10. April 2007
Am Kunden vorbei…
Man glaubt es kaum, doch es scheint so, als das sehr viele – vorallem größere – Softwareanbieter in der ECM-Branche ihre Kunden und deren wachsende und sich verändernde Anforderungen nicht kennen. Oder einfach nicht kennen wollen. Wie kommt es sonst, dass neue Technologien bzw. Konzepte nur sehr schleppend bis gar nicht von den Unternehmen umgesetzt werden? Beispiele sind alle möglichen Themen des Online Marketing sowie der Zusammenarbeit im Unternehmen.
Es ist beispielsweise unglaublich, dass immer noch diverse Systeme es nicht schaffen, 100% sprechende URLs abzubilden, sondern noch irgendwelche Parameter in der URL mit sich herumtragen. Richtig erschreckend ist die Lage bei den aktuellsten “Web 2.0″ Technologien. Es scheint gerade so, als wenn sich die Entwickler bevor sie ihre eigenen Blogsprodukte u.ä. umsetzen, die Marktführer in diesem Bereich nicht ansehen dürfen. Wie kommt es sonst dazu, dass grundlegendste Funktionen aus den Open Source Blogsystemen nicht in kommerziellen Produkten umgesetzt werden (u.a. Spamfilter und One-Page-Publishing). Und es werden bei Konzeption und Umsetzung noch nicht mal Menschen gefragt, die sich mit den Erwartungen in der Praxis auskennen.
Das Ergebnis: Obwohl “professionelle” (also kommerzielle) Lösungen im Haus sind, muss für bestimmte Anwendungen im Inter- und Intranet auf Open Source Software zurückgegriffen werden. Per se ist dies nichts Schlechtes – aber sämtliche Vorteile der kommerziellen Lösung (funktional wie organisatorisch, beispielsweise Freigabeverfahren, zentrale Zugriffsrechte) gehen verloren und werden sogar umgekehrt, da jetzt weitere Lösungen gewartet werden müssen.
Hier müssen die Hersteller dringend nachbessern und flexibler auf die Anforderungen des Marktes reagieren. Dies gilt nicht nur für die “klassischen” Web Content Management Anbieter – sondern wirklich für die ganze Branche. Wie wäre es beispielsweise mit Wiki-Technologie im DMS, um einfach gemeinsam Dokumente erstellen zu können?
(Hinweis: Blogs und Wikis sind in diesem Beitrag nur verwendet worden, um plakative Beispiele zu bieten, mit denen viele etwas anfangen können. Es gibt auch abseits dieser “Web 2.0 Themen” genug Beispiele, wo die Kunden einfach vergessen werden – Beispiele gibt und gab es im Blog genug.)
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