30. Juni 2006
E-Mail-Anrede wird formeller
In die Online-Welt schleichen sich normale Geschäftsgepflogenheiten ein: Während vor zehn Jahren die E-Mail-Anrede “Hallo” allgemeiner Standard war, ist die Anrede nunmehr formell. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Dienstleisterportals marketing-BÖRSE.
Über ein Drittel verwenden “Sehr geehrt” gefolgt von 22 Prozent, die Empfänger mit “Guten Tag” anreden. Nur 13 Prozent verwenden “Hallo”.
30. Juni 2006
Mach zeigt E-Government-Lösungen (Halle 8, Stand F 63)
Auf der DMS Expo in Köln zeigt das auf öffentliche Verwaltungen spezialisierten Software- und Beratungshauses Mach AG integrierte IT-Systeme für Dokumentenmanagement, Vorgangsbearbeitung und Archivierung als Basis für erfolgreiches E-Government und optimierte Verwaltungsprozesse.
Mit der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie dem Bundesamt für Sera und Impfstoffe haben im vergangenen Jahr drei Bundesbehörden MACH InformationManager im Rahmen der Initiative BundOnline eingeführt. Die elektronische Vorgangsbearbeitung und Aktenführung versetzt diese Einrichtungen in die Lage, eingehende Anträge zügiger und in höherer Qualität zu bearbeiten. Suchzeiten konnten durch den besseren Zugriff auf Informationen reduziert und interne sowie externe Prozessteilnehmer schneller beteiligt werden. Die positive Folge: Lauf- und Liegezeiten wurden verringert.
Neben den Projektergebnissen will das Software- und Beratungshaus auch den erweiterten Funktionsumfang von MACH InformationManager zeigen. Nach Aussagen des Unternehmens wurde die Teilaktenplanverwaltung optimiert – um die gewachsenen Strukturen der einzelnen Behörden möglichst einfach abbilden sowie flexibel auf Umorganisationen reagieren zu können. Auch das Dokumentenmanagement soll sich komfortabler zeigen: Benutzer soll auf Dokumente sowie ergänzende Informationen zur Bearbeitung noch schneller als bislang zugreifen können, so dass sich Rechercheaufwände weiter reduzieren.
30. Juni 2006
Webedition am Ende?
Das Unternehmen Webedition gibt es nicht mehr. Man nennt sich jetzt “living-e” und da man damit wohl mehr Fantasie verbindet, hat man sich jetzt auch in eine Aktiengesellschaft gewandelt.
Warum? Mit Web Content Management auf Webedition-Niveau kann man nur schwer die Forderungen von Venture Capitalisten erfüllen – und Webedition war (bzw. living-e ist) VC finanziert. Zwar ist der Investor ein recht netter, der auch gerne mal nur in Visionen investiert, die nicht unbedingt Geld bringt – aber irgendwann muss Schluß sein. Die Webedition GmbH beschäftige zuletzt 25 Mitarbeiter – insgesamt wurden 25.000 Lizenzen (ab 99,00 bis ca. 2.000 Euro) verkauft. Und die Konkurrenz durch OpenSource ist groß – sehr groß sogar.
Aber man geht weiter. “Die Umfirmierung unterstreicht die neue Softwarestrategie der living-e AG: Die Fokussierung der Produktentwicklung auf die Themenbereiche Productivity und Publishing.”, schreibt das Unternehmen in der Pressemeldung zur Umfirmierung. Man sieht seine Tätigkeit zukünftig in “Software, mit der Unternehmenskunden zum einen die Produktivität ihrer Mitarbeiter durch effizienteren Informationsaustausch steigern, zum anderen Informationen jeder Art veröffentlichen können”. Als Beispiel für diese Strategie nennt man das seit rund einem dreiviertel Jahr verfügbare “pageLogger”, “ein Analysetool für das Verhalten von Besuchern auf Webseiten”.
Ob diese neue Strategie im Haifischbecken “WCMS-Markt” aufgeht? Viele andere Unternehmen “gleicher Kampfklasse” haben ähnliche Konzepte – und keinen VC im Nacken.
30. Juni 2006
Handbuch zum “Weltmarktführer”
Für alle, die den “Weltmarktführer unter den Open Source WCMS” (
) einsetzen wollen und noch nicht wissen wie: Bei Galileo gibt es ein kostenloses Joomla!-Buch zum Download.
Da bin ich ja mal gespannt, wie viele trotzdem noch mit Gänsehaut davoneilen.
29. Juni 2006
Emmrich geht zu Saperion
Henning Emmrich, derzeit noch Produkt Marketing Manager bei d.velop, wechselt ab 1.7. zu Saperion und ist dort dann als Director Marketing tätig.
29. Juni 2006
CMS für KMU
Unter der Überschrift “CMS für KMU” fragt eine (mutmaßliche) Mitarbeiterin von Pestalozzi nach “Marktanalysen und Produktvergleiche mit Fokus auf die Anwendung in KMUs”.
Da 99% aller Unternehmen in Deutschland KMUs sind, sollte eine solche Frage eigentlich nicht schwer zu beantworten sein – die Lage ist jedoch vollkommen anders.
“Ihre Frage nach Informationen zu Web Content Management in kleinen und mittelständischen Unternehmen ist nicht selten. Trotzdem läßt sich keine klare Aussage dazu treffen. Dies liegt zunächst an äußeren Bedingungen:
1.) Was sind für Sie “KMU” bzw. was ist die genaue Zielgruppe, die Sie meinen?
Da nach allen relevanten Definitionen ca. 99% aller deutschen Unternehmen KMU sind, ist es schwer, hier universale Aussagen zu treffen. Vielmehr muss die genaue Unternehmensgröße und Struktur (!) berücksichtigt werden. Auch ein Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern, braucht vielleicht nur ein Mini-WCMS (weil sowieso nur zwei Mitarbeiter die Redaktion erledigen) oder ein 20 MA-Unternehmen braucht eine erheblich größere Lösung, da neben allen eigenen Mitarbeitern auch Kunden und Partner darauf arbeiten sollen.2.) Produktvergleiche
Allgemeine Produktvergleiche, wie sie z.B. cmsmatrix.org oder auch Contentmanager.de liefert, sind denkbar ungeeignet, um als Entscheidungsgrundlage zu dienen. Maximal sind sie Recherchetools für einen ersten Eindruck vom Markt.Was will ich damit sagen? Ich schlage ein anderes Vorgehen vor!
Fangen Sie nicht an, sich zuerst mit dem Markt zu beschäftigen, sondern gehen sie auf diesen erst zu, wenn Sie wissen, was Pestalozzi braucht! Mit einem Grobkonzept (5-10 Seiten) können Sie dann ganz gezielt Informationen einholen und eine echte Entscheidungsgrundlage schaffen, da sie einen Bewertungsmaßstab haben.”
28. Juni 2006
Es kampffmeyert!
Nachdem Kollege Kampffmeyer in Zukunft wohl keine Kolumne mehr in der DoQ schreiben wird, hat er wieder bei Elisabeth Grenzebach ein Zuhause gefunden. Unter der Überschrift “Die Expertenkolumne” kann beim ECMguide seine aktuelle Kolumne zum Thema “Service Oriented Architecture” gelesen werden.
Sehr interessant dabei, ist man die gesamte Kolumne auf einen Satz reduzieren kann: “Auch SOA wird als leeres Akronym enden, wenn nicht das notwendige Umdenken bei Anbietern und Anwendern erfolgt.”.
Denn das sagt alles aus: SOA braucht niemand zwingend. Es gibt genug andere Ansätze und Möglichkeiten ähnliche Funktionalitäten abzubilden und SOA ist auch nicht mehr, als ein Gedankenkostrukt. Richtig angewendet, kann es uns das Leben evtl. einfacher machen – aber dafür müssen vorallem die Anbieter umdenken und mitmachen.
28. Juni 2006
Neue Ausgabe des ECM-Newsletters
Fast hätte ich es vergessen: Seit mittlerweile fast vier Wochen ist die neue Ausgabe von Bernhard Zöllers “ECM-Newsletter” online. Es gibt vier Fachbeiträge zu den Themen:
- PDF/A : Kein neues Format sondern Gebrauchsanweisung zur PDF-Archivierung
- Lösungsansätze für E-Mail Management
- Verfahrensdokumentation im Umfeld GDPdU
- Content Integration – Teil 2
Lesenswert ist der Newsletter allemal, auch wenn diesmal 50% der Beiträge doch arg kurz geraten sind. (Die anderen beiden sind dafür umso besser.)
28. Juni 2006
Jörg Limberg geht
Der allseits beliebte Geschäftsführer und Vice President Sales von OpenText, Jörg Limberg, verläßt das Unternehmen. Ich hoffe, dass er in einer vergleichbaren Position wieder im ECM-Markt tätig wird. Eine tolle Persönlichkeit und herausragende Fachkenntnis machen ihn zu einem perfekten Gesprächspartner – nicht nur für Analysten und Berater.
Zeitgleich schichtet das Unternehmen einiges um:
- Walter Köhler bekommt einen ab sofort neu geschaffenen Posten eines Senior Vice President of Operations for Europe and Asia/Pacific und bleibt gleichzeitig Vice President of Global Services in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum.
- Urs Sträuli zum Vice President of Sales und beerdt damit Jörg Limberg.
- Jürgen Seiwerth übernimmt die Verantwortung für das neu geschaffene, branchenübergreifend arbeitende “Vertriebsteam Major Accounts”.
- Johannes Häusele übernimmt die Zuständigkeit für das gesamte Neukundengeschäft in Deutschland, die Entwicklung des Partnerkanals, der Vertrieb im Öffentlichen Sektor und die Leitung eines gemeinsamen Vertriebsteams für Österreich und Osteuropa.
27. Juni 2006
Integrator goes Produkthersteller
Der ursprünglich reine Systemintegrator DMSFACTORY hat sich strategisch neu ausgerichtet und tritt am Markt künftig verstärkt auch als Produktanbieter auf. Die Software “TINCA” wurde aus dem langjährigen Einsatz in DMS-Großprojekten heraus entwickelt, wo sie bereits vielfach als Anwenderoberfläche kombiniert mit Servertechnologien etablierter DMS-Hersteller installiert ist. “Nach diversen Weiterentwicklungen umfasst TINCA nun sämtliche DMS-Standardfunktionen von der Erfassung bis zum Retrieval und bietet damit auch Einzelnutzern denselben DMS-Komfort wie Großanwendern, die zusätzlich die Funktionen des TINCA ContentServers nutzen – und das zu einem Preis deutlich unter dem Marktniveau.” wirbt das Unternehmen.
Der Markt ist hart umkämpft und viele Produktanbieter graden den Integratoren den Markt durch eigene Berater ab. Das Ganze einmal andersherum zu sehen, ist auch nicht schlecht.


