Alle Beiträge mit dem Tag "ECM"
28. August 2006
Filenet (Halle 8/Stand C003/E004)
Natürlich ist Filenet auch trotz der Akquisition durch IBM auf der DMS Expo vertreten. Das Unternehmen stellt hierbei nach eigenen Angaben die neue Integration der Filenet P8 ECM-Plattform mit dem Microsoft SharePoint Server in den Mittelpunkt seines Messeauftritts. Über das Zusammenwirken der beiden Lösungen im Praxiseinsatz Filenet darüber hinaus auch auf dem Microsoft-Stand (Halle 8, B51/C50) informieren. Weitere wichtige Filenet-Themen sollen Geschäftsprozessoptimierung sowie die Einhaltung gesetzlicher oder freiwilliger Regularien (Compliance) sein.
Messebesucher sollen sich darüber hinaus kostenlos in Praxisvorträgen führender Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen informieren können, die nur wenige Schritte von der Ausstellungshalle entfernt im Rahmen der FileNet Anwenderkreistagung am 20. September 2006 gehalten werden sollen.
28. August 2006
Blog + Enterprise Search = ECM?
Blogs sind keine Alternative zu ECM – das sollte soweit klar sein. Wohl können sie aber ein interessanter Baustein in einem ECM-Konzept sein. Jedoch fehlt es an geeigneten Wegen, diese in ECM-Umgebungen sinnvoll zu integrieren. Einen interessanten Schritt nach vorn geht deshalb FAST, Anbieter von unternehmensweiten Suchtechnologien und -lösungen, die jüngst eine OEM-Partnerschaft mit dem Blogging-Spezialisten Traction Software eingegangen sind.
Ziel dieser Zusammenarbeit soll es sein, Enterprise Blogging mit Enterprise Search zu kombinieren, damit in Unternehmen geschäftskritische Informationen einfach gesucht und ausgetauscht werden können. Dafür will Traction Software seine Collaboration-Anwendung “TeamPage” mit der OEM-spezifischen Enterprise Search-Lösung FAST InStream ausrüsten, die nach Angaben von FAST speziell für die komplexen, Applikations-basierten Suchanforderungen von unabhängigen Softwareanbietern entwickelt wurde.
28. August 2006
Thema: Sicherheit
IT-Sicherheit existiert auf verschiedenen Ebenen. Wenn im ECM und besonders im WCM-Bereich über das Thema “Sicherheit” gesprochen wird, so wird damit meist zunächst nur die “Sicherheit” gegenüber “Hackern” gemeint, die dem System so schaden, dass ein ordnungsgemäßer Betrieb nicht mehr möglich ist. Um uns dem Thema “Sicherheit” jedoch professionell zu nähern, müssen wir uns einige wichtige Unterbereiche davon genauer ansehen:
- Betriebssicherheit
Je nach genauen Anforderungen müssen CM-Umgebungen dauerhaft und ohne Ausfall verfügbar sein. - Datensicherheit
Software und Daten dürfen nicht unbemerkt verändert werden. Echtheit und Glaubwürdigkeit einer Person oder eines Dienstes müssen überprüfbar sein. Urheber von Veränderungen müssen erkennbar sein und dürfen Veränderung nicht abstreiten können. - Datenschutz
Vertraulichkeit, Übertragungssicherheit und Privatsphäre müssen gesichert werden.
Die Bereiche sind hier in der Reihenfolge ihres Vorkommens gelistet. Ohne Betriebssicherheit, keine Datensicherheit. Ohne Datensicherheit, kein Datenschutz. Entsprechend muss, um überhaupt ein Sicherheitskonzept aufgebaut werden kann, eine sichere Umgebung geschaffen werden.
Wichtig ist es, auf eine sichere Softwareumgebung wert zu legen. Denn: Auch, wenn das CMS fehlerfrei arbeitet und keine verwundbare Stelle aufweist, kann durch einen Fehler im Betriebssystem oder in anderen laufenden Anwendungen einem Eindringling die Tür geöffnet werden.
Mehr dazu Stück für Stück im ECM-Blog.
28. August 2006
SOA-Experten
Enterprise Content Management (ECM) und Service orientierte Architecturen (Service Oriented Architecture, SOA) stehen eng beieinander. SOA bietet einen technologischen Ansatz, der es ermöglicht, ECM-Strategien effektiv umzusetzen und Integrationen mit verschiedensten Systemen über eine einheitliche “Schnittstelle” zu ermöglichen. Natürlich liegt die Tücke im Detail. Denn SOA ist keine definierte Technologien, sondern – genau wie ECM – nur ein Architekturkonzept, dass von jedem Unternehmen selbst mit Leben gefüllt werden muss und das man nicht “fix und fertig” kaufen kann.
Die Computerwoche bietet zu dieser komplexen Thematik ab sofort ein “SOA-Expertenrat-Weblog” an, in dem zwölf Experten die verschiedenen Aspekte von SOA erklären, Probleme aufzeigen, Lösungen vorschlagen und zum Nachdenken anregen.
24. August 2006
ECM im praktischen Einsatz?
Eine sehr interessante Frage stellt Dr. Guido Hoffmann im Documanager.de-Forum, die auch recht ausführlich von Jens Büscher beantwortet wird. Lesenswert.
Beide vergessen in ihren Darstellungen jedoch, was ECM wirklich ist und betrachten es doch nur aus Sicht von DMS und Archiv. Die vielfältig eingeführten Intranetlösungen (die meist sehr schon zeigen, was ECM wirklich ist) werden von den beiden ebenso ignoriert, wie innovative Unternehmen, die den ECM-Gedanken schon umgesetzt haben. Es zwar verständlich, dass auf “Documanager” eine dokumentengetriebe Sicht vertreten wird – es gibt jedoch einen Unterschied, warum ich ECM mag und DRT für tot erklärt habe.
Nachtrag: Herr Huber von Stellent hat sich eingeschaltet. Stellent hat zwar nicht die Masse an Kunden in Deutschland, aber einige sehr feine Projekte. Stellent eignet sich insofern für “echtes” ECM recht gut, weil durch verschiedene Funktionen wie die umfangreichen Stellent-Konverter die Welten von “Dokumenten” und “Content” gut miteinander vereinbaren kann. So war es bei Stellent schon immer schwer, es in eine Ecke zu stecken. Ich würde mich freuen, wenn Herr Huber sich dazu vielleicht auch im Forum ausführlicher äußern würde!
23. August 2006
EAX deutlich im Plus
Microsoft und Filenet ziehen den EAX nach oben. Mit über 7% Zuwachs im EAX seit seiner erstmaligen Berechnung am 7.8. zeigt die ECM-Branche, was in ihr steckt.
Jedoch steckt die Tücke im Detailt. Der Algorythmus des EAX wird zeitnah etwas angepaßt, um ein noch besserer Trendindikator zu sein.
23. August 2006
Mit den Gedanken in den USA
Dr. Ulrich Kampffmeyer ist ein jahrzehntelanger Marktbeobachter und hat mit seinen Ideen, Konzepten und häufig kontroversen Meinungen den Markt öfter erschüttert und zu seiner Entwicklung beigetragen.
Jedoch stimmen mich aktuelle Publikationen nachdenklich, was seine aktuellen Ziele sind. Er betrachtet den Markt “high-fly” und fokussiert damit eigentlich die Trends und Anforderungen in den USA, er spricht von “neuen Akronymen”, die aber gar nicht beim Kunden angekommen sind (und auch hoffentlich nicht ankommen) und zeigt Trends auf, die – zumindest hierzulande – keine sind.
Es scheint zunehmend so, als sei er mit seinen Gedanken in den USA. Natürlich, getrieben durch die AIIM hat er dort gute Kontakte und bekommt viele Informationen. Im ECM-Bereich sind die USA jedoch kein Trendindikator für Europa – und erst recht nicht für Deutschland. Die Anforderungen, Vorgehensweise und Wünsche sind einfach zu verschieden.
Ich denke nicht, dass Deutschland neue Akronyme braucht, um die Untergattungen von ECM zu beschreiben – sondern die Kunden sind gerade das, ECM als Gesamtkonzept zu verstehen. Ich denke nicht, dass in Deutschland riesige ECM-Projekte zum Selbstzweck gebraucht werden – Pragmatismus steht eher auf der Liste. Und ganz besonders denke ich nicht, dass irgendwelche Anbieter aus einem Forrester-Chart in Deutschland stark an Bedeutung gewinnen werden – der Markt ist so individuell, dass man nicht zu einem Großanbieter läuft, sondern sich einen kleineren sucht und eine passendere und günstigere Lösung findet. Natürlich wird es noch zu weiteren Käufen kommen – ob damit echt, für den Kunden spürbare Marktveränderungen auftreten, ist jedoch ungewiß.
23. August 2006
Goldene Regel #10: Sparen Sie nicht am falschen Ende!
Egal, welche Art von Informationen Sie zu verwalten haben und in welcher Komplexitätsstufe ein Projekt geplant wird, meist stellt man schnell fest, dass man für eine ordentliche Lösung auch ordentlich Geld auf den Tisch des Hauses legen muss. Die Kostentreiber stecken in verschiedenen Bereichen: Beratung, Lizenzkosten, Anpassungsaufwand, Hardware und interne Personalkosten sind die größten Blöcke. Oft wird hier schnell gespart: “Beratung brauch man nicht, wir nehmen Open Source, das ganze läuft auf einem Linuxserver bei einem günstigen Hoster und die Anpassung macht ein Werksstudent.” könnte der – gar nicht so seltene – Extremfall sein. Doch was ist das Ergebnis von solch einer Sparerei? Das Projekt kommt nicht vom Fleck, Ziele werden nicht erreicht, erhoffte Optimierungen bleiben aus und der interne Personalaufwand steigt mit der Zeit enorm an. Am Ende wurde viel Geld ausgegeben ohne ein Ergebnis zu erreichen.
Die Verwaltung von Informationen (egal, ob übergreifendes ECM, pragmatisches WCM oder angestaubtes DMS) ist ein unternehmenskritisches Thema, das immer professionell angegangen werden muss. Durch gute Planung (Anforderungsanalyse, Projektmanagement) lassen sich Kosten einsparen – nicht durch stupides Streichen.
Besonderes Einsparungspotenzial gibt es in den Bereichen Lizenzen und Integrationsaufwand. Wenn eine gute Anforderungsanalyse vorliegt, kann geprüft werden, ob 1.) eine Open Source Lösung in Frage kommt (Einsparung der Lizenzkosten) und 2.) eine Lösung am Markt zu finden ist, die die Anforderungen möglichst ohne große Anpassungen abdeckt. Optimal wäre eine Kombination aus beidem, was aber nicht häufig zu finden ist.
Deshalb: Sparen im Projekt ist natürlich erlaubt und ein sinnloses Geldausgeben macht niemanden glücklich – wo und wann gespart werden soll, muss jedoch immer mit den Unternehmenszielen abgeglichen werden. Und: Lieber am Anfang zwei, drei Euro mehr ausgeben, um eine gute Grundlage zu haben – dann kann der Rest gut und günstig geplant werden. Aber auch nicht zu groß starten, dann ist oft viel Geld verbrannt, bevor es eigentlich richtig los geht.
15. August 2006
Enterprise Content Management und eCommerce
Eine fast vergessene Vokabel, die mittlerweile auch sehr vorsichtig verwendet wird, ist “eCommerce”. Als eines der Schlagwort der “Hype-Zeit” war es danach – wie viele anderen – negativ geprägt. Wer jedoch mit offenen Augen durch den Markt geht, erkennt, dass sich die Anforderungen der Kunden nicht geändert haben: Das Internet soll nicht nur Arbeitsmittel, Broschüre und Informationsspeicher sein, es soll auch aktiv verkaufen. Hiermit meine ich nicht nur Megasites wie Amazon oder die bekannten, großen Versandhäuser, sondern die breite Masse.
Jüngst habe ich auf einer Veranstaltung zum Thema “Content Management & eCommerce” einen sehr simplem Shop als Parabeispiel präsentiert. Standardtechnologien, Marketinggeschickt, “Web 2.0″ und ein Standard-Shop wurden intelligent verwoben und bringen – nach Aussagen des Betreibers – vom Start ab einen nennenswerten Umsatz.
Was dort im Kleinen noch manuell funktioniert, wird im Großen mit “Enterprise Content Management” im Hinterkopf zum echten Erfolg. Denn: eCommerce bedeutet nicht nur Shopsoftware. Es bedeutet, Produktinformationen, Bestandsdaten, Kundendaten und mehr in Geschäftsprozessen standardisiert, optimiert und zuverlässig verfügbar und steuerbar zu machen.
ECM ist mehr als Dokumentenmanagement und Archivierung. Bei ECM geht es um wirklich alle Unternehmensinformationen. Und: ECM ist ein Konzept, eine Strategie. Hier kann man durch kreatives Mitdenken Chancen auftun, fernab von den “vorgetrampelten” Pfaden. Man muss einfach mal mitdenken.
11. August 2006
Gedanken
Der Markt für Enterprise Content Management gilt als einer der wichtigsten und zukunftsträchtigsten Bereiche innerhalb der IT-Branche. Er wird jedoch bisher von spezialisierten Unternehmen dominiert. So heißen die “Marktführer” nicht IBM oder Microsoft, sondern OpenText, Filenet, Hummingbird, Interwoven, etc. (Wobei das Wort “Marktführer” aufgrund des stark zersplitterten und intransparenten Marktes sehr vorsichtig zu gebrauchen ist!). Neben diesen großen der Branche – die allesamt gerademal in Regionen um die 2.000 Mitarbeiter sind – gibt es viele Vielzahl von sehr erfolgreichen Unternehmen in der Größe von 50 bis 250 Mitarbeitern, die sich meist auf eine Teildiziplin von ECM spezialisiert haben und hier sehr erfolgreich Lösungen an den Markt bringen. Am häufigsten sind hier immernoch Lösungen zu Web Content Management zu nennen, aber auch Archivierung, E-Mail Management und Dokumentenmanagement sind Themen für diese “Nischenplayer”, die zusammengenommen den weit größten Teil des weltweiten Marktes abdecken.
Unternehmen wie IBM und Microsoft wollen natürlich auch in dieser Liga mitspielen und versuchen seit langer Zeit entsprechende Lösungen ins Portfolio aufzunehmen. IBM ist dies – vorallem in der Verwaltungs- und Bankenwelt – bereits recht erfolgreich gelungen, auch wenn mit den Lösungen kein breites Publikum angesprochen wird. Microsoft hadert noch mit sich und hat dem Sharepoint-Server viele Funktionalitäten sogar wieder genommen – die nun aktualisiert und verbessert Stück für Stück wiederkommen.
Um aber wirklich im Markt zu expandieren und Fuß zu fassen, sind Übernahmen an der Tagesordnung. Vorallem, weil die ECM-Unternehmen “recht günstig” sind, gab es in der Vergangenheit viele Übernahmen. Zum Einen werden die kleinen von den mittleren Übernommen (z.B. Imperia durch Filenet, RedDot durch Hummingbird, Tower durch Vignette, etc.) und zum Anderen übernehmen die Großen die Mittleren (OpenText kauft Hummingbird, IBM kauft Filenet, etc.).
Das Ergebnis von so einer Übernahme ist meist, dass die Kunden Stück für Stück auf die Produktlinie des Übernehmers umgestellt werden und die übernommenen Technologien zum großen Teil nicht weitergeführt werden. So hat Open Text unglaublich viele Lösungen übernommen und so eine breite Kundenbasis geschaffen – durch Akquise hätte man das nie erreicht (und erreicht auch jetzt nicht soo viele Neukunden).
Bei IBM ist es jedoch wahrscheinlich, dass die Filenet-Lösungen weitergeführt werden – Als “IBM Filenet” zum Beispiel. IBM betreibt einen “Bauchladen” von verschiedensten Lösungen zu gleichen Problemstellungen, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Prinzipiell scheint diese Strategie nicht unerfolgreich zu sein. Natürlich wird das Ziel aber sein, die Filenet-Kunden noch mehr mit IBM-Technologie auszustatten – was aufgrund guter Schnittstellen zwischen Filenet und IBM bereits in der Vergangenheit häufig an der Tagesordnung war.
Über kurz oder lang wird sich aber auch IBM für bestimmte Lösungen entscheiden müssen – Filenet hat in der Vergangenheit viel abgebaut und praktisch keine Innovationen mehr gezeigt. Es bleibt abzuwarten, wie IBM sich hier entscheiden wird.
Richtiger Gewinner der Filenet-Übernahme könnte Day sein. Weder IBM noch Filenet haben eine brauchbare WCM-Lösung im Angebot – da ist es nur recht und billig, wenn IBM den Filenet-Partner Day übernimmt und die Kooperation weiterführt.


