Alle Beiträge mit dem Tag "enterprise-2.0"
20. Februar 2008
Billig zum Enterprise 2.0 Summit auf der CeBIT
Enterprise 2.0 ist das Buzzword der Stunde – ich halte ein paar Keynotes zu dem Thema und KongressMedia veranstaltet sogar einen Kongress dazu. Björn Negelmann, Organisator bei KongressMedia und Moderator der Xing-Gruppe “Enterprise 2.0″ verschenkt Tickets: 5 für die ersten, die sich mit dem Promotioncode E20XING anmelden – danach für 150,00 Euro statt 490,00 Euro.
Zu Inhalten und Qualität der Veranstaltung kann ich keine Meinung abgeben. Ich halte das, was mit “Enterprise 2.0″ beschrieben wird, für sehr sinnvoll – Unternehmen können innovative Technologien dazu nutzen, Informationswege und Zusammenarbeit massiv zu optimieren. In einigen Projekten diskutiere ich derzeit die Einführung von umfangreichen Collaborationkonzepten u.a. auch mit dem Einsatz von Wikis.
Mit relativ wenig technischem Aufwand und einer ordentlichen Portion Pragmatismus kann man so sehr, sehr schöne Lösungen schaffen – für 150,00 Euro (zzgl. den horrenden Hotelkosten zur CeBIT) ist der Enterprise 2.0 Summit da bestimmt keine falsche Wahl.
7. Februar 2008
Kein Humor bei Hyperwave (Updated)
Passend zum Beitrag über Interred von gestern, beweist die Hyperwave AG in einer Pressemeldung weder Humor noch Sachverstand, wenn sie von ihrer Software als
Web 2.0 Enterprise Content Management (ECM)-Plattform
spricht. Da fand ich das alte Motto “Collaborative Enterprise Content Management” erheblich besser.
Wenigstens scheint das Unternehmen in anderen Bereichen auf dem Boden der Tatsachen angekommen zu sein: statt des riesigen CeBIT-Messestandes wie vor der Insolvenz, ist man dieses Jahr “nur” Mitaussteller in der DMS Area des VOI.
Update
Der Humor ist bei Hyperwave tatsächlich etwas wenig vorhanden, aber ich nehme die Kritik gerne an, dass Hyperwave natürlich nicht vollkommen ohne Sachverstand ist.
Aus meiner Tätigkeit für das Unternehmen um die Jahrtausendwende und die stetige Verfolgung der Entwicklung weiß ich natürlich, dass dort technologisch sehr fitte Menschen sitzen, die sehr viel Sachverstand haben. Aber bei Web 2.0 könnte Hyperwave ähnliche Fehler machen, wie beim Web-Content-Management-Hype: Man verkauft die Software als etwas, was sie eigentlich nicht wirklich wirklich ist.
Ein Blick auf die Website von Hyperwave lässt übrigens auch etwas positiver denken: Dort wird nicht mit irgendwelchen Hypes geworben, sondern klar mit “Collaborative Information Management” – aus meiner Sicht eine sehr passende Beschreibung für die Software des Unternehmens.
Und ein Tipp noch zum Schluss: Auch wenn es – auch durch o.g. Fehler – negative Meinungen zu Hyperwave gibt, lohnt es sich, mal einen Blick auf die Software zu werfen. Hyperwave hatte schon immer das Problem tolle Software anzubieten, die aber einfach einige Jahre voraus ist – und damit auch mal nicht ganz passend für die tatsächlichen Anforderungen war. Durch die Geschwindigkeitserhöhung in der Welt des Informationsmanagement und vielen neuen Themen könnte da Hyperwave für das ein oder andere Projekt sehr interessant sein.
Hinweis
Dies ist keine Werbung – sondern ehrliche Analysemeinung. Hyperwave hat dafür nur kurz angerufen und seinen Unmut bekundet, jedoch keinen finanziellen oder geldwerten Beitrag erbracht.
21. Januar 2008
Keynote “Enterprise 2.0 – Hype oder Mehrwert?”
Auf Einladung von Oracle berreichere ich am 26. Februar (München) und 18. März (Frankfurt) die Veranstaltung “Enterprise 2.0 mit Oracle” mit einer 45-minütigen Keynote zum Thema “Enterprise 2.0 – Hype oder Mehrwert”.
In der Keynote wird das Thema “Enterprise 2.0″ aus verschiedenen Facetten betrachtet. Hierbei wird zu Beginn das Thema “2.0″ kritisch dargestellt und erläutert, was dies eigentlich bedeutet und wie daran auch Unternehmen partizipieren können.
Darauf aufbauend werden innovative Konzepte zur Kommunikation und Verwaltung von Daten und Informationen dargestellt und diskutiert. Abgerundet wird der Vortrag mit Anforderungen, die Unternehmen an Konzept und Software “2.0″ stellen sollten.
Am Ende der Veranstaltung stehe ich gerne für Fragen und Diskussionen im Rahmen der “Expertenrunde” zur Verfügung.
Anmeldungen kostenfrei auf der dafür eingerichteten Website.
20. Dezember 2007
Enterprise 2.0 – Collaboration 2.0 – Moderne digitale Zusammenarbeit
Die nächste “2.0-Welle” ist im Anrollen. Nach “Web 2.0″ und “ECM 2.0″ wird nun “Enterprise 2.0″ immer mehr zum Thema. Was soll das Ganze?
Der Gedanke von einem “Web 2.0″ brachte durch neue Technologien und Ansätze, Webseiten zu betreiben, eine ganz neue Ära in das World Wide Web. Nicht nur, dass durch den Einsatz von Technologien, wie AJAX, und Anwendungen, wie Weblogs, sich das Bild des Internets für den Anwender stark verändert hat, mit der “zweiten Version” des Webs werden passive Besucher zu aktiven Mitgestaltern. Was vor Jahren als revolutionäre Welle durch die Welt ging, ist mittlerweile schon fast überall Standard – eine Welt ohne Blogs und Wikipedia für viele bereits unvorstellbar.
Logisch fortgeführt endet dieser Gedanke in so etwas wie “Enterprise 2.0″: Unternehmen optimieren ihre Konzepte und Prozesse unter Berücksichtigung von neuen Ansätzen, Technologien und Konzepten. Dabei ist “Enterprise 2.0″ genauso wie Web 2.0 in erster Hinsicht kein technologisches oder technisches Thema, sondern ein organisatorisches:
- Will ich meinen Mitarbeitern erlauben, aktiv miteinander zu kommunizieren?
- Kann und will ich, dass sich meine Firma vom Word-Dokument trennt und Mitarbeiter einfach direkt in ein Wiki schreiben?
- Will ich Informationen (für alle) zentral verfügbar machen?
- (und viele Fragen mehr – nicht zuletzt auch rechtlicher Natur)
Was sich für viele “Knowledge Worker” bereits als Alltag darstellt, ist in vielen größeren Unternehmen in keiner Weise alltäglich. Bürokratie und jahrelang unveränderte Abläufe sind jedoch nicht per se Unsinn oder ineffektiv! Sie sichern eine gewisse Qualität und sorgen (seit Jahren) dafür, dass diese Unternehmen funktionieren. Auch sind hinter oberflächlich unsinnig erscheinenden Prozessen (beispielsweise die papierhafte Verteilung von Informationen) nicht selten strategische Erwägungen verborgen, die eine Ablösung durch moderne Wege bisher verhindert haben.
Jedoch: Auch wenn moderne IT kein Wettbewerbsvorteil ist – schlechte IT ist ein Wettbewerbsnachteil.
Der Gedanke an “Enterprise 2.0″, dass man auch “Collaboration 2.0″ oder einfach “Moderne digitale Zusammenarbeit” nennen konnte, ist richtig und sollte von keinem Unternehmen abgetan werden. Das “Web 2.0″ ist erwachsen geworden, es existieren Konzepte und Technologien, um Prozesse nicht nur zu optimieren, sondern vollkommen anders zu gestalten. Hierbei kann die interne wie externe Kommunikation ganz neue Höhen erreichen und die Gesamteffektivität erheblich gesteigert werden. Bei sinnvoller Planung des Vorgehens, kann auch mit sehr sparsamen Mitteleinsatz ein großer Effekt erzielt werden – es muss nämlich nicht erst alles neu erfunden werden.


