Alle Beiträge mit dem Tag "CMS"
4. April 2007
Pflichtenheft verkürzen
Ein Lastenheft zu schreiben ist “daily business”, da dies die Grundlage für ein erfolgreiches Pprojekt (und eine sinnvolle Lösungsauswahl ist). Besonders der hohe Strukturierungsgrad eines solchen Dokuments sorgt dafür, dass sich wirklich mit dem Projekt befasst und Funktionalitäten granularisiert werden.
Da kommt es auch vor, dass bestimmte Funktionen einfach direkt herausgelöst werden können. Was beispielsweise soll eine umfangreicher Bereich zum Dokumentenaustausch inkl. WebDAV etc. im WCM-Projekt – wenn gar keine Integration mit der Website notwendig ist? Hier wurde dem Kunden schnell und gut mit einer “kleinen” Open Source DMS-Lösung geholfen – die kann sogar einiges mehr als gefordert war und war erheblich günstiger, als wenn man dem WCMS dies hätte beibringen müssen.
3. April 2007
Klickmarathon bei der Versionierung
Manchmal ist man echt schockiert, wie Unternehmen von Softwareanbieter allein gelassen werden. Ein größeres Unternehmen schilderte beispielsweise, dass man mit der Versionierung eines sehr bekannten WCMS nicht zufrieden wäre:
Die Versionierung findet auf Objektebene statt. Eine Seite besteht aus 15-25 Objekten (Textfelder, Bildern, Listen, etc.) die einzeln gepflegt werden.
So weit so gut.
Aber: Die Versionierung findet ausschließlich auf Objektebene statt! Problem: Wenn eine Seite wieder auf einen alten Stand zurückgesetzt werden muss, muss jedes Element geöffnet und auf die entsprechende Version geändert werden.
Auch nach über einem Jahr hat der Anbieter hierfür keine Lösung gefunden. Ob es daran liegt, dass die Ressourcen in die Integration irgendwelcher Produkte irgendwelcher Mutter- und/oder Tochterunternehmen gesteckt werden?
3. April 2007
Zugriffsrechte? Selbstverständlich!
Immer wieder muss man über eigentlich selbstverständliche Funktionalitäten diskutieren – und merkt, dass sich in vielen Bereichen der Branche einfach viel zu wenig Gedanken gemacht werden.
Zugriffsrechte sind hier ein plakatives Thema. Natürlich behauptet jeder Anbieter, dass an Redakteure unterschiedliche Rechte vergeben werden können. Wenn man über die Details redet, wird es aber oft nebulös. Der eine versteht gar nicht, was man mit Gruppen und Rollen meint; der nächste hat Probleme den Unterschied zwischen Rechten auf das Objekt, auf die Seite und auf den Ordner zu erkennen; ein anderer versteht nicht, was man mit verschachtelten Zugriffsrechten meint; der letzte weiß gar nicht, warum man Vererbung auch mal deaktivieren möchte.
Selbst kleine Websites haben oft große Anforderungen an Rechte, da die Website ja von verschiedensten Mitarbeitern verwaltet werden soll – jeder in seinem Bereich, ohne einem anderen etwas kaputt machen zu können.
Richtig spannend wird es dann, wenn man auch so etwas ins Gespräch bringt, wie Adminstrationsoberflächen zur massenhaften Änderung/Anpassung oder auch nur Kontrolle von Zugriffsrechten.
Obwohl Web Content Management im Prinzip eine verstandene und ausgereifte Technologie ist, gibt es noch viel zu tun – und entsprechend bei der Auswahl zu berücksichtigen.
1. April 2007
Studie belegt: Content Management gefährlich
“Europa könnte wirtschaftlich erheblich besser stehen, hätten wir die Zeichen der Zeit früher erkannt. Man muss deutlich vom Einsatz von Content Management, Dokumentenmanagement und insbesondere vom Einsatz integrativer Konzepte wie Enterprise Content Management abraten!” warnt Prof. Paul G. House, Leiter des Instituts für elektronische Wirtschaftsgefahren.
Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass Tausende von Unternehmensinsolvenzen und Zusammenbrüchen in ganz Europa insbesondere bei Großunternehmen und Konzernen durch den Einsatz solcher Technologien beschleunigt, wenn nicht gar verursacht wurden.
“Durch die Einstellung der Projekte sparen wir Milliarden in den Bereichen Betrieb, Schulung und Lizenzen. Wir werden das Geld nutzen, um unsere Mitarbeiter zu qualifizieren und massiv Arbeitsplätze schaffen.” gibt der Vorstandsvorsitzende eines DAX-Unternehmen an, der zunächst anonym bleiben möchte.
26. März 2007
Migration – Big Bang oder Salami?
Irgendwann stehen die meisten Unternehmen vor der Herausforderung, eine eingeführte Lösung ablösen zu müssen oder zu wollen. Die Gründe hierfür sind verschieden – meist hat man sich einfach auseinander gelebt: Der Softwareanbieter hat sich weiterentwickelt, der Kunde auch, jedoch beide in verschiedene Richtungen. Dies kann bei einem Zeithorizont von 3-5 Jahren schon passieren und sollte von vorne herein eingeplant werden.
Aber wie ist der Umstieg am einfachsten? Ganz langsam? Alles auf einmal? Die Antwort ist nicht einfach und liegt in der Art der Systemnutzung begraben:
- Website
Eine Website läßt sich am besten bei einem Relaunch migrieren. Hier wird sowieso das gesamte Design verändert und oft auch alle Inhalte in Frage gestellt. Der Umzug auf eine neue Softwarebasis ist so keine doppelte Arbeit und bietet zudem große Potenziale für die Website nach dem Relaunch. Es ist also sinnvoll und machbar, die gesamt Website in einem Rutsch auf ein neues System umzustellen – der Aufwand ist trotzdem nicht zu vernachlässigen.
- Intranet
Hier ist die Lage schon schwieriger. Ein Intranet ist meist erheblich größer als eine Website und wird (fast) nie komplett relaunched. Es wächst organisch, wird regelmäßig verfeinert und verbessert – alles umwerfen ist aber nur selten der Fall. Vorallem ändern sich die Inhalte idR. nie grundsätzlich und flächendeckend. Ein Umstieg im Intranet ist eine große Aufgabe. Er muss ausführlich geplant und vorbereitet werden. In jedem Fall ist es jedoch viel Arbeit und sollte gut überlegt werden. Ein langsames Vorgehen, z.B. in dem zunächst Bereiche für einzelne Abteilungen im alten System ab- und im neuen angeschaltet werden, ist sinnvoll, wenn nicht notwendig.
Eine automatische Migration ist übrigens praktisch unmöglich – einfach, weil die entsprechenden Standardtools nicht vorhanden sind.
23. März 2007
Integration von WCM und DMS
In letzter Zeit hört man zunehmend von großen Plänen aus den Reihen der Anbieter von Web Content Management Lösungen. Allem voran sind die Konzepte, sich mehr in Richtung “Enterprise Content Management” zu entwickeln und beispielsweise Web Content Management und Dokumentenmanagement zu verbinden. Um diese beiden grundlegend anders aufgebauten Bereiche miteinander zu verbinden, muss häufig viel Arbeit investiert werden. Die einzelnen Funktionen (Versionierung, Zugriffsrechte, Workflow etc.) sind zwar prinzipiell die gleichen – der gesamte Umgang mit den Inhalten ist jedoch ein anderer. Steht beim Dokumentenmanagement vorallem die Verwaltung im Mittelpunkt, ist es bei Web Content Management auch die Kreation von Inhalten inkl. einem ganz anderen Ansatz der Strukturierung.
Das heißt: es wird viel Zeit und Geld hierin investiert.
Doch wo ist der Nutzen? Wo wird wirklich eine Integration dieser beiden Bereiche notwendig, ja wo überhaupt möglich? Bei “normalen” Internetauftritten, die wohl den größten Einsatzbereich von WCMS darstellen, eher nicht. Denn hier wird nicht aktiv mit Dokumenten gearbeitet. im Intranetbereich schon eher – doch auch hier weicht die Nutzung des Intranets als Informationsplattform doch eher von der eines DMS als Arbeitsmittel ab. Die Arbeitsweisen mit diesen Umgebungen sind vollkommen unterschiedlich. Und auch hier ist der Nutzen einer Integration der Anwendungen schwer vorstellbar.
Viel sinnvoller scheint es – bei den meisten denkbaren Szenarien in der Praxis – einfach zwei Systeme zu betreiben, die dafür ihren eigenen Bereich wirklich beherschen.
13. März 2007
CeBIT-Stammtisch
Die CeBIT und insbesondere die Content Management Arena sind ideal zum Networken. Eine Möglichkeit dazu bietet sich jeden Mittag gegen 12.00h. Hier trifft sich in der Arena die Xing-Gruppe “Content Management” unter Leitung von Nico Rehmann (Arithnea). Am Samstag, Sonntag und Dienstag betreue ich den Stammtisch. Ich freue mich auf viele Teilnehmer, interessante Gespräche und mehr. Einfach hin kommen (Halle 3, Stand D25).
13. Februar 2007
Whitepaper: Qualitätsmerkmale von Websites
“Vermeintliche Patentrezepte für den Erfolg kommerzieller Websites gibt es viele. Wenige greifen, da die Ansprüche und Erwartungen der Internetnutzer zu unterschiedlich sind.”, meint der WCM-Anbieter Inforpark.
Im neuen Whitepaper “Qualitätsmerkmale von Websites”, dass das Unternehmen kostenfrei auf seiner Website zur Verfügung stellt, will es darum vorschläge geben, welche anerkannten Konventionen eingehalten werden sollten und wie dies technisch realisiert werden kann.
Ganz neutral ist das Whitepaper jedoch nicht, schließlich ist es (auch) auf das hausiegene Produkt gemünzt: “Infopark CMS Fiona erfüllt alle hier genannten Anforderungen.” heißt es im Whitepaper.
9. Januar 2007
Kein Typo3-Hasser!
Hallo zusammen,
durch Zufall habe ich diesen Thread hier gefunden. Also mal dazu:
- Ich bin kein Typo3-Hasser. Ich halte es nur nicht für zielführend, Typo3 als die Beste Lösung im Markt zu propagieren und alles andere zu bashen – wie es die Community leider oft tut. Typo3 ist ein tolles Framework für Webentwicklung – von professionellem Web Content Management insbesondere aufgrund des recht rudimentären Redaktionssystems und suboptimalen Templating jedoch weit entfernt.
- Ich vertreibe keinerlei WCM-Produkte, habe keiner Partnerschaften mit Anbietern und partizipiere nicht an Umsätzen, die durch Empfehlungen von Systemen an meine Kunden generiert werden. Dass im E-Commerce-Magazin iSite einen Artikel gegen Typo3 veröffentlichen darf, spricht natürlich Worte. Aber genau so ein Nonsense ist auch der Grund, warum ich bei meinen Publikationen (Content Management Magazin) keine Beiträge von Anbietern mehr veröffentliche.
- Über mich kann man natürlich denken, was man möchte. Ich verbreite meine Meinung nicht mit dem Ziel, Typo3 zu schaden, sondern Anwendern zu helfen, die richtige Lösung zu finden. Es wird leider viel zu oft keine Arbeit in Anforderungsanalyse und Systemauswahl investiert, sondern – auch aufgrund des aggressiven Marketings von Teilen der Community – Typo3 genommen, “weil es das ja wohl alles kann”. Leider funktioniert es so nicht, da die Anforderungen an Web Content Management viel zu komplex sind. Dadurch scheitern viele Typo3-Projekte und – viel schlimmer – viele Anwender projizieren dies generell auf die “Technologie” des “Web Content Managements”. Die Community würde sich selbst gut tun, wenn sie hier etwas realistischer an das Thema heran gehen würde.
- Ich freue mich immer über konstruktive Kommentare. Sollten meine Darstellungen Fehler enthalten, freue ich mich auf Feedback!
Viele Grüße und ein schönen Abend noch,
Jörg Dennis Krüger
21. Dezember 2006
ContentServ und Netpioneer verbünden sich
ContentServ, Anbieter eines “ganzheitlichen Systems für Marketing, Vertrieb und Kommunikation” und Netpioneer, ein unabhängiger IT-Dienstleister aus Karlsruhe, haben nach eigenen Angaben eine strategische Partnerschaft geschlossen.
Die Potentiale der Zusammenarbeit sehen die beiden Unternehmen vor allem darin, dem Kunden ein Gesamtpaket von Beratung, Entwicklung, Umsetzung und Implementierung beispielsweise in den Bereichen E-Business, Content Management oder E-Learning anbieten zu können.
“Mit Netpioneer haben wir einen wichtigen strategischen Partner gewonnen, dessen Dienstleistungsangebot optimal mit unseren Lösungen harmoniert”, meint Patricia Kastner, Geschäftsführerin der ContentServ GmbH.
Gemeinsam wollen die Partner zum ersten Mal auf der CeBIT 2007 in Hannover ausstellen. Dort will Netpioneer als Mitaussteller ausstellen. Als Ziel sollen sich beide Unternehmen gesetzt haben, den gemeinsamen Fokus auf Kundenorientierung und Service herauszustellen.
“Hier liegt eindeutig die Quelle unserer Synergien. Keine Lösung von der Stange anbieten zu wollen, sondern die Wünsche des Kunden in den Vordergrund zu stellen und eine passgenaue Lösung anzubieten”, fasst Rüdiger Kleinknecht, Leiter Vertrieb und Marketing bei Netpioneer, zusammen.


