Alle Beiträge mit dem Tag "CMS"
31. Juli 2006
Man kann auch ohne leben…
Na, das ist ja mal was. ECMguide – eigentlich eine ganz brauchbare, wenn auch sehr werbliche Plattform zu ECM-Technologien – bringt ein WCM-Special.
Siehe Überschrift.
31. Juli 2006
Schreib mit am ultimativen Web Content Management Buch!
Vor fast vier Jahren wurde Jörg Dennis Krügers Buch “Web Content managen” veröffentlicht. Das Buch wurde gut angenommen und ist bereits seit fast zwei Jahren nicht mehr im Handel erhältlich. Eine neue Auflage des alten Buches ist aufgrund der vielen Weiterentwicklungen sinnlos, eine Überarbeitung sehr aufwendig und von den Autoren nebenbei nicht zu schaffen.
Darum wurde das Buch nun in Form eines Wikis veröffentlicht. Jeder kann daran mitarbeiten und das ultimative Web Content Management Buch schaffen.
25. Juli 2006
Content Management Magazine zum Download
Endlich ist die neue Website des Content Management Magazins online. Hier finden sich alle Ausgaben zum kostenfreien Download (außer Ausgabe 11/2004, die leider derzeit nicht als PDF verfügbar ist), sowie ein Terminkalender und ein Preview auf die geplanten Ausgaben.
20. Juli 2006
Content Management oder Enterprise Content Management?
Es wird derzeit diskutiert, ob das Center “Enterprise Content Management” der Competence-Site nicht in “Content Management” umbenannt werden sollte, um eine breitere Zielgruppe zu erreichen.
Meiner Meinung nach, wird damit jedoch die gesamte Zielgruppe und das Potenzial der Gruppe stark eingeschränkt. Insbesondere sind Themen wie Dokumentenmanagement und Archivierung in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht unter “Content Management” zu subsumieren (wissenschaftlich vielleicht schon – in der Praxis jedoch ganz und gar nicht).
Über andere Meinungen oder Kommentare zu den Überlegungen würde ich mich freuen.
13. Juli 2006
Kleine Ausschreibung
“Ein Großteil der Kommunen des Landkreises Coburg plant eine Neustrukturierung des eigenen Internetauftritts”, schreibt der Verantwortliche des “Vorbereitungsteams” an nicht weniger als 130 Unternehmen (per CC
), die nach Ansicht des Absenders eine passende WCM-Lösung anbieten könnten, und bittet um das Ausfüllen eines Fragenkatalogs. “Er ist die Grundlage für ein Auswahlverfahren, bei dem wir – gemäß der von uns gesetzten Kriterien – die für uns interessanten Anbieter zu einer direkten Vorstellung einladen möchten.”
Prinzipiell eine gute Vorgehensweise: Zuerst Anforderungen aufnehmen und dann standardisiert die Leistungen der einzelnen Anbieter vergleichen.
Aber einen Fragenkatalog mit nicht weniger als 120 Fragen (die nicht per “ja/nein”, sondern ausführlich zu beantworten sind!) an über 130 Anbieter versenden? Das ist kein Auswahlprozess, sondern eine umfangreiche Marktstudie – und zudem schlecht vorbereitet. Selbst ohne großes Konzept ist es totaler Unsinn 130 Anbieter (mit einer Bandbreite von Webedition bis OpenText) anzuschreiben.
Es wird nur wenige Anbieter geben, die hierauf antworten. Es muss viel Arbeit investiert werden und die Chancen, den Kunden zu gewinnen, sind mehr als gering.
Also was soll sowas? Vielleicht kann ja mal jemand bei Bürgermeister Brunner anrufen – schließlich ist er als Ansprechpartner in der E-Mail angegeben.
PS: Betreff der E-Mail war tatsächlich “Kleine Ausschreibung CMS”…
4. Juli 2006
Webedition will an die Börse
Bereits für den 12. Juli plant die living-e AG, den meisten besser unter ihrem alten Namen “Webedition GmbH” bekannt, den Sprung in den Entry Standard und nennt es kurz und knapp “Börsengang”.
Da das Unternehmen VC finanziert ist und man über die Zukunftsaussichten geteilter Meinung sein kann, ist es – aus Sicht der Investoren – sicher nicht falsch, auf diesem Weg einen Teil des Unternehmens zu verkaufen. Bei Verkauf aller Aktien (ohne Greenshoe) kommt man immerhin auf rund 3,2 Mio. Euro Erlös.
Aber allein schon, dass für den “Börsengang” der neue Entry Standard gewählt wurde, zeigt, dass der Börsengang eher kein gutes Zeichen ist. Der Entry Standard (in dem bisher 43 Unternehmen gelistet sind) wurde am 25. Oktober 2005 als ein “Teilbereich des Open Market (Freiverkehr) und als ein alternativer Kapitalmarktzugang zu den EU-regulierten Segmenten eingeführt” (Quelle: Deutsche Börse).
“Private Equity- und Venture Capital-Investoren können ihn als Exit-Kanal nutzen. Es gibt keinen Branchenfokus und keine Mindestanforderungen an Unternehmensalter oder -größe. ” (Quelle: Deutsche Börse)
Dieses “Börsensegment” ist also in keiner Weise mit dem regelten Markt vergleichbar. Sämtliche Börsengesetze finden auf diesen Bereich keine Anwendung, weil es nicht um ein “EU-reguliertes Segment” handelt – sondern eher um einen professionellen Grauen Markt. Entsprechend liegen die Listinggebühren auch nur bei wenigen Tausend Euro.
Schauen wir mal, wie es weitergeht! Für mein Verständnis wäre ein Unternehmen inmitten einer kompletten Umstrukturierung des Angebotsportfolio ja nicht unbedingt für einen “Börsengang” geeinget.
30. Juni 2006
Webedition am Ende?
Das Unternehmen Webedition gibt es nicht mehr. Man nennt sich jetzt “living-e” und da man damit wohl mehr Fantasie verbindet, hat man sich jetzt auch in eine Aktiengesellschaft gewandelt.
Warum? Mit Web Content Management auf Webedition-Niveau kann man nur schwer die Forderungen von Venture Capitalisten erfüllen – und Webedition war (bzw. living-e ist) VC finanziert. Zwar ist der Investor ein recht netter, der auch gerne mal nur in Visionen investiert, die nicht unbedingt Geld bringt – aber irgendwann muss Schluß sein. Die Webedition GmbH beschäftige zuletzt 25 Mitarbeiter – insgesamt wurden 25.000 Lizenzen (ab 99,00 bis ca. 2.000 Euro) verkauft. Und die Konkurrenz durch OpenSource ist groß – sehr groß sogar.
Aber man geht weiter. “Die Umfirmierung unterstreicht die neue Softwarestrategie der living-e AG: Die Fokussierung der Produktentwicklung auf die Themenbereiche Productivity und Publishing.”, schreibt das Unternehmen in der Pressemeldung zur Umfirmierung. Man sieht seine Tätigkeit zukünftig in “Software, mit der Unternehmenskunden zum einen die Produktivität ihrer Mitarbeiter durch effizienteren Informationsaustausch steigern, zum anderen Informationen jeder Art veröffentlichen können”. Als Beispiel für diese Strategie nennt man das seit rund einem dreiviertel Jahr verfügbare “pageLogger”, “ein Analysetool für das Verhalten von Besuchern auf Webseiten”.
Ob diese neue Strategie im Haifischbecken “WCMS-Markt” aufgeht? Viele andere Unternehmen “gleicher Kampfklasse” haben ähnliche Konzepte – und keinen VC im Nacken.
30. Juni 2006
Handbuch zum “Weltmarktführer”
Für alle, die den “Weltmarktführer unter den Open Source WCMS” (
) einsetzen wollen und noch nicht wissen wie: Bei Galileo gibt es ein kostenloses Joomla!-Buch zum Download.
Da bin ich ja mal gespannt, wie viele trotzdem noch mit Gänsehaut davoneilen.
29. Juni 2006
CMS für KMU
Unter der Überschrift “CMS für KMU” fragt eine (mutmaßliche) Mitarbeiterin von Pestalozzi nach “Marktanalysen und Produktvergleiche mit Fokus auf die Anwendung in KMUs”.
Da 99% aller Unternehmen in Deutschland KMUs sind, sollte eine solche Frage eigentlich nicht schwer zu beantworten sein – die Lage ist jedoch vollkommen anders.
“Ihre Frage nach Informationen zu Web Content Management in kleinen und mittelständischen Unternehmen ist nicht selten. Trotzdem läßt sich keine klare Aussage dazu treffen. Dies liegt zunächst an äußeren Bedingungen:
1.) Was sind für Sie “KMU” bzw. was ist die genaue Zielgruppe, die Sie meinen?
Da nach allen relevanten Definitionen ca. 99% aller deutschen Unternehmen KMU sind, ist es schwer, hier universale Aussagen zu treffen. Vielmehr muss die genaue Unternehmensgröße und Struktur (!) berücksichtigt werden. Auch ein Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern, braucht vielleicht nur ein Mini-WCMS (weil sowieso nur zwei Mitarbeiter die Redaktion erledigen) oder ein 20 MA-Unternehmen braucht eine erheblich größere Lösung, da neben allen eigenen Mitarbeitern auch Kunden und Partner darauf arbeiten sollen.2.) Produktvergleiche
Allgemeine Produktvergleiche, wie sie z.B. cmsmatrix.org oder auch Contentmanager.de liefert, sind denkbar ungeeignet, um als Entscheidungsgrundlage zu dienen. Maximal sind sie Recherchetools für einen ersten Eindruck vom Markt.Was will ich damit sagen? Ich schlage ein anderes Vorgehen vor!
Fangen Sie nicht an, sich zuerst mit dem Markt zu beschäftigen, sondern gehen sie auf diesen erst zu, wenn Sie wissen, was Pestalozzi braucht! Mit einem Grobkonzept (5-10 Seiten) können Sie dann ganz gezielt Informationen einholen und eine echte Entscheidungsgrundlage schaffen, da sie einen Bewertungsmaßstab haben.”


