3. August 2007
Das Landessozialgericht Wiesbaden hat in einer jüngst veröffentlichten Entscheidung klar dargestellt, dass die qualifizierte digitale Signatur notwendig ist, um einem elektronischen Dokument den gleichen Wert zu geben, wie einem schriftlichen. E-Mails ohne eine qualifizierte digitale Signatur wahren nicht die Schriftform und sind damit zur offiziellen Kommunikation – in diesem Fall zur Einlegung einer Beschwerde bei Gericht – nicht geeignet.
Die praktische Begründung ist ganz einfach und wird aus einem Beschluss des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 17. Januar 2005 (2 PA 108/05) zitiert: „Diese Sicherung der Authentizität ist durch einfache E-Mails nicht gewährleistet. Der Absender ist, wie im vorliegenden Fall, nicht ausreichend sicher identifizierbar und es besteht eine größere Gefahr von Missbrauch und Täuschung durch Unbefugte“.
Dies lässt sich so direkt auch auf offizielle Kommunikation im Geschäftsleben und auch innerhalb des Unternehmens übertragen. So sind beispielsweise Urlaubsanträge, die nur per E-Mail gestellt und genehmigt wurden, zumindest eine Gefahr für den Arbeitnehmer – die durchgängige Nutzung einer persönlichen qualifizierten digitalen Signatur kann hier Abhilfe schaffen.
(via Handakte)
Kategorie Know-how, Praxis | 1 Kommentar »
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Der Autor

Jörg Dennis Krüger ist unabhängiger ECM-Spezialist und seit vielen Jahren Beobachter und Meinungsgeber der Branche. Zudem gilt er als Spezialist für Online-Performance-Marketing mit Schwerpunkt auf Conversion Optimierung.
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Von 2008 - 2010 war er Vice President des weltweiten Verbandes von Content Management Praktikern "Content Management Professionals". Er ist als Senior Manager für Aufbau und Leitung des Geschäftsbereiches Conversion-Optimierung bei QUISMA verantwortlich.
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Danke für den Beitrag.
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