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Alle Beiträge mit dem Tag "Software"

28. August 2006

Thema: Sicherheit

IT-Sicherheit existiert auf verschiedenen Ebenen. Wenn im ECM und besonders im WCM-Bereich über das Thema “Sicherheit” gesprochen wird, so wird damit meist zunächst nur die “Sicherheit” gegenüber “Hackern” gemeint, die dem System so schaden, dass ein ordnungsgemäßer Betrieb nicht mehr möglich ist. Um uns dem Thema “Sicherheit” jedoch professionell zu nähern, müssen wir uns einige wichtige Unterbereiche davon genauer ansehen:

  • Betriebssicherheit
    Je nach genauen Anforderungen müssen CM-Umgebungen dauerhaft und ohne Ausfall verfügbar sein.
  • Datensicherheit
    Software und Daten dürfen nicht unbemerkt verändert werden. Echtheit und Glaubwürdigkeit einer Person oder eines Dienstes müssen überprüfbar sein. Urheber von Veränderungen müssen erkennbar sein und dürfen Veränderung nicht abstreiten können.
  • Datenschutz
    Vertraulichkeit, Übertragungssicherheit und Privatsphäre müssen gesichert werden.

Die Bereiche sind hier in der Reihenfolge ihres Vorkommens gelistet. Ohne Betriebssicherheit, keine Datensicherheit. Ohne Datensicherheit, kein Datenschutz. Entsprechend muss, um überhaupt ein Sicherheitskonzept aufgebaut werden kann, eine sichere Umgebung geschaffen werden.

Wichtig ist es, auf eine sichere Softwareumgebung wert zu legen. Denn: Auch, wenn das CMS fehlerfrei arbeitet und keine verwundbare Stelle aufweist, kann durch einen Fehler im Betriebssystem oder in anderen laufenden Anwendungen einem Eindringling die Tür geöffnet werden.

Mehr dazu Stück für Stück im ECM-Blog.

20. Juni 2006

Application Service Providing (1/3)

In einer kurzen Serie werde ich das Thema “Application Service Providing”, – also kurz gesagt Software zur Miete – vorstellen und auf die Vor- und Nachteile in Bezug auf WCM und ECM vorstellen.

1: Allgemeines

Wikipedia definiert “Application Service Provider” als einen Dienstleister, der eine Anwendung (z. B. ein ERP-System) betreibt und dem Kunden über öffentliche Netze (z. B. das Internet) anbietet. Der ASP kümmert sich um die gesamte Administration, wie Backup, das Einspielen von Patches usw. Anders als das Applikation-Hosting ist Teil der ASP-Dienstleistung auch ein Service (z. B. Benutzerbetreuung) um die Applikation herum.

Diese Dienstleistung des Application Service Providers nennt sich Application Service Providing.

Die Dienstleistung wird in der Regel im Rahmen eines Dienstvertrags angeboten. Denkbar ist auch eine Ausgestaltung als Mietvertrag oder insbesondere als – langfristig ausgelegter – Pachtvertrag.

ASP hat, neben div. steuerlichen Vorzügen, generelle Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen gehört, dass sämtliche Leistungen zum Betrieb von Hard- und Software durch den Provider erbracht werden und somit das Kerngeschäft des Kunden nicht unnötig stören. Zum Betrieb von Datenbank, Application Server und Applikationen ist im Unternehmen (besonders im 24/7-Betrieb) viel teures Personal notwendig. Da der ASP mehrere Kunden betreut und somit das Personal auf die Kunden umgelegt werden kann, wird dies zudem als deutliche Kostenersparnis fühlbar. Das Gleiche trifft auf die Hardware zu. Um einen reibungslosen Betrieb zu garantieren, muss eine Applikation in rechenzentrumsähnlicher Umgebung betrieben und Austauschhardware vorrätig gehalten werden. Dies ist nur für wenige, sehr große Unternehmen machbar und sinnvoll.

Der häufig angebrachte Nachteil, dass sämtliche Daten “aus der Hand” gegeben werden, ist nicht von der Hand zu weisen und muss bei der Auswahl eines Providers berücksichtigt werden. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Daten bei einem ASP meist besser geschützt sind, als im eigenen Unternehmen. Weitere potenzielle Nachteile sind die Verfügbarkeit von Supportpersonal und die Geschwindigkeit der Applikation. Läßt sich ersteres noch mit SLAs gut absichern, ist letzteres ab und an ein echtes Problem. Denn: Der Provider kann noch so viel Bandbreite zur Verfügung stellen, wenn die Anwender mit DSL arbeiten, wird schon der Austauch kleinerer Dateien ein Geduldsspiel.

Klassischste Formen des ASP ist übrigens das Webhosting. Auch hier wird gegen ein Entgelt Software, Hardware und Netzanbindung zur Verfügung gestellt und gewartet. Entsprechend werden auch viele WCMS in Form von Application Service Providing genutzt. Mehr dazu im zweiten Teil dieser Serie “Application Service Providing und WCMS”.

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Tagcloud: ECM Blog
Der Autor

ECM-Experte Jörg Dennis Krüger

Jörg Dennis Krüger ist unabhängiger ECM-Spezialist und seit vielen Jahren Beobachter und Meinungsgeber der Branche. Zudem gilt er als Spezialist für Online-Performance-Marketing mit Schwerpunkt auf Conversion Optimierung.

In seinem ECM-Blog lesen Sie seine Meinung zu aktuellen Themen der Branche, Technologietipps und Erfahrungen zum praktischen Einsatz von Enterprise Content Management im Unternehmen.

Von 2008 - 2010 war er Vice President des weltweiten Verbandes von Content Management Praktikern "Content Management Professionals". Er ist als Senior Manager für Aufbau und Leitung des Geschäftsbereiches Conversion-Optimierung bei QUISMA verantwortlich.

Mehr Informationen und Kontakt bei Xing.

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