Alle Beiträge mit dem Tag "OpenSource"
5. September 2006
OCR von Google
Wie Golem berichtet, hat Google die OCR-Software “Tesseract” als Open Source freigegeben. Die unter der Apache-Lizenz 2.0 veroeffentlichte OCR-Engine, die ohne Benutzeroberfläche daher kommt, wurde nach Angaben von Golem bereits vor einiger Zeit bei Slashdot erwähnt, aber erst jetzt von Google offiziell angekuendigt.
Derzeit werden nur englische Dokumente unterstützt. Eine Analyse des Seitenlayouts, wie beispielsweise zur Erkennung von mehrspaltigem Text oder gar Formularen notwendig, fehlt bisher. Da es zusätzlich bei Graustufen und Farben zu Problemen kommt, seit die Software sei keinesfalls mit kommerziellen Loesungen vergleichbar, so Google.
Es scheint so, als wollte Google hier noch weiter investieren, denn das Google Code Blog verweist auf eine Stellenanzeige, mit der der Suchmaschinenanbieter OCR-Spezialisten sucht (“ausschliesslich in Mountin View, Californien”
).
Im Open Source Bereich gibt es bishernur wenige Komponenten für Enterprise Content Management. Lösung wie Alfresco oder Knowledge Tree bietet zwar (teilweise rudimentäre) DMS-Funktionalitäten, im Bereich Input-Management ist aber noch keine Lösung zu sehen. Auch Googles Fortschritt ist keine Lösung für den “Posteingang ala Open Source” – aber ein erster Schritt in die richtige Richtung. Bis jedoch Marktführer wie Ascent Capture oder Finereader eingeholt sind, wird noch viel Zeit vergehen.
(Danke an Oliver Bildesheim für den Hinweis.)
5. September 2006
Step One greift an
Den Anbietern von Web Content Management Software wird das Leben durch Open Source Lösungen, die frei und kostenlos per Download erhältlich sind, schwer gemacht. Besonders kleine und mittlere Unternehmen denken gar nicht erst an kommerzielle Lösungen und greifen sofort zu Open Source – oft auch ohne zu prüfen, ob das Projekt durch den Einsatz von Open Source wirklich günstiger wird.
Der Kölner WCMS-Anbieter step one Software bietet nun mit einer zur kostenlosen Weitergabe bestimmten Basisversion seinen Partnern eine hochprofessionelle und kommerzielle Antwort auf Open Source Software.
Dabei soll das neue Lizenzmodell nur ein erster Schritt zu neuen Geschäftsmodellen und anderen Formen der Zusammenarbeit zwischen Hersteller, Integrator und Endanwender sein. Nach Ansicht von Step One, erhalten die Agenturen mit dem ‘step one Solution Server 2006′ ein Web-Content-Management-System, das professionellen Ansprüchen an Funktionalität, Erweiterbarkeit und Benutzerfreundlichkeit gerecht wird und brauchen im Unternehmen nicht mehr verschiedene Systeme, die zudem unterschiedliche technische Kompetenzen verlangen, vorzuhalten. Für die Endanwender soll es wiederum bedeutet, dass sie zukünftig auch in kleineren Projekten auf Funktionalitäten, Gewährleitung und eine enorm hohe Benutzerfreundlichkeit zurückgreifen können, für die sie sonst hohe Lizenzkosten hätten bezahlen müssen.
Fazit: Eine kostenfreie Einstiegsversion (limitiert in Hinsicht auf Benutzerzahl!) ist zwar nicht wirklich neu, aber ein richtiger Schritt. So können sich die Open Source Verfechter kostenfrei ansehen, was professionelle WCMS-LÖsungen ausmacht (und im Zweifelsfall für unter 10.000 Euro die professionelle Lösung kaufen). Da Step One auf LAMP läuft, gibt es hier tatsächlich Chancen, einige Anhänger zu bekehren.
30. August 2006
Sowas von keine Ahnung…
Joachim Graf ist ein angesehener Medienunternehmen in München und betreibt mit iBusiness.de einen der bekanntesten “Multimedia / New Media” Informationsdienste.
Aber was sein Redakteur Ulrich Klein hier verzapft hat, ist wirklich der Wahnsinn. Fangen wir mal von vorne an, denn den ersten Fehler finden wir schon in der Überschrift: “DMC stellt erstes Open-Source-ECM vor”. dmc entwickelt selbst keine Software, sondern ist ein Integrator. Man stellt keine neue Software vor, sondern bietet – allerdings als erster in Deutschland – professionelle Leistungen zur Open Source Software “alfresco” an.
Zwar schreibt Herr Klein weiter unten “als erster Implementierungspartner in Deutschland”, was so gar nicht zum Anfang des Textes paßt, generell ist man nach Lektüre des Textes aber nur verwirrt. Weiß Herr Klein vielleicht gar nicht, dass Alfresco eine Software der Alfresco Software, Inc. aus San Francisco, USA ist?
Na ja, wenigstens die Funktionalitäten hat er richtig aus der Pressemeldung abgeschrieben.
@Herrn Graf: Gerne können Sie mich als externen Lieferanten oder QS für solche Beiträge einspannen.
29. August 2006
ECM goes Open Source
Nicht nur dmc will seinen Kunden ECM auf Basis von Open Source Produkten anbieten. Auch Domino GmbH IT & Services, nach eigenen Angaben bekannt als Lösungsanbieter für Archivierung, Dokumentenmanagement und Workflow, geht diesen Weg. Hierfür wurde der Geschäftsbereiche “Open ECM” gegründet, der sich auf einer eigenen Website gar nicht so unumfangreich präsentiert. Leider gibt es auch hier noch keine Referenzen. Besonders Merkwürdig: Open ECM schreibt auch nicht, welche Open Source Lösungen zum Einsatz kommen sollen. Man darf also gespannt sein.
15. August 2006
Irgendwas Selbstgeschriebenes
Es ist schon komisch, dass auch im Jahr 2006 (also mindestens 10 Jahre, nachdem professionelle WCMS-Lösungen – wenn auch teuer – verfügbar waren) die Meinung, dass man sich lieber etwas Eigenes programmiert, weil der Markt nichts hergibt, vorhanden ist.
Die Argumente die verfügbaren WCMS sind zu komplex und lassen dem Benutzer evtl. zuviel Freiheit widersprechen sich nicht nur – sie sind schlichtweg falsch. Alle mir bekannten professionellen WCMS (Da schließe ich ausdrücklich einige Open Source Systeme ein!) lassen sich – oft ohne Programmierung – so anpassen, dass der Benutzer seine Inhalte einfach und wenn nötig mit eingeschränkten Funktionen (z.B. nur eingeschränkte Formatierungen) bearbeiten kann.
Es sei also jedem nur geraten, eine professionelle Lösung mit breiter Anwenderbasis einzusetzen bzw. seinen Kunden anzubieten. Für Letzteres ist alles andere sowieso unseriös.
11. August 2006
Sugar for my honey!
“SweeTS is a development enviroment for TypoScript – the template language of the content management system TYPO3.”
Und ab sofort kostenlos verfügbar.
9. August 2006
Alfresco im Praxiseinsatz
Wenn über Open Source im ECM-Bereich gesprochen wird, kommt immer wieder der Name “Alfresco” auf den Tisch. Das Unternehmen, gegründet 2005 von John Newton, Mitgründer von Documentum und John Powell, ehemaliger COO von Business Objects, finanziert von Unternehmen wie Accel Partners und Mayfield Fund, hat mittlerweile eine recht umfangreiche ECM-Suite entwickelt, die vollständig unter Open Source Lizenz verfügbar ist.
Praktische Lösungen mit Alfresco fehlten jedoch – besonders in Deutschland – bisher. Um so erfreulicher ist es, dass vom Dienstleister dmc auf der DMS Expo (Halle 8, Stand H087) Lösungen mit Alfresco live vorstellen werden. Darüber hinaus hat das Unternehmen Dienstleistungspakete geschnürt, um Alfresco erfolgreich einzuführen – so dmc in einer Pressemeldung.
Über das Einsparungspotenzial kann man nur orakeln – richtig eingesetzt kann Alfresco aber auch in großes Dimensionen die richtige Lösung sein und – nicht nur durch das Fehlen der Lizenzkosten, sondern auch durch bessere Anpassbarkeit als kommerzielle Lösungen – erhebliche Einsparungen bringen.
2. August 2006
Home Content Management
Einen interessanten Gedankengang verfolgt “Crazypumukel” in seinem gleichnamigen Blog. Wenn es “Enterprise Content Management” für die ganzheitliche Verwaltung von Unternehmensinformationen gibt, warum gibt es dann nicht soetwas wie “Home Content Management” für die ganzheitliche Verwaltung sämtlicher privater Informationen.
Das Problem beginnt wohl leider vorallem dort, wo viele Produkte ihre Existenzberechtigung finden: Im damit zu generierenden Umsatz. Viele der Technologien, die in ECM-Produkten stecken, sind sehr aufwendig entwickelt worden und eben nicht so “aus dem Ärmel geschüttelt”. Das ist wohl auch der Grund, warum doe Open-Source-Welt hier noch nicht wirklich nachgezogen ist (um ein Stichwort zu nennen: Es gibt kaum Open-Source-WCMS, die einen brauchbaren Workflow bieten…).
Aber der Gedanke ist gut… Vielleicht kann Alfresco hier weiterhelfen? Als recht ausgereifte Lösung, die zudem kostenfrei erhältlich ist, könnte es eine Grundlage für ein “HCM” bieten. Oder gibts noch andere Vorschläge?
24. Juli 2006
Los! Ausfüllen!
Frau Adamski schreibt ihre Diplomarbeit zum Thema “Auswahlprozesse von Content-Management-Systemen” und setzt dabei einen Schwerpunkt auf Open Source. Dabei sucht Sie zwölf Entscheider, die ihre Erfahrungen in Form eines kurzen Fragebogens an sie weiter geben.
Also bitte: Wer in einem Unternehmen in den letzten zwei Jahren eine CMS-Auswahl durchgeführt hat, wobei prinzipiell auch Open Source Systeme hätten zum Einsatz kommen können (und am Ende vielleicht sogar sind?), füllt bitte den Fragebogen aus.
Danke.


