3 / 31 2 3

Rubrik: Technik

28. August 2006

Thema: Sicherheit

IT-Sicherheit existiert auf verschiedenen Ebenen. Wenn im ECM und besonders im WCM-Bereich über das Thema “Sicherheit” gesprochen wird, so wird damit meist zunächst nur die “Sicherheit” gegenüber “Hackern” gemeint, die dem System so schaden, dass ein ordnungsgemäßer Betrieb nicht mehr möglich ist. Um uns dem Thema “Sicherheit” jedoch professionell zu nähern, müssen wir uns einige wichtige Unterbereiche davon genauer ansehen:

  • Betriebssicherheit
    Je nach genauen Anforderungen müssen CM-Umgebungen dauerhaft und ohne Ausfall verfügbar sein.
  • Datensicherheit
    Software und Daten dürfen nicht unbemerkt verändert werden. Echtheit und Glaubwürdigkeit einer Person oder eines Dienstes müssen überprüfbar sein. Urheber von Veränderungen müssen erkennbar sein und dürfen Veränderung nicht abstreiten können.
  • Datenschutz
    Vertraulichkeit, Übertragungssicherheit und Privatsphäre müssen gesichert werden.

Die Bereiche sind hier in der Reihenfolge ihres Vorkommens gelistet. Ohne Betriebssicherheit, keine Datensicherheit. Ohne Datensicherheit, kein Datenschutz. Entsprechend muss, um überhaupt ein Sicherheitskonzept aufgebaut werden kann, eine sichere Umgebung geschaffen werden.

Wichtig ist es, auf eine sichere Softwareumgebung wert zu legen. Denn: Auch, wenn das CMS fehlerfrei arbeitet und keine verwundbare Stelle aufweist, kann durch einen Fehler im Betriebssystem oder in anderen laufenden Anwendungen einem Eindringling die Tür geöffnet werden.

Mehr dazu Stück für Stück im ECM-Blog.

17. August 2006

Sicher ist?

Keine einfach Frage…

Interessantes Thema, zu dem ich mich zeitnah ausführlicher äußern werde.

11. August 2006

Sugar for my honey!

“SweeTS is a development enviroment for TypoScript – the template language of the content management system TYPO3.”

Und ab sofort kostenlos verfügbar.

10. August 2006

Lieblingsscanner

Bei Businesslösungen ist das zentrale Scannen von Dokumente der meist einzig sinnvolle Weg. Fehlerquellen werden ausgeschlossen, Prozesse beschleunigt und es muss nicht tonnenweise Papier durch die Gegend getragen werden, nur um später wieder zurückgetragen zu werden.

Aber ganz ohne dezentrales Scannen geht es meiner Meinung nach nur selten. Darum habe ich seit mittlerweile fast zwei Jahren ein kleines Wunderding der Technik auf meinem Schreibtisch, das mich nicht durch besonders tolle Funktionen, sondern durch seine Einfachheit begeistert.

Der Fujitsu ScanSnap kann nur eines: scannen. Blätter (oder auch Visitenkarten!) in den Einzug legen und auf Knöpfchen drücken. Das Ergebnis: Dank OCR volltextindizierbare PDF-Dokumente (wahlweise auch Word und Excel – muss man mal ausprobiert haben!). Seit dem wird viel mehr digitalisiert, was eigentlich gar nicht archiviert werden muss: Handschriftliche Notizen, Werbebroschüren, etc. Es wird nicht mehr kopiert – sondern gescannt.

Und das ganze Ding (neuste Version, noch schneller, noch besser, noch mehr Tools) kostet inkl. OCR und Adobe Acrobat je nach Version (mit oder ohne TWAIN) zwischen 400,00 und 600,00 Euro (bei eBay auch günstiger).

Ich gebe meinen nicht mehr her!

10. August 2006

E-Mail Management für den Desktop

Vor einigen Wochen wurde die neue Version des kostenlose E-Mail Management Tools “iMail Light” veröffentlicht. Geworben wurde damit, dass man sich die Einstellung von Regeln in Outlook sparen kann und das Tool die Sortierung – nach einer ersten Trainingsphase – automatisch vornimmt. Grund genug, das Ganze einmal zu testen.

Ich habe das Tool in einer sehr einfachen Konfiguration getestet, so dass es mir aus meinem Posteingang nur Pressemeldungen, die fälschlicherweise direkt an mich und nicht in das dafür vorgehene Postfach gesendet wurden, aussortiert. Außerdem habe ich das Tool als Spamfilter eingerichtet.

Als besondere Schwierigkeit stellte sich heraus, schnell eine ausreichende und aussagekräftige Lernmenge bereitzuhalten, mit der sich das Programm trainieren kann. Hier habe ich ohne eine repräsentative Auswahl zu treffen, wahllos nach Pressemeldungen in meinem Posteingang gesucht und diese in den Ordner verschoben, in den zukünftig auch iMail Nachrichten dieser Art verschieben soll. Am Ende waren es 29 (Pressemeldungen) bzw. 20 (Spam) Nachrichten, die als Trainingsmenge herhalten mussten. Wer bereits seine E-Mail in Ordner vorsortiert hat, kann hier sehr einfach starten und diese Ordner als Trainingsmenge verwenden.

Das initiale Trainieren ging recht schnell. Danach ist das Tool dauerhaft aktiv und sortiert jede neu eingegangene E-Mail automatisch ein oder – wenn kein Ordner zutrifft – läßt sie im “Standard” (Posteingang). Sollte eine E-Mail einmal falsch sortiert worden sein, kann über die Symbolleiste die E-Mail manuell einem Ordner zugeordnet werden. In diesem Fall wird die Engine auch gleich entsprechend trainiert, damit gleichartige E-Mails zukünftig automatisch wegsortiert werden.

Fazit: Für den Desktop-Einsatz eine kleine, feine Lösung. Schon nach dem ersten Training werden 98% aller E-Mails richtig sortiert, obwohl sie teilweise doch sehr unterschiedlich sind. Auch neuartige E-Mail gleichen Typs werden größtenteils automatisch erkannt und zugeordnet. Je länger das Tool benutzt wird, desto höher sind die Zuordnungsraten. Falsch zugeordnet wurden Nachrichten nur sehr selten – und wenn dann in den Spam-Ordner.

9. August 2006

Alternative zu Google!?

Schon letztens bin ich durch Zufall auf die schweizer G10 Software AG aufmerksam geworden – heute wurde ich durch eine Pressemitteilung wieder erinnert. G10 bietet Desktop- und Enterprise-Search-Software an, “die mit einer Reihe innovativer Funktionen aufwartet, die nicht nur das Suchen und Finden von Dateien, sondern auch die sich daran anschließende Arbeit mit den gefundenen Informationen deutlich komfortabler machen” (so das Unternehmen).

Zu den Funktionalitäten gehören – neben den normalen Suchen quer über alle lokalen Dateien und Dienste: Drucken und Drag’n’Drop; Filter für Outlook, MP3 und Bilder; Ergebnisverlauf und Differenzabgleich von Ergebnislisten; Individualisierbarkeit und Darstellungsoptionen; Optionen für die Indexaktualisierung.

“Heute müssen Desktop- und Enterprise-Search-Anwendungen optimal an den Bedarf des Benutzers angepasst sein”, erklärt Alexander Rossner, CEO von G10 Software AG in der jüngsten Pressemeldung. Da zeigt auf jeden Fall, dass das Unternehmen in einigen Punkten etwas weiter denkt, als Google, wo zwar alles mehr oder weniger funktioniert, aber keiner weiß “wie” und “warum”.

Ich würde sagen: Angucken. Denn: Es gibt eine kostenlose Basisversion “SVIZZER Personal” auf www.svizzer.com. Einen ausführlichen Testbericht gibts auch bald hier im Blog – wobei ich zu Desktop-Suchen ja gar nicht positiv stehe (auch mehr dazu, bald in diesem Theater ;-) ).

20. Juni 2006

Application Service Providing (1/3)

In einer kurzen Serie werde ich das Thema “Application Service Providing”, – also kurz gesagt Software zur Miete – vorstellen und auf die Vor- und Nachteile in Bezug auf WCM und ECM vorstellen.

1: Allgemeines

Wikipedia definiert “Application Service Provider” als einen Dienstleister, der eine Anwendung (z. B. ein ERP-System) betreibt und dem Kunden über öffentliche Netze (z. B. das Internet) anbietet. Der ASP kümmert sich um die gesamte Administration, wie Backup, das Einspielen von Patches usw. Anders als das Applikation-Hosting ist Teil der ASP-Dienstleistung auch ein Service (z. B. Benutzerbetreuung) um die Applikation herum.

Diese Dienstleistung des Application Service Providers nennt sich Application Service Providing.

Die Dienstleistung wird in der Regel im Rahmen eines Dienstvertrags angeboten. Denkbar ist auch eine Ausgestaltung als Mietvertrag oder insbesondere als – langfristig ausgelegter – Pachtvertrag.

ASP hat, neben div. steuerlichen Vorzügen, generelle Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen gehört, dass sämtliche Leistungen zum Betrieb von Hard- und Software durch den Provider erbracht werden und somit das Kerngeschäft des Kunden nicht unnötig stören. Zum Betrieb von Datenbank, Application Server und Applikationen ist im Unternehmen (besonders im 24/7-Betrieb) viel teures Personal notwendig. Da der ASP mehrere Kunden betreut und somit das Personal auf die Kunden umgelegt werden kann, wird dies zudem als deutliche Kostenersparnis fühlbar. Das Gleiche trifft auf die Hardware zu. Um einen reibungslosen Betrieb zu garantieren, muss eine Applikation in rechenzentrumsähnlicher Umgebung betrieben und Austauschhardware vorrätig gehalten werden. Dies ist nur für wenige, sehr große Unternehmen machbar und sinnvoll.

Der häufig angebrachte Nachteil, dass sämtliche Daten “aus der Hand” gegeben werden, ist nicht von der Hand zu weisen und muss bei der Auswahl eines Providers berücksichtigt werden. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Daten bei einem ASP meist besser geschützt sind, als im eigenen Unternehmen. Weitere potenzielle Nachteile sind die Verfügbarkeit von Supportpersonal und die Geschwindigkeit der Applikation. Läßt sich ersteres noch mit SLAs gut absichern, ist letzteres ab und an ein echtes Problem. Denn: Der Provider kann noch so viel Bandbreite zur Verfügung stellen, wenn die Anwender mit DSL arbeiten, wird schon der Austauch kleinerer Dateien ein Geduldsspiel.

Klassischste Formen des ASP ist übrigens das Webhosting. Auch hier wird gegen ein Entgelt Software, Hardware und Netzanbindung zur Verfügung gestellt und gewartet. Entsprechend werden auch viele WCMS in Form von Application Service Providing genutzt. Mehr dazu im zweiten Teil dieser Serie “Application Service Providing und WCMS”.

3 / 31 2 3
Tagcloud: ECM Blog
Der Autor

ECM-Experte Jörg Dennis Krüger

Jörg Dennis Krüger ist unabhängiger ECM-Spezialist und seit vielen Jahren Beobachter und Meinungsgeber der Branche. Zudem gilt er als Spezialist für Online-Performance-Marketing mit Schwerpunkt auf Conversion Optimierung.

In seinem ECM-Blog lesen Sie seine Meinung zu aktuellen Themen der Branche, Technologietipps und Erfahrungen zum praktischen Einsatz von Enterprise Content Management im Unternehmen.

Von 2008 - 2010 war er Vice President des weltweiten Verbandes von Content Management Praktikern "Content Management Professionals". Er ist als Senior Manager für Aufbau und Leitung des Geschäftsbereiches Conversion-Optimierung bei QUISMA verantwortlich.

Mehr Informationen und Kontakt bei Xing.

Kategorien
Weitere Artikel im ECM Blog

Open Text kauft Vignette – Sinnvoll oder nicht?

Soeben erreicht mich aus den USA die Information, dass Open Text die Übernahme von Vignette für 310 Millionen US-Dollar angekündigt hat. Die Zahlung soll größtenteils in Bargeld und nur zu einem kleinen Teil in Aktien erfolgen. Die Übernahme soll im 2. Halbjahr dieses Jahres abgeschlossen werden. Open Text kauft damit eine der größten und bekanntesten [...]

Rechtsanwaltskanzlei sucht Software

Soeben erreicht mich folgende E-Mail: “Sehr geehrtes Team, wir sind EDV Dienstleister aus Wien und suchen für einen Kunden, eine Rechtsanwaltskanzlei eine Software, mit der verschiedene Versionen/ Fassungen von Word – Dokumenten (PDFs) miteinander verglichen werden können. Können Sie uns bitte Informationen über Funktion, Preise (EK/ VK) und Abwicklung zukommen lassen.” Wer hier ein Angebot [...]

Kostenloses Ticket zur Hannover Messe

Nicht nur zur CeBIT gibt es hier auf jdk.de kostenlose Tickets! Auch zur Hannover Messe habe ich einen ganz heißen Tipp. Das Unternehmen PriorMart AG, bei dem auch jdk.de Kunde ist, bietet kostenfreie Tickets an, für dich man sich einfach unter diesem Link direkt bei der Deutschen Messe AG registrieren kann. Mit diesem Link geht [...]

Hätte die Bankenkrise durch Open Source verhindert werden können?

Schon vor einiger Zeit habe ich mit dem CEO eines Open Source ECM-Unternehmens über folgende Frage diskutiert: “Hätte die Bankenkrise durch Open Source verhindert werden können?” Diese Frage ist natürlich absichtlich provokativ platziert um die Diskussion rund um das Geschäftsmodell Open Source zu starten und weiter anzufachen, schließlich ist das Thema “Geld verdienen mit Open [...]

Enterprise 2.0 Webinar von Gentics

Soeben flatterte hier eine Einladung von Gentics zu einem Enterprise 2.0 Webinar hinein. Prinzipiell eine gute Idee und die Themen lesen sich auch sehr gut. Ob man die Anknüpfung an “Die Krise” nun wirklich braucht, oder als Unternehmen nicht lieber etwas weitsichtiger handeln sollte, ist dahin gestellt. Enterprise 2.0 kann zwar kurzfristig Effekt zeigen, die [...]

Innovationspreis-IT mit fremden Federn gewonnen

Neben der Pressebox ist der Innovationspreis-IT wohl das seriöseste Produkt des Huber Verlags. Ich finde den Preis toll und er hat meine volle Unterstützung – jedoch ziehen dort langsam ein paar dunkle Wolken auf. Auf der diesjährigen CeBIT wurde er wieder verliehen, der Innovationspreis-IT. In über 30 Kategorien, u.a. auch Wissensmanagement (Gewinner: Consideo), Content Management [...]