Rubrik: It’s Krüger
10. September 2007
Schlanker Kunde
Die IT-Welt entwickelt sich weiter – schnell und stetig. Häufig werden Experten nach ihrer Meinung gefragt, in der Hoffnung, dass diese die Entwicklung voraussagen können oder wenigstens einige wertvolle Tipps geben. Unberechtigt ist dies bestimmt nicht! Jedoch sind die beiden wichtigsten Faktoren dabei:
- Wer wird befragt?
- Wer fragt?
Wenn ein oder beide Faktoren nicht mit den richtigen Personen besetzt sind, kommt soetwas heraus, wie jüngst bei “Welt.de”. Hier wurde der “HP-Experte” und Technikchef von Hewlett-Packard, Phil McKinney, dazu interviewed, wie sich der IT-Markt in der nächsten Zeit entwickeln wird.
Abgesehen von der – bestimmt umstrittenen – Meinung McKinneys, dass für viele “Unterwegsarbeiter” zukünftig ein “erweiterer Blackberry” reichen wird, da vorallem E-Mails wichtig sind, “um produktiv arbeiten zu können”.
Eine besonders unsinnige Aussage in dem Interview kommt aber nicht von McKinney, sondern ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit von Welt.de zu verantworten: die Aussage, dass zukünftig ein “Konzept” mit dem Namen “schlanker Kunde” zum Einsatz kommen soll. McKinney spricht jedoch von “Thin Clients”, also “schlanken” Arbeitsplatzcomputern, die selbst über keine Festplatte und Ähnliches verfügen, sondern nur Ein- und Ausgabegerät für einen zentralen Server sind – ein Konzept, dass so alt ist, wie die IT und immer wieder (zu recht?!) in Mode kommt.
(via Tecchannel.de, die das Ganze inkl. des dicken Fehlers einfach abgeschrieben haben)


