Rubrik: Technik
28. August 2006
Thema: Sicherheit
IT-Sicherheit existiert auf verschiedenen Ebenen. Wenn im ECM und besonders im WCM-Bereich über das Thema “Sicherheit” gesprochen wird, so wird damit meist zunächst nur die “Sicherheit” gegenüber “Hackern” gemeint, die dem System so schaden, dass ein ordnungsgemäßer Betrieb nicht mehr möglich ist. Um uns dem Thema “Sicherheit” jedoch professionell zu nähern, müssen wir uns einige wichtige Unterbereiche davon genauer ansehen:
- Betriebssicherheit
Je nach genauen Anforderungen müssen CM-Umgebungen dauerhaft und ohne Ausfall verfügbar sein. - Datensicherheit
Software und Daten dürfen nicht unbemerkt verändert werden. Echtheit und Glaubwürdigkeit einer Person oder eines Dienstes müssen überprüfbar sein. Urheber von Veränderungen müssen erkennbar sein und dürfen Veränderung nicht abstreiten können. - Datenschutz
Vertraulichkeit, Übertragungssicherheit und Privatsphäre müssen gesichert werden.
Die Bereiche sind hier in der Reihenfolge ihres Vorkommens gelistet. Ohne Betriebssicherheit, keine Datensicherheit. Ohne Datensicherheit, kein Datenschutz. Entsprechend muss, um überhaupt ein Sicherheitskonzept aufgebaut werden kann, eine sichere Umgebung geschaffen werden.
Wichtig ist es, auf eine sichere Softwareumgebung wert zu legen. Denn: Auch, wenn das CMS fehlerfrei arbeitet und keine verwundbare Stelle aufweist, kann durch einen Fehler im Betriebssystem oder in anderen laufenden Anwendungen einem Eindringling die Tür geöffnet werden.
Mehr dazu Stück für Stück im ECM-Blog.
17. August 2006
Sicher ist?
Interessantes Thema, zu dem ich mich zeitnah ausführlicher äußern werde.
11. August 2006
Sugar for my honey!
“SweeTS is a development enviroment for TypoScript – the template language of the content management system TYPO3.”
Und ab sofort kostenlos verfügbar.
10. August 2006
Lieblingsscanner
Bei Businesslösungen ist das zentrale Scannen von Dokumente der meist einzig sinnvolle Weg. Fehlerquellen werden ausgeschlossen, Prozesse beschleunigt und es muss nicht tonnenweise Papier durch die Gegend getragen werden, nur um später wieder zurückgetragen zu werden.
Aber ganz ohne dezentrales Scannen geht es meiner Meinung nach nur selten. Darum habe ich seit mittlerweile fast zwei Jahren ein kleines Wunderding der Technik auf meinem Schreibtisch, das mich nicht durch besonders tolle Funktionen, sondern durch seine Einfachheit begeistert.
Der Fujitsu ScanSnap kann nur eines: scannen. Blätter (oder auch Visitenkarten!) in den Einzug legen und auf Knöpfchen drücken. Das Ergebnis: Dank OCR volltextindizierbare PDF-Dokumente (wahlweise auch Word und Excel – muss man mal ausprobiert haben!). Seit dem wird viel mehr digitalisiert, was eigentlich gar nicht archiviert werden muss: Handschriftliche Notizen, Werbebroschüren, etc. Es wird nicht mehr kopiert – sondern gescannt.
Und das ganze Ding (neuste Version, noch schneller, noch besser, noch mehr Tools) kostet inkl. OCR und Adobe Acrobat je nach Version (mit oder ohne TWAIN) zwischen 400,00 und 600,00 Euro (bei eBay auch günstiger).
Ich gebe meinen nicht mehr her!
10. August 2006
E-Mail Management für den Desktop
Vor einigen Wochen wurde die neue Version des kostenlose E-Mail Management Tools “iMail Light” veröffentlicht. Geworben wurde damit, dass man sich die Einstellung von Regeln in Outlook sparen kann und das Tool die Sortierung – nach einer ersten Trainingsphase – automatisch vornimmt. Grund genug, das Ganze einmal zu testen.
Ich habe das Tool in einer sehr einfachen Konfiguration getestet, so dass es mir aus meinem Posteingang nur Pressemeldungen, die fälschlicherweise direkt an mich und nicht in das dafür vorgehene Postfach gesendet wurden, aussortiert. Außerdem habe ich das Tool als Spamfilter eingerichtet.
Als besondere Schwierigkeit stellte sich heraus, schnell eine ausreichende und aussagekräftige Lernmenge bereitzuhalten, mit der sich das Programm trainieren kann. Hier habe ich ohne eine repräsentative Auswahl zu treffen, wahllos nach Pressemeldungen in meinem Posteingang gesucht und diese in den Ordner verschoben, in den zukünftig auch iMail Nachrichten dieser Art verschieben soll. Am Ende waren es 29 (Pressemeldungen) bzw. 20 (Spam) Nachrichten, die als Trainingsmenge herhalten mussten. Wer bereits seine E-Mail in Ordner vorsortiert hat, kann hier sehr einfach starten und diese Ordner als Trainingsmenge verwenden.
Das initiale Trainieren ging recht schnell. Danach ist das Tool dauerhaft aktiv und sortiert jede neu eingegangene E-Mail automatisch ein oder – wenn kein Ordner zutrifft – läßt sie im “Standard” (Posteingang). Sollte eine E-Mail einmal falsch sortiert worden sein, kann über die Symbolleiste die E-Mail manuell einem Ordner zugeordnet werden. In diesem Fall wird die Engine auch gleich entsprechend trainiert, damit gleichartige E-Mails zukünftig automatisch wegsortiert werden.
Fazit: Für den Desktop-Einsatz eine kleine, feine Lösung. Schon nach dem ersten Training werden 98% aller E-Mails richtig sortiert, obwohl sie teilweise doch sehr unterschiedlich sind. Auch neuartige E-Mail gleichen Typs werden größtenteils automatisch erkannt und zugeordnet. Je länger das Tool benutzt wird, desto höher sind die Zuordnungsraten. Falsch zugeordnet wurden Nachrichten nur sehr selten – und wenn dann in den Spam-Ordner.
9. August 2006
Alternative zu Google!?
Schon letztens bin ich durch Zufall auf die schweizer G10 Software AG aufmerksam geworden – heute wurde ich durch eine Pressemitteilung wieder erinnert. G10 bietet Desktop- und Enterprise-Search-Software an, “die mit einer Reihe innovativer Funktionen aufwartet, die nicht nur das Suchen und Finden von Dateien, sondern auch die sich daran anschließende Arbeit mit den gefundenen Informationen deutlich komfortabler machen” (so das Unternehmen).
Zu den Funktionalitäten gehören – neben den normalen Suchen quer über alle lokalen Dateien und Dienste: Drucken und Drag’n’Drop; Filter für Outlook, MP3 und Bilder; Ergebnisverlauf und Differenzabgleich von Ergebnislisten; Individualisierbarkeit und Darstellungsoptionen; Optionen für die Indexaktualisierung.
“Heute müssen Desktop- und Enterprise-Search-Anwendungen optimal an den Bedarf des Benutzers angepasst sein”, erklärt Alexander Rossner, CEO von G10 Software AG in der jüngsten Pressemeldung. Da zeigt auf jeden Fall, dass das Unternehmen in einigen Punkten etwas weiter denkt, als Google, wo zwar alles mehr oder weniger funktioniert, aber keiner weiß “wie” und “warum”.
Ich würde sagen: Angucken. Denn: Es gibt eine kostenlose Basisversion “SVIZZER Personal” auf www.svizzer.com. Einen ausführlichen Testbericht gibts auch bald hier im Blog – wobei ich zu Desktop-Suchen ja gar nicht positiv stehe (auch mehr dazu, bald in diesem Theater
).
20. Juni 2006
Application Service Providing (1/3)
In einer kurzen Serie werde ich das Thema “Application Service Providing”, – also kurz gesagt Software zur Miete – vorstellen und auf die Vor- und Nachteile in Bezug auf WCM und ECM vorstellen.
1: Allgemeines
Wikipedia definiert “Application Service Provider” als einen Dienstleister, der eine Anwendung (z. B. ein ERP-System) betreibt und dem Kunden über öffentliche Netze (z. B. das Internet) anbietet. Der ASP kümmert sich um die gesamte Administration, wie Backup, das Einspielen von Patches usw. Anders als das Applikation-Hosting ist Teil der ASP-Dienstleistung auch ein Service (z. B. Benutzerbetreuung) um die Applikation herum.
Diese Dienstleistung des Application Service Providers nennt sich Application Service Providing.
Die Dienstleistung wird in der Regel im Rahmen eines Dienstvertrags angeboten. Denkbar ist auch eine Ausgestaltung als Mietvertrag oder insbesondere als – langfristig ausgelegter – Pachtvertrag.
ASP hat, neben div. steuerlichen Vorzügen, generelle Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen gehört, dass sämtliche Leistungen zum Betrieb von Hard- und Software durch den Provider erbracht werden und somit das Kerngeschäft des Kunden nicht unnötig stören. Zum Betrieb von Datenbank, Application Server und Applikationen ist im Unternehmen (besonders im 24/7-Betrieb) viel teures Personal notwendig. Da der ASP mehrere Kunden betreut und somit das Personal auf die Kunden umgelegt werden kann, wird dies zudem als deutliche Kostenersparnis fühlbar. Das Gleiche trifft auf die Hardware zu. Um einen reibungslosen Betrieb zu garantieren, muss eine Applikation in rechenzentrumsähnlicher Umgebung betrieben und Austauschhardware vorrätig gehalten werden. Dies ist nur für wenige, sehr große Unternehmen machbar und sinnvoll.
Der häufig angebrachte Nachteil, dass sämtliche Daten “aus der Hand” gegeben werden, ist nicht von der Hand zu weisen und muss bei der Auswahl eines Providers berücksichtigt werden. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Daten bei einem ASP meist besser geschützt sind, als im eigenen Unternehmen. Weitere potenzielle Nachteile sind die Verfügbarkeit von Supportpersonal und die Geschwindigkeit der Applikation. Läßt sich ersteres noch mit SLAs gut absichern, ist letzteres ab und an ein echtes Problem. Denn: Der Provider kann noch so viel Bandbreite zur Verfügung stellen, wenn die Anwender mit DSL arbeiten, wird schon der Austauch kleinerer Dateien ein Geduldsspiel.
Klassischste Formen des ASP ist übrigens das Webhosting. Auch hier wird gegen ein Entgelt Software, Hardware und Netzanbindung zur Verfügung gestellt und gewartet. Entsprechend werden auch viele WCMS in Form von Application Service Providing genutzt. Mehr dazu im zweiten Teil dieser Serie “Application Service Providing und WCMS”.


