Alle Beiträge mit dem Tag "Strategie"
19. März 2009
Neuer J.Boye Report: “What Web Managers Need To Know”
Janus Boye, unabhängiger CMS-Berater aus Dänemark, bietet auf der Website seines Unternehmens einen neuen Report an, den ich vielen Anwendern sehr ans Herz legen kann. Für nur 135 Euro gibt der Report “What Web Managers need to know” einen tollen Überblick, wie eine Webstrategie aufzubauen ist, um daraus auch wirklich Nutzen zu ziehen.
Enthalten ist zudem eine Checkliste zu einer guten Strategie und möglichen Problemstellen, umfangreiche Beispiele und umfangreiche Instrumente, die 1:1 angewendet werden können.
Empfehlenswert!
5. Dezember 2007
Ist Sharepoint ein Virus?
CMS Watch stellt in ihrer neuesten Veröffentlichung die These auf, dass Microsoft Office Sharepoint Server (MOSS) 2007 ein “ECM virus” sei. Das System würde noch stärker als die Vorversion eingesetzt. Diese zeige auf der einen Seite die Vorteile der einfachen und schnell zu nutzenden Collaborationsfunktionen des Systems, jedoch führe auf der anderen Seite auch dazu, dass es zu ernst zunehmenden Problemen beim Management des Systems gibt, für die Microsoft keine Lösung verfügbar hat.
Als Beispiele werden angeführt, dass eine nordamerikanische Bank mehr als 5.000 unkontrollierte und nicht freigegebene Instanzen von Sharepoint gemeldet hat. Und ein großer Energieversorger bei der genauen Suche über 15.000 bisher unbekannte Installationen aufspürte.
Das hier von CMS Watch aufgezeigte Problem ist gut bekannt und wird von vielen Unternehmen stark unterschätzt. Abteilungen, die sich in der bisherigen Infrastruktur des Unternehmens nicht wiederfinden oder denen die zentralen Entscheidungen zu langsam sind, installieren einfach einen Sharepointserver und nutzen diesen als Ablage für die Abteilung. Dies löst vielleicht die Probleme der Abteilung, führt im Gesamtunternehmen jedoch zu keiner Besserung: Informationen sind nicht zentral zugänglich, werden mehrfach abgelegt, gehen verloren usw. Nicht selten ist sogar zu sehen, dass IT-Abteilungen – meist um den Druck auf die eigene Abteilung zu vermindern – dazu übergehen und Sharepoint aktiv in den Abteilungen propagieren.
Die IT-Abteilungen, die so etwas dulden und sogar unterstützen, handeln verantwortungslos und müssen umgehend eine ganzheitliche Strategie entwickeln, um dies in den Griff zu bekommen. Hierbei darf sich kein Entscheider von der einfachen Bedienbarkeit und kurzen Zeit bis zur Nutzbarkeit der Microsoft Lösung blenden lassen: die wirklichen Herausforderungen kommen erst hinterher.
Auch in Deutschland ist “Compliance” ein wichtiges Thema – es geht hierbei um die generelle Sicherstellung der Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen. Dies kann mit einer unkontrollierten Umgebung nicht erreicht werden. Unternehmen riskieren großen und teuren Ärger.
Fazit
Sharepoint hat eine hohe Anwenderakzeptanz. Gepaart mit den richtigen Konzepten zur Einführung und ggf. der ein oder anderen Softwarelösung zur “Abrundung” der Funktionen des MOSS 2007 kann es eine sehr gute Plattform für Dokumentenmanagement und Collaboration entstehen. Einfach loszulegen ohne nachzudenken führt mit dem MOSS 2007 jedoch besonders oft in die Sackgasse.
26. Juni 2007
Texte von CMS-Anbietern gesucht
Für eine neue Kategorie auf www.jdk.de suchen wir ab sofort Texte, die bestimmte Themen aus der Branche (Technik, Strategie, Meinung etc.) aus Anbietersicht (!) behandeln. Umfang 1.500 – 2.500 Zeichen. Veröffentlichung mit Foto, Vita und Link auf jdk.de.
Interessenten wenden sich bitte direkt an die Projektmanagerin Helga Kozilek: hk@cara-europe.de.
12. März 2007
Unabhängige Beratung und technische Umsetzung?
Was ist an diesem Text, den ein ECM-Beratungshaus für seine Google-Anzeigen verwendet, falsch?
“Herstellerunabhängige Beratung, Strategie & technische Umsetzung”
Richtig: Herstellerunabhängig beraten UND umsetzen ist praktisch unmöglich. Unter der Fokussierung auf einen bestimmten Anbieterkreis bei der Umsetzung leidet die herstellerunabhängige Beratung – und vielleicht nimmt man sogar Kickbacks?
Da bleibe ich doch lieber vollkommen unabhängig: Keine Provisionen, keine Anbieterpartnerschaften, etc.
Aber: Natürlich wird keiner bei der technischen Umsetzung im Stich gelassen. Inhalt einer guten Beratung muss sein, einen passenden und qualifizierten Integrationspartner zu finden. Eine Unterstützung während der Umsetzung als Projektmanager oder -controller kann auch sinnvoll sein.
31. Dezember 2006
Happy New Year – Frohes Neues Jahr
Das Jahr 2006 war aufregend. Nicht nur, dass der Markt für Enterprise Content Management Software in starker Bewegung war (und ist!), auch die Dienstleistungs- und Veranstaltungslandschaft hat sich stark verändert.
Für mich persönlich war 2006 eines der aufregendsten, aber auch negativsten Jahre überhaupt. jdk hat ein Ende gefunden, meine Arbeit habe ich nach einer kleinen Pause besser als zuvor fortsetzen können und ich freue mich, zusammen mit Cara Europe, in den letzten drei Monaten bereits tolle Projekte bei tollen Kunden in Deutschland, Österreich, Schweiz und Großbritannien umgesetzt haben. Danke an die IDG GmbH, SOS Kinderdorf International, 1st Corporate Technologies Ltd. und das Ozon Team für die tolle Zusammenarbeit in 2006 und auch Danke an die Kunden, deren Projekte ich hier nicht nennen darf!
Die Analyse zur Strategieentwicklung (Ablösung oder Weiterentwicklung) von bestehenden Systemen ist dabei in den letzten Monaten ein Schwerpunktthema gewesen und wird in 2007 durch bereits angekündigte Beratungsmandate noch mehr zum Thema werden.
Auch die Konzeption von effektiven Lösungen für das Web und Enterprise Content Management unter sinnvoller und pragmatisch Integration von Backend-Systemen war ein weiteres, sehr interessantes Thema in 2007.
Sprechen Sie mich an, wenn Sie weitere Informationen wünschen!
Ein herzlicher Dank auch an alle Leser des ECM-Blog und der Magazine! Danke auch an alle Zuhörer und kritischen Fragesteller auf meinen Vorträgen.
Ich freue mich auf ein spannendes Jahr 2007 und wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr!
13. November 2006
Buchtipp: Enterprise-Content-Management bei Finanzdienstleistern
Im rennomierten Deutschen Universitätsverlag ist bereits im Mai 2005 die Dissertations “Enterprise-Content-Management bei Finanzdienstleistern” von Dr. Oliver Kutsch als Buch mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Ulrich Hasenkamp erschienen.
Auf knapp 300 Seiten in außergewöhnlich kleiner Schrift zzgl. umfangreicher Quellen, beschreibt das Buch das “Spannungsfeld zwischen Individualisierung und Standardisierung”, in dem sich Finanzdienstleister bei der Einführung von Enterprise-Content-Management-Umgebungen befinden.
Beginnend mit den grundlegenden Herausforderungen von ECM bei Finanzdienstleistern, über das Organisations- und Informationsmanagement, bis zu Verwaltung von “Wissen” wird der Leser fachlich fundiert und überaus umfangreich in die Thematik geführt. Anhand von Praxisbeispielen der Union Investgruppe, Winterthur Life & Pensions, Deutsche Post World Net, AXA und der St. Galler Vermögensberatung wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, welche strategischen, prozess- und systembezogenen Aspekte bei der Einführung von ECM berücksichtigt werden müssen.
Mit fast einhundert Seiten ist das Kapital zur Integration von ECM das umfangreichste des Buches. Hier werden zielbezogen Adaptionen auf verschiedenen Modellierungsebenen dargestellt und praxisnah die Möglichkeiten zur Integration ausführliche geschildert.
Den Abschluss des Buches bildet ein Kapital zum Vorgehen bei der Umsetzung des Integrationsmodells für ECM bei Finanzdienstleistern. Das Werk wird durch umfangreiche Anhänge zum Thema und mit weiterführenden Informationen, Grafiken und Tabellen ergänzt.
Dieses Buch darf bei niemandem, der sich professionell mit ECM beschäftigt, im Regal fehlen. Es ist ein herausragendes Werk, das nicht nur wissenschaftlich konzipiert und erstellt, sondern auch praxisnah umgesetzt wurde.
31. Oktober 2006
Technische Probleme häufen sich
Die Herausforderungen bei der Einführung von ECM-Umgebungen liegen der Erfahrung nach vorallem in der Klärung von strategischen Fragen und Ansätzen: Welche Contents, Mitarbeiter, Prozesse etc. müssen berücksichtigt und integriert werden? Wie kann eine gute Akzeptanz erreicht werden? Und natürlich: Welcher Anbieter paßt zu diesen Anforderungen?
In jüngster Vergangenheit häufen sich jedoch – subjektiv – die Projekte, bei denen es handfeste technische Probleme gibt: schlechte Performance, häufige Abstürze und große Probleme bei der Integration von anderen Systemen tauchen auf einmal wieder massiv auf, wobei vieles hiervon aufgrund der günstigen Verfügbarkeit von Rechenzeit und umfangreicher Hardware und da man davon ausging, dass die Lösungen einen gewissen Entwicklungsstand erreicht haben, als “Probleme der Vergangenheit” betrachtet wurde.
Aufgrund der – vorallem in letzter Zeit – gesteigerten Anforderungen bei den Anwendern, die Stück für Stück nicht nur an das “Marketingthema ECM” glauben, sondern Enterprise Content Management als Unternehmensstrategie verstanden haben und diese umsetzen wollen, kommen viele Anbieter eins Schleudern. Dies betrifft neben den klassischen WCM-Anbietern zunehmend auch klassische DMS-Anbieter, die mit den gehobenen Anforderungen an Integrationsfähigkeit und Performance nicht mithalten können.
Eine größere Aufgabe in jedem Projekt als bisher wird es daher zukünftig (wieder) sein, aufgrund von Prototypen und intensiveren Analysen genau hier Sicherheit zu gewinnen. Vollkommen aus dem Rennen sind damit auch Softwareanbieter, die sich nicht vollständig auf Ihre Rolle als solcher konzentrieren, da hier das Risiko für das Scheitern eines Projekts erheblich steigt.
18. Oktober 2006
Und noch ein ECM-Report: Enterprise Search
Da es dieses Jahr bisher erst eine Ausgabe eines Magazins aus meiner Hand gab, habe ich heute noch eine weitere Ausgabe konzipiert und ins Rollen gebracht. Das Heft “Enterprise Search” befasst sich – wie immer vollkommen herstellerneutral – mit Strategien und Technologien zur Suche im Unternehmen.
Hier kommt immer mehr die Frage auf, ob der klassische Ansatz (indizieren und kategorisieren), ein neuer Ansatz (indizieren und durchsuchen) oder eine Mischung aus beidem die Arbeit in der Praxis bestmöglich unterstützt.

Auch dieses Heft wird nach der aktuellen Planung im November zum kostenfreien Bezug auf www.cmmag.de verfügbar sein. Genaueres beizeiten im ECM-Blog.
14. Oktober 2006
Dauerthema: Unabhängigkeit
Gestern gab es mal wieder ein Provisionsangebot von einem ECM-Anbieter. 10% sollte es diesmal für jedes vermittelte Projekte geben. Aber: Ich nehme keine Provisionen! Wenn ich irgendein Stück Software empfehle, dann mache ich das ausschließlich, weil ich zu dem Schluss gekommen bin, dass diese Software im individuellen Projekt eine sehr gute Wahl ist und nicht, weil ich dafür Geld bekomme. Natürlich muss der Anwender hierfür bezahlen – aber so ist seine Investition wenigstens etwas wert!
Und, liebe Anbieter. Sehr gerne bin ich auch für euch tätig, um eure Produkte, Technologien, Strategien, Positionierung, Marketing etc. zu optimieren. Das hilft dann natürlich auch dabei, dass ich euer Produkt öfter empfehle. Nicht, weil ich von euch Geld bekommen habe, sondern weil das Produkt dann besser ist und die Anforderungen der Kunden besser erfüllt.
11. Oktober 2006
Open Text gibt Strategien zu RedDot bekannt
Teil dder neuen WCM-Strategie von OpenText soll die Integration des Open Text Livelink ECM – WCM Server in die Produkte von RedDot Solutions sein. Dadurch soll eine umfassende Lösung entstehen, womit Kunden Web Content Management mit der unternehmensweiten ECM Strategie verbinden, Geschäftsprozesse abbilden, Kosten verringern und gesetzliche Vorgaben erfüllen können sollen. Bereits im November will Open Text eine erste Version der Lösung auf seinem weltweiten Anwenderkongress “LiveLinkUp Phoenix 2006″ vorstellen; ausgeliefert werden soll diese Produktversion ab Anfang 2007.
„Web Content Management wird für Kunden immer komplexer”, stellt Kirk Roberts, Executive Vice President of Products, Solutions and Marketing bei Open Text fest. „In der Kombination von RedDots zuverlässiger Technologie, der legendär intuitiven Bedienbarkeit sowie der effizienten Implementierung mit der skalierbaren Open Text ECM Suite entsteht das marktführende Web Content Management System für unsere Kunden im Mittelstand genauso wie für Konzerne.“
Die Integration soll die einfache Bedienbarkeit und die Auslieferungskapazitäten des RedDots WCM-Systems mit der Open Text LiveLink ECM Suite zusammenbringen und abei die Backend-Möglichkeiten des LiveLink ECM – WCM-Servers nutzen.

