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Rubrik: Insider

11. März 2008

SAP macht in ECM

Es ist nicht neu, dass SAP vom “Enterprise Content Management Kuchen” auch sein Stück haben möchte. Nicht nur im ECM-Blog wurde vor einiger Zeit gemunkelt, dass man sich am Markt nach Übernahmekandidaten informiere und OpenText ein interessantes Ziel sei. Letztendlich hat SAP bisher jedoch keine ernst zu nehmende Lösung abseits der Kernkompetenzen des Unternehmens im Angebot. Das heißt: Für die Archivierung von Dokumenten, die für die finanzielle Unternehmenssteuerung notwendig sind, gibt es Anbindungen und Lösungen. Für alles darüber hinaus gibt es maximal schwache Integrationen, aber keine eigenen Produkte. Der Applikationsserver Netweaver ist zwar eine Grundlage für solche Lösungen, bringt selbst aber keine Funktionen mit sich.

Das soll sich nun aber ändern, wie man aus gut informierten Kreisen hört. Dabei will SAP das Rad nicht neu erfinden, sondern einen wirklich intelligenten Schritt gehen: Eine mehr oder weniger intelligente Abstraktionsschicht soll ERP- und ECM-Welt eng miteinander verbinden und zu einer schlagkräftigen Einheit machen, die sämtliche (also strukturierte wie unstrukturierte) Unternehmensdaten vereint.

Dies bringt für SAP gleich mehrere Vorteile. Zum einen ist man damit in jedem ECM-Projekt auf einmal nicht nur ein Randthema, sondern mitten drin. Zum Anderen legt man sich nicht auf einen Lösungsweg fest, sondern ist weiterhin offen für die ganze ECM-Lösungslandschaft.

Als einer der ersten soll Alfresco die neue SAP-Anbindung ausnutzen – munkelt man.

1. April 2007

Studie belegt: Content Management gefährlich

Eine überraschende und bedrückende Nachricht geht durch die Branche. Der Royal Research Fund Of Modern Technologies in Yorkshire, Großbritannien hat in einer repräsentativen Studie – die dem ECM-Blog in einer Vorabversion vorliegt – unter 10.000 europäischen Unternehmen im Auftrag der Europäischen Union herausgefunden, dass die digitale Speicherung und Verarbeitung von Dokumenten und anderen Inhalten keinerlei Vorteile für Unternehmen bringt. Im Gegenteil: Es wurde herausgefunden, dass durch die digitalen Arbeitsmethoden die Effektivität der Unternehmen im Vergleich zum Jahr 1980 um nahezu 20% abgenommen hat.

“Europa könnte wirtschaftlich erheblich besser stehen, hätten wir die Zeichen der Zeit früher erkannt. Man muss deutlich vom Einsatz von Content Management, Dokumentenmanagement und insbesondere vom Einsatz integrativer Konzepte wie Enterprise Content Management abraten!” warnt Prof. Paul G. House, Leiter des Instituts für elektronische Wirtschaftsgefahren.

Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass Tausende von Unternehmensinsolvenzen und Zusammenbrüchen in ganz Europa insbesondere bei Großunternehmen und Konzernen durch den Einsatz solcher Technologien beschleunigt, wenn nicht gar verursacht wurden.

Als Reaktion auf diese empirischen Ergebnisse sackten die Kurse aller großen Anbieter von Softwarelösungen aus diesem Bereich deutlich ab. Es wurden bereits Entlassungen von bis zu 60% der Belegschaft angekündigt. Bereits mehrere Konzerne haben in kurzfristigen Aufsichtsratssitzungen de Abschaffung der internen Dokumentenmanagementsysteme beschlossen.

“Durch die Einstellung der Projekte sparen wir Milliarden in den Bereichen Betrieb, Schulung und Lizenzen. Wir werden das Geld nutzen, um unsere Mitarbeiter zu qualifizieren und massiv Arbeitsplätze schaffen.” gibt der Vorstandsvorsitzende eines DAX-Unternehmen an, der zunächst anonym bleiben möchte.

2. Oktober 2006

Journalistenstatements zur DMS Expo

Gibt`s bei der kleinen PR-Familie aus Wiesbaden.

Leider hat keiner – ich auch nicht – sich so kritisch zitieren lassen, wie hinter vorgehaltener Hand geprochen wird. Vielleicht dazu bald mehr in diesem Blog.

12. September 2006

Initiative für glückliche Onlineredakteure

Eine lustige Aktion hat der WCM-Anbieter “Step One” gestartet. Auf der Website http://www.initiative-fuer-glueckliche-online-redakteure.de präsentiert das Unternehmen zehn Forderungen für Online-Redakteure.

Als Begründung zu den Forderungen (z.B.”Mehr Zeit für Redakteure” oder “verständliche Handbücher”) verpackt das Unternehmen geschickt die Features des eigenen Produkts (z.B. “Das Anlegen eines Artikels darf nicht länger als 2 Minuten dauern, damit die Online-Redakteure mehr Zeit haben die Zeitungen zu recherchieren.”).

Im angegliederten Spreadshirt-Shop kann sich jeder sein eigenes T-Shirt zur Aktion bestellen.

(Hiermit bewirbt sich das ECM-Blog für die exklusive Medienpartnerschaft der Initiative! Als Belohnung möchte ich nur ein T-Shirt. ;-) )

Leider sind anscheinend die Fanatiker bereits im Gästebuch der Seite angekommen…

30. August 2006

Deutsches Wort für “Records Management”

In einem Brainstorming gestern, haben wir überlegt, wie man “Records Management” möglichst umfassend in die Deutsche Sprache übersetzt.

Vorschläge?

19. August 2006

Liest er Blogs?

Ja, liest er! Und er hat sogar eine Bookmark-Seite bei del.icio.us.

8. August 2006

1 Mrd. €

“Wir sehen dieses wilde Zukaufen nicht unbedingt als zielführend an. Naja, vielleicht würden wir anders entscheiden, wenn wir selbst 1 Mrd. Kapital frei hätten ;-)

(Aus der Mail eines Softwareanbieters aus dem WCM-Bereich zu den diversen Übernahmen in der ECM-Branche.)

31. Juli 2006

Schreib mit am ultimativen Web Content Management Buch!

Vor fast vier Jahren wurde Jörg Dennis Krügers Buch “Web Content managen” veröffentlicht. Das Buch wurde gut angenommen und ist bereits seit fast zwei Jahren nicht mehr im Handel erhältlich. Eine neue Auflage des alten Buches ist aufgrund der vielen Weiterentwicklungen sinnlos, eine Überarbeitung sehr aufwendig und von den Autoren nebenbei nicht zu schaffen.

Darum wurde das Buch nun in Form eines Wikis veröffentlicht. Jeder kann daran mitarbeiten und das ultimative Web Content Management Buch schaffen.

21. Juli 2006

Alles hat ein Ende…

“Das herstellerunabhängige ECM-Beratungsunternehmen jdk hat heute bekannt gegeben, dass das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit zum 31. Juli 2006 einstellt. Gründe sind die aktuellen Marktgegebenheiten, die persönliche Lebensplanung des Inhabers und der zu langsam wachsende ECM-Beratungsmarkt, so Gründer und Inhaber Jörg Dennis Krüger in einem Interview auf der Firmenhomepage.”

Aber jedes Ende ist ein neuer Anfang.

20. Juli 2006

Content Management oder Enterprise Content Management?

Es wird derzeit diskutiert, ob das Center “Enterprise Content Management” der Competence-Site nicht in “Content Management” umbenannt werden sollte, um eine breitere Zielgruppe zu erreichen.

Meiner Meinung nach, wird damit jedoch die gesamte Zielgruppe und das Potenzial der Gruppe stark eingeschränkt. Insbesondere sind Themen wie Dokumentenmanagement und Archivierung in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht unter “Content Management” zu subsumieren (wissenschaftlich vielleicht schon – in der Praxis jedoch ganz und gar nicht).

Über andere Meinungen oder Kommentare zu den Überlegungen würde ich mich freuen.

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Der Autor

ECM-Experte Jörg Dennis Krüger

Jörg Dennis Krüger ist unabhängiger ECM-Spezialist und seit vielen Jahren Beobachter und Meinungsgeber der Branche. Zudem gilt er als Spezialist für Online-Performance-Marketing mit Schwerpunkt auf Conversion Optimierung.

In seinem ECM-Blog lesen Sie seine Meinung zu aktuellen Themen der Branche, Technologietipps und Erfahrungen zum praktischen Einsatz von Enterprise Content Management im Unternehmen.

Von 2008 - 2010 war er Vice President des weltweiten Verbandes von Content Management Praktikern "Content Management Professionals". Er ist als Senior Manager für Aufbau und Leitung des Geschäftsbereiches Conversion-Optimierung bei QUISMA verantwortlich.

Mehr Informationen und Kontakt bei Xing.

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