Rubrik: News
3. Juni 2010
Jens Büscher verlässt DocuPortal
Mit Wirkung zum 31.05.2010 hat Jens Büscher DocuPortal verlassen. Er hatte das Unternehmen 2003 gegründet und in den letzten sieben Jahren eine sehr erfolgreiche ECM-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen geschaffen. Das Unternehmen wird nun von Holger Zumpe geführt, der schon vorher als Partner bei DocuPortal eingestiegen war.
ECM Blog hat mit Jens Büscher gesprochen, um ein bißchen über seine Beweggründe zu erfahren:
ECM Blog: Warum haben Sie Ihr Engagement für DocuPortal beendet?
Jens Büscher: Ich habe in den letzten Jahren nun zwei Firmen (Anm. der Redaktion: Gemeint sind RedDot und Docuportal) mit meinem umfassenden Wissen und innovativen, praxisnahen Softwarekonzepten zu einem erfolgreichen Wachstum verholfen. Für mich war es jetzt an der Zeit, auch meinem Körper & Kopf mal eine kleine Auszeit zu erlauben. Als CEO eines wachsenden Unternehmens mit Personalverantwortung in einem hochanspruchsvollen Markt (ECM) ist dies nur möglich, in dem man die Verantwortung abgibt – was ich getan habe. Mein bisheriger Geschäftspartner, Holger Zumpe, übernimmt das Unternehmen vollständig und hat dadurch auch die Chance, seine eigenen Ideen im Kontext von DocuPortal umzusetzen. Ich habe DocuPortal an seinem bislang wirtschaftlich erfolgreichsten Punkt übergeben, was für mich und meinen Nachfolger, sowie natürlich unsere Kunden und Partner, einen perfekten Übergang bietet.
ECM Blog: Was war Ihr größter Erfolg für DocuPortal?
Jens Büscher: DocuPortal insgesamt war ein voller Erfolg. Man muss bedenken, dass DocuPortal ohne jegliches Kapital in meinem Wohnzimmer in Bremen gegründet wurde und innerhalb von wenigen Jahren zu einer bekannten Marke, mit über jetzt 230 Kunden, geworden ist und auch von den Analystem im Markt auf Augenhöhe mit den bislang bekannten Marken bewertet wird. DocuPortal konnte ohne Start-Kapital, ohne Fremdkapital oder andere Finanzierungshilfen nach wenigen Jahren mit einen Gesamtumsatz im siebenstelligen Bereich aufwarten. Das ist ein grandioser Erfolg für ein Startup.
ECM Blog: Was hätte besser laufen können?
Jens Büscher: Das fehlende Startkapital hatte stets Auswirkungen auf das Marketing und damit den Vertrieb. DocuPortal kann seine eindrucksvollen Eigenschaften und Möglichkeiten – ein vollständiges ECM für den Mittelstand – nicht in der Bekanntheit an die potentiellen Interessenten transportieren, als etablierte Anbieter mit hohen Marketingausgaben dies schaffen. Auf der einen Seite ist man Stolz, ohne fremde Hilfe ein solches Unternehmen aufzubauen, auf der anderen Seite würde mich interessieren, wo DocuPortal heute mit entsprechendem Startkapital stehen könnte. Hier kritisiere ich massiv die fehlende Investitions- und Risikobereitschaft von Banken für neue Softwareunternehmen und die Ängstlichkeit privater Kapitalgeber und Venture Capitalist Anbietern.
ECM Blog: Wie geht es jetzt weiter? Bleiben Sie in der Branche?
Jens Büscher: Salopp gesagt: “Ich kann ja nichts anderes”
. ich habe besondere Fähigkeiten in Unternehmens- und Personalführung, umfassende Kenntnisse in Produktdesign, Marketing, Vertrieb und vielem mehr. Diese Fähigkeiten, sowie auch das Know How im Bereich DMS/ECM möchte ich jetzt die nächste Zeit in meinem neuen Unternehmen interessierten Firmen gerne beratend weitergeben. Es reichen in der Regel einige wenige, aber wesentliche, “Schalter” aus, um den Umsatz oder Kundenkontakte, von beispielsweise Softwareunternehmen, zu verdoppeln. Ebenso würde ich gerne meine Erfahrungen im ECM Markt mit Produkten aber auch den Defiziten bei den Kunden und derer Evaluierungen in Berichten und Vorträgen weitergeben.
Zusätzlich sehe ich mit den aktuellen Technologien, wie Cloud Computing und der Akzeptanz von Social Networking, neue Ansätze, bessere, schlankere und noch verständlichere ECM/DMS Lösungen zu entwickeln; würde dies primär aber nur mit Investoren umsetzen wollen. Der ECM/DMS Markt ist, insbesondere im unteren Mittelstand, immer noch ein Entwicklungsland mit sehr hohem Umsatzpotential. Hier fehlt es speziell an Produktkonzepten, welche die Unternehmen wirklich schnell verstehen und einsetzen können
ECM Blog: Vielen Dank für das interessante Gespräch.
Auch Holger Zumpe wurde eingeladen, einige Fragen zu beantworten. Da er derzeit verständlicher Weise sehr damit beschäftigt ist, sich selbst bei den Kunden und Partnern von DocuPortal vorzustellen und die Führung des Unternehmens zu übernehmen, wird es noch ein paar Tage dauern, bis dieses Interview im ECM Blog veröffentlicht wird.
11. März 2008
SAP macht in ECM
Es ist nicht neu, dass SAP vom “Enterprise Content Management Kuchen” auch sein Stück haben möchte. Nicht nur im ECM-Blog wurde vor einiger Zeit gemunkelt, dass man sich am Markt nach Übernahmekandidaten informiere und OpenText ein interessantes Ziel sei. Letztendlich hat SAP bisher jedoch keine ernst zu nehmende Lösung abseits der Kernkompetenzen des Unternehmens im Angebot. Das heißt: Für die Archivierung von Dokumenten, die für die finanzielle Unternehmenssteuerung notwendig sind, gibt es Anbindungen und Lösungen. Für alles darüber hinaus gibt es maximal schwache Integrationen, aber keine eigenen Produkte. Der Applikationsserver Netweaver ist zwar eine Grundlage für solche Lösungen, bringt selbst aber keine Funktionen mit sich.
Das soll sich nun aber ändern, wie man aus gut informierten Kreisen hört. Dabei will SAP das Rad nicht neu erfinden, sondern einen wirklich intelligenten Schritt gehen: Eine mehr oder weniger intelligente Abstraktionsschicht soll ERP- und ECM-Welt eng miteinander verbinden und zu einer schlagkräftigen Einheit machen, die sämtliche (also strukturierte wie unstrukturierte) Unternehmensdaten vereint.
Dies bringt für SAP gleich mehrere Vorteile. Zum einen ist man damit in jedem ECM-Projekt auf einmal nicht nur ein Randthema, sondern mitten drin. Zum Anderen legt man sich nicht auf einen Lösungsweg fest, sondern ist weiterhin offen für die ganze ECM-Lösungslandschaft.
Als einer der ersten soll Alfresco die neue SAP-Anbindung ausnutzen – munkelt man.
7. November 2007
DOKmagazin – still alive
Auch wenn die vollkommen veraltete Website des DOKmagazin Schlimmes vermuten lässt und auch die letzte Ausgabe trotzt Abonnement nicht auf meinem Schreibtisch gelandet ist, hat mir der Herausgeber Uew Hentschel glaubhaft versichert, dass das Magazin noch weitergeführt wird.
Es soll sogar noch größer weiter gehen! Nächstes Jahr sind statt der vier Ausgaben von diesem Jahr sogar sechs Ausgaben geplant. Auch online hat man große Pläne, wenn auch eher im Bereich der Veranstaltungen als der redaktionellen Inhalte.
Sowie die Ausgabe 3/07 nachgeliefert wurde, gibt es hierzu ein kurzes Review im ECM-Blog!
25. Oktober 2007
Tarnen und Täuschen
Was leider beim Vertrieb von Software schon gar nicht mehr anders gekannt wird, findet auch immer mehr Einzug in Kaufhäuser: Getarnte Promoter, die als angeblich unabhängige Verkäufer eigene Produkte anpreisen und den Mitbewerb gar nicht erwähnen oder gar schlecht machen.
Spiegel Online berichtet über diese Unsitte und wirft direkt die Frage auf, ob es sich um Wettbewerbsverstoß handelt. Hier muss sich auch die ECM-Branche warm anziehen, denn was viele derzeit als “Kavaliersdelikt” sehen, ist schlicht illegal.
Entweder jemand weißt offen darauf hin, dass er abhängig berät und durch Provisionen oder feste Zahlungen von der Beratung für ein bestimmten Produkt profitiert – oder er muss vollkommen unabhängig beraten.
Bankberater haben dies schon ausführlich gerichtlich erklärt bekommen.
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Cara Europe Limited und Jörg Dennis Krüger beraten garantiert hersteller- und produktunabhängig. Wir erhalten keine Provisionen, haben keine Partnerverträge und auch sonst keine Vorteile durch die Empfehlung eines bestimmten Produkts oder Anbieters.
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13. Juni 2007
ECM-World: Keine Dinner, weniger Workshops…
Wie mir soeben mitgeteilt wurde, finden im Rahmen der ECM-World zunächst weder die angekündigten “ECM-Dinner”, noch der Workshop “Enterprise Search” statt. Wie es mit den anderen Veranstaltungen aussieht, ist nicht bekannt – ob der immer noch sehr löchrigen Webpage und dem nicht richtig gestarteten Vertrieb, wird da wohl aber einiges auf der Strecke bleiben.
1. April 2007
Studie belegt: Content Management gefährlich
“Europa könnte wirtschaftlich erheblich besser stehen, hätten wir die Zeichen der Zeit früher erkannt. Man muss deutlich vom Einsatz von Content Management, Dokumentenmanagement und insbesondere vom Einsatz integrativer Konzepte wie Enterprise Content Management abraten!” warnt Prof. Paul G. House, Leiter des Instituts für elektronische Wirtschaftsgefahren.
Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass Tausende von Unternehmensinsolvenzen und Zusammenbrüchen in ganz Europa insbesondere bei Großunternehmen und Konzernen durch den Einsatz solcher Technologien beschleunigt, wenn nicht gar verursacht wurden.
“Durch die Einstellung der Projekte sparen wir Milliarden in den Bereichen Betrieb, Schulung und Lizenzen. Wir werden das Geld nutzen, um unsere Mitarbeiter zu qualifizieren und massiv Arbeitsplätze schaffen.” gibt der Vorstandsvorsitzende eines DAX-Unternehmen an, der zunächst anonym bleiben möchte.
18. Februar 2007
Veranstaltungstipp: iico-Kongress 2007 in Berlin
Vom 10. bis 11. Mai 2007 finden in Berlin der dritte iico-Kongress statt. Inzwischen hat der Kongress einen festen Platz in den Terminkalendern der Marketing-Entscheider, Web-Spezialisten und IT-Fachleute gefunden. Wer die Trends im Internet erfahren und sie schnell in die Praxis umsetzen möchte, findet hier Angeregungen. In mehr als 25 Vorträgen und Workshops, erfahren die Teilnehmer welche wichtigen Business-Trends anstehen und welche Web-Technologien aktuell im Kommen sind. Das detaillierte Programm mit Vorträgen, Referenten und dem Anmeldeformular ist unter www.iico.de abrufbar.
Der iico.de-Kongress war in den vergangenen Jahren oft der aktuellen Entwicklung voraus: Blogs und Wikis wurden beispielsweise 2005 vorgestellt, als vom Web 2.0 noch kaum jemand sprach. Die mehr als 200 Teilnehmer bewerteten nach Angaben des Veranstalters die Veranstaltung 2006 exzellent und vergaben eine Schulnote von 1,6 auf einer Skala von 1-5.
Ein angenehmes und exklusives Rahmenprogramm mit Gala-Dinner, Unterhaltung und Schiffsrundfahrt rundet Ihren Kongressbesuch in Berlin ab. Teilnehmerplätze lassen sich noch zum Frühbucherpreis von 621,18 Euro (inkl. MwSt.) buchen.
15. Februar 2007
WCM-Lösung für Windows Media Center in Windows Vista (Update)
Axinom, Anbieter von ECM-Lösung auf Basis von Dot.NET-Technologie, will zur CeBIT 2007 die neueste Version seines kostenfreien WCMS AxCMS.net vorstellen. Die Version 7.0 soll unter anderem die Publikation von Inhalten in Windows Vista ermöglichen, wodurch beispielweise Mediendaten in das Windows Media Center in Windows Vista eingebunden werden können.
Basierend auf dem neuen Microsoft .NET 3.0 Framework soll sich das System durch geringen Implementierungsaufwand und einfache Erweiterbarkeit aus. Das AxCMS.net wird nach Angaben des Herstellers von Unternehmen wie Microsoft, Siemens oder der Scout24-Gruppe weltweit in mehr als 3.500 Installationen eingesetzt.
Update:
Axinom findet sich in Halle 3 auf Stand E03.
13. Februar 2007
IBM FileNet P8 4.0 ist ab sofort verfügbar
FileNet, Tochterunternehmen von IBM, hat heute nach eigenen Angane die neue Version P8 4.0 seiner Enterprise Content Management (ECM)-Plattform eine Software vorgestellt. Mit Hilfe der neuen version sollten Organisationen jede Art von Inhalt erfassen, zusammenführen und den Zugriff darauf verwalten können. Dies soll die Optionen für automatisiertes Records Management sowie zur Adressierung von Compliance-Anforderungen und reduziert operationale Risiken erweitern. Das Release soll mehr als 75 neue Funktionen und Erweiterungen bieten die speziell dafür entwickelt sein sollen, Unternehmen beim Einsatz von Informationen für geschäftskritische, kosteneffektive Entscheidungen zu unterstützen. So können Organisationen Zeit sparen, ihre Produktivität erhöhen und den Kundenservice verbessern.
Damit erscheint die erste größere Weiterentwicklung des Produktes seit der Übernahme von FileNet durch IBM im Oktober 2006. Das Unternehmen will damit sein Bestreben unterstreichen, den Kunden bei der Verbesserung ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit durch einen uneingeschränkten Zugriff auf wichtige Geschäftsinhalte zu helfen. IBM FileNet P8 4.0 soll die IBM-Strategie durch eine breite Unterstützung führender Betriebssysteme, Datenbanken sowie Desktop- und Portalumgebungen unterstützen, auf die Kundenorganisationen jeder Größe bei der unternehmensweiten Kontrolle, Verfügbarkeit und Verwaltung von Inhalten vertrauen.
13. Februar 2007
Whitepaper: Qualitätsmerkmale von Websites
“Vermeintliche Patentrezepte für den Erfolg kommerzieller Websites gibt es viele. Wenige greifen, da die Ansprüche und Erwartungen der Internetnutzer zu unterschiedlich sind.”, meint der WCM-Anbieter Inforpark.
Im neuen Whitepaper “Qualitätsmerkmale von Websites”, dass das Unternehmen kostenfrei auf seiner Website zur Verfügung stellt, will es darum vorschläge geben, welche anerkannten Konventionen eingehalten werden sollten und wie dies technisch realisiert werden kann.
Ganz neutral ist das Whitepaper jedoch nicht, schließlich ist es (auch) auf das hausiegene Produkt gemünzt: “Infopark CMS Fiona erfüllt alle hier genannten Anforderungen.” heißt es im Whitepaper.

