13. Juli 2006

OpenText will Hummingbird

Nachdem Hummingbird sich bereits auf eine Übernahme durch die IT-Holding Symphony Technologie Group vorbereitet hat, kommt OpenText auf den Plan. Der ECM-Gigant will das kanadische Unternehmen (zudem auch die deutsche RedDot gehört) zu einem höheren Preis übernehmen. Zwar liegt noch kein offizielles Angebot vor, Hummingbird steht diesem jedoch offen gegenüber. Zwar sind die Verhandlungen mit Symphony schon weiter fortgeschritten, bevor aber kein offizielles Angebot vorliegt, kann auf dieses “Gedankenspiel” nicht weiter eingegangen werden.

7. Juli 2006

ReadSoft GmbH (Halle 8, Ebene 0, Stand I 070 / G 071)

Eine neue Lösung zur Steuerung der Rechnungsprüfung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) will die ReadSoft GmbH auf der diesjährigen DMS-Expo vorstellen. “Approve” soll die webbasierte Anwendung heißen, mit der alle Mitarbeiter eines Unternehmens in den Genehmigungsprozess von Eingangsrechnungen einbezogen werden sollen. Sie soll nun auch den KMU ermöglichen, Kosten einzusparen und die Abläufe im Unternehmen effizienter zu gestalten. Neben dem Prüf- und Freigabe-Workflow soll die Lösung dem Buchhalter Zugriff auf die gescannten Images aller Eingangsrechnungen und einen Überblick über den jeweiligen Bearbeitungsstatus bieten. Approve ergänzt damit das Produkt ReadSoft DOCUMENTS for Invoices, welches bislang vor allem bei großen Unternehmen und Konzernen in SAP-Umgebungen im Einsatz ist. Über Schnittstellen soll diese Basissoftware mit beliebigen ERP-Systemen oder weiteren Zielsystemen zusammenarbeiten, um beispielsweise Bestelldaten automatisiert abzugleichen. Approve soll darüber hinaus flexibel und ohne Programmierkenntnisse an vorhandene Prozesse angepasst werden können.

7. Juli 2006

ALOS GmbH (Halle 8, Stand F091/G090)

Die automatische Rechnungsverarbeitung mit AnyDoc Invoice stellt die ALOS GmbH auf der diesjährigen DMS-Expo in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts. Die Lösung ist nach Herstellerangaben mit einer Freiform-Technologie zur automatisierten Datenerfassung ausgestattet und verarbeitet alle unstrukturierten Rechnungsdokumente. Die Anwendung soll dabei völlig ohne manuell anzulegende Formatvorlagen auskommen. Ausgelesen soll sowohl die Kopfdaten einer Rechnung wie Lieferant, Rechnungsnummer, Datum und Rechnungssumme als auch die einzelnen Positionsdaten einer Rechnung werden. Durch die Mandantenfähigkeit der Lösung eignet sich AnyDoc Invoice für Unternehmen mit unterschiedlichsten organisatorischen Anforderungen im Rechnungswesen. So sollen beispielsweise gemischtes Beleggut oder die Eingangsrechnungen mehrerer Buchungskreise logisch zugeordnet und verarbeitet werden können. Die Lösung soll darüber hinaus lernfähig sein: Durch die Nachbearbeitung von Rechnungen, deren Daten nicht komplett ausgelesen werden konnten, soll das System dynamisch trainiert werden. Auf diese Weise soll die Erkennungsraten und die Produktivität der Anwendung kontinuierlich ansteigen.

7. Juli 2006

ProfiForms Projekt GmbH (Halle 8, Stand D081)

Eine neue Output-Management-Lösung speziell für Druckdienstleister und Druckzentren will die ProfiForms Projekt GmbH auf DMS Expo vorstellen. Anders als viele marktübliche Lösungen ist die Produktsuite OMS-xStream nach Aussagen des Herstellers nicht darauf ausgerichtet, Dokumente zu erstellen. Abgestimmt auf die Zielgruppe soll sie umfassende Funktionen, mit denen sich Dokumente sowohl um zusätzliche Informationen anreichern als auch verändern lassen bieten. Empfangene Dokumente, die beispielsweise ein Kunde an seinen Druckdienstleister zur Weiterverarbeitung geschickt hat, sollen so mit OMS-xStream bequem gedruckt werden können. Das Produktpaket soll darüber hinaus die DV-Freimachung und Portooptimierung vorgefertigter Dokumente ermöglichen.

Eine wesentliche Komponente des Produktpakets OMS-xStream soll der “OMS-Spooler” sein. Das Spoolingsystem soll nahtlos Programme, die Dokumente erstellen und weiterverarbeiten, integrieren und durch diese Anbindung eine komplexe Prozess-Steuerung ermöglichen. Besonders wichtig ist für den OMS-Spooler die zertifizierte bidirektionale Schnittstelle BC-XOM zu SAP. Über diese werden mit dem SAP-System alle Informationen ausgetauscht, die über den Erfolg eines Druckauftrags, Status oder Konfiguration der Drucker Aufschluss geben.

7. Juli 2006

VOI nicht auf der Systems

Der VOI hat kürzlich offiziell bekannt gegeben, dass man auf der diesjährigen Systems nicht mit einem Mitgliederstand oder einem Forum vertreten sein wird.

“Die Messegesellschaft hat auf unsere Angebote und Anfragen entweder gar nicht oder sehr vage reagiert.”, resumiert Henner von der Banck, Geschäftführer des VOI. “Da die Zeit knapp wird haben wir uns entschlossen, dieses Jahr nicht auf der Systems auszustellen.”

Damit wird das Thema CMS/DMS/ECM auf der diesjährigen Systems – wenn überhaupt nocht – nur sehr unzureichend vertreten sein.

7. Juli 2006

Adobe (Halle 8, Stand A-061)

Adobe, Erfinder des PDF-Formats hat sich, nachdem das Unternehmen in den letzten Jahren bereits Mitaussteller auf der DMS Expo vertreten war, in diesem Jahr erstmalig für einen eigenen Stand entschieden und erweitert damit das Ausstellungsangebot der DMS Expo.

„Wir haben uns zur Teilnahme mit eigenem Stand entschieden, da wir mit unseren Lösungen für dokumentenbasierte Prozesse und Online-Collaboration mit der DMS EXPO die Leitmesse für diesen Bereich [...] identifiziert haben.“, erklärt Stephanie Schmitt, Marketingverantwortliche der Adobe Systems GmbH.

4. Juli 2006

Webedition will an die Börse

Bereits für den 12. Juli plant die living-e AG, den meisten besser unter ihrem alten Namen “Webedition GmbH” bekannt, den Sprung in den Entry Standard und nennt es kurz und knapp “Börsengang”.

Da das Unternehmen VC finanziert ist und man über die Zukunftsaussichten geteilter Meinung sein kann, ist es – aus Sicht der Investoren – sicher nicht falsch, auf diesem Weg einen Teil des Unternehmens zu verkaufen. Bei Verkauf aller Aktien (ohne Greenshoe) kommt man immerhin auf rund 3,2 Mio. Euro Erlös.

Aber allein schon, dass für den “Börsengang” der neue Entry Standard gewählt wurde, zeigt, dass der Börsengang eher kein gutes Zeichen ist. Der Entry Standard (in dem bisher 43 Unternehmen gelistet sind) wurde am 25. Oktober 2005 als ein “Teilbereich des Open Market (Freiverkehr) und als ein alternativer Kapitalmarktzugang zu den EU-regulierten Segmenten eingeführt” (Quelle: Deutsche Börse).

“Private Equity- und Venture Capital-Investoren können ihn als Exit-Kanal nutzen. Es gibt keinen Branchenfokus und keine Mindestanforderungen an Unternehmensalter oder -größe. ” (Quelle: Deutsche Börse)

Dieses “Börsensegment” ist also in keiner Weise mit dem regelten Markt vergleichbar. Sämtliche Börsengesetze finden auf diesen Bereich keine Anwendung, weil es nicht um ein “EU-reguliertes Segment” handelt – sondern eher um einen professionellen Grauen Markt. Entsprechend liegen die Listinggebühren auch nur bei wenigen Tausend Euro.

Schauen wir mal, wie es weitergeht! Für mein Verständnis wäre ein Unternehmen inmitten einer kompletten Umstrukturierung des Angebotsportfolio ja nicht unbedingt für einen “Börsengang” geeinget.

1. Juli 2006

Vollständiger Webclient von und für SER

Die Frage, welche Art eines Clients die Richtige ist, wird in jedem Projekt gestellt und anhand der Arbeitsabläufe und -struktur entschieden. Regelmäßig wird die Entscheidung für einen flexiblen Webclient getroffen, der nicht nur alle benötigten Funktionalitäten bietet, sondern zudem ohne Installation und bei Wunsch überall auf der Welt via Webbrowser verfügbar ist.

Und ab sofort bietet auch SER mit Mit “DOXiS evITA Web V02.02″ einen im Funktionsumfang stark erweiterten und vervollständigten Web Client, der in sich “sowohl die Vorteile aus der Web-Welt als auch die von installierten Windows-Programmen vereint” (so das Unternehmen).

30. Juni 2006

Weltherrschaft² [3/?]

Nach einigen kleineren Übernahmen von EMC, will das Unternehmen jetzt einen beachtenswerten Deal machen und RSA Security für knapp 2,1 Milliarden US-Dollar (entspricht 28 US-Dollar pro Aktie) in bar übernehmen. Damit würde EMC ein Portfolio an Sicherheitslösungen für die Informationsinfrastruktur um ausgereifte Verschlüsselungstechnologien sowie Software zur Identitaets- und Zugriffskontrolle ergänzen. In der Transaktion enthalten sind zudem alle ausstehenden Aktienoptionen. Die Akquisition wird voraussichtlich Ende des dritten Quartals oder Anfang des vierten Quartals abgeschlossen sein. Danach wird RSA als Information Security Division mit Sitz in Bedford, Massachusetts, in das Unternehmen integriert. Art Coviello, CEO und President von RSA, wird dann als Executive Vice President bei EMC auch President der neuen Division.

Studien von Finanz- und Branchenanalysten hätten gezeigt, dass Informationssicherheit bei den CIOs der Unternehmen höchste Priorität hat. Gleichzeitig erleiden nach dieser Studien jedes Jahr 75 Prozent der amerikanischen Unternehmen Datenverluste. RSA Security hat Technologien und Produkte entwickelt, mit denen Unternehmen Daten unabhängig von deren Speicherort sichern können. Zusammen mit EMCs Lösungen zum Informationsmanagement will das Unternehmen somit die dringendsten Anforderungen der Kunden aus einer Hand adressieren können.

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Der Autor

ECM-Experte Jörg Dennis Krüger

Jörg Dennis Krüger ist unabhängiger ECM-Spezialist und seit vielen Jahren Beobachter und Meinungsgeber der Branche. Zudem gilt er als Spezialist für Online-Performance-Marketing mit Schwerpunkt auf Conversion Optimierung.

In seinem ECM-Blog lesen Sie seine Meinung zu aktuellen Themen der Branche, Technologietipps und Erfahrungen zum praktischen Einsatz von Enterprise Content Management im Unternehmen.

Von 2008 - 2010 war er Vice President des weltweiten Verbandes von Content Management Praktikern "Content Management Professionals". Er ist als Senior Manager für Aufbau und Leitung des Geschäftsbereiches Conversion-Optimierung bei QUISMA verantwortlich.

Mehr Informationen und Kontakt bei Xing.

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