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Alle Beiträge mit dem Tag "Integration"

11. Oktober 2006

Open Text gibt Strategien zu RedDot bekannt

Teil dder neuen WCM-Strategie von OpenText soll die Integration des Open Text Livelink ECM – WCM Server in die Produkte von RedDot Solutions sein. Dadurch soll eine umfassende Lösung entstehen, womit Kunden Web Content Management mit der unternehmensweiten ECM Strategie verbinden, Geschäftsprozesse abbilden, Kosten verringern und gesetzliche Vorgaben erfüllen können sollen. Bereits im November will Open Text eine erste Version der Lösung auf seinem weltweiten Anwenderkongress “LiveLinkUp Phoenix 2006″ vorstellen; ausgeliefert werden soll diese Produktversion ab Anfang 2007.

„Web Content Management wird für Kunden immer komplexer”, stellt Kirk Roberts, Executive Vice President of Products, Solutions and Marketing bei Open Text fest. „In der Kombination von RedDots zuverlässiger Technologie, der legendär intuitiven Bedienbarkeit sowie der effizienten Implementierung mit der skalierbaren Open Text ECM Suite entsteht das marktführende Web Content Management System für unsere Kunden im Mittelstand genauso wie für Konzerne.“

Die Integration soll die einfache Bedienbarkeit und die Auslieferungskapazitäten des RedDots WCM-Systems mit der Open Text LiveLink ECM Suite zusammenbringen und abei die Backend-Möglichkeiten des LiveLink ECM – WCM-Servers nutzen.

5. Oktober 2006

Open Text ist auf dem falschen Weg

Open Text ist ein Pionier des Enterprise Content Management. Mit dem traditionellen Produkt “Livelink” ist das Unternehmen seit vielen Jahren am Markt und hat einen veritablen Kundenstamm aufgebaut und u.a. (aber beim besten Willen nicht hauptsächlich) hiermit so viele finanzielle Mittel aufgebaut, um sich durch Zukäufe Stück für Stück zu einem Konzern zu formen, der für jede Frage der Informationsverwaltung im Unternehmen eine Antwort weiß.

Dabei übernahm man “Goldstücke der deutschen Softwarebranche” wie die damals praktisch insolvente Gauss Interprise AG, aber auch eher traditionellere Unternehmen wie IXOS und Obtree. Man versprach den Anwendern, die Software zu integrieren und eine einheitliche Plattform zu schaffen, die alle Funktionalitäten vereint.

Die Realität nach vielen Jahren sieht erschreckend aus. Es gibt keine einheitliche Plattform, sondern eine Vielzahl von Produkten in unterschiedlichsten Entwicklungsständen. Zudem gibt es unternehmensweit nicht das Know-how alles zu supporten. Man macht nur noch einen geringen Teil des Umsatzes mit Lizenzen, sondern lebt vom Beratungsgeschäft.

Dies sollten genug Indikatoren sein, um alle Warnzeichen auf Rot zu setzen und die Unternehmensstrategie zu überdenken. Das Unternehmen Open Text hat in der jetzigen Aufstellung praktisch keine Möglichkeit sich effektiv am Markt zu positionieren, da es praktisch kein Neukundenpotenzial gibt. Höchsten in Bereichen, wo einzelne Open Text Produkte in Frage kommen würden, könnte man an den Einsatz denken – dies sind dann jedoch oft Kunden, die für Open Text “zu klein” sind, um mit Ihnen Geschäfte zu machen oder es scheitert an der mangelnden Integrationsfähigkeit und dem fehlenden Willen zu Integration mit Anwendungen anderer Hersteller.

Der neuste “Coup” von Open Text – die Übernahme von Hummingbird – rundet das Debakel ab. Für 500 Millionen US-Dollar übernimmt Open Text das Unternehmen, um dann einfach die Software umzubennen und sogar die Führungsspitze (denen ein großer Teil des Verkaufserlöses zuging) zeitgleich ziehen zu lassen.

Die Hoffnung wie auch schon bei vielen der vorherigen Übernahmen: Die Kunden des Übernommenen bleiben beim Käufer und werfen über Wartungsverträge, Consulting und vielleicht die ein oder andere Neulizenz Geld in das Unternehmen. Open Text nennt das eine “Lösungsstrategie”. Auf Deutsch: Man hat zwar keine Produkte, aber mit viel Geld und viel Zeit können “Lösungen” für “große Unternehmen” gebaut werden.

Es ist schon generell dem gesunden Menschenverstand nur schwierig zu verargumentieren, wie eine Strategie des “allumfassenden ECM-Anbieters”, wie von IBM, Open Text, EMC/Documentum etc. angestrebt, aufgehen soll. Die Open Text Strategie scheint jedoch besonders durchwachsen zu sein. Hier müssen Ideen her, wie der Markt angesprochen werden kann. Open Text schafft es jedoch derzeit nur sich den Markt unter den eigenen Füßen wegzuziehen. Die Kunden wollen – wenigstens größtenteils – schlüsselfertige Lösungen, die einsatzbereit sind und nurnoch angepasst werden müssen. Individualentwicklungen von komplexen Umgebungen auf Basis von irgendwelchen Standardkomponenten sind nicht gefragt.

27. September 2006

Goldene Regel #15: Softwareanbieter sollen Software anbieten

Die Realisierung von Projekten im ECM-Umfeld findet über qualifizierte und oft spezialisierte Partner der Softwareanbieter statt. Diese sind “vor Ort”, installieren die Software, programmieren Anpassungen, bieten softwarespezifische Beratung und sind meist auch der “lange Arm des Vertriebs”. Nur über diesen Weg ist es Softwareanbietern möglich, den Markt flächendeckend zu bedienen, ohne sehr stark in eine flächendeckende Infrastruktur investieren zu müssen. Zudem ist die Skalierung von Arbeitskraft hierdurch erheblich vereinfacht, da schnell neue Partner gewonnen und qualifiziert werden können bzw. diese sich auch anderweitig auslasten können, wenn einmal keine Projekte des Softwareanbieters anstehen.

Das Problem: Diese Partner realisieren durch die Serviceleistungen rund um die Produkte einen nennenswerten Umsatz. Je nach Projekt und Kunde entsprechen die Umsätze im Bereich “Services” den Lizenzkosten oder übersteigen sie. Besonders in großen Projekten fälle schnell eine zwei bis dreistellige Zahl von Personentagen an.

Hier entstehen Begehrlichkeiten und Anbieter kommen immer wieder in die Versuchung Kunden “direkt zu betreuen”. In sehr begrenztem Maße ist das sinnvoll – in einer Art “Competence-Center-Ansatz”. Oft ist es jedoch nur die Ausrede für den Anfang vom Ende. Wenn die Umsätze mit der Software – warum auch immer – schwächeln, werden Projekte beim Endkunden direkt durchgeführt. Oft geschieht dies recht dreist an den Partnern vorbei und im schlimmsten Fall werden Projekte aus der laufenden Betreuung von Partnern mit fadenscheinigen Argumenten abgezogen. Besonders Neukunden aber werden dann gerne direkt bedient und an die Partner nurnoch “Brotkrumen” verteilt.

Das Resultat aus einer verstärkten Beteiligung des Softwareanbieters ist die nachlassende Beteiligung der Partner, für die der Vertrieb und der Einsatz des Produktes ob der neuen und oft recht umfassenden Konkurrenz völlig uninteressant wird. Im Gegenzug kann der Softwareanbieter nurnoch wenig Arbeitskraft in die Weiterentwicklung des Produktes investieren.
Endgültig läuft eine solche Strategie auf die Einstellung des Geschäftsbetriebs des Softwareanbieters im Zeithorizont von hinaus – Beispiele gibt es zu genüge.

7. September 2006

COI mit ICODEX und Seeburger (Halle 8, Stand G061)

Die COI präsentiert zusammen mit der östereichische ICODEX erstmalig ihre gemeinsamen Leistungen für Prozessunterstützung, Workflow und Business Process Management. Ziel der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen soll die Integration aller notwendigen Funktionalitäten in genau ein System sein. Dies soll bei den Anwender die Durchlaufzeiten von kritischen Geschäftsvorgängen verkürzen, die Kosteneffizienz steigern, die Prozesstransparenz erhöhen und die Kundenzufriedenheit verbessern.

Durch INTEGRATE!Comm@Work von ICODEX soll die entsprechende Oberfläche zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus sollen die Geschäftsprozesse so optimiert werden, dass die theoretischen Optimierungspotenziale bei der Implementierung und Umsetzung in die Praxis erreicht werden. Während der Arbeit sollen per Indikatoren Prozessschwächen aufgezeigt werden, wobei das Tool es ermöglichen soll unmittelbar aktiv die Prozesse zu verändern. So sollen sich nicht nur interne Prozesse sondern auch Prozesse mit externen Dienstleistern oder Partnern optimieren lassen. In COI-BusinessFlow sollen alle erzeugten Dokumente erfasst und abgelegt werden, wobei sie weiterhin aus der Oberfläche von ICODEX recherchierbar bleiben sollen.

Außerdem mit dabei: Die Firma Seeburger, jüngster Partner von COI. Beide Häuser verfügen nach eigener Angabe über herausragendes SAP Know-how, welches sie nun bündeln, um den gemeinsamen Interessenten eine Komplettlösung beispielsweise für die Rechnungsbearbeitung in SAP zu bieten. Die Systeme 4invoice von SEEBURGER und COI-BusinessFlow soll hierfür zu einer leistungsfähigen Lösung verbunden werden.

31. August 2006

Geeint im Schicksal

Enterprise Content Management ist zwar schon in mehr Köpfen angekommen, als SOA – prinzipiell teilen sich beide Bereiche jedoch ein ähnliches Schicksal, was nicht zuletzt daraus resultiert, dass diese Technologien sehr eng miteinander einher gehen. SOA als Infrastrukturkonzept ist eine wunderschöne Grundlage für ECM – nur umsetzen muss man es erstmal. Doch hier stößt man bei beiden Themen auf das selbe Problem: Man muss eine Nummer größer denken, um wirklich SOA bzw. wirklich ECM einzuführen. Hier scheuen viele Unternehmen noch.

Aber, es ist keine Frage des “ob”, es ist eine Frage des “wann” solche Lösungen eingeführt werden.

28. August 2006

SOA-Experten

Enterprise Content Management (ECM) und Service orientierte Architecturen (Service Oriented Architecture, SOA) stehen eng beieinander. SOA bietet einen technologischen Ansatz, der es ermöglicht, ECM-Strategien effektiv umzusetzen und Integrationen mit verschiedensten Systemen über eine einheitliche “Schnittstelle” zu ermöglichen. Natürlich liegt die Tücke im Detail. Denn SOA ist keine definierte Technologien, sondern – genau wie ECM – nur ein Architekturkonzept, dass von jedem Unternehmen selbst mit Leben gefüllt werden muss und das man nicht “fix und fertig” kaufen kann.

Die Computerwoche bietet zu dieser komplexen Thematik ab sofort ein “SOA-Expertenrat-Weblog” an, in dem zwölf Experten die verschiedenen Aspekte von SOA erklären, Probleme aufzeigen, Lösungen vorschlagen und zum Nachdenken anregen.

28. Juni 2006

Neue Ausgabe des ECM-Newsletters

Fast hätte ich es vergessen: Seit mittlerweile fast vier Wochen ist die neue Ausgabe von Bernhard Zöllers “ECM-Newsletter” online. Es gibt vier Fachbeiträge zu den Themen:

  • PDF/A : Kein neues Format sondern Gebrauchsanweisung zur PDF-Archivierung
  • Lösungsansätze für E-Mail Management
  • Verfahrensdokumentation im Umfeld GDPdU
  • Content Integration – Teil 2

Lesenswert ist der Newsletter allemal, auch wenn diesmal 50% der Beiträge doch arg kurz geraten sind. (Die anderen beiden sind dafür umso besser.)

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Tagcloud: ECM Blog
Der Autor

ECM-Experte Jörg Dennis Krüger

Jörg Dennis Krüger ist unabhängiger ECM-Spezialist und seit vielen Jahren Beobachter und Meinungsgeber der Branche. Zudem gilt er als Spezialist für Online-Performance-Marketing mit Schwerpunkt auf Conversion Optimierung.

In seinem ECM-Blog lesen Sie seine Meinung zu aktuellen Themen der Branche, Technologietipps und Erfahrungen zum praktischen Einsatz von Enterprise Content Management im Unternehmen.

Von 2008 - 2010 war er Vice President des weltweiten Verbandes von Content Management Praktikern "Content Management Professionals". Er ist als Senior Manager für Aufbau und Leitung des Geschäftsbereiches Conversion-Optimierung bei QUISMA verantwortlich.

Mehr Informationen und Kontakt bei Xing.

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