Alle Beiträge mit dem Tag "Alfresco"
27. Oktober 2006
Nuxeo: Auf die nächste Stufe.
Enterprise Content Management Umgebungen auf Basis von Open Source Technologien ist derzeit ein hoch interessantes Thema, dass durch den Launch von Alfresco stark an Fahrt gewonnen hat. Neben Alfresco existieren jedoch noch einige weitere Open Source Lösungen für Dokumentenmanagement und darüber hinaus. Eine der interessantesten davon ist wohl Nuxeo.
Das primär in Frankreich entwickelte System sieht sich selbst als “global leader in Open Source Enterprise Content Management”, kann auf eine erheblich längere Geschichte als beispielsweise Alfresco zurückblicken und hat einige sehr interessante Referenzkunden.
Die aktuelle Version 3.4.2 bietet Funktionalitäten für Dokumentenmanagement (inkl. Capture und Records Management), Web Content Management, Collaboration ( und Business Process Management (inkl. Workflow). Die nächste Version (Nuxeo 5) wird zudem “auf die nächste Stufe” der Entwicklung klettern und – wie Alfresco – vollständig auf Java basieren.
Besonders für kleinere und mittlere Unternehmen sind solche Open Source ECM-Suiten eine echte Alternative zu kommerziellen Systemen und lassen sich mit ein, zwei kommerziellen Zusatzkomponenten (z.B. für OCR) zu günstigen, effektiven und trotzdem vollwertigen Lösungen ausbauen.
13. Oktober 2006
Web Content aus Dokumenten
Auch wenn besonders Webagenturen oder Freelancer mit Webfokus die Intention Web Content automatisiert aus Dokumenten (z.B. Word oder Open Office) erstellen zu lassen, nicht verstehen, gibt es genügend Einsatzszenarien, bei denen dies sinnvoll ist. Nicht umsonst bieten kommerzielle Anbieter wie Coextent oder Stellent schon seit Jahren Standardlösungen, um Dokumente aus der Textverarbeitung automatisch in Web Content zu transformieren.
Dies ist nicht nur sinnvoll für Technikdokumentation, sondern erleichtert vielfach auch den Workflow im Unternehmen. Eine einmal geschriebene Pressemeldung z.B. muss nicht per “Copy/Paste” ins WCMS übernommen werden, sondern das WCMS holt sich aus dem (gut ausgezeichneten) Dokument die notwendigen Informationen und kann gleichzeitig auch noch ein PDF zum Download generieren.
Wer es etwas günstiger haben will, als mit den beiden Schwergewichten, kann z.B. auf Typo3 oder Alfresco zurückgreifen. Typo3 bietet mit seinem OpenOffice-Konverter eine Grundlage für Projekte dieser Art. Die ODF-Funktionen von Alfresco sind derzeit noch Beta, werden aber bald vollständig zur Verfügung stehen. Hier ergibt sichd er Vorteil, dass die Dokumente gleichzeitig in einem modernen DMS gehalten werden, was gleichzeitig das Repository für das WCMS bildet. Zwar erreicht man hier (Typo3 und Alfresco) nicht die Möglichkeiten der beiden erstgenannten Systeme (insbesondere die Nutzung von Microsoft Word Dokumenten), aber für viele Anwendungsfälle mag dies ausreichend sein.
Diskussion und weitere Infomationen bei OpenBC.
27. September 2006
Alfresco Vortrag von der DMS Expo
Da es anscheinend viele interessiert und viele Besucher auf der Suche nach Alfresco hier vorbei kommen:
Auf der DMS Expo hat Heiko Robert von dmc einen interessanten Vortrag zu Alfresco und allgemein Open Source ECM gehalten. Sein Schwerpunkt ist dabei dankenswerter Weise nicht, dass die Lösung so toll ist, weil sie kostenlos ist, sondern dass Open Source im ECM-Umfeld ganz neue Möglichkeiten bietet, um “ECM” wirklich umzusetzen.
Den Vortrag gibt es gegen Vorlage eines gültigen Bundespersonalausweises, Reisepasses oder einer Visitenkarte* kostenlos bei dmc zum Download.
(* Trotzdem freut sich Herr Robert über jede Kontaktaufnahme. Es ist nicht immer einfach Vorreiter bei einem Thema zu sein. Wer also bald ein DMS oder gar eine ECM-Strategie einführen will, kann bitte eine Mail an Herrn Robert senden, um sich das Ganze live präsentieren zu lassen.)
8. September 2006
Preview auf Alfresco 1.4 ab sofort verfügbar.
Die Neuigkeiten im neuen Release sollen Folgende sein:
- Unterstützung komplexer Workflows durch JBoss jBPM Integration
- Records Management – Erweiterte Regelverwaltung, Retention- und Archivierungsregeln, Policies, DOD 5015.2 Definitionen, Aktenplanunterstützung
- Service Oriented Auditing – Prüfbarkeit jedes Serviceaufrufs mit vollständigem Abfrage-basierten Reporting
- “My Alfresco” Steuertafel mit Unterstützung von Workflow Tasks, Status and Repository Reporting
- Image Capture Integration mit Kofax-Integration
Das Preview kann ab sofort downloaded werden.
Meinung: Alfresco nimmt gerade richtig Fahrt auf, um zu einem erstzunehmenden “Gegner” für die kommerziellen Anbieter zu werden. Wollen Sie vielleicht Alfresco doch als Ernstzunehmend anerkennen, Kollege Zöller?
5. September 2006
OCR von Google
Wie Golem berichtet, hat Google die OCR-Software “Tesseract” als Open Source freigegeben. Die unter der Apache-Lizenz 2.0 veroeffentlichte OCR-Engine, die ohne Benutzeroberfläche daher kommt, wurde nach Angaben von Golem bereits vor einiger Zeit bei Slashdot erwähnt, aber erst jetzt von Google offiziell angekuendigt.
Derzeit werden nur englische Dokumente unterstützt. Eine Analyse des Seitenlayouts, wie beispielsweise zur Erkennung von mehrspaltigem Text oder gar Formularen notwendig, fehlt bisher. Da es zusätzlich bei Graustufen und Farben zu Problemen kommt, seit die Software sei keinesfalls mit kommerziellen Loesungen vergleichbar, so Google.
Es scheint so, als wollte Google hier noch weiter investieren, denn das Google Code Blog verweist auf eine Stellenanzeige, mit der der Suchmaschinenanbieter OCR-Spezialisten sucht (“ausschliesslich in Mountin View, Californien”
).
Im Open Source Bereich gibt es bishernur wenige Komponenten für Enterprise Content Management. Lösung wie Alfresco oder Knowledge Tree bietet zwar (teilweise rudimentäre) DMS-Funktionalitäten, im Bereich Input-Management ist aber noch keine Lösung zu sehen. Auch Googles Fortschritt ist keine Lösung für den “Posteingang ala Open Source” – aber ein erster Schritt in die richtige Richtung. Bis jedoch Marktführer wie Ascent Capture oder Finereader eingeholt sind, wird noch viel Zeit vergehen.
(Danke an Oliver Bildesheim für den Hinweis.)
4. September 2006
Tipp am Rande: Alfresco installieren
Wer Alfresco installieren will und dabei auf dem entsprechenden Server “Deutsch” als Standardsprache eingestellt hat, sollte alle unter tomcat/shared/classes/alfresco/messages aufgeführten Lokalisierungen bootstrap-* löschen. 1.) Funktioniert sonst die Installation nicht und 2.) ist eine deutsche Fassungen ohnehin wenig sinnvoll, wenn das System noch keine Mehrsprachigkeit beherrscht.
4. September 2006
Update alter Artikel
Münchens Networking-Ikone und Vorzeigeblogger Klaus Eck empfiehlt, einmal geschriebene Blogeinträge nicht zu verändern. Nur so wird erreicht, dass Diskussionen um Blogeinträge nachvollziehbar sind.
Hightext berücksichtigt solche Überlegungen leider nicht und hat den Eintrag zu dmc und Alfresco einfach geändert. Gut, dass wenigstens ein Kommentar im ECM-Blog belegt, dass ich nicht vollkommenen Unsinn geschrieben habe.
(via INJELEA.de)
30. August 2006
Sowas von keine Ahnung…
Joachim Graf ist ein angesehener Medienunternehmen in München und betreibt mit iBusiness.de einen der bekanntesten “Multimedia / New Media” Informationsdienste.
Aber was sein Redakteur Ulrich Klein hier verzapft hat, ist wirklich der Wahnsinn. Fangen wir mal von vorne an, denn den ersten Fehler finden wir schon in der Überschrift: “DMC stellt erstes Open-Source-ECM vor”. dmc entwickelt selbst keine Software, sondern ist ein Integrator. Man stellt keine neue Software vor, sondern bietet – allerdings als erster in Deutschland – professionelle Leistungen zur Open Source Software “alfresco” an.
Zwar schreibt Herr Klein weiter unten “als erster Implementierungspartner in Deutschland”, was so gar nicht zum Anfang des Textes paßt, generell ist man nach Lektüre des Textes aber nur verwirrt. Weiß Herr Klein vielleicht gar nicht, dass Alfresco eine Software der Alfresco Software, Inc. aus San Francisco, USA ist?
Na ja, wenigstens die Funktionalitäten hat er richtig aus der Pressemeldung abgeschrieben.
@Herrn Graf: Gerne können Sie mich als externen Lieferanten oder QS für solche Beiträge einspannen.
9. August 2006
Alfresco im Praxiseinsatz
Wenn über Open Source im ECM-Bereich gesprochen wird, kommt immer wieder der Name “Alfresco” auf den Tisch. Das Unternehmen, gegründet 2005 von John Newton, Mitgründer von Documentum und John Powell, ehemaliger COO von Business Objects, finanziert von Unternehmen wie Accel Partners und Mayfield Fund, hat mittlerweile eine recht umfangreiche ECM-Suite entwickelt, die vollständig unter Open Source Lizenz verfügbar ist.
Praktische Lösungen mit Alfresco fehlten jedoch – besonders in Deutschland – bisher. Um so erfreulicher ist es, dass vom Dienstleister dmc auf der DMS Expo (Halle 8, Stand H087) Lösungen mit Alfresco live vorstellen werden. Darüber hinaus hat das Unternehmen Dienstleistungspakete geschnürt, um Alfresco erfolgreich einzuführen – so dmc in einer Pressemeldung.
Über das Einsparungspotenzial kann man nur orakeln – richtig eingesetzt kann Alfresco aber auch in großes Dimensionen die richtige Lösung sein und – nicht nur durch das Fehlen der Lizenzkosten, sondern auch durch bessere Anpassbarkeit als kommerzielle Lösungen – erhebliche Einsparungen bringen.


