23. Juni 2008

Fat-Clients sind out

Nicht nur der aktuelle Trend zur Umsetzung von Konzepten und Strategien aus dem “Web 2.0″, sondern auch die Arbeitsgewohnheiten von Mitarbeitern zeigen klar in eine Richtung: webbasierte Clients sind immer mehr auf dem Vormarsch und werden mittelfristig Fat-Clients voll und ganz verdrängen.

Dies ist eine vollkommen logische Entwicklung. Webbasierte Oberflächen sind leichter zu entwickeln, schneller anzupassen und viel besser erweiterbar. Zudem ist die Anwendung damit plattformübergreifend verfügbarbar – vorausgesetzt es werden die gängigen Browser unterstützt.

Webbasierte Oberflächen, die auf propritäre Funktionen einzelner Browser setzen oder einfach nicht mit allen eingesetzten Browsern geprüft und auf diese abgestimmt wurde, sind in diesem Zusammenhang natürlich vollkommen contra produktiv.

Fat-Clients sind übergangsweise noch dort sinnvoll, wo sehr spezielle Funktionen an wenigen Arbeitsplätzen genutzt werden – z.B. für Scanning und OCR. Mittelfristig werden jedoch auch diese durch webbasierte Clients abgelöst werden.

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3 Reaktionen zu “Fat-Clients sind out”

  1. Wolfgang Schmidetzki

    :-)
    => Webbasierte Oberflächen sind leichter zu entwickeln [...]. Zudem ist die Anwendung damit plattformübergreifend verfügbarbar …

    Das klingt, als hätten Sie das nie selbst versucht :-)
    Das Weboberflächen einfach zu entwickeln sind ist ein Irrtum. Der Aufwand ist tatsächlich erheblich, und wird sehr häufig unterschätzt. insbesondere wenn es “plattformunabhängig” sein soll.

    => vorausgesetzt es werden die gängigen Browser unterstützt.

    Das liegt u. a. das Problem. Zu den gängigen Browsern gehört ja leider auch der IE. In vielen Punkten bedeutet das leider, daß Funktionen komplett 2 mal entwickelt und getestet werden müssen: Einmal für standardkonforme Browser und dann noch einmal für den IE :-(

    Und ist man schließlich “fertig” kommt FF3. Und dann Safari 4. Und dann IE 8 …

    Glauben sie mir: Fat Clients sind wesentlich einfacher zu entwickeln.

    Aber ansonsten gebe ich Ihnen natürlich recht: Weboberflächen gehört die Zukunft.

  2. Twan van Elk » Blog Archive » Linklog

    [...] Meer en meer clients web-based [...]

  3. Florian Piaszyk

    Auch wenn dieser Blogeintrag einige Tage alt ist kann ich mich nicht beherrschen hier eine Post zu hinterlassen:

    Ich unterstütze voll und ganz die Ausführungen von Herr Schmidetzki und möchte hinzufügen, das viele Kunden den Weg zurückgehen und vermehrt über die Einführung von Desktop-Clients nachdenken. Einer der Haupttreiber für Web-Clients in Unternehmen war die IT-Abteilungen, betrachtet man jedoch die Anwender sehen die Bedürfnisse und Anforderungen deutlich anders aus! Hier ist die Benutzerfreundlichkeit, Übersichtlichkeit, Integration in die Windowswelt und Abbildung gewohnter Arbeitsweise der Schlüssel zur Akzeptanz und somit zum erfolgreichen Projekt.

    Dieses lässt sich auch darin erkennen, dass Web-Clients immer mehr Desktop-Clients ähneln und versuchen klassische Desktop-Funktionen webbasierend abzubilden. Besonders dieser Punkt führt definitiv zu höheren Aufwendungen bei der Entwicklung von Web-Clients.

    Ich bin überzeugt, der Trend zum Web-Client wurde von Technikern getrieben und nicht von den betroffenen Anwendern. Heute finden die Anwender wieder Gehör und die Reaktion der Techniker darauf ist der Versuch den Browser zu Fat-Client zu machen unbeachtet der Tatsache, das der Aufwand für die Entwicklung und die Wartung des Codes überproportional ansteigt und nicht mehr im Verhältnis zum Nutzen steht.

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Der Autor

ECM-Experte Jörg Dennis Krüger

Jörg Dennis Krüger ist unabhängiger ECM-Spezialist und seit vielen Jahren Beobachter und Meinungsgeber der Branche. Zudem gilt er als Spezialist für Online-Performance-Marketing mit Schwerpunkt auf Conversion Optimierung.

In seinem ECM-Blog lesen Sie seine Meinung zu aktuellen Themen der Branche, Technologietipps und Erfahrungen zum praktischen Einsatz von Enterprise Content Management im Unternehmen.

Von 2008 - 2010 war er Vice President des weltweiten Verbandes von Content Management Praktikern "Content Management Professionals". Er ist als Senior Manager für Aufbau und Leitung des Geschäftsbereiches Conversion-Optimierung bei QUISMA verantwortlich.

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