Alle Beiträge mit dem Tag "Portal"
21. Februar 2008
Fünf populäre Irrtümer über Microsoft Office Sharepoint Server (MOSS) 2007
- Microsoft verfolgt eine klare Produktstrategie
- Die vielen Zusatzpodukte, die praktisch jeder mögliche und unmögliche Softwareanbieter anbietet, sind rein optionale Komponenten, Sharepoint ist auch so wunderbar zu nutzen.
- “Wir haben das ganz schnell installiert bekommen, da wird es auch kein großer Aufwand mehr sein, die Lösung im Unternehmen auszurollen.”
- Portal, WCMS, Workflow, Dokumentenmanagement – Alles in einem, alles out-of-the-box.
- “Wir haben es ja schon im Unternehmen, darum sollten wir es auch nutzen.”
(Reihenfolge rein zufällig, Fortsetzung folgt)
8. August 2007
IBM Marktführer bei Portalen?
Wie Janus Boye auf CMS Watch hinweist, hat IDC kürzlich verkündet, IBM sei führender Anbieter von Enterprise Portalen – basierend auf Erlösen aus Lizenzen und Wartungseinnahmen. Solche Meldungen machen sich natürlich immer gut und die Presse verkündet diese Kunde gerne und laut – und auch die Kunden lassen sich hier gerne mit solchen Zahlen überzeugen.
Aber wie ist die Realität? Sollte man das Ganze nicht etwas detailierter betrachten?
Janus bringt – mit etwas Werbung für seine Studie zu diesem Thema – das Ganze auf den Punkt: Der Markt ist jung und jetzt einen Marktführer zu küren ist nicht sinnvoll. Nicht nur, dass das IBM-Portal tatsächlich, wie auch Janus bemerkt, durch Zusatzprodukte, Professional Services und Hardware schnell recht teuer werden kann, so ist es bei IBM auch oft so, dass man Websphere in einem Bundle als Grundlage für ein anderes Produkt kauft, obwohl man es eigentlich gar nicht haben möchte und vielleicht intern produktiv auf ein ganz anderes Portal setzt.
In jedem Fall ist “Marktführerschaft” überhaupt kein brauchbares Auswahlkriterium bei einer Software! Wer nur Software vom “Marktführer” kauft, kauft teuer und oft nicht mal gut. Eine speziellere Lösung eines kleineren Anbieters oder eine innovative Lösung eines aufstrebenden Anbieters stellt oft die bessere Wahl dar.
26. Juni 2007
FirstSpirit bei Ippen… und keiner weiß, worum es geht…
In einem aktuellen Projekt werde ich massiv mit FirstSpirit konfrontiert. In diesem Zusammenhang habe ich mich – ohne es an den Kunden berechnen zu können – recht tief in das System eingearbeitet und denke, es von strategisch-organisatorischer Seite jetzt sehr gut zu verstehen.
Während der Einarbeitung wurde ich von FirstSpirit stark umworben – ja fast bedrängt – und so mit sehr, sehr vielen Informationen ausgestattet. Einem Argument von mir, dass FirstSpirit ob seiner sehr statischen Struktur (und einer Dynamisierung “durch die Brust ins Auge”) nicht oder nur bedingt für sehr dynamische (“Web 2.0″) Sites geeignet wäre, wurde weniger mit Fakten reagiert, sondern vorallem regelmäßig auf ein Projekt bei der Verlagsgruppe Ippen verwiesen. Diese will wohl auf Basis FirstSpirit sehr umfangreiche und dynamische Portale umsetzen – “und was Ippen machen will, ist noch mehr als Web 2.0 – die haben uns genommen, weil man diese Dynamik mit keinem anderen System umsetzen kann” (Zitat sinngemäß).
Mehr Informationen war über das Projekt aber nicht zu bekommen… umso mehr freute ich mich, dass es nun eine Pressemeldung dazu gibt. Aber, was uns “The eSpirit Company” damit sagen will, weiß ich nicht:
“FIRSTspirit wird zum strategischen Content-Management-System für alle Medienportale der Ippen Gruppe, zu der auch der Münchner Merkur und die TZ gehören
FIRSTspirit, das Content-Management-System des Dortmunder Softwarehauses e-Spirit, wird für alle Portale des Zeitungsverlags Ippen Gruppe ab Herbst als strategisches CMS eingesetzt.
Die Auswahl eines geeigneten Systems übernahm Ippen Digital, der zentrale IT-Dienstleister der Ippen Gruppe. In einem sorgfältigen Auswahlverfahren stellten die Verantwortlichen sicher, dass das gesuchte System eine hohe Integrationsfähigkeit zur Einbindung von Drittsystemen hat. Zu den Vorgaben von Ippen Digital gehörte die Einbindung von Community-Funktionen und der Suchtechnologie Fast Search sowie die Gewährleistung des automatischen Imports zahlreicher Nachrichtenformate, wie sie z. B. von Agenturen wie dpa und Reuters verwendet werden. In allen Punkten wusste FIRSTspirit die Entscheidungsträger zu überzeugen.
Mittelfristig werden zirka 50 regionale Portale des Medienunternehmens mit FIRSTspirit ausgestattet.”
Keine Fakten, nur Behauptungen und Realisation “mittelfristig”. Ich bin gespannt – für mich sieht das immer mehr nach alles anderem als Dynamik oder gar “Web 2.0″ aus.
19. Juni 2007
Besuch bei FAST Search & Transfer
Den gestrigen Tag nutzte ich, um – nach einigen Verschiebungen – endlich meinen ehemaligen Kollegen Ragnar Heil bei seinem neuen Arbeitgeber – Fast Search & Transfer – zu besuchen.
Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Suche allgemein und Enterprise Search im Besonderen. Als eines der führenden Unternehmen in diesem Bereich, ist Fast hier ein interessanter Ansprechpartner, der viel zu bieten hat. Insbesondere die technologische Ausrichtung auf Enterprise Search, die technisch eigentlich nur noch wenig mit einer Websearch gemein hat, überzeugt für anspruchsvolle Such- und Datenanalyseanwendungen in geschlossenen Themengebieten.
Fast versteht sich dabei nicht nur als Innovationsführer, sondern konnte auch einige tolle Beispiele live präsentieren. Besonders interessant war der Blick in das interne Knowledgebase-System des Unternehmens, in dem Daten aus den verschiedensten Bereichen (Ticketsystem, E-Mail, Dokumententation u.a.) aggregiert, kategorisiert und über eine einheitliche Schnittstelle angeboten werden.
Begeistern kann einen auch, die interessante Mischung zwischen “Out of the box” und “Framework”: mit wenigen Klicks kann man bereits eine umfangreiche Sucheapplikation erstellen – und mit etwas Zeit kann man diese beliebig anpassen. Zielgruppe sind aber trotzdem in jedem Fall große Unternehmen – der Rest wird mit den Produkten des Unternehmenswohl doch etwas überfordert.
10. April 2007
Kommunikation mit der Software
Wenn das Thema zu Workflows geht oder andere Funktionen beschrieben werden, wo der Benutzer vom System benachrichtigt werden muss/sollte, kommt immer sofort die E-Mail ins Spiel. “Dann erhält der Benutzer eine E-Mail und kann das Dokument prüfen.”, heißt es oft von Anbieterseite. In kleinen Umgebungen mit technisch nicht ganz ambitionierten Mitarbeitern mag das sinnvoll sein, meist scheitert dies in der Praxis jedoch an der tatsächlichen Hanhabbarkeit.
- E-Mails werden nicht als wichtig gesehen, zunächst ignoriert und dann vergessen. Die Vorgänge dazu auch.
- Der/die Freigabeverantwortliche/n werden mit Mails überschüttet und haben keinen Überblick mehr.
- Die E-Mails werden vom Spamfilter erfasst.
- Der Mitarbeiter liest seine Mails nicht.
- usw.
Dabei gibt es genug Möglichkeiten, den Benutzer (zusätzlich) effektiver zu informieren. Ein optimales Beispiel wäre wohl ein RSS-Feed mit den aktuellen Statusinformationen. Einige Vorteile:
- Der Anwender bekommt immer aktuelle und vollständige Informationen.
- Die Informationen können wahlweise im Feedreader, Browser, Portal oder ähnlichen Anwendungen erhalten werden.
- Der RSS-Feed kann vom Anwender oder anderen internen Systemen vielfältig verarbeitet werden.
- Jeder Abruf eines Feeds benötigt die Zugangsdaten des Benutzers – damit wird die Datensicherheit signifikant erhöht und keine unkontrollierbaren Informationen verteilt.
Leider unterstützen derzeit noch nicht viele Systeme RSS-Feeds im Standard. Da die technische Umsetzung aber eher unspektakulär ist, sollte dies schnell umzusetzen sein – und jeder seriöse Anbieter wird dies (wenn nicht schon geschehen) zeitnah im Lieferumfang haben.
12. März 2007
Es geht weiter!
In den letzten Tag war es hier im ECM-Blog etwas ruhig. Die Gründe dafür liegen darin, dass ich gerade mit drei gleichzeitigen Kundenprojekten sehr stark ausgelastet bin – und das jdk.de relaunched wurde. jdk.de wird ab sofort zum “Portal für die Informationsverwaltung im modernen Unternehmen” und vereint das ECM-Blog und die Magazin. Zusätzlich sind hier Fachinformationen und tägliche aktuelle Newsmeldungen verfügbar.
Außerdem jetzt endlich dabei: Ein Forum für den Austausch zu allen Themen rund um Enterprise Content Management.
Ich freue mich auf Feedback und rege Beteiligung!
8. Dezember 2006
Portal als WCM?
Die Technologien “Portal” und “Web Content Management” unterscheiden sich enorm. Will ein Portal Inhalte aus verschiedenen Applikationen konsolidiert bzw. aggregiert in einer meist stark standardisierten Oberfläche anzeigen, ist ein WCM dazu da, eine Webseite, die in ihrem Aufbau prinzipiell beliebig flexibel sein kann und soll, von Redakteuren wartbar zu machen.
WCM und Portal können gut miteinander verknüpft werden – in der Form, dass Inhalte aus dem WCMS auch im Portal visualisiert werden. Ein Portal jedoch als Webseite zu betreiben, funktioniert nur in den wenigsten Fällen und ist aufwendig, langsam und unflexibel.
Ein Beispiel aus der Praxis findet sich z.B. beim Klinikum Stuttgart, die ihren Webauftritt auf Basis der Portalsoftware von SAP betreiben – man beachte die vielen iframes und den insgesamt sehr umständlichen und nicht standardgerechten Quellcode, der durch das Portal erzeugt wird, da kein sauberes Templating möglich ist.
Die Technologie “Portal” unterscheidet sich außerdem deutlich von dem, was umgangssprachlich als “Portal” bezeichnet wird. Dabei geht es jedoch nicht um tatsächliche Portale i.S.d. Technologie, sondern einfach um normale Websiten, die Informationen – zu meist einem Themenbereich – gebündelt anbieten.
2. November 2006
iBusiness goes Web 2.0
Der Hightext-Verlag hat seine Plattform iBusiness komplett überarbeitet. Mit “iBusiness 3.0″ wurde nicht nur renoviert, absofort werden vielfältige Web 2.0 Technologien eingesetzt um den Benutzern damit einen echten Mehrwert zu bieten. Die Plattform nimmt damit eine Vorreiterrolle bei den Informationsportalen ein.
2. November 2006
Sharepoint 2007 mit neuen Funktionen – und alten Einschränkungen
Das lange Warten auf die Ablösung von Microsofts Sharepoint Portal Server 2003 durch den stark verspäteten Microsoft Office SharePoint Server (MOSS) 2007 soll diesen Monat ein Ende finden. Allerdings werden die Benutzer nach dem großen und potenziell schwierigen Umstieg feststellen, dass die neue Version viele Einschränkungen ihres Vorgängers geerbt habt. Zu diesem Schluss kommt die neuste Ausgabe des “Enterprise Portals Report” von “CMS Watch”.
Die Analysten von CMS Watch haben die Version vorab analysiert und stellen dem System ein schlechtes Zeugnis aus. “Ale Enterprise Portal wird MOSS weiterhin nicht zu den meisten E-Business Szenarien oder unternehmensweiten Nutzung in großen Firmen passen.”, sagt der leitende Analyst des Reports, Janus Boye, und fügt hinzu: “MOSS bietet eine Vielzahl neuer Funktionen, aber es eignet sich weiterhin nut für den Einsatz zur abteilungsweiten Zusammenarbeit oder Intranet-Anwendungen in mittleren Unternehmen, die bereits jetzt stark auf Microsoft-Lösungen setzen”.
Weitere Ergebnisse des Reports sind u.a.:
- Zwar ist der Internet Explorer nicht mehr Voraussetzung zur Nutzung des Servers, den größten Nutzen bringt der Einsatz des neuen Produkt aber nur für Unternehmen, die auch auf Office 2007 wechseln. Kunden der älteren Versionen werden feststellen, dass die Anwenderfreundlichkeit bei der Bedienung des MOSS sich stark unterscheidet.
- Wie schon bei den vorherigen Versionen ist die Installation zwar sehr einfach gestaltet, die Anpassung und Wartung ist dazu im Vergleich jedoch unglaublich aufwendig. Administratoren können hier schnell überfordert sein.
- Auch der sehr wichtige Consultingbereich von Microsoft wird merklich Zeit brauchen um das neue Produkt zu erlernen und zu verstehen. Die Erfahrungen mit vorherigen Versionen zeigen, dass dieser Prozess Jahre in Anspruch nehmen kann.
- Noch sind keine Pläne für die nächsten Versionen bekannt.
CMS Watch Gründer Tony Byrne fasst die Ergebnisse zusammen: “Microsoft versucht mit den eindrucksvoll vielen neuen Funktionen in den Enterprise-Markt vorzudringen, vergisst hierbei aber teilweise die Funktionalitätstiefe und Skalierbarkeit der Gesamtlösung.”
Der 17-seitige Report zu Microsoft Office SharePoint Server ist ab sofort ab 550 US-Dollar auf www.cmswatch.com verfügbar.
16. Oktober 2006
The eSpirit Company – Halle A2, Stand 220 (zusammen mit Arithnea und HLP)
eSpirit will – unterstützt durch seine beiden Partner Arithnea und HLP – die SAP NetWeaver Portal Integration, die Pflege von hochwertigen Intranets und die Funktionen des aktuellen FIRSTspirit Releases 3.1 vorstellen. Neben Live-Demos und Präsentationen sollen ausgewählte Kundenprojekte präsentiert werden.
Das zertifizierten Business Package for FIRSTspirit, soll die optimale Verbindung von Content Management und Portaltechnologie gewährleisten. So sollen Online-Redakteure professionell auf Basis der FIRSTspirit-Redaktionsumgebung arbeiten können, ohne über SAP-Kenntnisse für das Anlegen und Anzeigen neuer Navigationsstrukturen zu verfügen oder zusätzliche Rollen und Berechtigungen im SAP NetWeaver Portal aufbauen zu müssen. Das einmalige Einloggen in das Portal (Single-Sign-On) soll genügen, um auf alle relevanten Anwendungen – inklusive FIRSTspirit – sofort zugreifen zu können. Hierbei soll die redaktionelle Pflege direkt über das SAP Portal möglich sein.
Gleichzeitig soll das Business Package for FIRSTspirit die automatische und uneingeschränkte Verwaltung von Content mit automatischer Aktualisierung im Hintergrund ermöglichen und den Content als XML medienneutral, hyperlinkfähig und personalisierbar speichern. Die Inhalte sollen hierbei dem SAP NetWeaver Portal Berechtigungskonzept unterliegen und mehrsprachig sein können.
Das Münchner IT-Beratungshaus ARITHNEA will auf der Messe die technologischen Möglichkeiten von FIRSTspirit am Beispiel verschiedener Klienten, wie z.B. EADS, Sport1 und PlanetHome präsentieren. Hierzu sollen u.a. Konzepte zur Content Syndizierung, zum Content-Pooling und zur Werbemittelsteuerung gehören. Darüber hinaus will ARITHNEA das FIRSTspirit-Modul “Cache Control” vorstellen. Dieses Modul soll dafür sorgen, dass die in FIRSTspirit geänderten Inhalte automatisch und unverzüglich aus den weltweiten Caches der Firma Akamai Technologies entfernt werden.
