Alle Beiträge mit dem Tag "Microsoft"
23. August 2006
EAX deutlich im Plus
Microsoft und Filenet ziehen den EAX nach oben. Mit über 7% Zuwachs im EAX seit seiner erstmaligen Berechnung am 7.8. zeigt die ECM-Branche, was in ihr steckt.
Jedoch steckt die Tücke im Detailt. Der Algorythmus des EAX wird zeitnah etwas angepaßt, um ein noch besserer Trendindikator zu sein.
21. August 2006
EAX gewinnt weiter!
Der EAX schloß am Freitag aufgrund von starken Kursgewinnen bei Oracle und Microsoft mit 1048 Punkten und hat damit in ca. einem Monat fast 5% hinzugewonnen.
11. August 2006
Gedanken
Der Markt für Enterprise Content Management gilt als einer der wichtigsten und zukunftsträchtigsten Bereiche innerhalb der IT-Branche. Er wird jedoch bisher von spezialisierten Unternehmen dominiert. So heißen die “Marktführer” nicht IBM oder Microsoft, sondern OpenText, Filenet, Hummingbird, Interwoven, etc. (Wobei das Wort “Marktführer” aufgrund des stark zersplitterten und intransparenten Marktes sehr vorsichtig zu gebrauchen ist!). Neben diesen großen der Branche – die allesamt gerademal in Regionen um die 2.000 Mitarbeiter sind – gibt es viele Vielzahl von sehr erfolgreichen Unternehmen in der Größe von 50 bis 250 Mitarbeitern, die sich meist auf eine Teildiziplin von ECM spezialisiert haben und hier sehr erfolgreich Lösungen an den Markt bringen. Am häufigsten sind hier immernoch Lösungen zu Web Content Management zu nennen, aber auch Archivierung, E-Mail Management und Dokumentenmanagement sind Themen für diese “Nischenplayer”, die zusammengenommen den weit größten Teil des weltweiten Marktes abdecken.
Unternehmen wie IBM und Microsoft wollen natürlich auch in dieser Liga mitspielen und versuchen seit langer Zeit entsprechende Lösungen ins Portfolio aufzunehmen. IBM ist dies – vorallem in der Verwaltungs- und Bankenwelt – bereits recht erfolgreich gelungen, auch wenn mit den Lösungen kein breites Publikum angesprochen wird. Microsoft hadert noch mit sich und hat dem Sharepoint-Server viele Funktionalitäten sogar wieder genommen – die nun aktualisiert und verbessert Stück für Stück wiederkommen.
Um aber wirklich im Markt zu expandieren und Fuß zu fassen, sind Übernahmen an der Tagesordnung. Vorallem, weil die ECM-Unternehmen “recht günstig” sind, gab es in der Vergangenheit viele Übernahmen. Zum Einen werden die kleinen von den mittleren Übernommen (z.B. Imperia durch Filenet, RedDot durch Hummingbird, Tower durch Vignette, etc.) und zum Anderen übernehmen die Großen die Mittleren (OpenText kauft Hummingbird, IBM kauft Filenet, etc.).
Das Ergebnis von so einer Übernahme ist meist, dass die Kunden Stück für Stück auf die Produktlinie des Übernehmers umgestellt werden und die übernommenen Technologien zum großen Teil nicht weitergeführt werden. So hat Open Text unglaublich viele Lösungen übernommen und so eine breite Kundenbasis geschaffen – durch Akquise hätte man das nie erreicht (und erreicht auch jetzt nicht soo viele Neukunden).
Bei IBM ist es jedoch wahrscheinlich, dass die Filenet-Lösungen weitergeführt werden – Als “IBM Filenet” zum Beispiel. IBM betreibt einen “Bauchladen” von verschiedensten Lösungen zu gleichen Problemstellungen, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Prinzipiell scheint diese Strategie nicht unerfolgreich zu sein. Natürlich wird das Ziel aber sein, die Filenet-Kunden noch mehr mit IBM-Technologie auszustatten – was aufgrund guter Schnittstellen zwischen Filenet und IBM bereits in der Vergangenheit häufig an der Tagesordnung war.
Über kurz oder lang wird sich aber auch IBM für bestimmte Lösungen entscheiden müssen – Filenet hat in der Vergangenheit viel abgebaut und praktisch keine Innovationen mehr gezeigt. Es bleibt abzuwarten, wie IBM sich hier entscheiden wird.
Richtiger Gewinner der Filenet-Übernahme könnte Day sein. Weder IBM noch Filenet haben eine brauchbare WCM-Lösung im Angebot – da ist es nur recht und billig, wenn IBM den Filenet-Partner Day übernimmt und die Kooperation weiterführt.
27. Juni 2006
Zittern vor Microsoft
Nachdem Microsoft das hochgelobte neue Datenbankdateisystem WinFS nicht nur für Windows Vista, sondern kurzum komplett abgesagt hat, darf die DMS-Branche mit dem Zittern erstmal aufhören. Selbst im SOHO-Bereich wird Microsoft damit nicht zeitnah eine marktdominierende Stellung erkämpfen können. Ein Lichtblick für Microsoft (und doch ein Grund zum Weiterzittern) ist aber die Strategie, die Microsoft mit Sharepoint fährt.
26. Januar 2006
Outlook als ECM-Client
Die Diskussionen, wie der Zugriff auf die im Unternehmen vorliegenden Informationen am besten gestaltet werden soll, führt immer wieder zu sehr interessanten Lösungsansätzen.
Der neuste Trend liegt darin, die bereits in vielen Unternehmen vorhandenen Groupware-Anwendungen wie Microsoft Outlook oder Lotus Notes, in den Mittelpunkt zu stellen und in diese sämtliche Funktionalitäten zum Zugriff auf alle vorhanden ECM-Systeme und -Technologien zu integrieren. Dies hat verschiedene Vor- und Nachteile. Natürlich ist eine Anwendung, die bereits von vielen Anwender verwendet wird eine sehr gute Grundlage, insbesondere um die Akzeptanz zu erhöhen. Schwierig wird es jedoch bei der Frage, welche Funktionen wie dort angelegt werden sollen. In Outlook und Notes ergeben sich schnell die gleichen Problematiken wie bei Portalanwendung: Um wirklich Funktionalität abzubilden, muss ein recht großer Aufwand betrieben werden, der schnell die Kosten in die Höhe treibt. Zudem sind gängige Groupware-Anwendungen bisher nicht besonders gut darauf ausgerichtet, externe Anwendungen zu integrieren.
Der generelle Gedanke ich jedoch sehr gut! Man sollte sich in jedem Projekte Gedanken machen, ob individuelle Webclients oder gar ein Portal sinnvoll sind oder ob der Benutzer mit einer Integration in beispielsweise Lotus Notes nicht zufriedener ist. Und: Eine Groupware-Integration ist allemal besser, als ein individueller “Fatclient”, der vielfach noch Einsatz findet.


