Kennzeichen, an dem Sie erkennen, dass Sie das falsche WCMS benutzen:
11. August 2006
Sugar for my honey!
“SweeTS is a development enviroment for TypoScript – the template language of the content management system TYPO3.”
Und ab sofort kostenlos verfügbar.
26. Juni 2006
Typo3 soll sich behaupten…
Sylvia Adamski schreibt ihre Diplomarbeit zu “Analyse des Auswahlprozesses von Content Management Systemenu nter besonderer Berücksichtigung von Open Source-Lösungen am Beispiel von Typo3″ und muss im September abgeben. Nachdem der Start in das Thema augenscheinlich etwas holperig war, will sie nun mit den Entscheidern sprechen, um zu sehen, wie man Typo3 helfen kann, in Pitches besser zu bestehen.
Aber schon findet sich das nächste Problem. Richtigerweise sucht Frau Adamski nach Projekten in der unteren Preisregion (8.000 bis 60.000 Euro). Aber, wie Herr Bildesheim im Documanager-Forum richtig bemerkt, ist es so, “dass bei einem solchen Lizenzvolumen i.d.R. keine umfangreichen (wenn dies auch durchaus sinnvoll und wirtschafllich sein könnte) Evaluationsprozesse durchgeführt werden”.
Also, was nun? Ich finde, man sollte realisieren, dass der Markt, in dem Typo3 agiert, einfach ein Markt ist, der nichts mit großen Auswahlprozessen, etc. zu tun hat.
Aber wer ein Entscheider ist, der ein Projekt betreut (hat), in dem es um WCMS in der o.g. Kampfklasse geht, soll bitte auf der Website von Frau Adamski vorbeigucken und sich bei Interesse mit ihr in Verbindung setzen.


