20. August 2010
Interview mit Holger Zumpe (DocuPortal)
Wie bereits im Juni berichtet, hat sich bei DocuPortal einiges verändert. Gründer und bis dahin Geschäftsführer Jens Büscher hat sich zurück gezogen und den Staffelstab an Holger Zumpe übergeben.
Ich habe Holger Zumpe einige Fragen gestellt – hier seine Antworten:
ECM Blog: Jens Büscher verlässt DocuPortal. Damit geht der Gründer und Visionär hinter dem Produkt. Wie wichtig war Jens Büscher für die Vergangenheit?
Holger Zumpe: Zur Firmengründung im Jahre 2003 hatte Herr Büscher die Idee, was der Software-Markt brauchen könnte und welche Anforderungen an ein DMS bestehen. Damals noch fast kindlich-naiv, wenn man betrachtet, wohin sich die Anforderungen heute hin entwickelt haben. Ich bin damals als freiberuflicher Entwickler unterwegs gewesen, hatte aber selber keine Idee für ein Business Produkt, obwohl ich viele Jahre in diesem Bereich gearbeitet habe. Heute ist es so, dass sich der jetzige Rest der Firma vor Kreativität und Ideen kaum retten kann, zumindest was den ECM Bereich angeht. Es wäre ein Traum, wenn wir das alles noch viel leichter umsetzen könnten. Insofern ist Jens Büscher für die weitere Entwicklung der Firma nicht mehr so von Bedeutung, auch wenn ich seine Anregungen manchmal vermisse.
ECM Blog: Gibt es nun Dinge die sich bei DocuPortal stark ändern werden?
Holger Zumpe: Wenn Jens Büscher in all den Jahren eine Sache hervorragend geschafft hat, dann, den Namen DocuPortal im deutschsprachigen Markt einzuführen und bekanntzumachen. Ich werde selbstverständlich versuchen, den Bekanntheitsgrad zu erhalten. Noch wichtiger ist mir aber jetzt, die DocuPortal Kompetenz im Markt zu erhöhen. Ich finde es am wichtigsten, dass so viele Leute wie möglich das Produkt kennen und damit arbeiten können, zumal sie dann auch sehr schnell Abstand nehmen werden von anderen komplizierteren Produkten. Diese Kompetenz ist auch deshalb wichtig, damit viele wissen: Auch diese Herausforderung kannst Du mit DocuPortal lösen.
Was die Technik angeht, wird der Weg, den ich schon vor über einen Jahr in der Entwicklung eingeschlagen habe, stärker zum Tragen kommen. Diese Entwicklung basiert auf inzwischen 7 Jahren Erfahrung mit ECM Systemen und Kundenanforderungen und hat mit dem ursprünglichen DocuPortal nicht mehr viel zu tun. Die Vision, die in meinem Kopf und hoffentlich auch schon in den Köpfen unserer Mitarbeiter steckt, muss noch besser beschrieben werden, so dass ich mich an dieser Stelle damit noch bedeckt halte. Lassen Sie sich überraschen.
Dann gibt es noch ein paar weitere relevante Änderungen: Die ehemalige DocuPortal GbR geht in die DocuPortal GmbH über. Des Weiteren suchen wir Personal in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb und System-Administration. Gegen Ende des Jahres werden wir in ein größeres Office ziehen.
ECM Blog: Wer verantwortet zukünftig die Strategie von DocuPortal?
Holger Zumpe: Ich, selbstverständlich. Dass ich die strategische Verantwortung „meiner“ Firma abgebe, ist eher unwahrscheinlich.
ECM Blog: In welchen Bereichen wird die DocuPortal-Strategie unverändert weiter geführt?
Holger Zumpe: Unser Slogan ‚Alles Einfach Schnell Finden!‘ wird noch lange Bestand haben, da es für uns einfach die Kernanforderung an ein ECM System ist. Wir arbeiten seit einiger Zeit an Automatisierungen, die Benutzern sehr viel Arbeit abnehmen können und die Regeln bestimmen, was mit Daten geschehen soll. Dabei zeigt sich, dass die vorherige Strategie, die Möglichkeit zur manuellen Arbeit mit Workflow-Unterstützung, nicht reduziert werden darf, d.h. dass die benutzerfreundliche Oberfläche, auf die wir immer sehr viel wert gelegt haben, noch stärker und weiter ausgebaut wird als das Prinzip der Automatisierung.
DocuPortal war schon immer ein Produkt für den KMU Markt. Wir werden den Fokus noch stärker auf diesen Markt legen, da sich immer wieder zeigt, dass große ECM Firmen diesen Markt nicht zufriedenstellend bedienen können. Eine kleine Firma mit 5 Personen kann eben keine 30.000€ auf den Tisch legen, um ihre interne Arbeitsorganisation zu strukturieren oder sogar gesetzliche Anforderungen zu erfüllen.
ECM Blog: Was sind die nächsten Innovationen, die wir von DocuPortal sehen werden?
Holger Zumpe: Gegen Ende des 3. Quartals werden wir DocuPortal 9 auf den Markt bringen. Wesentliche Neuerung dabei ist die Möglichkeit zur Einbindung der Automation Services. Unsere neue Komponente Automation Server ist ein modulbasierendes System bestehend aus Schnittstellenmodulen zu beliebigen externen Systemen und einem Schnittstellenmodul zum DocuPortal 9 Server. Innen befindet sich eine neue generische Workflow Komponente, die die Verarbeitungsregeln der ein- und ausgehenden Daten bestimmt. Die Workflow Komponente wird sich zum vollständigen Business Process Management entwickeln. Die zunächst veröffentlichten Module sind eine Anbindung an Email Server und eine Dateisystem Anbindung (z. B. für automatische Bearbeitung von Scanvorgängen). Die Modulkonzeption ist relativ einfach gehalten, so dass Module für alle denkbaren (schnittstellentauglichen) Anwendungen schnell erstellt werden können, auch von Kunden selber.
ECM Blog: Vielen Dank für das Gespräch!
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2 Reaktionen zu “Interview mit Holger Zumpe (DocuPortal)”
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Am 21. August 2010 um 15:34 Uhr
Wer hat diese Texte denn erzeugt? Jdk oder Herr Zumpe? Bei Letzterem sollte sich DocuPortal schleunigst nicht nur Entwickler zulegen, sondern auch dringend eine PR Beratung. Die Texte sind durchgehend verwirrend.
Nach einem Jahr neuer Entwicklung ist eine “Vision” im Kopf von Herrn Zumpe und hoffentlich(!) in den Köpfen der Mitarbeiter? Und das neue Konzept hat mit dem bisherigen Produkt nichts mehr zu tun? Hoffentlich lesen das keine der Bestandskunden.
Am 21. August 2010 um 20:49 Uhr
Also ich habe mir keine Texte ausgedacht. Das Interview wurde per E-Mail geführt und die Antwort 1:1 hier wiedergegeben.