Alle Beiträge mit dem Tag "Alfresco"
16. Oktober 2007
Äpfel und Birnen
Ein echter Vergleichstest von Open Source ECM- oder DMS-Systemen wäre etwas. Hier würde Alfresco bestimmt gut abschneiden. Warum jedoch jemand (genauer gesagt InfoWorld) auf die Idee kommt unter der Überschrift “Open source CMSes prove well worth the price” die Systeme Alfresco, DotNetNuke, Drupal, Plone und Joomla zu vergleichen und Alfresco zum Sieger zu erklären, ist mir vollkommen unbegreiflich.
Oder besser: Dieser Test ist einfach nicht ernst zu nehmen.
10. August 2007
Leserfragen an das ECM-Blog
Über Google wurden kürzlich folgende Fragen an das ECM-Blog herangetragen, die eine Antwort verdient haben:
“Ist es zielführend, nur auf Sharepoint zu setzen?”
Das hängt ganz von den Anforderungen ab! Es gibt genug Unternehmen, die mit Sharepoint – genauer gesagt dem Microsoft Office Sharepoint Server (MOSS) 2007 – als DMS, für das Intranet, als Portal und auch für die Website zufrieden sind. Es ist also ganz gewiß kein Kardinalfehler, ausschließlich auf Sharepoint zu setzen. Sharepoint wird seinen Marktanteil kurzfristig auch nennenswert ausdehnen, so dass auch bald (noch mehr) Zustatzkomponenten und Integrationen verfügbar sein werden. Jedoch gibt es – je nach Anforderungen – auch bessere Lösungen.
“Gibt es eine Integration zwischen Alfresco und Typo3?”
Alfresco antwortet hierauf ohne mit der Wimper zu zucken: “Ja!”. So ganz richtig ist das aber nicht. Alfresco kann natürlich jegliche HTML-Seiten importieren und diese dann verwalten – genau das kann auch mit Inhalten aus Typo3 geschehen. Alle an Alfresco überstellte Inhalte können dann mit allen Funktionen von Alfresco bearbeitet werden – wie beispielsweise Workflow oder Archierung. Hier gibt es also umfangreiche Möglichkeiten – aber (bisher) keine echte Integration.
“Lassen sich Daten auf CDs archivieren?”
Die Frage ist, was Sie unter “Archivierung” verstehen. Prinzipiell kann auch die CD ein Archivierungsmedium sein. Wichtig ist, wie bei jedem Medium, dass die Prozesse für die regelmäßige Prüfung, das Umkopieren und natürlich die Datensicherheit sauber definiert sind.
“Welches einfache DMS empfehlen Sie?”
Aus dem Stand: DocuPortal, Alfresco, Ax.DMS. Es gibt aber noch eine Menge mehr.
31. Juli 2007
Alfresco und die Partnerprobleme [Bericht vom Date mit Alfresco, Teil 2]
Bisher hat Alfresco nur drei offizielle Partner in Deutschland. Abgesehen von der Frage, ob es für ein Unternehmen, dass Alfresco-Dienstleistungen anbieten will, überhaupt erstrebenswert ist, Partner von Alfresco zu werden, ist dies eine erschreckend niedrige Zahl, wenn man den Markt erobern will.
Der nach Aussagen von Alfresco beste und derzeit stärkste Partner in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Optaros. Das Unternehmen ist zudem einer von zwei Platinum Partnern weltweit und bietet seine Leistungen im deutschsprachigen Teil Europas an. Im Gegensatz zu den anderen Alfresco-Partnern in Deutschland kann Optaros sogar schon echte Referenzen vorweisen.
11. Juli 2007
Alfresco gibt sich eigenwillig (Ergebnisse des Dates mit Alfresco, Teil 1)
Nun ist Alfresco auch offiziell in Deutschland angekommen. Die Analystenrundreise zur Vorstellung von Alfresco in Deutschland begann bei mir – mit einer dreistündigen Intensivsession.
Schon zu Beginn wurden die Fronten geklärt: Cara Europe (also das Unternehmen, mit dem ich meine ECM-Beratungsleistungen anbiete) löst Alfresco aufgrund der unsicheren Lage und den häufigen Probleme ab. Vorallem, weil Dienstleistungen bei Alfresco Partnern nur eingekauft werden dürfen, wenn man bereits das Alfresco Supportpaket (ab rund 7.500 Euro) eingekauft hat. Und auch, weil Community zu klein ist, ist der zuverlässige Betrieb von Alfresco nicht möglich.
Die Antworten der Führungriege von Alfresco waren klar und deutlich:
- Man muss ja auch irgendwie Geld verdienen, schließlich will man nächstes Jahr profitabel sein und man ist schließlich Venture Capital finanziert.
- Im Vergleich zu Lösungen wie Documentum wäre man immer noch billig.
- Kleine Unternehmen sind keine interessanten Kunden.
Besonders der letzte Punkt verdiente es, vertieft zu werden. Meiner Meinung nach, verschaffen kleine und mittlere Unternehmen den Open Source Lösungen erst den großen Durchbruch – zumindest in Deutschland. Bei Alfresco hat man sich mit Deutschland aber nicht groß beschäftigt, ist komplett anderer Meinung und fährt die gleiche Strategie wie in den USA: Die Kleinen sollen doch zu Microsoft gehen. “Nicht alles, was hinkt, ist eine Argumentation.” denkt, man sich bei dieser Einstellung – doch Alfresco meint es ernst damit.
Man will nur echte Großkunden ansprechen. Kleinere Unternehmen und Privatkunden können es zwar gerne nutzen, aber man wird keinerlei Dienstleistungen anbieten und auch den Forensupport nicht ausbauen. Insbesondere werden die offiziellen Alfresco-Partner weiterhin nur Verträge erhalten, die es verbieten, Leistungen für Nutzer der “Community Edition” von Alfresco zu erbringen.
9. Juli 2007
Bericht zum Date mit Alfresco
Ich hatte zusammen mit den drei führenden Köpfen von Alfresco einen schönen Abend. Fast drei Stunden tauschten wir uns – teils kontrovers – über Alfresco und die Zukunft des Marktes aus.
Der ausführliche Bericht – auch zu den Zielen von Alfresco in Deutschland – folgt zeitnah. Aufgrund eines grippalen Infekts war ich die letzten Tage etwas blockiert und nun auch wieder beim Kunden.
2. Juli 2007
Date mit Alfresco
Heute Abend treffe ich mich mit Alfresco. Ich bin eingeladen im gediegenen Ambiente eines der schönsten 5-Sterne Hotels München mit John Newton, CTO und Mitbegründer sowie John Powell, CEO und Mitbegründer von Alfresco zu diskutieren.
Besonders ansprechen werde ich natürlich die Lizenzpolitik und das ambivalente Verhältnis zu “Open Source”. Auch interessiert mich natürlich, wie es bei Alfresco weiter gehen soll und wie man sich vom Mitbewerb differenzieren will.
Welche Fragen haben die ECM-Blog Leser? Sehr gerne stelle ich Ihre Fragen und bringe Ihnen die Antworten morgen hier ins Blog!
16. Mai 2007
Kommerzielle Open Source Software
Open Source Software lebt von der Community. Diese verbreitet die Software, trägt zur Weiterentwicklung bei, übernimmt einen Teil des Supports, stellt Module und Erweiterungen zur Verfügung und vieles mehr. Kein Wunder, dass auch Unternehmen von diesen Vorteilen profitieren wollen und “kommerzielle Open Source Software” herstellt. Das Konzept ist ganz einfach – es gibt eine praktisch voll einsetzbare Open Source Version der Software und eine kostenpflichtige, die bestimmte Erweiterungen enthält oder andere Vorteile bietet.
So übernimmt die Community den Vertrieb für das Unternehmen.
Schlimm ist es jedoch, wenn (wichtige) Bugfixes, die für den ordnungsgemäßen Betrieb notwendig sind, der Community vorbehalten werden und nur für zahlende Kunden erhältlich sind. Dies ist ein unfaires Ausnutzen der Community, rein um Profit zu generieren.
So wird das nichts, Alfresco.
13. April 2007
Viele Gedanken zur Zukunft von Enterprise Content Management
Schon bevor ECM wirklich in den Unternehmen angekommen ist, machen sich einige in der Branche Gedanken, wie sich das Thema denn zukünftig entwickeln wird. Allen voran prescht John Newston, Gründer von Alfresco, und stellt in seinem Blog einige Prognosen zur Diskussion, die insbesondere darauf hinaus laufen, dass Alfresco den Markt ordentlich durchrütteln und als “letzter unahhängiger ECM-Anbieter” dominieren wird, da alle anderen Anbieter sich in “Nischen zurückziehen werden”.
Alfresco ist eine gute Software und wenn John von seiner Software nicht begeistert wäre, wäre er am falschen Platz. Die Realität sieht – zumindest für Europa – jedoch etwas anders aus.
Um überhaupt eine Prognose für die Zukunft abgeben zu können, ist es wichtig, sich Gedanken dazu zu machen, was ECM eigentlich ist. ECM ist nicht mehr und nicht weniger als ein integriertes Konzept zur Verwaltung von Informationen im Unternehmen. Die Betonung liegt hier auf Konzept! Kein Anbieter feiert damit Erfolge, eine “ECM Suite” an den Kunden zu bringen. Auch Alfresco scheitert an den gleichen Problemen, wie die “klassischen” Anbieter: Wenn man viele Funktionen anbietet, sinkt die Qualität der einzelen Funktion.
Es ist in einem relativ ungewissen Markt – wenn auch mit großen Ambitionen – zudem relativ unwahrscheinlich, dass ein wirklich großes “Gekaufe” entsteht. Wir werden noch einige bedeutende Übernahmen sehen – wir werden jedoch auch sehen, dass sich in breites Portfolio an Anbietern etablieren wird. Die Anforderungen der Anwenderunternehmen im Bereich “Enterprise Content Management” (Was ein riesiger Themenkomplex ist!) sind jeweils zu unterschiedlich, als dass ein sehr kleine Zahl von Anbietern den Markt dominieren könnten. Für bestimmte Nischen mag dies geschehen, integrierte Lösungen haben jedoch hier kein Potenzial. Wer will schon durch die Auswahl eines passenden DMS zwangsweise an ein bestimmtes WCMS gebunden sein?
7. Januar 2007
Suchanfragen [1]
Viele Besucher des ECM-Blogs kommen über Google und verschiedene andere Suchmaschinen hierher. Die Anfragen der Benutzer sind vielfältig und zeigen oft interessante Fragestellungen auf. Das Besondere an diesen Fragestellungen ist der hohe Praxisbezug, der sich darin ausdrückt. In unregelmäßigen Abständen werden die interessanteten Suchabfragen vorgestellt und beantwortet.
“alfresco produkten unterschiede enterprise”
Alfresco wird in drei Versionen angeboten:
- “Community Network”
- “Small Business Network”
- “Enterprise Network”
Die erst genannte ist die Open Source Variante der Software. Sie ist kostenfrei erhältlich, enthält aber keinerlei Garantien oder Unterstützungsleistungen für Installation und Betrieb der Software. Die beiden anderen Varianten sind kostenpflichtig erhältlich und bieten Gewährleistung, definierte Servicelevel und Support. Small Business und Enterprise unterscheiden sich nur in der Anzahl der Benutzer und in der Höhe des Preises.
Ein besonders entscheidender Unterschied zwischen der kostenfreien und der kostenpflichtigen Variante ist, dass für letztere Updates früher zur Verfügung stehen. Der derzeitige Fehler in der WebDAV-Implementierung des “Community Networks” ist bereits in der kostenpflichtigen Version behoben.
Zertifizierte Alfresco-Partner unterstützen zudem nur Kunden, die eine kostenpflichtige Version im Einsatz haben.
Eine (marketinglastige) Übersicht über die genauen Unterschiede der einzelnen Versionen findet sich auch direkt bei Alfresco.
“enterprise search kongress”
Enterprise Search – oder einfach “unternehmensweise Suche” – ist ein Thema, dass gerade sehr heiß gehandelt wird. Das Besondere daran ist, dass man einen Teil des Nutzens von Enterprise Content Management, nämliche jederzeitige die Verfügbarkeit sämtlicher Unternehmensinformationen von jedem Ort aus, unter Beibehaltung der bisherigen Systeme erreichen kann. Zu diesem sehr pragmatischen Ansatz mit schnellem ROI gibt es einige Veranstaltungen.
- International am bedeutensten ist der “Enterprise Search Summit” in New York.
- Im Frühjahr 2007 gibt es von KongressMedia einen Workshop zu Enterprise Search in verschiedenen deutschen Städten.
13. November 2006
Onlinevortrag: Open Source DMS
Auch im DMS-Markt sind in letzter Zeit Open Source Lösungen in Stellung gegangen und wollen den Markt erobern. Aufgrund von sehr hohen Lizenzkosten im DMS-Bereich und einer sowieso recht breiten Angebotspalette, ist es für viele Unternehmen interessant, zu erfahren, welche Chancen, Möglichkeiten und Risiken sich durch Open Source DMS bieten.
Denn die Open Source Anwendungen im DMS-Bereich sind völlig anders aufgestellt, als beispielsweise im WCM-Bereich. Komplexe Lizenzmodelle, vielfältige Leistungen und umfangreiche Services, machen im DMS-Bereich Open Source auch dort interessant, wo die klassischen Open Source WCMS keine Chance auf einen Einsatz hätten.
ECM-Spezialist Jörg Dennis Krüger stellt im Rahmen dieses ca. 60-minütigen Onlinevortrags
- die interessantesten Player vor,
- vergleicht die Lizenzmodelle und Funktionalitäten,
- zeigt auf, in welchen Szenarien der Einsatz der Lösungen sinnvoll ist und
- begibt sich mit den Teilnehmern live in die Systeme.
Außerdem bieten sich allen Teilnehmern vielfältige Möglichkeiten, die Inhalte zu diskutieren, Fragen einzubringen und eigene Erfahrungen zu schildern.
Der Onlinevortrag findet am 12.12.2006 statt und dauert von 11.00h bis 12.00h. Die Teilnahme ist – nach Registrierung – kostenfrei, die Anzahl der Teilnehmer jedoch begrenzt. Bei mehr Anmeldungen als Teilnehmerplätzen entscheidet das Los.
Anmeldungen können jetzt schon erfolgen. Einfach formlos per E-Mail an: jdk@jdk.de.

