9. Juni 2008
Was will der Besucher?
Der Shopblogger hat heute im Rahmen seiner unregelmäßigen Linkschau das Interesse der Besucher auf ein Bild gerichtet, dass ein offensichtlich unsinniges Angebot eines Supermarktes zeigt. Unabhängig davon, ob es diese Preisauszeichnung tatsächlich gab oder nur ein Spaß für das Internet ist, sollte man nicht vorschnell entscheiden, wenn es darum geht, welches der Angebote – insbesondere wenn sie nicht gleichzeitig dargestellt werden – den größten Umsatz erzielt.
Viel mehr als vom Preis ist der Erfolg des Angebots abhängig von Platzierung, Präsentation und den Erwartungen der potenziellen Kundschaft in Bezug darauf. So kann es gut sein, dass das günstigste Angebot in einem eher auf hochwertige Produkte spezialisierten Umfeld, nur kritisch aufgenommen und der “Haken an der Sache” gesucht wird. Gleiches gilt vielleicht für ein teureres Angebot beim Discounter.
Um dies nun auf das Thema dieses Weblogs zu übertragen, muss man sich selbst die Frage stellen, ob man die Besucher seiner Webseite überhaupt kennt. Wer weiß genau, mit welchem der drei Angebote er seine Zielgruppe optimal anspricht? Genau diese Frage wird bei Aufbau und Konzeption von Webseiten und Produktpräsentationen im Web viel zu wenig beachtet. Und selbst wenn sich dazu Gedanken gemacht werden, kann niemand exakt voraussagen, welches Angebot wie am Besten funktioniert.
Hier setzen, in den USA längst bekannte und in Europa noch etwas stiefmütterlich behandelte, Konzept wie das A/B-Testing von Websites an. Oft kommt man damit zu beeindruckenden Ergebnissen und schafft endlich Ruhe bei den langen und immer wieder aufflammenden Diskussionen zwischen Vertriebs- und Marketingexperten, was denn nun der beste Ansatz wäre. Nicht raten, sondern testen sollte viel öfter das Motto sein.
Auch auf jdk.de läuft der ein oder andere Test – mit interessanten Ergebnissen, die dazu beitragen, dass jdk.de noch weiter optimiert wird.
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Am 9. Juni 2008 um 10:14 Uhr
Hallo Herr Krüger,
interessant zu dem Thema Product Placement ist vielleicht auch folgende Information:
Amazon mixt ganz bewusst in die “Käufer die das Produkt kauften kauften auch dieses Dinge” Spalte Produkte hinein, die eigentlich Ladenhüter oder nicht überall erhältlich sind.
Neben den “bekannten” und “überall” erhältlichen Dingen (also dem Mainstream den man auch im Supermarkt erhält) wird auf diese Art und Weise sehr viel Umsatz mit Dingen erziehlt, die sonst nicht oder nur schwer erhältlich sind (“Long Tail” // http://en.wikipedia.org/wiki/The_Long_Tail).
Der gemachte Umsatz, der im Long Tail befindlichen Produkte liegt bei z. B. bei Amazon weit über 50%.
Auch schön !
Heiko Specht
PS: es würde mich wundern, wenn Amazon diese nicht vorher mittels genauer Analyse ermittelt hätte