Rubrik: Trends
17. August 2006
Sicher ist?
Interessantes Thema, zu dem ich mich zeitnah ausführlicher äußern werde.
2. August 2006
Home Content Management
Einen interessanten Gedankengang verfolgt “Crazypumukel” in seinem gleichnamigen Blog. Wenn es “Enterprise Content Management” für die ganzheitliche Verwaltung von Unternehmensinformationen gibt, warum gibt es dann nicht soetwas wie “Home Content Management” für die ganzheitliche Verwaltung sämtlicher privater Informationen.
Das Problem beginnt wohl leider vorallem dort, wo viele Produkte ihre Existenzberechtigung finden: Im damit zu generierenden Umsatz. Viele der Technologien, die in ECM-Produkten stecken, sind sehr aufwendig entwickelt worden und eben nicht so “aus dem Ärmel geschüttelt”. Das ist wohl auch der Grund, warum doe Open-Source-Welt hier noch nicht wirklich nachgezogen ist (um ein Stichwort zu nennen: Es gibt kaum Open-Source-WCMS, die einen brauchbaren Workflow bieten…).
Aber der Gedanke ist gut… Vielleicht kann Alfresco hier weiterhelfen? Als recht ausgereifte Lösung, die zudem kostenfrei erhältlich ist, könnte es eine Grundlage für ein “HCM” bieten. Oder gibts noch andere Vorschläge?
19. Juni 2006
ECM ist tot – lang lebe ECM
Bei CMSWatch schreibt Alan Pelz-Sharpe, “Principal Strategist” bei Wipro Product Strategy & Architecture Consulting, seine Gedanken zu ECM und stellt die Behauptung auf, ECM – in der Definition der AIIM – ist tot. Jedoch sieht er Informationslebensadern, die überall und zu jeder Zeit Informationen zur Verfügung stellen, nicht begraben. Er stellt die Theorie auf, dass ECM in Zukunft viel pragmatischer umgesetzt wird, als bisher.
Hierbei ist er jedoch der Realität etwas hinterher. Zwar hat der wissenschaftliche Ansatz der AIIM nach wie vor Gültigkeit – die Realität in den Projekten ist jedoch schon immer von Pragmatismus geprägt. Aber ein wichtiger Satz steht fast am Beginn des Artikel “the technology may not matter that much anyway, since ECM is really about processes and standards.”
ECM ist keine Software, ECM ist Strategie!
28. Februar 2006
Das Orakel
Seit wenigen Wochen sind nun die neuen “Content Services 10g” der Firma Oracle offiziell verfügbar. Und man glaubt es kaum! Die Entwickler bei Oracle haben tatsächlich ein Standardprodukt erstellt, dass an ein DMS erinnert und teilweise überraschende Funktionalitäten bietet. Nicht nur, dass eine enge Anbindung an die BPEL-Engine von Oracle vorhanden ist, jedem Ordner lassen sich individuelle Einstellungen zur Versionierung und Freigabe mitgeben, die dieser dann voll automatisch beachtet und jedem neu eingestellten Dokument zu weist.
Der Nachteil an dem Standardprodukt ist seine Unflexibilität – Anpassungen sind praktisch nicht möglich. Wer beispielsweise nicht nur eine Dateiliste angezeigt bekommen möchte, sondern Thumbnails bevorzugt (z.B. für Fotos in einer Kundenakte o.ä.) wird mit der derzeitigen Version nicht glücklich. Insider behaupten, es läge daran, dass die CS 10g nur auf der Präsentationsebene konstruiert wären und die deshalb auch hier abgebildete Funktionalität vor Eingriffen von Außen geschützt werden soll.
Das Programm hat noch Zeit zu wachsen – es ist grad “frisch geschlüpft”. Oracle zieht damit auf jeden Fall erstmal an Microsoft vorbei und bietet für KMU eine interessante DMS-Lösung, die funktional (bis auf die mangelnde Flexibilität) mit Hyperwave in einer Liga spielt.
Richtig interessant ist jedoch der Preis: Man spricht von 50-60 Euro pro Arbeitsplatz (zzgl. Datenbank) für die gesamte Collaboration Suite. Diese enthält neben Content Services noch vielfältige andere, innovative Tools.
23. Februar 2006
Recht hat er
Auf der Website der Computerwoche findet sich ein interessanter Beitrag rund um das Thema Enterprise-Content-Management auf der CeBIT. Provokativ fragt die Überschrift “Wo bleibt das papierlose Büro?” und zeigt damit bereits, wo die echten Herausforderungen liegen. Zwar wird auf die Thematik, dass es die Technologien und Techniken für das papierlose Büro schon lange gibt, nur die Konzepte fehlen, etwas stiefmütterlich betrachtet. Wohl weiß aber die CW, dass vorallem das Thema E-Mail Management hierzu (und auch wegen diversen rechtlichen Aspekten) im Mittelpunkt steht.
Etwas auffällig ist die doch recht häufige Darstellung des Kollegen Zöller. Jedoch sind seine Kommentare und Zitate sehr treffend und auf gar keinen Fall fehl am Platze. (Naja, Ausnahmen gibt es. Sowas wie “‘Wenn man weiß, was man will, reduziert sich die Zahl der in Frage kommenden Anbieter erheblich’, weiß Berater Zöller.” ohne weiter auf die Thematik einzugehen, hilft weder der Computerwoche, noch Bernhard Zöller – und dem Leser sowieso nicht.)
Ich freue mich schon darauf, mit Ihm über dieses und andere Themen auf der CeBIT zu diskutieren – schließlich sind wir beide als Partner des VOI vor Ort. Auch wenn weder wir, noch Zöller & Partner im Messeführer des Beitrag vorkommen, obwohl es ausdrücklich heißt: “So sind alle wichtigen ECM-Anbieter und viele Spezialisten vertreten.”. “Spezialisten” ist wohl aber nur auf Softwareanbieter bezogen.
7. Februar 2006
Digitale Poststempel für E-Mail?
AOL und Yahoo wagen gemeinsam den Weg zur elektronischen Briefmarke. Hierbei soll jede einzige E-Mail Nachricht kostenpflichtig sein und deshalb mit erhöhter Priorität an allen Spamfiltern vorbei direkt in das Postfach zugestellt werden.
Der Gedanke ist gut. Spam-Mails verstopfen weltweit die E-Mail-Postfächer und bisher ist kein Kraut dagegen gewachsen. Die verschiedenen Lösungsansätze schaffen zwar etwas Linderung, sind jedoch keine Lösung. Aber was bringt eine Technologie zur kostenpflichtigen E-Mail, die insbesondere zum Start nur Firmenkunden zur Verfügung gestellt werden soll? Mal abgesehen von einem enormen Umsatzpotenzial bei AOL und Yahoo?
Gerade diese beiden Schwergewichte des Internets sollten eigentlich wissen, wie das Internet funktioniert. Eine Priorisierung von (zudem auch noch kostenpflichtigen) E-Mails lässt sich nicht netzweit umsetzen. Dazu kommt, dass rein mit der Verteuerung des spammens noch keine Lösung gegeben ist, schließlich werden auch Unmengen von (kostenpflichtigen) Werbebriefen versenden (z.B. AOL CDs). Zudem lässt sich der kostenlose E-Mail-Dienst nicht abschalten.
Die Idee von AOL und Yahoo ist deshalb nur eines: Ein Geschäftsmodell, um mit einer neuen Spamfilter-Technologie zu verdienen und sich zudem ein Monopol auf “gute” Werbemails zu sichern.
Viel sinnvoller wäre eine Forcierung von digitalen Signaturen. Hier sind bereits Standard verfügbar, die zudem erheblich mehr leisten, als die reine “Spamfilter-Beruhigung”, nämlich (bei richtiger Anwendung) die sichere Identifizierung des Absenders und des abgesendeten Inhalts und damit die Änderung des rechtlichen Status einer E-Mail.
26. Januar 2006
CeBIT Alarm
In 6 Wochen ist sie wieder, die größte Messe der Welt, das Chanuka der IT-Branche: Die CeBIT. Mit “höher, schneller, weiter” wird zwar erstmal nichts, aber die Konzentration auf die “Klasse” statt “Masse” ist ja schonmal eine Entwicklung in die richtige Richtung.
Die CeBIT hat sich auf für ECM etwas Neues einfallen lassen. Es wird jetzt alles, was irgendwie mit Inhalten zu tun hat, unter “Information Management” zusammengefaßt. Eigentlich eine gute Idee – wenn man sich nicht trotzdem an alten Gepflogenheiten festhält. Innerhalb von “Information Management” (das sich über Halle 1 und 3 erstreckt), wird nach wie vor zwischen “Content Management” (Halle 3) und “Dokumentenmanagement” (Halle 1) unterschieden.
Natürlich paßt das aber überhaupt nicht zu den Gedanken und Konzepten der Austeller! Das Ergebnis: In Halle 3 tummeln sich die reinen WCM-Anbieter (Ausnahmen: OpenText und Hummingbird) und den Rest findet man in Halle 1 – wobei den Anbietern, die sich nicht klar in die Dokumenteecke drängen lassen wollen, massiv gegen den Kopf gestoßen wurde.
Und hilft es den Besuchern? Ich habe da so meine Zweifel…


