21. Dezember 2006
Spam oder Segen? Erste Flatrate für Businessadressen
Adressen sind im Marketing eine äußerst begehrte Ware, die sich die Adressenverlage teuer bezahlen lassen. adressenflat.de ändert das – und bringt Deutschlands erste Flatrate für Qualitätsadressen an den Start. Für eine einmalige Mietgebühr von 399 Euro im Jahr können Gewerbetreibende auf einen Pool von über 10 Millionen handverlesenen Adressen zugreifen und sie für sich nutzen.
Wer im Geschäftsbereich auf Kundensuche geht, benötigt aktuelle und gültige Adressen, um mit der Akquise beginnen zu können. Entsprechende Dienstleister bieten die gewünschten Adressen an, verlangen aber gutes Geld für die Nutzung des Datenbestandes.
Hinter adressenflat.de steht nach Angaben des Unternehmens die Erfahrung und Kompetenz eines Spezialisten, der bereits seit vielen Jahren im Adressenmarkt zu Hause ist. Stettin Direct Marketing soll handverlesene Qualitätsadressen nutzen, die fortlaufend aktualisiert werden sollen. Sie unterliegen den einschlägigen Datenschutzgesetzen und dürfen im Business-to-Business-Markt ganz legal eingesetzt werden, wenn die offiziellen Richtlinien eingehalten werden, was etwa die Benutzung von Telefonnummern und E-Mail-Adressen anbelangt.
Ein Beispiel: Ein Unternehmer, der die Herausgabe einer neuen Apothekenzeitung plant, recherchiert über die Adressen-Flatrate die aktuellen Adressen von über 20.000 Apothekern in ganz Deutschland, um sie auf dem Postweg von dem neuen Projekt begeistern zu können. Die Recherche kann jeden Monat wiederholt werden, um so immer die neuesten Adressen zu nutzen. Trotzdem wird die Flatrate-Gebühr nur einmal im Jahr fällig.
Angebot für Leser dieses Blogs
Für alles Leser dieses Artikels steht ein Testzugang bereit, sodass jeder die Adressselektion ausprobieren kann, ohne gleich eine Flatrate buchen zu müssen. Wer sich mit der E-Mail-Adresse “info@adressenflat.de” und dem Passwort “muster” bei www.adressenflat.de anmeldet, darf beliebig viele Adressselektionen durchführen. Der Export der Adressen ist allerdings immer auf die ersten 10 Datensätze beschränkt.
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12 Reaktionen zu “Spam oder Segen? Erste Flatrate für Businessadressen”
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Am 21. Dezember 2006 um 17:10 Uhr
In welchem Verhältnis stehen Sie zu adressenflat.de ?
Am 21. Dezember 2006 um 17:26 Uhr
@1: Vielen Dank für Ihre Nachfrage. Ich stehe zu adressenflat.de in keinem Verhältnis, habe ich der Vergangenheit jedoch selbst viel Geld für Adressen (teilweise 3,00 Euro pro Stück) ausgegeben und finde das Angebot deshalb interessant. Als Journalist habe ich zudem ein erweiteres Testpaket erhalten, was eine eingeschränkte, kostenfreie Nutzung ermöglicht. Dies hat mich jedoch nicht zur Veröffentlichung veranlasst.
Am 22. Dezember 2006 um 08:16 Uhr
Danke für die Klarstellung. Hätte mich auch schwer überrascht wenn es “Werbung” gewesen wäre, beim Lesen stellte sich mir unwillkürlich die Frage der Disclosure. Wahrscheinlich lese ich zuviele US-Blogs
Am 9. Dezember 2008 um 17:27 Uhr
20.000,00 Euro Vertragsstrafe!!! in den AGB’s für die alten Adressen… die ein Einmannunternehmen gesammelt haben soll… Besser gute Adressen von seriösen Anbietern kaufen anstatt diese Abzocke!
Am 3. März 2010 um 16:03 Uhr
Das Abzocke-Geschäftsmodell sieht so aus:
1)
Für 999 €/Jahr erhält man grottenschlechte, überalterte Adressen, von denen weit über 60% keine direkte email-Adresse besitzen, sondern nur eine verdeckte “xxx-europadressen.eu” Adresse. Man hat keinerlei Kontrolle, wer davon die gesandte Mail überhaupt erhält und öffnet. Responsequote zweier größerer Testaussendungen unter 0,01%!!!!!
2)
Bei jedem noch so kleinen Anlass wird auf der Basis der AGB durch einen Winkeladvokaten aus Frankfurt eine Abmahnung über mindestens 800 € + MWSt. rausgeschickt. Wenn das bezahlt wurde, kommt eine Woche später direkt die Drohung mit einer zivilrechtlichen Eintreibung der AGB- Vertragsstrafe von 20.000 €.
Fazit: Finger weg von diesen Adressabzockern. Das echte Geld machen die sowieso über die Abmahnschiene.
Am 27. Juli 2010 um 14:07 Uhr
Ich finde dieses Angebot sehr schlecht. Was ich bisher so darüber gelesen habe, sind die Firmenadressen, die man dort kaufen kann sehr veraltet.
Da greife ich lieber weiterhin zu anbietern wie http://www.address-base.de oder Schober und kaufe dort Firmenadressen mit Qualität, als eine Flat zu haben und dann bei einem Postmailing 50% Rückläufer zu bekommen.
Ronja
Am 8. September 2010 um 14:46 Uhr
Ich kann diesen Eindruck nur bestätigen. Die Adressen sind veraltet. Nachfragen unerwünscht…
Gegenleistung wird nicht erbracht und Anfragen werden versucht über einen Anwalt in Frankfurt weg zu drücken.
Am 4. Oktober 2010 um 11:41 Uhr
Der Name Stettin ist mir bislang auch nur negativ aufgefallen. Ich bekomme SPAM-Mails von Unternehmen, die bei Stettin Direct Marketing bzw. branchenflat / adressenflat Adressen gekauft haben. Auf Nachfrage versicherte man mir, diese seien durch Double-OptIn-Verfahren generiert worden. Das ist falsch. Ich weiß nicht woher die meine E-Mail-Adresse haben, sicher ist nur: nicht auf diesem Wege. Ich werde folglich prüfen, ob wir das auf rechtlichem Wege klären lassen.
Am 27. Februar 2011 um 23:24 Uhr
Ich habe nun einige Adresshändler ausprobiert: schober, hoppenst. , ….. und die Qualität war nie zu gut, nur der Preis war teuer, meist über 15-20 % falsche Adressen. Meinen letzten Kauf habe ich bei Addres-Base gemacht die waren etwas besser, jedoch wenigstens günstig, aber kann auch Zufall sein.
Aber ich glaube nicht das so eine Flatrate wirklich aktuelle Adressen beinhaltet. Vor allem bei dem Preis!
Am 30. Mai 2011 um 15:06 Uhr
Finger weg von adressenflat.de !!!
Pure Abzock-und Abmahnmasche.
Ich hatte ein Jahr lang einen kostenpflichtigen Vertrag. Die Geschäftsbeziehung habe ich schriftlich per Einschreiben mit Rückschein gekündigt.
Über den Rechtsanwalt Schleifmann aus Frankfurt erhalte ich seiher jährlich immer Mahnungen und gerichtliche Mahnbescheide.
Die Adressen sind meist unvollständig und nicht aktuell. Ein von mir beauftragtes Call-Center hatte Mühe mit den bereitgestellten Daten.
Am 28. Oktober 2011 um 16:38 Uhr
Die Adressen sind, wenn dann überhaupt vorhanden, nur Müll. Das ist schlecht. Gut hingegen ist, dass der Stettin offenbar nicht sonderlich intelligtent ist. Uns ist er jetzt in die Falle getappt – und wir sind gerade dabei dem faulen Zauber ein Ende zu bereiten. Je mehr Zeit wir uns damit lassen, umso größer wird der Schaden sein und um so drastischer die zu erwartende Strafe. Vorab nur so viel: Von Abzocke kann nicht die Rede sein, das ist handfester, fortgesetzter Betrug!!!
Am 9. November 2011 um 14:25 Uhr
Soeben erreicht mich folgende Nachricht:
”
Sehr geehrter Herr Krüger,
Hiermit möchten wir sie in Kenntnis setzen, dass adressenflat.de ab den 08.11.2011 zum Unternehmen B2B Adressenmarketing dazu gehört.
Für sie als Kunde ändert sich nichts zum Nachteil, im Gegenteil ab sofort enthält adressenflat.de top aktuelle Adressen.
Bitte notieren sie sich ihre neuen Zugangsdaten für adressenflat.de:
Kundennummer:10XXX
Passwort: 8aXXXXX
Anbei sende ich ihnen unseren Adressenkatalog.
Bei Fragen, stehe ich ihnen gerne zur Verfügung.
Es grüßt sie herzlich aus Frankfurt am Main
B2B Adressenmarketing
Frau Ahlem Meddeb
Geschäftsführerin
Klingerstr. 24
60313 Frankfurt
”
Lustig dabei: Ich bin kein Kunde von denen. Entsprechend habe ich zunächst ein Auskunftsersuchen nach §34 BDSG gestartet. Mal schauen, was da kommt.
Viele Grüße,
Jörg Dennis Krüger