29. September 2011
Der neue Sceye: Dokumentenkamera für den täglichen Gebrauch
Seit 2006 beschäftige ich mich mit der Dokumentenkamera “Sceye” von Silvercreations. Der erste Kontakt mit dem Gerät war dabei nicht gerade positiv: es wurde als etwas angepriesen, was es einfach nicht war und die ganze Lösung steckte noch sehr in den Kinderschuhen.
Das hat sich geändert – beides. Silvercreation hat mir erneut einen aktuellen Sceye zur Verfügung gestellt. Sceye ist mittlerweile in der 5. Generation angekommen und hat sich merklich verändert. Zuerst fällt auf, dass sich das Gerät gar nicht stark verändert hat. Die Funktionsweise ist nach wie vor gleich und äußerlich fällt nur die Beleuchtung und insbesondere die Laser-Markierung auf. Die meisten Veränderungen gab es bei den inneren Werten: der neue Sceyse hat eine bessere Auflösung und ist schneller.
Immer noch kein Dokumentenscanner…
Wenn es Akten zu digitalisieren gibt, kann ich nach wie vor nicht zum Sceye raten. Ein Einzugscanner macht da einen besseren Dienst. Jedoch ist der Sceye für alles abseits vom massenhaften Erfassen in Standardformaten einen Schritt voraus. Der beste Anwendungfall ist jetzt das Scannen von Kleinbelegen. Das geht so schnell und einfach von der Hand, dass man nie wieder das ganze kleine Beleggut in den normane Einzugscanner stopfen will.
Das ist jedoch nicht primär ein Verdienst der Hardware, als vielmehr der Software. Hier wurde wirklich mitgedacht und es macht Spaß auf die schnelle einen Beleg nach dem anderen zu digitalisieren. Haben Sie schonmal Belege für eine Reisekostenabrechnung gescannt? Mit Sceye geht das in einem Bruchteil der Zeit!
Scannen im Kontext ist unschlagbar
Silvercreations hat die Chance genutzt und die Möglichkeiten von Sceye logisch weiter gedacht. Dabei herausgekommen ist das Scannen im Kontext. Diese Idee ist wunderbar und wird durch die Funktionsweise von Sceye erst richtig sinnvoll: Dokumente werden genau dann gescannt, wenn man sie in einem logischen Prozess braucht.
Beispiel gefällig? Sie möchten ein Konto eröffnen und die Bank brauch dafür Ihren Personalausweis.
- Der übliche Ablauf: Der Mitarbeiter kopiert den Ausweis und legt ihn in die Akte. Diese wird an die zentrale Erfassung versendet, dort gescannt und ist dann digital im System verfügbar.
- Mit Sceye: Der Mitarbeiter hält den Ausweis bei der Einrichtung des Kontos unter die Kamera. Der Ausweis wird gescannt und direkt in Ihrer neuen Bankakte digital abgelegt. Das geht schneller, ist einfacher und spart Kosten.
Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Im täglichen Unternehmenseinsatz gibt es noch viele weitere Anwendungsfälle. Diese sind meist kein Standard und müssen individuell angepasst werden. Dafür bietet Silvercreations jedoch eine Sceye-API, die dies recht einfach ermöglicht.
Neid muss man sich verdienen
Das Silvercreations mit Sceye Erfolg hat und es genügend Anwendungsfälle gibt, zeigt sich nicht nur daran, dass die Firma noch am Markt ist – es gibt auch die ersten Nachahmer. Beim Blättern im Neuesten Pearl-Katalog fand ich ein sehr ähnliches Gerät der Marke “Sumikon”. Der Beschreibung nach liest es sich so, wie ein Sceye aus einer früheren Generation. Für 49,00 Euro ein echtes Schnäppchen – aber wohl nicht für den professionellen Einsatz geeignet, bei der die neueste Sceye-Generation glänzt.
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3 Reaktionen zu “Der neue Sceye: Dokumentenkamera für den täglichen Gebrauch”
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Am 1. November 2011 um 20:51 Uhr
Haben Sie Erfahrungen im Scannen von Büchern mit dem Sceye sammeln können?
Am 2. November 2011 um 09:56 Uhr
Auch für Bücher kann den Sceye gut einsetzen. Die Frage ist jedoch, welche Qualität man möchte. Bei einem normalen Flachbettscanner erhält man eine deutlich bessere Qualität. Der Grund: Beim Fotografieren mit Sceye ist die Buchseite fast immer irgendwie gewellt. Die Auflage bei einem Flachbettscanner sorgt dafür, dass die Seite komplett glatt ist.
Am 21. März 2012 um 08:13 Uhr
Es wäre sehr schön, wenn es für dieses Gerät auch eine gute Linux-Anbindung geben würde.
Das Gerät ist wirklich gut, aber für die die Stadt München nicht einsetzbar! – Da es schon an einer geordneten USB-Identifizierung an Linux-Geräten fehlt. Eine Anbindung an Xsane ist noch nicht möglich.
Vielleicht hilft dieser Link weiter!
Mit freundlichen Grüßen
Ein gutes Produkt, sollte auch auf einer sehr guten Plattform (Betriebsystem) laufen!
Mir den Besten Grüßen und Respekt für die bisher gute Arbeit!
http://www.dpunkt.de/images/cover/gross//3405.jpg