12. November 2007
Verschlüsselung ist nicht alles
In einem aktuellen Beitrag berichtet Spiegel Online – wohl auch vor dem Hintergrund der Vorratsdatenspeicherung – über die Wichtigkeit der Verschlüsselung von Daten. Schon vor vielen Jahren revolutionierte Pretty Good Privacy (PGP) den Verschlüsselungsmarkt und lehrte Geheimdienste das Fürchten. Zwar sind die damaligen Algorithmen mittlerweile schneller dechiffrierbar, die moderne Kryptographie hat jedoch neue Wege entwickelt, Daten sicher zu verschlüsseln.
Doch wie sicher ist “sicher”? Und was leistet Verschlüsselung überhaupt?
Verschlüsselung ist in der Regel eine Einbahnstraße: Daten werden beim Sender verschlüsselt und auf die Reise geschickt. Der berechtigte Empfänger hat den Gegenschlüssel und kann die Daten lesen. Davon bekommt der Sender jedoch nichts mehr mit. Er kann auch nicht steuern, dass ein ehemals berechtigter keinen Zugriff mehr hat. Einmal übersandte Daten liegen beim Empfänger wieder im Klartext vor und sind von ihm jederzeit zu lesen.
Klassische Verschlüsselung schützt so zwar vor Datendiebstahl (beispielsweise bei verschwundenem Laptop). In den viel wichtigeren Fällen ist eine reine Verschlüsselung jedoch nicht zu gebrauchen: Wirtschaftsspionage wird nicht wirksam unterbunden.
Hierzu werden leistungsfähige “Information Rights Management” Systeme (IRM) benötigt, die reine Verschlüsselung und die Verwaltung von Zugriffsrechten verbinden und so sicherstellen, dass wirklich nur derjenige die Daten sehen kann, der zum Zeitpunkt des Zugriffs hierzu berechtigt ist. Bei jedem Zugriff auf ein so geschütztes Dokument werden die Rechte des zugreifenden Benutzers von einem zentralen Server abgefragt und nur soviel Zugriff zugelassen, wie dem Benutzer erlaubt ist (“nur lesen”, “lesen und drucken”, “lesen und schreiben” usw.).
Dies geschieht unabhängig vom Speicherort der Datei, benötigt jedoch – wie die normale Verschlüsselung auch – die Installation einer besonderen Software.
Natürlich lässt sich IRM auch wunderbar mit Dokumentenmanagement verbinden, was nicht nur einen höchst möglichen Schutz, sondern auch höchst mögliche Funktionalität bietet.
Mehr zu Information Rights Management findet sich auch hier auf jdk.de.
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Eine Reaktion zu “Verschlüsselung ist nicht alles”
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Am 11. August 2011 um 09:52 Uhr
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