27. Juli 2006
Veranstaltungstipp: Web 2.0 Workshop
Zwar von einem Softwareanbieter veranstaltet, aber trotzdem nicht uninteressant: Kostenloser Web 2.0 “Intensiv-Workshop” in Köln, Frankfurt, München, Berlin Hannover und Stuttgart (in chronologischer Reihenfolge).
Inhalte sind “Ein Blick in die Zukunft des Webs”, “mit agilem Projektmanagement zielgerichtet zum Erfolg” und “echte Interaktion mit Kunden im Web dank enger Integration”.
Für das leibliche Wohl soll gesorgt sein, Plätze sind (natürlich
) nur begrenzt verfügbar, Anmeldung darum erforderlich.
27. Juli 2006
Es lebt!
Das ECM-Infoblog, was auch schon seit Beginn inder Blogroll des ECM-Blog ist, hat wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben. Nach dem der letzte Beitrag im Mai verfaßt wurde, hat sich Ragnar Heil, Mitautor des ECM-Infoblogs, jetzt dazu aufgerafft einen Beitrag zur neuen Version von Rhythmyx zu schreiben.
26. Juli 2006
Hart steuerbord! Volle Kraft voraus! Ach, was weiß ich…
Nachdem Hyperwave aus der Insolvenz gerettet wurde und als NewHyperG AG auferstanden ist, plant man nun eine Kursänderung, um das Unternehmen in Zukunft profitabel führen zu können. Diese Idee ist nicht nur gut, sondern schon länger notwendig. Viel zu lange und viel zu oft hat Hyperwave seine Softwareprodukte als etwas verkauft, was sie nicht sind: Web Content Management, Dokumentenmanagement, Records Management, etc. Hyperwave ist ein einzigartiges Produkt – aber man muss dem Kunden den Nutzen auch erklären können und nicht nur den großen Markttrends hinterherlaufen und behaupten, dass “man das auch können”.
Schon seit einiger Zeit setzt Hyperwave deshalb auf das Thema Collaboration und hat seine Software als “Collaborative Enterprise Content Management” beworben. Dieser Ansatz war nicht schlecht, da einer der Kernkomponenten neben der flexiblen Dokumenten- und Contentverwaltung die eLearning- und die Collaboration-Suite sind. Diese Komponenten bieten nur wenige Anbieter ausgereift an, sodass Hyperwave hier tatsächlich einen Wettbewerbsvorsprung hat. Das Konzept führte aber trotzdem nicht zum erhofften Breakeven – vorallem aufgrund zu großer Visionen. Die Hyperwave-Software hat sich nicht bei Großkunden durchgesetzt und wird es auch in der Zukunft nicht flächendeckend tun. Mit einer Software, die größtenteils im Mittelstand angesiedelt ist, muss man jedoch eine ganz andere Personal- und Preisstrategien fahren, was man nicht wollte oder es versäumt hat.
Nun – mit neuer Unternehmensführung – will man es anders machen. Zwar möchte man die Zielgruppe nicht ändern und weiterhin bei den Großen mitspielen, aber man sucht sich eine neue thematische Positionierung. Diese Positionierung soll ausdrücken, dass man Collaboration als eine wichtige Komponente sieht und synchrone, gleichzeitige Bearbeitung von allen Informationen in den Mittelpunkt stellt und sich abhebt vom Markt und der vorherigen Positionierung. “Collaborative Information Management” ist dabei herausgekommen…
Pieter Duijst, CEO der NewHyperG AG dazu: “Collaboration Information Management ersetzt herkömmliche Enterprise Management Systeme und ist sehr viel leistungsfähiger, da es alle Kommunikationsformen umfasst. Hyperwave bietet für alle Bereiche des unternehmensweiten Collaborative Information Managements modulare und skalierbare Lösungen auf einer gemeinsamen, komplett selbst entwickelten Plattform.”
Bei solchen Aussagen und solchen bahnbrechenden Kursveränderungen muss man fragen, ob die Wiener GEP-Gruppe sich ihr Engagement als Hauptinvestor der Auffanggesellschaft gut überlegt hat.
26. Juli 2006
RedDot/Hummingbird [Halle 8, Stand F071]
RedDot und Hummingbird sind natürlich wie jedes Jahr und nach der Fusion erst recht zusammen auf der DMS Expo und zeigen nach eigenen Angaben Lösungen zur Bündelung und personalisierten Bereitstellung von mehrsprachigem Content in Web-Umgebungen. Die Integration verschiedener Systeme von Technologiepartnern soll einen weiteren Schwerpunkt am Messestand bilden.
RedDot Content Integrator, mit dem beliebige Inhalte aus den gängigen Content Repositories in das RedDot System integriert und mittels eines Personalisierungsmoduls berechtigungs- bzw. profilabhängig bereitgestellt werden sollen und das neue Reporting-Tool von RedDot zur kontinuierlichen Auswertung des Nutzerverhaltens und zur Optimierung sämtlicher Online-Medien verwenden, sollen vorgestellt werden.
Interessant ist auch die Integration von Trados und RedDot: Adhoc-Übersetzungen, die von Angestellten übernommen werden, werden durch das Trados Translation Memory im RedDot Content Management System (CMS) vielfältig unterstützt. Textpassagen soll dabei automatisch mit bestehenden Übersetzungen verglichen werden, so dass keine Redundanzen entstehen. Komplexe Übersetzungsprozesse sollen über die Integration von Trados Teamworks gesteuert werden können.
(Über ein Projekt, in dem diese Integration umgesetzt wurde, berichtet die kommende Ausgabe von “Content Management Magazin – Praxis”.)
Darüber hinaus soll RedDot in alle Produktbereiche Technologie von Hummingbird weiter integriert haben und will auf der Messe zeigen, wie die RedDot ECM Suite mit Hummingbird BITM (Business Intelligence) sowie mit der Hummingbird Dokumenten Management Software Hummingbird EnterpriseTM DM zusammenwächst. Dadurch könnten Nutzer von den Lösungen beider Unternehmen in noch größerem Maße als bisher profitieren.
26. Juli 2006
Veranstaltungstipp: Unternehmensweites Vertragsmanagement – 16. + 17. Oktober 2006, Hilton Köln
In vielen Firmen wird dem Vertragsmanagement zu wenig Bedeutung beigemessen. Eine effiziente Vertragsmanagementstrategie, die sowohl die existierenden Vertragsarten- und -formen als auch den jeweiligen Vertrag mit seinen relevanten Daten im Blick hat, birgt wertvolle Einsparpotenziale in sich. Zudem können mit Vertragsmanagement-Lösungen Compliance-Anforderungen erfüllt werden.
Die am 16. und 17. Oktober in Köln stattfindende Fachkonferenz dient der intensiven Auseinandersetzung mit dem Vertragsmanagement im Unternehmen.
25. Juli 2006
Content Management Magazine zum Download
Endlich ist die neue Website des Content Management Magazins online. Hier finden sich alle Ausgaben zum kostenfreien Download (außer Ausgabe 11/2004, die leider derzeit nicht als PDF verfügbar ist), sowie ein Terminkalender und ein Preview auf die geplanten Ausgaben.
24. Juli 2006
Los! Ausfüllen!
Frau Adamski schreibt ihre Diplomarbeit zum Thema “Auswahlprozesse von Content-Management-Systemen” und setzt dabei einen Schwerpunkt auf Open Source. Dabei sucht Sie zwölf Entscheider, die ihre Erfahrungen in Form eines kurzen Fragebogens an sie weiter geben.
Also bitte: Wer in einem Unternehmen in den letzten zwei Jahren eine CMS-Auswahl durchgeführt hat, wobei prinzipiell auch Open Source Systeme hätten zum Einsatz kommen können (und am Ende vielleicht sogar sind?), füllt bitte den Fragebogen aus.
Danke.
22. Juli 2006
Hummingbird – OpenText – RedDot
Die häufigsten Suchanfragen, die Benutzer ins ECM-Blog führen, beziehen sich auf die Übernahme von Hummingbird durch OpenText. Ein Grund hier noch einmal genauer auf das Thema einzugehen und die Hintergründe darzustellen.
Zur Ausgangssituation:
Hummingbird ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Canada. Das Unternehmen beschäftigt sich hauptsächlich mit Dokumentenmanagent, Archivierung, Record Management, Collaboration und ähnliches Technologien. Der Kundenstamm des Unternehmen liegt größtenteils außerhalb Europas, wo das Unternehmen nur eher schwach präsent ist. Der geplante Verkauf des Unternehmens an Symphony Technology Group würde für das Unternehmen wahrscheinlich keine große Änderungen bedeuten. Vielmehr ist dieser Verkauf als Exit der führenden Mitarbeiter zu sehen, die mehrere Millionen Dollar privat erlösen würden.
Vor einiger Zeit hat Hummingbird das deutsche Unternehmen RedDot übernommen. RedDot hat in Deutschland insbesondere bei WCMS für mittlere Unternehmen einen sehr soliden Kundenstamm und hat in der Vergangenheit um diese Basis herum ein solider Portfolio aufgebaut, dass neben Personalisierung auch einfache DMS-Funktionalitäten enthält. Bereits seit vielen Jahren wurde eine sehr enge Kooperation mit Hummingbird gepflegt und die Software der beiden Unternehmen war bereits miteinander integriert. Voraussetzung für die Übernahme war wohl, dass RedDot als Unternehmen und als Marke unverändert bestehen bleibt und nicht in Hummingbird integriert wird. Dies wird dadurch unterstrichen, dass beide Unternehmen nach wie vor vollkommen unabhängig arbeiten. Besonders durch die fehlende Marktpräsenz von Hummingbird in Europa muss sich hier über kurz oder lang jedoch eine Änderung zeigen, die dahin gehen könnte, dass ReDot aktiv Hummingbird-Produkte vertreibt (was bisher nicht der Fall ist!).
OpenText gehört zu den Raubsaurieren der ECM-Branche. Nach diversen Übernahmen (u.a. so klangvolle Namen wie IXOS und Gauss) hat das Unternehmen ein sehr umfangreiches Portfolio und kann als eines der wenigen Unternehmen Kunden mit eigenen wirklich eine umfangreiche ECM-Strategie umsetzen. Durch die übernommenen Kundengruppen, den Erfolg der ursprünglichen OpenText-Software “Livelink” und der bereits seit Firmengründung vorhandenen recht guten finanziellen Ausstattung, die man gekonnt eingesetzt hat, steht das Unternehmen prinzipiell sehr gut da. Was fehlt, sind Neukunden im Softwaresegment, diese könnte man durch Hummingbird und insbesondere deren Tochter RedDot erreichen. Hier würden für OpenText neue Kundensegmente erschlossen, die bisher nicht erreicht wurden.
Aktueller Stand
Nachdem Hummingbird im Mai bekannt gegeben hatte, dass die Symphony Technology Group Hummingbird übernehmen will, veröffentlichte OpenText in einer Pressemeldung am 10. Juli ein feindliches Übernahmeangebot an die Aktionäre von OpenText und gab an, dass auch schon einige Aktionäre zugestimmt hätten. Hummingbird wollte darauf zunächst nicht weiter eingehen und forderte ein offizielles Angebot von OpenText ein. Am 21. Juli haben Hummingbird und OpenText eine Verschwiegenheitserklärung geschlossen, um die weiteren Fakten einer evtl. Übernahme zu diskutieren. Mit dieser Erklärung, die u.a. enthält, dass OpenText ohne Zustimmung von Hummingbird das Unternehmen nicht für einen geringeren, als den bisher gebotenen Betrag (von 27,86 US-Dollar pro Aktie, Symphony Technology Group bietet “nur” 26,75 US-Dollar, der aktuelle Börsenkurs beträgt mittlerweile 28,75 US-Dollar, was der mit Abstand höchste Kurs der vergangenen 12 Monate ist – vor Mai lag die Aktie noch bei ca. 23 US-Dollar) zu übernehmen.
Als Fazit ist wohl zu sagen, dass die Übernahme durch OpenText für Hummingbird nicht negativ wäre. Eine Übernahme durch Symphony Technology Group bringt dem Unternehmen selbst nichts, außer eine gewissen Stabilisierung und Abkopplung vom Börsengeschehen. Mit OpenText ergeben sich neue Chancen, die jedoch auch genutzt werden müssen. Realistisch gesehen würde eine Übernahme aber wohl so aussehen, dass OpenText die Kunden von Hummingbird Stück für Stück auf die eigene Software überführt und nur einige “Sahnestücke” des Hummingbird-Portfolios weiterführen wird – hierzu sollte auf jeden Fall RedDot gehören, dass um erfolgreich zu bleiben weder Software noch Außenauftreten verändern darf.
21. Juli 2006
Alles hat ein Ende…
“Das herstellerunabhängige ECM-Beratungsunternehmen jdk hat heute bekannt gegeben, dass das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit zum 31. Juli 2006 einstellt. Gründe sind die aktuellen Marktgegebenheiten, die persönliche Lebensplanung des Inhabers und der zu langsam wachsende ECM-Beratungsmarkt, so Gründer und Inhaber Jörg Dennis Krüger in einem Interview auf der Firmenhomepage.”
Aber jedes Ende ist ein neuer Anfang.
20. Juli 2006
Feuerwerk…
…darf man doch derzeit gar nicht frei verkaufen, Herr Walter!
PS: Ihr Blog geht derzeit nicht.
Nachtrag: Blog geht wieder!


