27. Juni 2006
Zittern vor Microsoft
Nachdem Microsoft das hochgelobte neue Datenbankdateisystem WinFS nicht nur für Windows Vista, sondern kurzum komplett abgesagt hat, darf die DMS-Branche mit dem Zittern erstmal aufhören. Selbst im SOHO-Bereich wird Microsoft damit nicht zeitnah eine marktdominierende Stellung erkämpfen können. Ein Lichtblick für Microsoft (und doch ein Grund zum Weiterzittern) ist aber die Strategie, die Microsoft mit Sharepoint fährt.
27. Juni 2006
eGovernment auf dem Friedhof
“e-Government hält zunehmend auch im Friedhofswesen Einzug. Die All for One Systemhaus AG modernisiert mit ihrer eGovernment Lösung FIM@Web administrative Prozesse von Friedhofsbetrieben. Exemplarischer Vorreiter ist die Friedhofsverwaltung der Evangelischen Kirchengemeinde Sophien in Berlin-Mitte, über deren Internetseite Bestatter jetzt kostenfrei und rund um die Uhr viele Services nutzen können. FIM zeigt wie e-Government sinnvoll in Kommunen und Städten eingesetzt werden kann.”
Mehr dazu: www.all-for-one.de
26. Juni 2006
Typo3 soll sich behaupten…
Sylvia Adamski schreibt ihre Diplomarbeit zu “Analyse des Auswahlprozesses von Content Management Systemenu nter besonderer Berücksichtigung von Open Source-Lösungen am Beispiel von Typo3″ und muss im September abgeben. Nachdem der Start in das Thema augenscheinlich etwas holperig war, will sie nun mit den Entscheidern sprechen, um zu sehen, wie man Typo3 helfen kann, in Pitches besser zu bestehen.
Aber schon findet sich das nächste Problem. Richtigerweise sucht Frau Adamski nach Projekten in der unteren Preisregion (8.000 bis 60.000 Euro). Aber, wie Herr Bildesheim im Documanager-Forum richtig bemerkt, ist es so, “dass bei einem solchen Lizenzvolumen i.d.R. keine umfangreichen (wenn dies auch durchaus sinnvoll und wirtschafllich sein könnte) Evaluationsprozesse durchgeführt werden”.
Also, was nun? Ich finde, man sollte realisieren, dass der Markt, in dem Typo3 agiert, einfach ein Markt ist, der nichts mit großen Auswahlprozessen, etc. zu tun hat.
Aber wer ein Entscheider ist, der ein Projekt betreut (hat), in dem es um WCMS in der o.g. Kampfklasse geht, soll bitte auf der Website von Frau Adamski vorbeigucken und sich bei Interesse mit ihr in Verbindung setzen.
26. Juni 2006
Echte Magazinbeiträge bei Documanager
Es geschehen noch Wunder! Documanager.de (Partnerportal von Contentmanager.de) setzt endlich auf sinnvollen, eigenproduzierten Content. Auch wenn dieser erste Beitrag nur ein kleiner Hardwaretest ist, ist es ein Schritt in die richtige Richtung.
22. Juni 2006
DMS Praxistag für Kommunen
Einen Tag vor der DMS Expo 2006 (18. September 2006) wird as Bundesverwaltungsamt in Köln wird zur DMS 2006 einen Praxistag für Behörden durchführen. Zudem werdem am ersten Messetag werden “Guided Tours” über die DMS 2006 angeboten.
Parallel dazu möchte die Koelnmesse einen Praxistag für Kommunen durchführen und dazu eine große Anzahl von Kommunalvertretern in Deutschland einladen.
22. Juni 2006
Kommerziell oder Open Source?
Soeben erhielten wir die Anfrage, wie man einem “BWLer” kurz und schmerzlos beibringt, ob Open Source oder kommerzielle Systeme besser sind. Na ja… die Frage ist nicht ganz einfach und eine Antwort kann nicht ganz gradlinig sein.
Wir haben uns auf Folgendes geeinigt:
“Die Wahl zwischen Open Source und kommerziellen Systemen ist nicht an eindeutigen Kriterien festzumachen.
Vielmehr muss das Gesamtprojekt und die Bedürfnisse des Anwender in die Auswahl einbezogen werden. Generell ist zu sagen, dass Open Source Systeme bei allgemeinen, viel gefragten Anforderungen insgesamt effektiver einzusetzen sind. Kommerzielle Systeme spielen ihre Stärken besonders dort gut aus, wo weitentwickelte Funktionalitäten (ausgefeilte Benutzeroberfläche, Workflow, Integration mit anderen Systemen, etc) gefragt sind, da diese nur mit sehr viel Aufwand selbst zu realisieren sind.
Jedoch ist für eine seriöse Aussage hierzu der Abgleich der gebotenen Funktionalitäten mit den gefragten Anforderungen notwendig, da sich alle Web Content Management Systeme, egal ob Open Source oder kommerziell, stark unterscheiden.”
21. Juni 2006
Windream präsentiert Version 4.0. (Halle 8, Stand H-004, G-003)
Die Bochumer Windream GmbH präsentiert alle Funktionen der neuen Windream-Version 4.0. Zum erweiterten Funktionsumfang des DM- und Archivsystems zählen nach Aussage des Unternehmens ein integriertes Information Lifecycle Management, ein erweitertes Rechtekonzept, die Einrichtung separater Anwender- und Administratorenrechte auf Dokumenttypen, die Erstellung und Verwaltung von Benutzer-Abonnements für windream-Objekte sowie die Unterstützung verteilter Serverumgebungen.
Durch die Möglichkeit, unterschiedlichste Archiv-Provider bzw. –systeme hierarchisch an die windream-Speicherverwaltung anzubinden, kann Windream für den Ausbau einer bestehenden IT-Umgebung zu einem unternehmensweiten Daten-Infrastruktursystem genutzt werden. windream übernimmt in diesem Kontext die gesamte Steuerung der in die IT-Umgebung integrierten Archiv-Provider.
Das System soll mehrere Provider parallel steuern können. Dadurch würde es möglich, Dokumente je nach Bedarf innerhalb einer komplexen Archiv-Provider-Umgebung zu verschieben, um archivierte Daten je nach Bedarf aus einem weniger performanten Archivsystem in ein schnelleres zu transferieren (oder umgekehrt). Der Datentransfer zwischen den verschiedenen Storage-Systemen soll auch auf der Basis windream-spezifischer Suchprofile erfolgen können; die Dokument-Recherche sowohl in Dateiablagen für noch bearbeitbare Dokumente (z.B. auf Fileservern) oder in den verschiedenen Provider-Archiven durchgeführt werden können, in denen nicht mehr bearbeitbare Dokumente archiviert sind. Beim Zugriff wird ein Dokument automatisch an seinen ursprünglichen Speicherort zurückgeführt.
Windream 4.0 soll über ein erweitertes Rechtekonzept verfügen, das eine getrennte Rechteverwaltung für Dokumente und für die assoziierten, windream-spezifischen Datei-Eigenschaften wie Indizes, Historie, Volltext und Einstellungen des Lebenszyklus beinhaltet. Benutzer bzw.
Administratoren, die die Eigenschaften der Objekttypen in der windream-Administrationsanwendung bearbeiten bzw. ändern wollen, müssen dazu ebenfalls über ein entsprechendes Recht verfügen. Das neue Rechtekonzept sieht ferner eine getrennte Behandlung der Rechte eines windream-Ordners und der darin enthaltenen Dokumente vor. Anwender können nun individuell entscheiden, ob die Dokumente eines Ordners mit jeweils eigenen Rechten ausgestattet werden oder mit den Rechten, die für den Ordner gelten. Windream 4.0 soll es Anwendern zudem ermöglichen, Dokumente und Ordner zu abonnieren.
Die Software unterstützt nach Herstellerangaben erstmals auch verteilte Serverumgebungen. Anwender können von einem Clientrechner simultan auf mehrere windream-Server zugreifen. Die Server lassen sich im Windows Explorer sowohl unter verschiedenen als auch unter einem gemeinsamen Laufwerksbuchstaben anzeigen.
21. Juni 2006
Viva Colonia
Die DMS Expo wirft ihre Schatten voraus und die ersten Unternehmen schreiben sich von der Seele, was sie präsentieren wollen. Das ECM-Blog wird Sie umfassend auf die DMS-Expo vorbereiten, in der zugehörigen Kategorie finden Sie alles rund um die Fachmesse für Dokumenten- und Enterprise-Content-Management.
Allgemeines zur DMS Expo 2006
Die Messe findet vom 19. bis 21. September 2006 erstmalig in Köln statt. Erwartet werden über 360 Aussteller aus der DMS- und ECM-Branche. Traditionell ist die Messe sehr DMS und Archivlastig, man darf gespannt sein, ob der Umzug nach Köln hier etwas für Auflockerung sorgt. Ein Hallenplan oder eine Austellerliste liegen derzeit leider noch nicht vor.
Der Eintritt zur DMS Expo ist – gegen Registrierung unter Angabe der Kontaktdaten – kostenfrei und kann vorab im Internet erfolgen.
Mehr zur DMS Expo 2006 und den Austellern Stück für Stück in der zugehörigen Kategorie.
20. Juni 2006
Weltherrschaft² [2/?]
Und weiter gehts mit der Weltherrschaft! Soeben bekannt gegeben worden: EMC uebernimmt ProActivity. Ziel der Übernahme ist der Ausbau im Bereich Business Process Management, außerdem wird mit der israelitischen Entwicklungsabteilung von ProActivity gemeinsam mit den kuerzlich akquirierten Unternehmen Kashya und nLayers die Basis ein neues Entwicklungszentrum in Israel gegründet.
Die Funktionen der Software von ProActivity lesen Sie jedoch etwas ungewöhnlich: “ProActivity bietet Loesungen zur Ueberwachung, Analyse und Optimierung von Geschaeftsprozessen. Diese werden erstmals als Datensaetze angesehen und nicht wie sonst ueblich als Bilder oder Modelle.” Meines Erachtens ist die Neuigkeit nicht groß.
Aber EMC wäre nicht EMC, wenn in der Pressemeldung nicht auch die Weltherrschaft angesprochen werden würde: “Die manuelle Planung und Erstellung von Geschaeftsablaeufen entfaellt – und damit auch eine der Hauptursachen fuer Ausfaelle.”.
20. Juni 2006
Application Service Providing (1/3)
In einer kurzen Serie werde ich das Thema “Application Service Providing”, – also kurz gesagt Software zur Miete – vorstellen und auf die Vor- und Nachteile in Bezug auf WCM und ECM vorstellen.
1: Allgemeines
Wikipedia definiert “Application Service Provider” als einen Dienstleister, der eine Anwendung (z. B. ein ERP-System) betreibt und dem Kunden über öffentliche Netze (z. B. das Internet) anbietet. Der ASP kümmert sich um die gesamte Administration, wie Backup, das Einspielen von Patches usw. Anders als das Applikation-Hosting ist Teil der ASP-Dienstleistung auch ein Service (z. B. Benutzerbetreuung) um die Applikation herum.
Diese Dienstleistung des Application Service Providers nennt sich Application Service Providing.
Die Dienstleistung wird in der Regel im Rahmen eines Dienstvertrags angeboten. Denkbar ist auch eine Ausgestaltung als Mietvertrag oder insbesondere als – langfristig ausgelegter – Pachtvertrag.
ASP hat, neben div. steuerlichen Vorzügen, generelle Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen gehört, dass sämtliche Leistungen zum Betrieb von Hard- und Software durch den Provider erbracht werden und somit das Kerngeschäft des Kunden nicht unnötig stören. Zum Betrieb von Datenbank, Application Server und Applikationen ist im Unternehmen (besonders im 24/7-Betrieb) viel teures Personal notwendig. Da der ASP mehrere Kunden betreut und somit das Personal auf die Kunden umgelegt werden kann, wird dies zudem als deutliche Kostenersparnis fühlbar. Das Gleiche trifft auf die Hardware zu. Um einen reibungslosen Betrieb zu garantieren, muss eine Applikation in rechenzentrumsähnlicher Umgebung betrieben und Austauschhardware vorrätig gehalten werden. Dies ist nur für wenige, sehr große Unternehmen machbar und sinnvoll.
Der häufig angebrachte Nachteil, dass sämtliche Daten “aus der Hand” gegeben werden, ist nicht von der Hand zu weisen und muss bei der Auswahl eines Providers berücksichtigt werden. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Daten bei einem ASP meist besser geschützt sind, als im eigenen Unternehmen. Weitere potenzielle Nachteile sind die Verfügbarkeit von Supportpersonal und die Geschwindigkeit der Applikation. Läßt sich ersteres noch mit SLAs gut absichern, ist letzteres ab und an ein echtes Problem. Denn: Der Provider kann noch so viel Bandbreite zur Verfügung stellen, wenn die Anwender mit DSL arbeiten, wird schon der Austauch kleinerer Dateien ein Geduldsspiel.
Klassischste Formen des ASP ist übrigens das Webhosting. Auch hier wird gegen ein Entgelt Software, Hardware und Netzanbindung zur Verfügung gestellt und gewartet. Entsprechend werden auch viele WCMS in Form von Application Service Providing genutzt. Mehr dazu im zweiten Teil dieser Serie “Application Service Providing und WCMS”.


