Alle Beiträge mit dem Tag "CMS"
9. November 2007
Kommentar: Neue Version von OpenText Livelink
OpenText steht vor großen Herausforderungen und stellt sich diesen zu einem Teil mit der neuen Version seiner ECM-Palette. Wie alle großen Anbietern muss sich Livelink von den klassischen DMS-Funktionen und -Arbeitsweisen trennen, mehr Funktionalität anbieten und hierbei im Browser eine größtmögliche Benutzerfreundlichkeit schaffen.
Nachdem schon EMC in seiner neuen Version von Documentum hier einiges zeigt, zieht OpenText nach. Hinzu kommen die verstärkte Integration der RedDot-Funktionen in Livelink. Zwar wird hier weiterhin mit vollständig getrennten Repositories gearbeitet, was den Nutzen stark schmälert, es ist nun aber möglich, Dokumente gesteuert in das Web Content Management zu überführen.
9. November 2007
Kommentar: Suchmaschinenoptimierendes CMS
Die Auffindbarkeit in Suchmaschinen ist eines der wichtigsten Ziele bei der Gestaltung eines Webauftritts. Hierbei geht es nicht um die “prinzipielle Auffindbarkeit”, sondern darum, dass die Website zu den gewünschten und relevanten Suchbegriffen möglich weit vorne angezeigt wird. Dies kann durch den sinnvollen Einsatz eines WCMS sehr gut erreicht werden, wenn das Wissen vorhanden ist, wie Suchmaschinen arbeiten und wie diesen Informationen angeboten werden dürfen.
Ein für Suchmaschinenoptimierung (SEO) vorkonfiguriertes WCMS ist ein guter Ansatz. Der Softwareanbieter kann zentral die neuesten Erkenntnisse umsetzen und als Produkt an seine Kunden liefern.
Ob diese Funktion jedoch eine wichtige Grundlage für eine Kaufentscheidung sein sollte, darf bezweifelt werden, da in jedem Fall individuelle Anpassungen für SEO vorgenommen werden müssen und auch die Art der Contenteinstellung viel dabei entscheidet. Entsprechend kann oft mit nur wenig mehr Aufwand auch mit jedem beliebigen WCMS – so es denn gewisse Rahmenanforderungen erfüllt – das Ziel der Suchmaschinenoptimierung für bestimmte Suchbegriffe erreicht werden.
24. Oktober 2007
Typo3 vs. TYPOlight
Als wenn der Markt für Web Content Management noch nicht unübersichtlich genug wäre und er sowieso aufgrund des oft unsinniges Marketings nicht schon genug an Glaubwürdigkeit verloren hat, gibt es seit ca. einem Jahr ein Open Source System mit dem Namen “TYPOlight“.
Natürlich hat Typo Light nichts mit dem ungleich bekannteren Typo3 zu tun – außer, dass man einen ähnlichen Namen hat und auch auf PHP basiert.
Jedoch: Anschauen lohnt sich. Die Funktionen sehen gut aus und von der Oberfläche könnte sich der große Namensvetter ein gutes Stück abschneiden.
Wenn die Typo3 Association jedoch einen guten Anwalt hat und keine Trittbrettfahrer will, könnte Typo Light bald einen neuen Namen suchen müssen…
23. Oktober 2007
Bill und Nicolay
Er fiel dabei mit großer fachlicher Expertise auf und konnte die Vorzüge seines Systems – aber auch die Limitationen – sehr professionell beschreiben. Bei kritischeren Punkten wäre er zusammen mit seinem Kollegen wohl gerne in den Quellcode gesprungen und hätte für den Kunden direkt Anpassungen vorgenommen. Auf jeden Fall wirkte es so.
Bill Rogers sollte mal Nicolay Mausz von Flying Dog kennen lernen. Ich bin mir sicher, die beiden würden sich – zumindest fachlich – sehr gut verstehen.
19. Oktober 2007
Kostenlose Telefonberatung
Soeben klingelt das Telefon und ein netter junger Mann kommt direkt zu Sache: “Gibt es Kunden, die direkt nach Java-WCMS fragen?” fragt er mich – und da ich gerade gute Laune habe, bekommt er von mir auch direkt eine ausführliche Antwort. Erst danach erzählt er mir, warum er eigentlich anruft: Er wäre dabei ein WCMS auf Java-Basis zu entwickeln und möchte einschätzen, welche Chancen ein solches haben kann.
Die Antwort darauf ist natürlich schwer. Ich denke jedoch tatsächlich, dass ein gutes, günstiges Java-WCMS Marktchancen hat, wenn man es geschickt anstellt, ein sinnvolles Lizenzmodell aufbaut und den Kunden richtig abholt. 20 Minuten investieren wir in den gegenseitigen Austausch – meine Aussagen und Ideen bringen ihn zum nachdenken und bestärken ihn in seiner grundlegenden Strategie.
In zwei Monaten soll das System fertig sein und ich werde sofort eine Testversion bekommen. Ich bin sehr gespannt, die Aussagen dazu hörten sich nämlich recht vielversprechend an. Mehr dazu dann hier im ECM-Blog.
16. Oktober 2007
Äpfel und Birnen
Ein echter Vergleichstest von Open Source ECM- oder DMS-Systemen wäre etwas. Hier würde Alfresco bestimmt gut abschneiden. Warum jedoch jemand (genauer gesagt InfoWorld) auf die Idee kommt unter der Überschrift “Open source CMSes prove well worth the price” die Systeme Alfresco, DotNetNuke, Drupal, Plone und Joomla zu vergleichen und Alfresco zum Sieger zu erklären, ist mir vollkommen unbegreiflich.
Oder besser: Dieser Test ist einfach nicht ernst zu nehmen.
24. September 2007
Nur Projektpreis!
Es ist sehr befremdlich, wenn man aus einem Web Content Management Anbieter trotz diversem Mailverkehr und recht gutem Kontakt keinen Preis bekommt – und auch keine Informationen, welche Informationen zur Preisbildung fehlen.
Noch befremdlicher ist es, wenn man mit dem Unternehmen telefoniert und einem unverblümt gesagt wird, dass man keine Preisliste habe und jeden Preis individuell festlege, nachdem man den Kunden kennt, weiß, was er machen will – und man sowieso ja mittlerweile “nicht mehr nur Software verkaufe”, sondern “den Kunden ganzheitlich berät”.
Ach so – daher weht der Wind. Der reine Softwareverkauf gibt nicht genug Geld (und man scheut vielleicht auch den hohen Anforderungen, die Kunden an einen guten Softwarelieferanten stellen) und deshalb macht man eigentlich klassisches Agenturgeschäft.
Schade, da werde ich meinem Kunden wohl abraten müssen. Ein Softwareanbieter, der keine Software anbietet, sondern stattdessen das Projekt komplett von vorne bis hinten (“wir haben auch Webdesigner”) betreuen will (und keine Alternative zulässt), ist der Erfahrung nach (bei Projekten ab einer gewissen Größe) ein ernst zunehmendes Risiko.
Und eine Aussage wie “die Software ist mittlerweile so komplex, dass nur wir sie betreuen können”, nimmt dem kein bisschen Explosivität – im Gegenteil.
Hinweis: Der Name des Softwareanbieters wird hier (vornehmlich aus juristischen Gründen) nicht veröffentlicht. Wer an den Markterfahrungen eines unabhängigen Beraters Teil haben will, darf gerne Kontakt aufnehmen.
24. September 2007
RedDot und Web 2.0
Soeben kommt eine Pressemeldung der RedDot Solutions AG auf den Tisch, in der die Firma RedDot die Verbindung zwischen Content Management und Web 2.0 beschreibt – und mindestens etwas daneben liegt.
So behauptet das Unternehmen:
“Bislang wurden Web 2.0-Funktionen wie Foren, Blogs, Kommentare, Bewertungen oder andere Bausteine als separate Lösungen zu Content Management-Systemen eingesetzt. Eine integrierte Nutzung war in der Regel nicht möglich.”
Diese Aussage ist objektiv falsch. Es gibt diverse Web Content Management Lösungen, die wunderbar den Betrieb eines Weblogs oder eines Forums ermöglichen – Funktionen wie Kommentare und Bewertungen werden sowieso vielerorts unterstützt. Jedoch: Bezogen auf das Produkt RedDot ist dies richtig: Da RedDot (ohne Liveserver) Inhalte statisch publiziert, sind dynamische Komponenten nicht ohne weiteres umzusetzen.
RedDot schreibt weiter:
“Mit den neuen Web 2.0 Erweiterungen ermöglicht RedDot, die Open Text Web Solutions Group, nun erstmals die nahtlose Einbindung interaktiver Applikationen und Web 2.0-Funktionen in sämtliche Web-Medien.”
Auch diese Aussage stimmt einzig und allein auf RedDot bezogen. RedDot bietet tatsächlich erst seit jetzt eine Blog-Funktionalität – andere Systeme waren weitaus schneller. Gans abgesehen davon, dass “traditionelle” Blogsoftware (wie “WordPress”) mittlerweile (und zunehmend) sogar als (kleine) Web Content Management Lösung gehandelt wird.
Wichtig ist auch dieser Abschnitt:
“Die Web 2.0 Erweiterungen sind ab sofort als modularer Bestandteil der RedDot WCM-Lösung weltweit verfügbar. “
Obwohl Blogsoftware vielerorts kostenfrei verfügbar ist und es für einen professionellen WCM-Anbieter ein leichtes sein sollte, auf Basis der vorhandenen Funktionalitäten auch ein Blog zu realisieren, muss man mit einigen Tausend Euro rechnen, um beispielsweise die Blogfunktion bei RedDot nutzen zu können. Neben dem für dynamische Inhalte benötigten “RedDot Liveserver” (der anders als das “normale” RedDot-System auf Java basiert und entsprechend auch anders betrieben werden muss), müssen die Web 2.0 Komponente zusätzlich erworben werden. Allein Blog-Komponente und Liveserver werden zusammen schnell fünfstellig.
In der Pressemeldung lässt RedDot zudem kein Wort darüber verlauten, was die “Web 2.0″ Module denn wirklich können. Ich werde versuchen, hierzu auf der DMS Expo mehr in Erfahrung zu bringen.
27. Juni 2007
CEOs in Reihenschaltung
Ein Kleinod habe ich nach Hinweis eines Lesers entdeckt. Auf der CeBIT fand dieses Jahr erstmalig die “Content Management Arena” statt und lud u.a. zu einer Podiumsdiskussion. Hier trafen sich sechs Oberhäupter von WCM-Anbietern und der Integrationspartner eines Open Source Systems, um die aktuelle Lage zu besprechen.
Hier merkt man ganz deutlich, warum man in CMS-Projekten jemanden braucht, der sich wirklich auskennt. Marketing-Aussagen der Hersteller sind intransparent, oft zumindest fahrlässig falsch und somit einfach wertlos. Leider bekommt der zukünftige Kunde aber oft nur Kontakt zu marketingafinen Mitarbeitern.
Dies soll nicht heißen, dass alle Aussagen dieser Gesprächsrunde Unsinn sind – einige richtige Gedanken sind auch dabei. Man merkt aber an allen Ecken, dass die Teilnehmer weder vom Markt noch der insgesamt im Markt verfügbaren Technologie Ahnung haben und sich nur auf die eigene Software konzentrieren.
Der schlechte Flashplayer macht es zudem nicht besser – hier muss KongressMedia unbedingt nachbessern! Und am besten sollte man die Messebesucher zukünftig nicht mit sowas langweilen…
21. Juni 2007
Masterprogramm Medien Leipzig
Das Masterprogramm Medien Leipzig (MML), ein Kooperationsprojekt der Universtität Leipzig, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) und der Medienstiftung der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, hat die vergangenen Monate genutzt, um sich weiterzuentwickeln.
Der bisherige Studiengang “Web Content Management” wurde noch stärker den Anforderungen der journalistischen Praxis angepasst und in diesem Zuge zu “Web-Journalismus und Content Management” umbenannt. Er soll prägnant und fokussiert das technische und redaktionelle Know-how für zukünftige Internet-Journalisten vermitteln.
Mehr Informationen dazu auch auf jdk.de.


