11. Juni 2007
Ein Königreich für ein Intranet!
Informationsverwaltung im modernen Unternehmen läßt sich nicht mit Akronymen ausdrücken. ECM, DMS, WCM, CMS etc. sind zwar Bezeichnungen für Technologien und Konzepte – im Unternehmen zählt aber der Nutzwert. Einer der Bereiche, die am schwierigsten zu fassen sind, ist das Thema “Intranet”.
Ganz abstrakt definiert beispielsweise die Wikipedia den Begriff als “ein Rechnernetzwerk, dass auf den gleichen Techniken wie das Internet (TCP/IP, HTTP) basiert, jedoch nur von einer festgelegten Gruppe von Mitgliedern einer Organisation genutzt werden kann.”
Das ist natürlich ein sehr allgemeiner Ansatz. Genauer nachgedacht, trifft es dieser allgemeine Vergleich jedoch ziemlich genau: Ein Intranet ist das interne Internet – nicht nur technisch gesehen, sondern auch inhaltlich. Genauso, wie der Privatmann Börsenkurse im Internet vergleicht oder die Privatfrau ihren Mietwagen online bucht, können oder müssen auch im Intranet Informationen und Funktionen für die Mitarbeiter des Unternehmens verfügbar sein. Hier bietet sich die Möglichkeit zugeschnittene und angepasste Werkzeuge zur Verfügung zu stellen – und damit dem Wildwuchs bei der Nutzung von Internetangeboten zu begegnen.
Wenn umfangreiche Informationen über das Unternehmen, relevante Themen, das Tagesgeschehen, Mitbewerber und Anderes verfügbar ist und zusätzlich auch Anwendungen die tägliche Arbeit erleichtern und unterstützen wird das Intranet ein Erfolg – und nicht nur der Rahmen für den so oft zitierten und obligatorischen Kantinenplan.
Ein Intranet muss sich aber stets an den modernen Entwicklungen des Internets messen lasse, um beachtet und genutzt zu werden. Wenn es komfortabler ist, mit Google News zu arbeiten, als die Informationen im Intranet zu lesen, hat das Intranet verloren.
“Intranet” ist also kaum ein technischen Thema. Die richtige Technik zur Erfüllung der Anforderungen des Unternehmens und seiner Mitarbeiter muss natürlich gegeben sein – sie muss aber auch tatsächlich genutzt werden, um zum Leben gebracht zu werden.
Hierzu ist die Etablierung einer zentralen Intranetredaktion ein wichtiger Schritt. Diese darf aber nicht nur Textwüsten erzeugen und Inhalte pflegen, sondern muss aktiv an der inhaltlichen und funktionalen Weiterentwicklung des Intranets beteiligt sein. Optimal ist es, wenn hier auch jemand dediziert für kleine Erweiterungen zuständig ist und diese umsetzen kann.
So entwickelt sich das Intranet zu einem schlagkräftigen Werkzeug und echten Wettbewerbsvorteil!
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