1 / 312 3

Alle Beiträge mit dem Tag "OpenText"

21. November 2007

RedDot Ablösung

Kunden von RedDot haben es derzeit nicht einfach. Im Gesamtkonzern OpenText sind sie nur ein kleines Licht – trotz dem, dass RedDot die primäre Web-Content-Management-Lösung für OpenText-Kunden sein soll. Denn die RedDot-Software ist zwar nach wie vor für kleine und mittlere Unternehmen, die eine statische Website betreiben, ein toller, einfacher Weg – schnell wächst man jedoch aus der Lösung heraus, besonders in puncto Web 2.0.

Die dazu von RedDot angebotene Lösung “LiveServer” ist – aus der praktischen Erfahrung her – für Kunden oft keine zufriedenstellende Lösung. LiveServer ist ein ganz eigenständiges Produkt, dass mit dem eigentlich RedDot-System nur wenig gemein hat. Es erfordert vollkommen anderes Know-how und Betriebsmodell – nicht zu vergessen auch erhebliche Investitionen in Lizenzkosten.

Schnell sind viele Anwender deshalb dabei, ihren eigenen “LiveServer” zu konstruieren und ihre Templates mit PHP anzureichern (was für die meist als Webserver eingesetzten Apache oder IIS wenig Probleme darstellt). Dies ist jedoch nur eine Schmerzlinderung – keine wirkliche Lösung des Problems. Auf einmal sind Website und WCMS weit voneinander entfernt – eine Kommentarfunktion könnte nicht ins Repository schreiben und man braucht auch eine zweite Redaktionsumgebung.

Da RedDot nach Aussagen ihres CEO nach wie vor klar den Mittelstand anspricht, wird RedDot hier kurz- und mittelfristig wohl auch keine Lösung anbieten. Es ist daher kaum ein Wunder, dass in der Beraterpraxis derzeit einige Kunden anklopfen und gerne zu einer Ablösung beraten werden möchten.

Diese Entwicklung ist schade – auch wenn man sich natürlich über jeden Beratungskunden freut. Das RedDot-System war sehr gut und ist immer noch nicht schlecht – hat aber leider einige Entwicklungen verschlafen. Moderne Websites lassen sich mit moderneren Systemen einfacher umsetzen – und der Mitbewerb von modernen Open Source Systemen ist leider auch nicht zu verachten.

9. November 2007

Kommentar: Neue Version von OpenText Livelink

OpenText steht vor großen Herausforderungen und stellt sich diesen zu einem Teil mit der neuen Version seiner ECM-Palette. Wie alle großen Anbietern muss sich Livelink von den klassischen DMS-Funktionen und -Arbeitsweisen trennen, mehr Funktionalität anbieten und hierbei im Browser eine größtmögliche Benutzerfreundlichkeit schaffen.

Nachdem schon EMC in seiner neuen Version von Documentum hier einiges zeigt, zieht OpenText nach. Hinzu kommen die verstärkte Integration der RedDot-Funktionen in Livelink. Zwar wird hier weiterhin mit vollständig getrennten Repositories gearbeitet, was den Nutzen stark schmälert, es ist nun aber möglich, Dokumente gesteuert in das Web Content Management zu überführen.

11. April 2007

8 von 10 Softwareanbietern nutzen ihre eigene Software nicht

“Unsere Software selbst einsetzen? Wir wollen doch überleben!” – So oder so ähnlich muss es sich teilweise in den Chefetagen der großen Anbieter von Enterprise Content Management Software anhören, wenn es darum geht, doch einfach mal die eigenen Produkte einzusetzen. Oft ist dies ja nur eine reine Vermutung und die Anbieter wehren sich stark dagegen – schließlich sei ja die eigene Software das beste, was man finden kann.

Einen wunderschönen Weg, herauszufinden, wie Anbieter ihre eigenen Produkte einsetzen fand die Butler Group im Rahmen der neuen Studie “Document Collaboration”. Die in der Studie berücksichtigten Produkte sind:

  • Adobe: Acrobat 8, Acrobat Connect
  • EMC: eRoom
  • IBM: Notes/Domino, Workplace, Lotus Quickplace
  • Microsoft: Sharepoint Services 3.0, Sharepoint Server 2007, Groove
  • OpenText: LiveLink Document Collaboration, OpenText (Hummingbird) eDocs Collaboration
  • Oracle: Collaboration Suite, Content DB, Records DB
  • Stellent: Collaboration Management
  • Vignette: Vignette Collaboration

Man bat nun jeden Anbieter, seine eigene Software zu nutzen, um mit Butler zusammen, die Studie zu erstellen und abzustimmen. Richard Edwards, einer der Autoren der Studie, erklärte Tim Barker von Koral das erschreckende Ergebnis: Acht dieser zehn Anbietern waren nicht im Stande dies mit ihren eigenen Produkten durchzuführen und nutzen lieber E-Mails.

Offen bleibt zwar, bei welchen beiden Produkten der Einsatz tatsächlich stattfand, es ist jedoch klar, dass die Softwareanbieter oft Dinge verkaufen, die sie selbst nicht einsetzen (können). Das mag an fehlendem Know-how oder schlechten Produkten liegen. In jedem Fall wirft es kein gutes Licht auf die Branche.

Um die Frage “Is this just me that is shocked by this statistic?” von Tim Barker in seinem Blog zu beantworten: “No, I wasn’t really shocked. Many vendors have no idea what exactly they are selling – that is easy to see. But I am astonished how many it are…”.

26. Januar 2007

Freelancerdatenbank

Leider gibt es keine gute Freelancerdatenbank für echte Spezialisten zur Projektrealisierung im DMS/ECM-Umfeld. Immer wieder erreichen mich Anrufe von Unternehmen, die Projektmitarbeiter suchen – in der Realisierung. Solche Projekte mache ich persönlich nicht (sondern bereite dies konzeptionell vor, betreue als Projektmanager, etc.), aber bestimmt gibt es unter den Blogleser den ein oder anderen Spezialisten!

Aktuell wird gesucht:

Freelancer im Bereich SAP/PDMS-Archivierung

  • Mitarbeit bei der Erstellung eines internationalen Berechtigungskonzeptes, ca. 2 MW
  • Spezifikation und Realisierung der Umsetzung von Attributen aus SAP-UNICODE-Systemen und Übernahme nach ADeBar2, ca. 2 MW

verwendete Systemumgebung:

  • openText Livelink PDMS V9.5 als Weboberfläche für systemunabhängigen Zugriff auf archivierte Daten / Dokumente, nicht zu verwechseln mit dem originären Livelink-DMS-System

erforderliche Kenntnisse:

  • gute Kenntnisse über SAP-Archivelink, Archivierungsszenarien mit IXOS / openText, SAP V4.7
  • grundlegende Kenntnisse über Archivierung Fähigkeiten, Kompetenzen gemäß ITEC-Kategorie 4a, 4b
  • gute bis sehr gute Kenntnisse über Livelink PDMS V9.5
  • gute Kenntnisse in PERL-Programmierung

Start: April 2007
Dauer: 5 MM+
Ort: Karlsruhe

Interessenten wenden sich bitte formlos inkl. Profil an jdk@jdk.de. Alle Einsendungen werden vertraulich behandelt.

21. Dezember 2006

Open Text mit weiteren Details zur Hummingbird-Integration

Open Text hat weitere Details seiner Roadmap zur Integration der kürzlich erworbenen Hummingbird-Produkte bekannt gegeben. Zu den aktuellen Plänen für das Jahr 2007, die Kunden und Partnern nach eigenen Angaben bereits zur Verfügung gestellt wurden, soll die weitere Unterstützung der Livelink ECM – eDOCS-Produkte (früher: Hummingbird Enterprise), neue Produktintegrationen insbesondere mit den Neuerungen der jüngst vorgestellten Open Text-Suite Livelink ECM 10 sowie völlig neue Lösungen zur Steigerung der Prozesseffizienz und für Compliance Management gehören.

„Auf der Basis unserer Integrationspläne können Livelink ECM – eDOCS-Kunden den Wert ihrer bereits getätigten Investitionen steigern und für ihre Unternehmen ECM-Strategien entwerfen, die langfristig Bestand haben“, so Kirk Roberts, Executive Vice President of Products, Solutions and Marketing bei Open Text. „Durch den komplementären Charakter der Technologien von Open Text und Hummingbird sind wir in der Lage, unseren Kunden beste Qualität in Sachen ECM-Lösungen und –Expertise zu bieten, so dass sie Inhalte unternehmensweit noch besser kontrollieren und managen können.“

Zu den konkreten Maßnahmen im nächsten Jahr sollen unter anderem zählen:

  • Unterstützung für Microsoft Office 2007 und Windows Vista: Das Produkt Livelink ECM – eDOCS DM soll früher als bisher geplant Microsoft Office 2007 und Windows Vista unterstützen. Herausragende Merkmale von Livelink ECM – eDOCS soll die Rich Client-Benutzeroberfläche sowie die enge Integration mit den Microsoft Office-Anwendungen und Microsoft Outlook sein. Rich Clients als primäre und in Microsoft Office und Outlook integrierte Arbeitsoberflächen sollen eines der Kernelemente der weiteren Entwicklung von Livelink ECM 10 sein.
  • Vertragsmanagementlösungen: Open Text will die bestehenden komplementären Lösungen für Vertragsmanagement zusammenführen und damit den Kunden “die umfangreichste Lösung für Vertragserstellung, -verhandlung, -erfüllung und -erneuerung bieten, die am Markt erhältlich ist”.
  • Konzentration auf Zertifizierungen für Records Management: Open Text will auch weiterhin die Livelink ECM – eDOCS-Funktionalitäten für Records Management regelmäßig nach dem Standard des US-Verteidigungsministeriums U.S. Department of Defense (DoD) 5015.2-STD einschließlich Chapter 4 zertifizieren lassen. Es handelt sich dabei nach Angaben des Unternehmen um eine der wichtigsten Anforderungen, die Kunden aus dem Behörden-Umfeld an Lösungen für Records Management stellen. Die nächste Rezertifizierung steht für April 2007 an. Vor kurzem hat Open Text bereits die erfolgreiche U.S. DoD-Zertifizierung seiner anderen Records Management-Lösungen, darunter die Lösungen für den gemeinsamen Einsatz mit dem Microsoft Office SharePoint Portal Server 2003 sowie SAP-Lösungen, bekannt gegeben.
  • Lösungen für große Anwaltskanzleien: Open Text bekräftigt seine bereits kurz nach der Hummingbird-Übernahme getroffene Aussage, die Lösungen speziell für Anwaltskanzleien Livelink ECM – eDOCS DM und LegalKEY weiter zu unterstützen. Die Lösungen werden darüber hinaus weiterentwickelt, um die spezifischen Anforderungen dieser Kundenklientel zu erfüllen.
  • E-Mail-Management: Open Text will die bestehende Integrationsstrategie für das Zusammenspiel von Livelink ECM – eDOCS und Archivierungslösungen führender Anbieter fortsetzen.

Für 2007 sind nach Angaben des Unternehmens weitere Produktintegrationen vorgesehen, die Kunden von Livelink ECM – eDOCS neue Funktionalitäten bringen sollen, darunter zahlreiche in Livelink ECM 10 realisierte Neuerungen:

  • Livelink ECM 10 integriert Funktionalitäten wie Archivierung, Metadaten-Management, unternehmensweites Records Management und Informationssuche nahtlos miteinander und stellt sie als „Enterprise Library Services“ zur Nutzung bereit. Inhalte sollen sich zu Compliance-Zwecken unternehmensweit automatisch und manuell klassifizieren lassen, definierte Aufbewahrungsregeln und -fristen sollen zugeordnet werden können.
  • Livelink ECM 10 soll Zugang zu Unternehmensinhalten in Backend-Systemen führender Hersteller wie SAP von der Microsoft Outlook-Arbeitsoberfläche aus ermöglichen.
  • In Kombination mit Artesia Digital Asset Management von Open Text sollen Anwender der Livelink ECM – eDOCS-Suite zusätzlich und genauso komfortabel Rich Media-Inhalte managen können.
29. November 2006

Leserbrief

Ein Leser aus Steinbach in Österreich schrieb in Bezug auf den Beitrag “Jörg Limberg geht”:

“Sehr geehrter Herr Krüger,

wie kommen Sie darauf, daß Jörg Limberg allseits beliebt und geschätzt war? Er hat die österreichischen Aktivitäten von OpenText kaputt gefahren, noch bevor OpenText IXOS gekauft hat. Wir danken ihm herzlichst. Geschäfte umleiten ist eine Sache, Geschäfte lediglich kaputtschlagen ist eine andere, wohl eher schwache Angelegenheit. Eine Liste der OpenText-Kunden, die Limberg NICHT mochten, kann ich Ihnen gerne zukommen lassen.

Mit Grüßen aus Österreich,
Ein Leser*”

Lieber Leser,

ich bitte um Endschuldigung, wenn der Eindruck entstanden ist, dass ich Jörg Limberg für uneingeschränkt “geschätzt” halte. In den Jahren bei Open Text habe ich ihn als kompetenten, zuvorkommenden und sehr fähigen Menschen kennen gelernt, der jetzt bei Business Object seine Arbeit weiterführt. Informationen zum Geschäft in Österreich liegen mir nicht konkret vor – ich kritisiere jedoch das Gesamtkonzept von Open Text enorm, was in großen Teilen von Herrn Limberg nicht nur mitgetragen, sondern auch entwickelt wurde. Obwohl Herr Limberg generell sehr geschätzt wurde, hat er einige Entscheidungen getroffen, die ich so für nicht optimal halte. Da ein Blick hinter die Kulissen von Open Text und die Zusammenhänge der Entscheidungen nur schwierig ist, wäre es falsch und stark vereinfacht, ihm dafür die gesamte Verantwortung aufzubürden. Sollten mir hier neue Informationen zugetragen werden, informiere ich gerne auch die Leser des ECM-Blogs. Ich werde mich bemühen, ein Statement von Herrn Limberg zu erhalten.

Vielen Dank für Ihr Feedback und Ihre Informationen,
Ihr Jörg Dennis Krüger

* Name der Redaktion bekannt.

16. November 2006

Kauft SAP Open Text?

Die Gerüchteküche ist ganz aufgeregt: Werden wir dieses Jahr noch den großen Deal sehen, der auch Open Text von der Bildfläche verschwinden lassen wird? Kauft SAP Open Text? Oder jemand anderes?

SAP ist ein heißer Kandidat, wenn man nach einem Käufer für Open Text sucht. Das Portfolio der beiden Unternehmen ergänzt sich und Open Text hat durch diverse Übernahmen auch einige Produkte im Angebot, um SAP-Integrationen herzustellen. Im Gegenzug hätte SAP auch das notwendige “Kleingeld”, um eine solche Übernahme zu finanzieren. SAP würde damit zudem mit Oracle gleich ziehen und neben ERP-Lösungen, ECM-Lösungen im Angebot haben. Somit könnte wirklich die gesamte Informationsverwaltung im Unternehmen durch das Unternehmen abgedeckt werden.

Ob es dafür jedoch auch Marktpotenzial gibt, steht auf einem anderes Blatt – man mag bezweifeln, dass Unternehmen sich wirklich mit “Haut und Haar” an SAP verkaufen. Aber die Möglichkeit ist da – wenn SAP es gut angeht.

14. November 2006

Livelink: Neues Majorrelease angekündigt

Open Text hat nach eigenen Angaben auf seiner weltweiten Anwenderkonferenz LiveLinkUp 2006, die zurzeit in Phoenix, USA, stattfindet, die neue Version 10 seiner Lösungssuite “Livelink ECM” vorgestellt. Das neue Major Release, das noch vor Mitte 2007 ausgeliefert werden soll, soll eine komplette Infrastruktur für unternehmensweites ECM bieten und deren nahtlose Integration mit Backend- und Frontendsystemen ermöglichen.

Damit sollen Unternehmen Repositories für strukturierte und unstrukturierte Inhalte miteinander verbinden, Content-zentrierte Unternehmenslösungen erstellen, Geschäftsprozesse auf der Grundlage von Inhalten steuern und Wissensarbeitern eine zentrale Sicht auf jede Art von geschäftsrelevanten Inhalten in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung zur Verfügung stellen sollen.

Open Text will so eine wichtige Voraussetzung für das Konzept des transparenten Unternehmens (Enterprise Transparency), das seine Prozesse lückenlos dokumentieren kann, zu jedem Zeitpunkt über völlige Prozesstransparenz verfügt und die Geschäftsaktivitäten und -abläufe auf der Basis von strukturierten und unstrukturierten Inhalten aktiv steuert schaffen.

Zu den wichtigsten Neuerungen in Livelink ECM 10 sollen gehören:

  • Enterprise Library Services: Livelink ECM 10 soll Funktionalitäten wie Archivierung, Metadaten-Management, unternehmensweites Records Management und Informationssuche nahtlos miteinander integrieren und diese als „Enterprise Library Services“ zur Nutzung bereitstellen. Mit Livelink ECM 10 lassen sich Inhalte aus Unternehmensanwendungen führender Hersteller wie Microsoft, SAP und Oracle sowie aus Microsoft SharePoint, E-Mail- und Dateisystemen und anderen Repositories über eine Metadatenschicht managen. Die Inhalte sollen sich automatisch und manuell klassifizieren lassen, definierte Aufbewahrungsregeln und -fristen soll zugeordnet werden können.
  • Integration von geschäftsrelevanten Inhalten in Unternehmensanwendungen: Anwender sollen direkt aus einer Microsoft Outlook-Oberfläche heraus auf geschäftsrelevante Inhalte in ERP-Systemen wie zum Bespiel Kundeninformationen oder auftragsbezogene Dokumente zugreifen können. Diese einheitliche Sicht sowohl auf strukturierte als auch unstrukturierte Inhalte soll nicht nur zu signifikanten Produktivitätssteigerungen, sondern erhöht auch den Nutzen von Investitionen in Unternehmensanwendungen führen.
  • Flexible Ergänzung vorhandener Content Management Systeme: Mit den Enterprise Library Services sollen Unternehmen die Flexibilität erhalten, Lösungen auf ihren Content Management Systemen, wie zum Beispiel Microsoft SharePoint, zu entwickeln und damit den Lebenszyklus von unternehmenskritischen Inhalten zu verwalten.
  • Betonung auf der Anwendererfahrung: Zusätzlich zum Web-Interface will Open Text eine neue, umfangreiche Client Schnittstelle, mit der nahtlos auf Unternehmensinhalte aus Desktop-Anwendungen von Microsoft wie Microsoft Outlook, Microsoft Office und Microsoft Explorer zugegriffen werden kann anbieten.
  • Neue Web Services-Schnittstellen: Livelink ECM 10 soll eine Web Services API für die Enterprise Library Services und Livelink Content Services zur Verfügung stellen. Dadurch sollen sich die Funktionalitäten leicht in Unternehmensanwendungen integrieren lassen. Zudem sollen Organisationen Content-zentrierte Anwendungen erstellen können, die das betriebswirtschaftliche Potenzial von Unternehmensdaten und -dokumenten ausschöpfen.

Weitere Informationen rund um die weltweite Anwenderkonferenz LiveLinkUp Phoenix 2006 stellt das Unternehmen untern http://livelinkup-phoenix.opentext.com zur Verfügung.

7. November 2006

Ergebnisse bei Open Text – Leicht gesteigerte Lizenzerlöse

Die aktuellen Quartalsergebnisse von Open Text wurden jüngst bekannt gegeben. Das Unternehmen erwirtschaftete im 1. Quartal des Fiskaljahres 2007 einen Gewinn von 12,2 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 101,2 Millionen US-Dollar im Vergleich zu einem Gewinn von 6,3 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 92,6 Millionen US-Dollar im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Lizenzeinnahmen stiegen im gleichen Vergleich um ca. 15% auf nun 28,8 Millionen US-Dollar und machen damit nun ca. 28% des Gesamtumsatzes aus.

26. Oktober 2006

ECM-Suiten eignen sich nur für kleine Unternehmen (updated)

Es klingt paradox, doch bei genauer Ansicht wird es schnell klar: ECM-Suiten, also komplette Softwarepakete, die sämtliche Funktionalitäten zur Verwaltung, Speicherung, Archivierung, Erfassung und Auslieferung von Dokumenten und Content zusammenfassen, eignen sich nicht für Großunternehmen oder gar Konzerne, sondern sind strategisch nur in kleineren Unternehmen sinnvoll.

Der Grund ist einfach: Ein größeres Unternehmen hat viel komplexere Anforderungen an Infrastatruktur, Funktionalität und Integration, als das eine ECM-Suite dies “out-of-the-box” abbilden könnte. In größeren Unternehmen wird ECM daher nicht als Produkt, sondern wirklich als Strategie verstanden und es werden die passenden Komponenten verschiedener Anbieter eingesetzt und – z.B. via SOA und Webservices – miteinander verbunden, um die individuell passende Umgebung zu erreichen. Zudem wird hierdurch das Risiko der Bindung an nur einen Lieferanten gemindert und die Innovationsfähigkeit des Gesamtunternehmen gestärkt.

Natürlich kann die Argumentation aufgetan werden, dass trotzdem eine ECM-Suite sinnvoll ist, da hier viele Komponenten bereits vorintegriert angeboten werden und so nur einige Komponenten ausgetauscht werden müssen und viel Integrationsaufwand gespart werden kann. Dies ist im Kern nicht falsch und stellt zumindest eine Option dar. Die Produkte aus diesen Häusern sind per se nicht schlecht und lassen sich in Projekten gut einsetzen – oft auch als zentrale Lösung, die durch externe Komponenten erweitert wird. Aufwand und Kosten differieren jedoch nicht merklich zu einer Lösung, die auf Komponenten von spezialisierten Unternehmen besteht.

Durch die Nutzung von Produkten von spezialisierten Unternehmen wird zudem die Leistungsfähigkeit und Weiterentwicklung auf Spitzenniveau eher sichergestellt, als bei einem Großanbieter, der diverse Technologien warten muss. Auch ein Anbieter mit über 1.000 Mitarbeitern wir Open Text kann in jede Komponente nicht den Entwicklungsaufwand und erst recht nicht das Innovationsknow-how investieren, was ein Spezialist hier einbringt.

Verwunderlich ist jedoch, dass praktisch nur große Anbieter (wie EMC oder Open Text) auf den “ECM-Suite”-Ansatz setzen und viele andere sich auf die eigenen Komponenten konzentrieren. Dabei wäre es besonders für kleinere Anbieter lohnenswert Komplettpakete anzubieten. Natürlich müssen auch diese in gewisser Weise anpassbar sein, kleinere Unternehmen freuen sich aber über gute Standardfunktionalitäten und passen eher die eigene Arbeitsweise des Systems an um Kosten zu sparen, als teuer individuelle Funktionen abbilden zu lassen.

Es bleibt daher fraglich, wie und ob die Strategie der großen ECM-Anbieter. Bisher scheint es so, als wenn durch das Wachstum nicht Technologie und Produkte gestärkt worden sind, sondern ausschließlich der interne Overhead erhöht worden ist, Kunden verunsichert wurden und Know-how verloren wurde. Der Markt für ECM-Technologien ist in einer Phase, in der sich noch alles ändern kann. Kleinere Anbieter mit schlagkräftigen ECM-Suiten haben ein großes Potenzial – genau dieses Potenzial nutzen jetzt auch bereits Open Source Systeme wie Alfresco, die den Suiteansatz umgesetzt und in der Breit verfügbar gemacht haben.

1 / 312 3
Tagcloud: ECM Blog
Der Autor

ECM-Experte Jörg Dennis Krüger

Jörg Dennis Krüger ist unabhängiger ECM-Spezialist und seit vielen Jahren Beobachter und Meinungsgeber der Branche. Zudem gilt er als Spezialist für Online-Performance-Marketing mit Schwerpunkt auf Conversion Optimierung.

In seinem ECM-Blog lesen Sie seine Meinung zu aktuellen Themen der Branche, Technologietipps und Erfahrungen zum praktischen Einsatz von Enterprise Content Management im Unternehmen.

Von 2008 - 2010 war er Vice President des weltweiten Verbandes von Content Management Praktikern "Content Management Professionals". Er ist als Senior Manager für Aufbau und Leitung des Geschäftsbereiches Conversion-Optimierung bei QUISMA verantwortlich.

Mehr Informationen und Kontakt bei Xing.

Kategorien
Weitere Artikel im ECM Blog

Open Text kauft Vignette – Sinnvoll oder nicht?

Soeben erreicht mich aus den USA die Information, dass Open Text die Übernahme von Vignette für 310 Millionen US-Dollar angekündigt hat. Die Zahlung soll größtenteils in Bargeld und nur zu einem kleinen Teil in Aktien erfolgen. Die Übernahme soll im 2. Halbjahr dieses Jahres abgeschlossen werden. Open Text kauft damit eine der größten und bekanntesten [...]

Rechtsanwaltskanzlei sucht Software

Soeben erreicht mich folgende E-Mail: “Sehr geehrtes Team, wir sind EDV Dienstleister aus Wien und suchen für einen Kunden, eine Rechtsanwaltskanzlei eine Software, mit der verschiedene Versionen/ Fassungen von Word – Dokumenten (PDFs) miteinander verglichen werden können. Können Sie uns bitte Informationen über Funktion, Preise (EK/ VK) und Abwicklung zukommen lassen.” Wer hier ein Angebot [...]

Kostenloses Ticket zur Hannover Messe

Nicht nur zur CeBIT gibt es hier auf jdk.de kostenlose Tickets! Auch zur Hannover Messe habe ich einen ganz heißen Tipp. Das Unternehmen PriorMart AG, bei dem auch jdk.de Kunde ist, bietet kostenfreie Tickets an, für dich man sich einfach unter diesem Link direkt bei der Deutschen Messe AG registrieren kann. Mit diesem Link geht [...]

Hätte die Bankenkrise durch Open Source verhindert werden können?

Schon vor einiger Zeit habe ich mit dem CEO eines Open Source ECM-Unternehmens über folgende Frage diskutiert: “Hätte die Bankenkrise durch Open Source verhindert werden können?” Diese Frage ist natürlich absichtlich provokativ platziert um die Diskussion rund um das Geschäftsmodell Open Source zu starten und weiter anzufachen, schließlich ist das Thema “Geld verdienen mit Open [...]

Enterprise 2.0 Webinar von Gentics

Soeben flatterte hier eine Einladung von Gentics zu einem Enterprise 2.0 Webinar hinein. Prinzipiell eine gute Idee und die Themen lesen sich auch sehr gut. Ob man die Anknüpfung an “Die Krise” nun wirklich braucht, oder als Unternehmen nicht lieber etwas weitsichtiger handeln sollte, ist dahin gestellt. Enterprise 2.0 kann zwar kurzfristig Effekt zeigen, die [...]

Innovationspreis-IT mit fremden Federn gewonnen

Neben der Pressebox ist der Innovationspreis-IT wohl das seriöseste Produkt des Huber Verlags. Ich finde den Preis toll und er hat meine volle Unterstützung – jedoch ziehen dort langsam ein paar dunkle Wolken auf. Auf der diesjährigen CeBIT wurde er wieder verliehen, der Innovationspreis-IT. In über 30 Kategorien, u.a. auch Wissensmanagement (Gewinner: Consideo), Content Management [...]