Alle Beiträge mit dem Tag "SAP"
11. März 2008
SAP macht in ECM
Es ist nicht neu, dass SAP vom “Enterprise Content Management Kuchen” auch sein Stück haben möchte. Nicht nur im ECM-Blog wurde vor einiger Zeit gemunkelt, dass man sich am Markt nach Übernahmekandidaten informiere und OpenText ein interessantes Ziel sei. Letztendlich hat SAP bisher jedoch keine ernst zu nehmende Lösung abseits der Kernkompetenzen des Unternehmens im Angebot. Das heißt: Für die Archivierung von Dokumenten, die für die finanzielle Unternehmenssteuerung notwendig sind, gibt es Anbindungen und Lösungen. Für alles darüber hinaus gibt es maximal schwache Integrationen, aber keine eigenen Produkte. Der Applikationsserver Netweaver ist zwar eine Grundlage für solche Lösungen, bringt selbst aber keine Funktionen mit sich.
Das soll sich nun aber ändern, wie man aus gut informierten Kreisen hört. Dabei will SAP das Rad nicht neu erfinden, sondern einen wirklich intelligenten Schritt gehen: Eine mehr oder weniger intelligente Abstraktionsschicht soll ERP- und ECM-Welt eng miteinander verbinden und zu einer schlagkräftigen Einheit machen, die sämtliche (also strukturierte wie unstrukturierte) Unternehmensdaten vereint.
Dies bringt für SAP gleich mehrere Vorteile. Zum einen ist man damit in jedem ECM-Projekt auf einmal nicht nur ein Randthema, sondern mitten drin. Zum Anderen legt man sich nicht auf einen Lösungsweg fest, sondern ist weiterhin offen für die ganze ECM-Lösungslandschaft.
Als einer der ersten soll Alfresco die neue SAP-Anbindung ausnutzen – munkelt man.
6. Februar 2008
Diese Abkürzungen aber auch…
Soeben erhielt ich via Xing eine Anfrage von einem Projektvermittler. Man suche für einen Kunden einen WCM-Berater. Da sich dies prinzipiell sehr interessant anhört und ich mich über jedes Web-Content-Management-Projekt freue, habe ich mir die Projektbeschreibung einmal genauer durchgelesen – und musste selbst erstmal recherchieren, was denn der Kunde mit “PM-WCM nach EKW-Model” meinte.
Von SAP und “Work Clearance Management” habe ich jedoch leider gar keine Ahnung.
18. Januar 2008
Bingo für Time To Act!
Der heutige Gewinn geht an Time To Act mit folgender Einsendung:
“Web Content Management System mit HTTP, NSF, SAP, SQL, RDBMS Datenintegration, Content und Collaboration Modulen”
Was denken sich Softwareanbieter eigentlich bei solchen vollkommen nichtssagenden und für jeden, der sich auch nur etwas damit beschäftigt, lächerlichen, Werbeaussagen?
26. Januar 2007
Freelancerdatenbank
Leider gibt es keine gute Freelancerdatenbank für echte Spezialisten zur Projektrealisierung im DMS/ECM-Umfeld. Immer wieder erreichen mich Anrufe von Unternehmen, die Projektmitarbeiter suchen – in der Realisierung. Solche Projekte mache ich persönlich nicht (sondern bereite dies konzeptionell vor, betreue als Projektmanager, etc.), aber bestimmt gibt es unter den Blogleser den ein oder anderen Spezialisten!
Aktuell wird gesucht:
Freelancer im Bereich SAP/PDMS-Archivierung
- Mitarbeit bei der Erstellung eines internationalen Berechtigungskonzeptes, ca. 2 MW
- Spezifikation und Realisierung der Umsetzung von Attributen aus SAP-UNICODE-Systemen und Übernahme nach ADeBar2, ca. 2 MW
verwendete Systemumgebung:
- openText Livelink PDMS V9.5 als Weboberfläche für systemunabhängigen Zugriff auf archivierte Daten / Dokumente, nicht zu verwechseln mit dem originären Livelink-DMS-System
erforderliche Kenntnisse:
- gute Kenntnisse über SAP-Archivelink, Archivierungsszenarien mit IXOS / openText, SAP V4.7
- grundlegende Kenntnisse über Archivierung Fähigkeiten, Kompetenzen gemäß ITEC-Kategorie 4a, 4b
- gute bis sehr gute Kenntnisse über Livelink PDMS V9.5
- gute Kenntnisse in PERL-Programmierung
Start: April 2007
Dauer: 5 MM+
Ort: Karlsruhe
Interessenten wenden sich bitte formlos inkl. Profil an jdk@jdk.de. Alle Einsendungen werden vertraulich behandelt.
21. Dezember 2006
Open Text mit weiteren Details zur Hummingbird-Integration
Open Text hat weitere Details seiner Roadmap zur Integration der kürzlich erworbenen Hummingbird-Produkte bekannt gegeben. Zu den aktuellen Plänen für das Jahr 2007, die Kunden und Partnern nach eigenen Angaben bereits zur Verfügung gestellt wurden, soll die weitere Unterstützung der Livelink ECM – eDOCS-Produkte (früher: Hummingbird Enterprise), neue Produktintegrationen insbesondere mit den Neuerungen der jüngst vorgestellten Open Text-Suite Livelink ECM 10 sowie völlig neue Lösungen zur Steigerung der Prozesseffizienz und für Compliance Management gehören.
„Auf der Basis unserer Integrationspläne können Livelink ECM – eDOCS-Kunden den Wert ihrer bereits getätigten Investitionen steigern und für ihre Unternehmen ECM-Strategien entwerfen, die langfristig Bestand haben“, so Kirk Roberts, Executive Vice President of Products, Solutions and Marketing bei Open Text. „Durch den komplementären Charakter der Technologien von Open Text und Hummingbird sind wir in der Lage, unseren Kunden beste Qualität in Sachen ECM-Lösungen und –Expertise zu bieten, so dass sie Inhalte unternehmensweit noch besser kontrollieren und managen können.“
Zu den konkreten Maßnahmen im nächsten Jahr sollen unter anderem zählen:
- Unterstützung für Microsoft Office 2007 und Windows Vista: Das Produkt Livelink ECM – eDOCS DM soll früher als bisher geplant Microsoft Office 2007 und Windows Vista unterstützen. Herausragende Merkmale von Livelink ECM – eDOCS soll die Rich Client-Benutzeroberfläche sowie die enge Integration mit den Microsoft Office-Anwendungen und Microsoft Outlook sein. Rich Clients als primäre und in Microsoft Office und Outlook integrierte Arbeitsoberflächen sollen eines der Kernelemente der weiteren Entwicklung von Livelink ECM 10 sein.
- Vertragsmanagementlösungen: Open Text will die bestehenden komplementären Lösungen für Vertragsmanagement zusammenführen und damit den Kunden “die umfangreichste Lösung für Vertragserstellung, -verhandlung, -erfüllung und -erneuerung bieten, die am Markt erhältlich ist”.
- Konzentration auf Zertifizierungen für Records Management: Open Text will auch weiterhin die Livelink ECM – eDOCS-Funktionalitäten für Records Management regelmäßig nach dem Standard des US-Verteidigungsministeriums U.S. Department of Defense (DoD) 5015.2-STD einschließlich Chapter 4 zertifizieren lassen. Es handelt sich dabei nach Angaben des Unternehmen um eine der wichtigsten Anforderungen, die Kunden aus dem Behörden-Umfeld an Lösungen für Records Management stellen. Die nächste Rezertifizierung steht für April 2007 an. Vor kurzem hat Open Text bereits die erfolgreiche U.S. DoD-Zertifizierung seiner anderen Records Management-Lösungen, darunter die Lösungen für den gemeinsamen Einsatz mit dem Microsoft Office SharePoint Portal Server 2003 sowie SAP-Lösungen, bekannt gegeben.
- Lösungen für große Anwaltskanzleien: Open Text bekräftigt seine bereits kurz nach der Hummingbird-Übernahme getroffene Aussage, die Lösungen speziell für Anwaltskanzleien Livelink ECM – eDOCS DM und LegalKEY weiter zu unterstützen. Die Lösungen werden darüber hinaus weiterentwickelt, um die spezifischen Anforderungen dieser Kundenklientel zu erfüllen.
- E-Mail-Management: Open Text will die bestehende Integrationsstrategie für das Zusammenspiel von Livelink ECM – eDOCS und Archivierungslösungen führender Anbieter fortsetzen.
Für 2007 sind nach Angaben des Unternehmens weitere Produktintegrationen vorgesehen, die Kunden von Livelink ECM – eDOCS neue Funktionalitäten bringen sollen, darunter zahlreiche in Livelink ECM 10 realisierte Neuerungen:
- Livelink ECM 10 integriert Funktionalitäten wie Archivierung, Metadaten-Management, unternehmensweites Records Management und Informationssuche nahtlos miteinander und stellt sie als „Enterprise Library Services“ zur Nutzung bereit. Inhalte sollen sich zu Compliance-Zwecken unternehmensweit automatisch und manuell klassifizieren lassen, definierte Aufbewahrungsregeln und -fristen sollen zugeordnet werden können.
- Livelink ECM 10 soll Zugang zu Unternehmensinhalten in Backend-Systemen führender Hersteller wie SAP von der Microsoft Outlook-Arbeitsoberfläche aus ermöglichen.
- In Kombination mit Artesia Digital Asset Management von Open Text sollen Anwender der Livelink ECM – eDOCS-Suite zusätzlich und genauso komfortabel Rich Media-Inhalte managen können.
15. Dezember 2006
ECM/DMS-Ausbildungen – Teil 2: DokumentenManager
Die Ausbildung “DokumentenManager” der DMS-Akademie ist mit 9.300 Euro (inkl. 790,00 Euro Prüfungsvorbereitung und 200,00 Euro Prüfungskosten) die teuerste auf dem Markt verfügbare Ausbildung im ECM/DMS-Bereich. Der Gesamtumfang der Ausbildung beträgt 13 Schulungstage, ein 90 minütiger Test schließt die Ausbildung ab – bei richtiger Beantwortung von min. 75% der Fragen hat der Teilnehmer bestanden und bekommt das Zertifikat: “Zertifizierter DokumentenManager der DMS-Akademie”. An der Prüfung kann nur teilnehmen, wer auch die Ausbildung zum Dokumentenmanager bei der DMS Akademie besucht hat. Die Basis für die Ausbildung ist das “Praxisseminar Dokumentenmanagement und ECM” der DMS-Akademie (1.200,00 Euro), dessen Inhalte während der Ausbildung in 15 Lektionen vertieft wird.
Das Praxisseminar (Vergleichbar mit dem “Intensivseminar DMS/ECM” von Zöller&Partner, das auch demnächst an dieser Stelle vorgestellt wird) kann auch alleine als Grundausbildung im Thema ECM/DMS gesehen werden, vermittelt aber vorallem Überblickswissen.
Ziel der Ausbildung zum “DokumentenManager” ist es, umfangreiche und komplexe DMS-/ECM-Projekte technisch wie organisatorisch umsetzen und leiten zu können. Anforderungen an Vorkenntnisse werden keine gestellt. In den einzelnen Seminarteilen werden Themen wie “Elektronische Posteingangsverarbeitung”, “Migration von ECM-Systemen”, “Betriebswirtschaft in ECM-Projekten” und “DMS/ECM mit SAP” behandelt. (Eine vollständige Auflistung der Inhalte finden Sie hier.)
Die Trainer der Seminarreihe rekrutieren sich aus dem Beratungsunternehmen “Pentadoc” und Kooperationspartnern. Pentadoc ist auch Hauptgesellschafter der DMS Akademie. Sämtliche Seminarteile des “DokumentenManager” sind auch als “Themenseminare” einzeln belegbar (zu 395,00 bzw. 790,00 Euro).
Fazit: Die Ausbildung zum “DokumentenManager” ist recht umfangreich und deckt viele Facetten von ECM ab. Sie hat die Bezeichnung “Ausbildung” vom Umfang her verdient und ist für zukünftige ECM/DMS-Projektmitarbeiter eine gute Grundlage für die Arbeit, wobei aufgrund der erst kurzen Verfügbarkeit am Markt noch nicht bekannt ist, wie gut die Teilnehmer in der Breite für den Projekteinsatz vorbereitet werden. Das Zertifikat als “DokumentenManager” hat zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Wert. Weder prüft eine unabhängige Instanz, noch ist das Prüfverfahren offen gelegt. Auch der Bekanntheitsgrad der DMS Akademie ist viel zu gering, dass das so solches Zertifikat sehr werthaltig wäre.
8. Dezember 2006
Portal als WCM?
Die Technologien “Portal” und “Web Content Management” unterscheiden sich enorm. Will ein Portal Inhalte aus verschiedenen Applikationen konsolidiert bzw. aggregiert in einer meist stark standardisierten Oberfläche anzeigen, ist ein WCM dazu da, eine Webseite, die in ihrem Aufbau prinzipiell beliebig flexibel sein kann und soll, von Redakteuren wartbar zu machen.
WCM und Portal können gut miteinander verknüpft werden – in der Form, dass Inhalte aus dem WCMS auch im Portal visualisiert werden. Ein Portal jedoch als Webseite zu betreiben, funktioniert nur in den wenigsten Fällen und ist aufwendig, langsam und unflexibel.
Ein Beispiel aus der Praxis findet sich z.B. beim Klinikum Stuttgart, die ihren Webauftritt auf Basis der Portalsoftware von SAP betreiben – man beachte die vielen iframes und den insgesamt sehr umständlichen und nicht standardgerechten Quellcode, der durch das Portal erzeugt wird, da kein sauberes Templating möglich ist.
Die Technologie “Portal” unterscheidet sich außerdem deutlich von dem, was umgangssprachlich als “Portal” bezeichnet wird. Dabei geht es jedoch nicht um tatsächliche Portale i.S.d. Technologie, sondern einfach um normale Websiten, die Informationen – zu meist einem Themenbereich – gebündelt anbieten.
16. November 2006
Kauft SAP Open Text?
Die Gerüchteküche ist ganz aufgeregt: Werden wir dieses Jahr noch den großen Deal sehen, der auch Open Text von der Bildfläche verschwinden lassen wird? Kauft SAP Open Text? Oder jemand anderes?
SAP ist ein heißer Kandidat, wenn man nach einem Käufer für Open Text sucht. Das Portfolio der beiden Unternehmen ergänzt sich und Open Text hat durch diverse Übernahmen auch einige Produkte im Angebot, um SAP-Integrationen herzustellen. Im Gegenzug hätte SAP auch das notwendige “Kleingeld”, um eine solche Übernahme zu finanzieren. SAP würde damit zudem mit Oracle gleich ziehen und neben ERP-Lösungen, ECM-Lösungen im Angebot haben. Somit könnte wirklich die gesamte Informationsverwaltung im Unternehmen durch das Unternehmen abgedeckt werden.
Ob es dafür jedoch auch Marktpotenzial gibt, steht auf einem anderes Blatt – man mag bezweifeln, dass Unternehmen sich wirklich mit “Haut und Haar” an SAP verkaufen. Aber die Möglichkeit ist da – wenn SAP es gut angeht.
14. November 2006
Livelink: Neues Majorrelease angekündigt
Open Text hat nach eigenen Angaben auf seiner weltweiten Anwenderkonferenz LiveLinkUp 2006, die zurzeit in Phoenix, USA, stattfindet, die neue Version 10 seiner Lösungssuite “Livelink ECM” vorgestellt. Das neue Major Release, das noch vor Mitte 2007 ausgeliefert werden soll, soll eine komplette Infrastruktur für unternehmensweites ECM bieten und deren nahtlose Integration mit Backend- und Frontendsystemen ermöglichen.
Damit sollen Unternehmen Repositories für strukturierte und unstrukturierte Inhalte miteinander verbinden, Content-zentrierte Unternehmenslösungen erstellen, Geschäftsprozesse auf der Grundlage von Inhalten steuern und Wissensarbeitern eine zentrale Sicht auf jede Art von geschäftsrelevanten Inhalten in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung zur Verfügung stellen sollen.
Open Text will so eine wichtige Voraussetzung für das Konzept des transparenten Unternehmens (Enterprise Transparency), das seine Prozesse lückenlos dokumentieren kann, zu jedem Zeitpunkt über völlige Prozesstransparenz verfügt und die Geschäftsaktivitäten und -abläufe auf der Basis von strukturierten und unstrukturierten Inhalten aktiv steuert schaffen.
Zu den wichtigsten Neuerungen in Livelink ECM 10 sollen gehören:
- Enterprise Library Services: Livelink ECM 10 soll Funktionalitäten wie Archivierung, Metadaten-Management, unternehmensweites Records Management und Informationssuche nahtlos miteinander integrieren und diese als „Enterprise Library Services“ zur Nutzung bereitstellen. Mit Livelink ECM 10 lassen sich Inhalte aus Unternehmensanwendungen führender Hersteller wie Microsoft, SAP und Oracle sowie aus Microsoft SharePoint, E-Mail- und Dateisystemen und anderen Repositories über eine Metadatenschicht managen. Die Inhalte sollen sich automatisch und manuell klassifizieren lassen, definierte Aufbewahrungsregeln und -fristen soll zugeordnet werden können.
- Integration von geschäftsrelevanten Inhalten in Unternehmensanwendungen: Anwender sollen direkt aus einer Microsoft Outlook-Oberfläche heraus auf geschäftsrelevante Inhalte in ERP-Systemen wie zum Bespiel Kundeninformationen oder auftragsbezogene Dokumente zugreifen können. Diese einheitliche Sicht sowohl auf strukturierte als auch unstrukturierte Inhalte soll nicht nur zu signifikanten Produktivitätssteigerungen, sondern erhöht auch den Nutzen von Investitionen in Unternehmensanwendungen führen.
- Flexible Ergänzung vorhandener Content Management Systeme: Mit den Enterprise Library Services sollen Unternehmen die Flexibilität erhalten, Lösungen auf ihren Content Management Systemen, wie zum Beispiel Microsoft SharePoint, zu entwickeln und damit den Lebenszyklus von unternehmenskritischen Inhalten zu verwalten.
- Betonung auf der Anwendererfahrung: Zusätzlich zum Web-Interface will Open Text eine neue, umfangreiche Client Schnittstelle, mit der nahtlos auf Unternehmensinhalte aus Desktop-Anwendungen von Microsoft wie Microsoft Outlook, Microsoft Office und Microsoft Explorer zugegriffen werden kann anbieten.
- Neue Web Services-Schnittstellen: Livelink ECM 10 soll eine Web Services API für die Enterprise Library Services und Livelink Content Services zur Verfügung stellen. Dadurch sollen sich die Funktionalitäten leicht in Unternehmensanwendungen integrieren lassen. Zudem sollen Organisationen Content-zentrierte Anwendungen erstellen können, die das betriebswirtschaftliche Potenzial von Unternehmensdaten und -dokumenten ausschöpfen.
Weitere Informationen rund um die weltweite Anwenderkonferenz LiveLinkUp Phoenix 2006 stellt das Unternehmen untern http://livelinkup-phoenix.opentext.com zur Verfügung.
17. Oktober 2006
Open Text ist mehr als nur falsch abgebogen
Die Kriegskasse von Open Text ist zwar mehrere Millionen Euro schwer, das operative Geschäft hat man jedoch nicht im Griff. Nicht nur, dass der Umsatz aus Lizenzen nicht in Fahrt kommen will und man im letzten Jahr sogar einen deutlichen Gewinneinbruch zu vermelden hatte, man nutzt das Mittel der Entlassungen konsequent zum Versuch der “Optimierung” von Unternehmen und Marge. Durch die jüngste Entlassungswelle von 15 % aller weltweiten Mitarbeiter als Konsequenz der Übernahme von Hummingbird unterstreicht, dass Open Text kein Wachstumsunternehmen ist. Dabei ist das Marktsegment, in dem sich Open Text zu bewegen meint, eines der wachstumsstärksten der IT-Branche.
Die Mär, dass der ECM-Markt sich entwickelt wie z. B. der ERP-Markt und am Ende nur eine ganz kleine Zahl sehr großer Unternehmen bleibt, sollte mittlerweile als solche entlarvt sein. Anscheinend wird dies aber bisher nicht in der Unternehmensstrategie berücksichtigt.
Die Mitarbeiter der zusammen mit Hummingbird übernommenen RedDot Solutions AG würden gut darin tun, Geld zusammenzulegen und ihr Unternehmen aus dem Gesamtunternehmen herauszukaufen, solange man noch seine eigenen Strukturen hat. Vielleicht ist auch Nils Metger zur Investition eines Teils des damaligen Verkaufserlöses in sein ehemaliges Unternehmen bereit. Langfristig blüht RedDot sonst die Integration in den Gesamtkonzern – was einem Dolchstoß gleichsteht.


