Alle Beiträge mit dem Tag "Sharepoint"
14. November 2006
Livelink: Neues Majorrelease angekündigt
Open Text hat nach eigenen Angaben auf seiner weltweiten Anwenderkonferenz LiveLinkUp 2006, die zurzeit in Phoenix, USA, stattfindet, die neue Version 10 seiner Lösungssuite “Livelink ECM” vorgestellt. Das neue Major Release, das noch vor Mitte 2007 ausgeliefert werden soll, soll eine komplette Infrastruktur für unternehmensweites ECM bieten und deren nahtlose Integration mit Backend- und Frontendsystemen ermöglichen.
Damit sollen Unternehmen Repositories für strukturierte und unstrukturierte Inhalte miteinander verbinden, Content-zentrierte Unternehmenslösungen erstellen, Geschäftsprozesse auf der Grundlage von Inhalten steuern und Wissensarbeitern eine zentrale Sicht auf jede Art von geschäftsrelevanten Inhalten in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung zur Verfügung stellen sollen.
Open Text will so eine wichtige Voraussetzung für das Konzept des transparenten Unternehmens (Enterprise Transparency), das seine Prozesse lückenlos dokumentieren kann, zu jedem Zeitpunkt über völlige Prozesstransparenz verfügt und die Geschäftsaktivitäten und -abläufe auf der Basis von strukturierten und unstrukturierten Inhalten aktiv steuert schaffen.
Zu den wichtigsten Neuerungen in Livelink ECM 10 sollen gehören:
- Enterprise Library Services: Livelink ECM 10 soll Funktionalitäten wie Archivierung, Metadaten-Management, unternehmensweites Records Management und Informationssuche nahtlos miteinander integrieren und diese als „Enterprise Library Services“ zur Nutzung bereitstellen. Mit Livelink ECM 10 lassen sich Inhalte aus Unternehmensanwendungen führender Hersteller wie Microsoft, SAP und Oracle sowie aus Microsoft SharePoint, E-Mail- und Dateisystemen und anderen Repositories über eine Metadatenschicht managen. Die Inhalte sollen sich automatisch und manuell klassifizieren lassen, definierte Aufbewahrungsregeln und -fristen soll zugeordnet werden können.
- Integration von geschäftsrelevanten Inhalten in Unternehmensanwendungen: Anwender sollen direkt aus einer Microsoft Outlook-Oberfläche heraus auf geschäftsrelevante Inhalte in ERP-Systemen wie zum Bespiel Kundeninformationen oder auftragsbezogene Dokumente zugreifen können. Diese einheitliche Sicht sowohl auf strukturierte als auch unstrukturierte Inhalte soll nicht nur zu signifikanten Produktivitätssteigerungen, sondern erhöht auch den Nutzen von Investitionen in Unternehmensanwendungen führen.
- Flexible Ergänzung vorhandener Content Management Systeme: Mit den Enterprise Library Services sollen Unternehmen die Flexibilität erhalten, Lösungen auf ihren Content Management Systemen, wie zum Beispiel Microsoft SharePoint, zu entwickeln und damit den Lebenszyklus von unternehmenskritischen Inhalten zu verwalten.
- Betonung auf der Anwendererfahrung: Zusätzlich zum Web-Interface will Open Text eine neue, umfangreiche Client Schnittstelle, mit der nahtlos auf Unternehmensinhalte aus Desktop-Anwendungen von Microsoft wie Microsoft Outlook, Microsoft Office und Microsoft Explorer zugegriffen werden kann anbieten.
- Neue Web Services-Schnittstellen: Livelink ECM 10 soll eine Web Services API für die Enterprise Library Services und Livelink Content Services zur Verfügung stellen. Dadurch sollen sich die Funktionalitäten leicht in Unternehmensanwendungen integrieren lassen. Zudem sollen Organisationen Content-zentrierte Anwendungen erstellen können, die das betriebswirtschaftliche Potenzial von Unternehmensdaten und -dokumenten ausschöpfen.
Weitere Informationen rund um die weltweite Anwenderkonferenz LiveLinkUp Phoenix 2006 stellt das Unternehmen untern http://livelinkup-phoenix.opentext.com zur Verfügung.
2. November 2006
Sharepoint 2007 mit neuen Funktionen – und alten Einschränkungen
Das lange Warten auf die Ablösung von Microsofts Sharepoint Portal Server 2003 durch den stark verspäteten Microsoft Office SharePoint Server (MOSS) 2007 soll diesen Monat ein Ende finden. Allerdings werden die Benutzer nach dem großen und potenziell schwierigen Umstieg feststellen, dass die neue Version viele Einschränkungen ihres Vorgängers geerbt habt. Zu diesem Schluss kommt die neuste Ausgabe des “Enterprise Portals Report” von “CMS Watch”.
Die Analysten von CMS Watch haben die Version vorab analysiert und stellen dem System ein schlechtes Zeugnis aus. “Ale Enterprise Portal wird MOSS weiterhin nicht zu den meisten E-Business Szenarien oder unternehmensweiten Nutzung in großen Firmen passen.”, sagt der leitende Analyst des Reports, Janus Boye, und fügt hinzu: “MOSS bietet eine Vielzahl neuer Funktionen, aber es eignet sich weiterhin nut für den Einsatz zur abteilungsweiten Zusammenarbeit oder Intranet-Anwendungen in mittleren Unternehmen, die bereits jetzt stark auf Microsoft-Lösungen setzen”.
Weitere Ergebnisse des Reports sind u.a.:
- Zwar ist der Internet Explorer nicht mehr Voraussetzung zur Nutzung des Servers, den größten Nutzen bringt der Einsatz des neuen Produkt aber nur für Unternehmen, die auch auf Office 2007 wechseln. Kunden der älteren Versionen werden feststellen, dass die Anwenderfreundlichkeit bei der Bedienung des MOSS sich stark unterscheidet.
- Wie schon bei den vorherigen Versionen ist die Installation zwar sehr einfach gestaltet, die Anpassung und Wartung ist dazu im Vergleich jedoch unglaublich aufwendig. Administratoren können hier schnell überfordert sein.
- Auch der sehr wichtige Consultingbereich von Microsoft wird merklich Zeit brauchen um das neue Produkt zu erlernen und zu verstehen. Die Erfahrungen mit vorherigen Versionen zeigen, dass dieser Prozess Jahre in Anspruch nehmen kann.
- Noch sind keine Pläne für die nächsten Versionen bekannt.
CMS Watch Gründer Tony Byrne fasst die Ergebnisse zusammen: “Microsoft versucht mit den eindrucksvoll vielen neuen Funktionen in den Enterprise-Markt vorzudringen, vergisst hierbei aber teilweise die Funktionalitätstiefe und Skalierbarkeit der Gesamtlösung.”
Der 17-seitige Report zu Microsoft Office SharePoint Server ist ab sofort ab 550 US-Dollar auf www.cmswatch.com verfügbar.
16. Oktober 2006
Ceyoniq – Halle A2, Stand 112
Der Bielefelder Lösungsanbieter Ceyoniq will auf der diesjährigen Systems seine neuen Lösungen für Microsoft SharePoint und GroupWise vorstellen. Ein weiterer Fokus soll auf innovativen und praxisbezogenen ECM-Lösungen zur schnellen Gestaltung effizienter Geschäftprozesse liegen. File- und E-Mail-Management sowie Compliance sollen dabei nur eine kleine Auswahl der auf Kundenanforderungen abgestimmten Lösungsthemen sein.
Das Produkt “nscale for Microsoft SharePoint” soll die Grundfunktionalitäten von Microsoft SharePoint um rechts- und revisionssichere Archivierung sowie Recordsmanagement erweitern. Die zusätzlichen Funktionalitäten sollen Anwender innerhalb ihrer vertrauten Microsoft Office-Umgebung nutzen können.
Ebenfalls neu vorgestellt werden soll nscale for GroupWise, eine Lösung zur revisionssicheren Archivierung von E-Mails in einem zentralen Dokumenten-Pool. Collaboration-Informationen sollen mit nscale entsprechend den unternehmerischen und gesetzlichen Erfordernissen aufbewahrt werden. So soll nscale for GroupWise die Mitarbeiter bei der Strukturierung ihrer digitalen Kommunikation unterstützen.
Daneben will Ceyoniq E-Mail-Lösungen für Microsoft Exchange und Lotus Notes anbieten und über Möglichkeiten der rechtssicheren E-Mail-Archivierung sowie über praxisbezogene E-Mail-Management-Strategien informieren.
6. Oktober 2006
Kooperation zwischen EMC und Microsoft
EMC und Microsoft haben ein ECM-Bündnis (“ECM-Allianz”) ins Leben gerufen. Ziel soll es sein, Unternehmen die Verwaltung und den Zugriff auf steuerrelevante, aufbewahrungspflichtige und sonstige geschäftskritische Daten zu erleichtern. Die Zusammenarbeit beider Unternehmen soll die Tools und Anwendungen von Microsoft mit den Geschäftsprozessen der EMC-Infrastruktur verbinden. Hierzu will EMC eine Reihe neuer Content- und Archivierungsprodukte vorstellen, um die Documentum-Plattform und die Lösungen von Microsoft enger miteinander zu verzahnen.
Mit den neuen “EMC Documentum Content Services” sollen Anwender direkt aus dem Microsoft Office SharePoint Server 2007 und aus Microsoft Office heraus auf die Documentum-Plattform zugreifen können. Ein weiteres Produkt der EMC-Microsoft-Allianz sollen die “EMC Documentum Archive Services” sein, die nach Angaben des Unternehmens ebenfalls für den SharePoint Server konzipiert wurden. Inhalte aus SharePoint-Speichern sollen sich mit der Lösung manuell oder automatisch in Documentum-Depots archivieren lassen. Vom SharePoint Server aus soll auf die Daten zugriffen werden können, und auch weiter durchsuchbar bleiben. EMC hat die Documentum Plattform zusätzlich fuer die Unterstützung von Microsoft SQL Server 2005 erweitert. Documentum-User sollen jetzt problemlos mit SQL Server arbeiten können.
Die EMC Documentum Plattform mit Support für Microsoft SQL Server sollen noch in diesem Quartal erhältlich sein. EMC Documentum Content Services für Microsoft SharePoint Server 2007 und EMC Documentum Archive Services für Microsoft SharePoint Server 2007 sollen im ersten Quartal 2007 auf den Markt kommen. Die Preise sind nach Angaben des Unternehmens konfigurationsabhängig.
28. August 2006
Filenet (Halle 8/Stand C003/E004)
Natürlich ist Filenet auch trotz der Akquisition durch IBM auf der DMS Expo vertreten. Das Unternehmen stellt hierbei nach eigenen Angaben die neue Integration der Filenet P8 ECM-Plattform mit dem Microsoft SharePoint Server in den Mittelpunkt seines Messeauftritts. Über das Zusammenwirken der beiden Lösungen im Praxiseinsatz Filenet darüber hinaus auch auf dem Microsoft-Stand (Halle 8, B51/C50) informieren. Weitere wichtige Filenet-Themen sollen Geschäftsprozessoptimierung sowie die Einhaltung gesetzlicher oder freiwilliger Regularien (Compliance) sein.
Messebesucher sollen sich darüber hinaus kostenlos in Praxisvorträgen führender Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen informieren können, die nur wenige Schritte von der Ausstellungshalle entfernt im Rahmen der FileNet Anwenderkreistagung am 20. September 2006 gehalten werden sollen.
11. August 2006
Gedanken
Der Markt für Enterprise Content Management gilt als einer der wichtigsten und zukunftsträchtigsten Bereiche innerhalb der IT-Branche. Er wird jedoch bisher von spezialisierten Unternehmen dominiert. So heißen die “Marktführer” nicht IBM oder Microsoft, sondern OpenText, Filenet, Hummingbird, Interwoven, etc. (Wobei das Wort “Marktführer” aufgrund des stark zersplitterten und intransparenten Marktes sehr vorsichtig zu gebrauchen ist!). Neben diesen großen der Branche – die allesamt gerademal in Regionen um die 2.000 Mitarbeiter sind – gibt es viele Vielzahl von sehr erfolgreichen Unternehmen in der Größe von 50 bis 250 Mitarbeitern, die sich meist auf eine Teildiziplin von ECM spezialisiert haben und hier sehr erfolgreich Lösungen an den Markt bringen. Am häufigsten sind hier immernoch Lösungen zu Web Content Management zu nennen, aber auch Archivierung, E-Mail Management und Dokumentenmanagement sind Themen für diese “Nischenplayer”, die zusammengenommen den weit größten Teil des weltweiten Marktes abdecken.
Unternehmen wie IBM und Microsoft wollen natürlich auch in dieser Liga mitspielen und versuchen seit langer Zeit entsprechende Lösungen ins Portfolio aufzunehmen. IBM ist dies – vorallem in der Verwaltungs- und Bankenwelt – bereits recht erfolgreich gelungen, auch wenn mit den Lösungen kein breites Publikum angesprochen wird. Microsoft hadert noch mit sich und hat dem Sharepoint-Server viele Funktionalitäten sogar wieder genommen – die nun aktualisiert und verbessert Stück für Stück wiederkommen.
Um aber wirklich im Markt zu expandieren und Fuß zu fassen, sind Übernahmen an der Tagesordnung. Vorallem, weil die ECM-Unternehmen “recht günstig” sind, gab es in der Vergangenheit viele Übernahmen. Zum Einen werden die kleinen von den mittleren Übernommen (z.B. Imperia durch Filenet, RedDot durch Hummingbird, Tower durch Vignette, etc.) und zum Anderen übernehmen die Großen die Mittleren (OpenText kauft Hummingbird, IBM kauft Filenet, etc.).
Das Ergebnis von so einer Übernahme ist meist, dass die Kunden Stück für Stück auf die Produktlinie des Übernehmers umgestellt werden und die übernommenen Technologien zum großen Teil nicht weitergeführt werden. So hat Open Text unglaublich viele Lösungen übernommen und so eine breite Kundenbasis geschaffen – durch Akquise hätte man das nie erreicht (und erreicht auch jetzt nicht soo viele Neukunden).
Bei IBM ist es jedoch wahrscheinlich, dass die Filenet-Lösungen weitergeführt werden – Als “IBM Filenet” zum Beispiel. IBM betreibt einen “Bauchladen” von verschiedensten Lösungen zu gleichen Problemstellungen, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Prinzipiell scheint diese Strategie nicht unerfolgreich zu sein. Natürlich wird das Ziel aber sein, die Filenet-Kunden noch mehr mit IBM-Technologie auszustatten – was aufgrund guter Schnittstellen zwischen Filenet und IBM bereits in der Vergangenheit häufig an der Tagesordnung war.
Über kurz oder lang wird sich aber auch IBM für bestimmte Lösungen entscheiden müssen – Filenet hat in der Vergangenheit viel abgebaut und praktisch keine Innovationen mehr gezeigt. Es bleibt abzuwarten, wie IBM sich hier entscheiden wird.
Richtiger Gewinner der Filenet-Übernahme könnte Day sein. Weder IBM noch Filenet haben eine brauchbare WCM-Lösung im Angebot – da ist es nur recht und billig, wenn IBM den Filenet-Partner Day übernimmt und die Kooperation weiterführt.
27. Juni 2006
Zittern vor Microsoft
Nachdem Microsoft das hochgelobte neue Datenbankdateisystem WinFS nicht nur für Windows Vista, sondern kurzum komplett abgesagt hat, darf die DMS-Branche mit dem Zittern erstmal aufhören. Selbst im SOHO-Bereich wird Microsoft damit nicht zeitnah eine marktdominierende Stellung erkämpfen können. Ein Lichtblick für Microsoft (und doch ein Grund zum Weiterzittern) ist aber die Strategie, die Microsoft mit Sharepoint fährt.


