Alle Beiträge mit dem Tag "Beratung"
12. März 2007
Unabhängige Beratung und technische Umsetzung?
Was ist an diesem Text, den ein ECM-Beratungshaus für seine Google-Anzeigen verwendet, falsch?
“Herstellerunabhängige Beratung, Strategie & technische Umsetzung”
Richtig: Herstellerunabhängig beraten UND umsetzen ist praktisch unmöglich. Unter der Fokussierung auf einen bestimmten Anbieterkreis bei der Umsetzung leidet die herstellerunabhängige Beratung – und vielleicht nimmt man sogar Kickbacks?
Da bleibe ich doch lieber vollkommen unabhängig: Keine Provisionen, keine Anbieterpartnerschaften, etc.
Aber: Natürlich wird keiner bei der technischen Umsetzung im Stich gelassen. Inhalt einer guten Beratung muss sein, einen passenden und qualifizierten Integrationspartner zu finden. Eine Unterstützung während der Umsetzung als Projektmanager oder -controller kann auch sinnvoll sein.
12. März 2007
Blog jetzt ohne News
Die reinen News und Nachrichten aus der Enterprise Content Management Branche finden sich jetzt nicht mehr im ECM-Blog. Im Rahmen des Relaunches von jdk.de wurden diese ausgelagert. Stefan Staat hat zudem die Newsredaktion übernommen und zeichnet sich für die Beiträge verantwortlich.
Das ECM-Blog widmet sich ab sofort vollständig den Erfahrungen aus Projekten und Gedanken zu Enterprise Content Management Konzepten und Technologien.
24. Januar 2007
Goldene Regel #22: Funktionalität ist gut, Sympathie und Know-how sind besser.
Die Auswahl einer passenden Softwarelösung muss auf nachvollziehbaren Fakten basieren und gut dokumentiert durchgeführt werden. Dies ist die Grundlage für eine erfolgreiche Softwareauswahl – jedoch nicht immer für ein erfolgreiches Projekt.
Neben den reinen Funktionalitäten des auszuwählenden Softwareprodukts, sind auch andere, nicht so klar zu analysierende und subjektive Kriterien ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Produktauswahl.
Zwar ist es wichtig, dass die ausgewählte Software die Anforderungen erfüllt – genauso wichtig sind jedoch auch z.B. die Qualität der Kundenbetreuung, die Flexibilität des Unternehmens, die generell Verfügbarkeit und das individuelle Know-how der Integration- oder Implementationspartner sowie letztendlich auch die individuelle Sympathie und das Vertrauen zum Unternehmen und seinen Mitarbeitern.
Hierbei lassen sich teilweise genau keine objektiven Kriterien anbringen und ein Berater tut sich schwer, hier objektive Aussagen zu treffen – eine Auswahlberatung ohne (möglichst objektiv formulierte) Einschätzung der “Projekttauglichkeit” des ausgewählten Anbieters und seiner Partner muss aber elementarer Bestandteil einer seriösen Produktauswahl sein.
Wichtig: Die “harten Kritierien” können die “weichen Kriterien” nicht überstimmen. Wenn die erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem Unternehmen fragwürdig ist, sind die Fähigkeiten der Software irrelevant.
16. Januar 2007
Beratung nach Baukastensystem
Die Einbeziehung von externen Beratern in Enterprise Content Management Projekte ist sinnvoll und wird auch von den meisten Anwendern so gesehen. Abschreckend wirken jedoch häufig die Erfahrungen mit Beratern, die ein vollständiges Projekt begleiten – und entsprechend hohe Honorare berechnen. Dabei ist externes Wissen nicht in jeder Phase eines Projekte notwendig bzw. die externe Erbringung von Leistungen sogar aufwendiger, als wenn dies intern geschehen würde.
Genau aus diesem Grund sollte die Zusammenarbeit mit Beratern nicht projekt-, sondern projektphasen- oder sogar themenbezogen organisiert werden. Hierbei übernimmt der gute Berater die Rolle eines Moderators und Webweisers. Er bringt sich in die Bereiche ein, wo es notwendig ist und zeigt zeitgleich auf, wie die nächsten Schritte aussehen müssten. Durch granulare Angebote des Beraters bleiben so auch die Kosten im Projekt überschaubar.
Damit diese effektive und zielgenaue Nutzung von externen Ressourcen funktioniert, ist ein umfassendes Projektmanagement notwendig. Auch dieses kann extern erbracht werden! Ohne Projektmanagement ist ein Projekt leider schon zu Beginn zum Scheitern verurteilt.
31. Dezember 2006
Happy New Year – Frohes Neues Jahr
Das Jahr 2006 war aufregend. Nicht nur, dass der Markt für Enterprise Content Management Software in starker Bewegung war (und ist!), auch die Dienstleistungs- und Veranstaltungslandschaft hat sich stark verändert.
Für mich persönlich war 2006 eines der aufregendsten, aber auch negativsten Jahre überhaupt. jdk hat ein Ende gefunden, meine Arbeit habe ich nach einer kleinen Pause besser als zuvor fortsetzen können und ich freue mich, zusammen mit Cara Europe, in den letzten drei Monaten bereits tolle Projekte bei tollen Kunden in Deutschland, Österreich, Schweiz und Großbritannien umgesetzt haben. Danke an die IDG GmbH, SOS Kinderdorf International, 1st Corporate Technologies Ltd. und das Ozon Team für die tolle Zusammenarbeit in 2006 und auch Danke an die Kunden, deren Projekte ich hier nicht nennen darf!
Die Analyse zur Strategieentwicklung (Ablösung oder Weiterentwicklung) von bestehenden Systemen ist dabei in den letzten Monaten ein Schwerpunktthema gewesen und wird in 2007 durch bereits angekündigte Beratungsmandate noch mehr zum Thema werden.
Auch die Konzeption von effektiven Lösungen für das Web und Enterprise Content Management unter sinnvoller und pragmatisch Integration von Backend-Systemen war ein weiteres, sehr interessantes Thema in 2007.
Sprechen Sie mich an, wenn Sie weitere Informationen wünschen!
Ein herzlicher Dank auch an alle Leser des ECM-Blog und der Magazine! Danke auch an alle Zuhörer und kritischen Fragesteller auf meinen Vorträgen.
Ich freue mich auf ein spannendes Jahr 2007 und wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr!
14. Dezember 2006
ECM/DMS-Ausbildungen – Teil 1: CompTIA CDIA+
Die Zertifizierung als “Document Imagaging Architec” von CompTIA ist die wohl älteste am Markt verfügbare Zertifizierung im DMS-/ECM-Umfeld. Zielgruppe des Zertifikats sind vorallem Berater und Projektleiter in DMS- und Archivierungprojekten.
Das Zertifizierungsprogramm richtet sich an Personen, die über min. 12 Monate beruflicher Praxis im Bereich der “elektronischen Dokumenten-Verwaltung und -Vernetzung, Workflow-Optimierung oder Bildbearbeitung durch Scan- und Capture-Techniken” (Zitat CompTIA) verfügen.
Thematischer Schwerpunkt des Zertifikats sind Techniken und Technologien des Dokumentenmanagement und insbesondere der Archivierung von Dokumenten, aber auch Grundlagen zur Durchführung eines Einführungsprojekts in diesem Umfeld.
Die Gewichtung der einzelnen Bereiche der Zertifizierung ist wie folgt:
25% Aufnahme von Geschäftsanforderungen
22% Analyse von Geschäftsprozessen
16% Lösungsempfehlung
24% Lösungsdesign
13% Planung der Implementation
Auch wenn sich die Bereiche sehr “managementorientiert” anhören, sind die Inhalte größtenteils stark technischer Natur. Beispiel aus dem Bereich “Aufnahme von Geschäftsanforderungen”:
”
1.9 Determine the capacity requirements for server processing and storage (e.g., peak processing)
1.10 Document quantities of documents (both electronic and paper if applicable)
1.11 Determine the long-term storage capacity requirements 1.12 Define query requirements (e.g., number per day, number of query users)
1.13 Analyze the input requirements (resolution, image size, volume, scanner performance) to select the
appropriate input devices and interfaces based on the characteristics of the source documents (e.g., color, weight, finish)
1.14 Calculate the amount of image and indexing data (database or file
system) to be stored based on the document life cycle requirements
1.15 Determine the needed capacity, response times, and throughput rates
1.16 Collect all detailed information required for solution design (e.g., technological environment, infrastructure, types of operating systems, databases)
1.17 Determine growth needs and plan for scalability
1.18 Determine the required service levels for maintenance
”
(Die genauen Inhalte der Zertifizierung können hier abgerufen werden.)
In den vergangen 10 Jahren seit Etablierung von CDIA (und fünf Jahre nach Start seines Nachfolgers CDIA+) wurden weltweit nur ca. 7.000 Zertifikate ausgestellt.
Die Vorbereitung auf das Zertifikat kann im Selbststudium oder im Rahmen eines idR. 4-tägigen Kurses (inkl. Zertifizierung) durchgeführt werden. Material zum Selbststudium ist nur englischsprachig und nicht im offiziellen Buchhandel, sondern nur über einige spezielle Onlinehändler direkt aus den USA, erhältlich.
Einziger Anbieter für Schulungen zu CDIA+ in Deutschland ist Project Consult. Offene Schulungen werden nur im Hamburg angeboten. Kurs- und Prüfungssprache ist größtenteils Englisch. Hier kostet das Seminar 2.650,00 Euro inkl. den Kosten der Zertifizierung und des Unterrichtsmaterials. Die Prüfung findet standardisiert in einem Computertestcenter statt.
Fazit: Kein Schulungsangebot, sondern nur ein Zertifikat – der Weg dahin ist offen und nicht standardisiert oder qualitätsgesichert. Abfrage umfangreicher Inhalte, aber auf niedrigem Niveau. Der Inhalt ist zudem veraltet und wird anscheinend nicht mehr oder nur noch sporadisch gepflegt und weiterentwickelt. Zu geringe Verbreitung des Zertifikats und zu geringe Anerkennung insbesondere im deutschen Markt.
27. Oktober 2006
Zahlen von Interwoven (Q3 2006)
Interwoven hat heute bekannt gegeben im 3. Quarten einen Umsatz von 50,9 Millionen US-Dollar erreicht zu haben. Dies entspricht einer Steigerung von 16% gegenüber dem 3. Quartal des Vorjahres. Der Gewinn beträgt 1,8 Millionen US-Dollar (bzw. 0,04 US-Dollar pro Aktie) entgegen einem Verlust von 184.000 US-Dollar im Vergleichsquartal der Vorjahres.
Interwoven führt diese Steigerung auf ein aktives Neukundengeschäft mit 68 neuen Kunden, sowie auf ein starkes Geschäft mit den Bestandskunden zurück.
Eine Aussage zum Verhältnis zwischen Alt- und Neukunden, sowie zwischen Lizenzeinahmen, Consulting und sonstigen Posten hat das Unternehmen bisher nicht getätigt.
20. Oktober 2006
Beratung ist mehr als Checklisten ausfüllen
ECM-Flash berichtet über den von Tony Byrne bei CMS Watch beschriebenen “Szenario-basierten” Ansatz zur Auswahl von Web Content Management Software und kündigt parallel an, dass die neuen Studien aus dem Hause n:sight auch einer solchen Strategie folgen sollen.
Abgesehen davon, dass Tony Byre wahre Worte spricht, die man so aber auch schon allerorts sieht, ist die Betrachtung von ihm prinzipiell nichts neues.
There is no “best” web content management system. I don’t believe in magic quadrants, leaders-and-laggards, and other horserace-style evaluation approaches. Neither should you. (Tony Byrne)
Denn genau aus dem Grund, dass solche “Ponyshows” für die letztendliche Auswahl keinen Wert haben, kann auf Basis solcher Auswertungen keine Auswahl getroffen werden. Deshalb ist eine wirkliche – anbieterunabhängige und anwenderzentrierte – Beratung einer reinen “Produktauswahl” überlegen. Im Rahmen einer Beratung werden nicht Checklisten erstellt, sondern die individuellen Anforderungen des Unternehmens auf verschiedenen Wegen aufgenommen und Expertenwissen in das Projekt eingebracht, was letztendlich dazu führt, dass die wirklich insgesamt (und nicht nur funktional) passende Lösung ausgewählt wird.
Die Vereinfachung einer Auswahl auf (bei CMS Watch beispielsweise) zwölf Szenarien ist jedoch auch nur eine Hilfskonstruktion, die zwar den Wert und Praxisnutzen der Studie erhöht, letztendlich aber als alleinige Grundlage für eine Auswahl auch nicht ausreichen, da jedes Unternehmen anders ist und jeweils ein individuelles Szenario erstellt werden muss.
20. Oktober 2006
Ausbildung zum DMS- bzw. ECM-Fachmann
Die Wichtigkeit des Themas Enterprise Content Management wird dadurch unterstrichen, dass immermehr Organisationen umfangreiche Weiterbildung zu dieser Thematik anbieten. Im Rahmen dieser Kurse, die oft mit einem Test und einer Zertifizierung enden, werden Grundlagen vermittelt, Vorgehensweise dargestellt und kritische Details genauer analysiert.
Derzeit sind im deutschen Raum vier professionelle Angebote verfügbar.
- DMS/ECM-Seminar von Zöller & Partner
- Ausbildung “DokumentenManager” der DMS Akademie
- ECM-Specialist bzw. ECM-Prationeer Programme der AIIM
- CDIA+-Zertifizierung von CompTIA
All diese Seminare haben gemeinsam, dass sie keine branchenweite Anerkennung finden oder gar einen staatlichen oder ähnlichen (IHK) Abschluss vermitteln und insgesamt eher unbekannt sind. Drei der vier Programme werden von Beratern veranstaltet, die die Seminare auch gerne zur Kundenakquise verwenden, was aber der Qualität nicht überall einen Abbruch tut.
Mehr zu den einzelnen Programmen bald im ECM-Blog.
13. Oktober 2006
Stundenweise zu mieten
Das Leben als freier und unabhänger Berater ist nicht immer einfach. Manche “Kunden” wollen nur Informationen “abgreifen”, andere haben keine Etats und wieder andere sind in der Entscheidung noch viel zu weit vorne, um bereits auf einen Berater zurückgreifen zu wollen.
Dabei ist unabhängige Beratung in jeder Phase sinnvoll und nicht teuer. Auch der Einstieg mit wenigen Stunden oder Tagen ist möglich – z.B. um ganz zu Beginn eines Projekts das richtige Fundament legen zu lassen.
Ich arbeite gerne in gemischten Teams und bin für eine möglichst offene Kommunikation von Aufwänden und Kosten – denn das Ziel eines Projekt ist es, Erfolg damit zu haben.
Also, wenn Sie gerade ein DMS/WCM/ECM-Projekt planen, z.B. eine Neueinführung, Ablösung, Optimierung, Erweiterung, dann wenden Sie sich einfach an mich. Meine Auslastung beträgt derzeit zwischen 50% und 70% – da ist noch Platz für das ein oder andere Neuprojekt!
Neben o.g. Projekten stehe ich auch gerne für Analysen und Workshops zur Verfügung. Sprechen Sie mich einfach an.

