13. Dezember 2006
Agenturen sind kreativ – und werden genau dafür bezahlt. Um erfolgreich zu sein, müssen sich Webseiten abheben – in Punkte Design, Usability und Bedienkonzept (auch wenn die beiden letzten Punkte oft nicht leicht miteinander vereinbar sind). In Agenturen werden keine Techniker beschäftigt, sondern “Kreative”, die eine ganz andere Sicht auf die Dinge haben und haben sollen.
Ein Internetprojekt – aber auch Projekte im Bereich Intranet, Extranet etc. – lebt nur sekundär von Integration oder Funktionalität, die dem Benutzer angeboten wird, sondern primär von Design und Inhalt – wobei vorallem Letzteres durch Einsatz eines Web Content Management Systems möglichst gut zu verwalten sein soll.
Eine Grundlage von Web Content Management ist daher die Trennung von Design, Inhalt und Funktionalität. Für ein Internetprojekt ist es daher förderlich bis tödlich, wenn aufgrund von technischen Limitationen des WCMS ein Design nicht umgesetzt werden kann. Nicht nur, dass das Design verändert werden muss – die Probleme liegen meist tiefer. Wenn ein Design nicht umsetzbar ist, sind auch andere elemenatere Ansprüche an eine moderne Website (“sauberer” Quellcode, Barrierefreiheit, Suchmaschinenoptimierung, generelle Website Usability) meist nicht erfüllbar – womit der Einsatz des Systems ausscheidet.
Ausnahmen von dieser Regel gibt es keine: Was als HTML/XHTML/CSS realisierbar ist, muss auch mit dem WCMS realisierbar sein – sonst funktioniert die Trennung von Design und Inhalt nicht und weitere Probleme werden alsbald folgen.
Kategorie Know-how | 3 Kommentare »
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Der Autor

Jörg Dennis Krüger ist unabhängiger ECM-Spezialist und seit vielen Jahren Beobachter und Meinungsgeber der Branche. Zudem gilt er als Spezialist für Online-Performance-Marketing mit Schwerpunkt auf Conversion Optimierung.
In seinem ECM-Blog lesen Sie seine Meinung zu aktuellen Themen der Branche, Technologietipps und Erfahrungen zum praktischen Einsatz von Enterprise Content Management im Unternehmen.
Von 2008 - 2010 war er Vice President des weltweiten Verbandes von Content Management Praktikern "Content Management Professionals". Er ist als Senior Manager für Aufbau und Leitung des Geschäftsbereiches Conversion-Optimierung bei QUISMA verantwortlich.
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Am 13. Dezember 2006 um 21:42 Uhr
Nur eine kleine Anmerkung sei erlaubt.
“Darf nicht bieten” ist eine nicht barrierefreie Formulierung. “Darf nicht einschränken” ist da wohl besser.
Der nichtwissende Leser denkt sonst, das wäre ein Kriterium zur Auswahl und nimmt das in seinen Evaluationskatalog mit auf.
Bieten Sie auch Designeinschränkungen mit an (Bitte erläutern) ?
grüße
der Leser
Am 14. Dezember 2006 um 09:19 Uhr
ROTFL
Am 21. August 2009 um 02:30 Uhr
Im CMS-Dschungel ist es sinnvoll erst einmal in verschiedene Content Management Systeme hineinzuschnuppern, bevor man sich auf eines spezialisiert. Im Netz finden sich mittlerweile einige interessante Dienste, die viele Systeme vorinstalliert haben und mittels Gastzugang erste Einblicke gewähren. Designeinschränkungen hat ein gekonnter Webdesigner eigentlich bei fast keinem CMS mehr… alles eine Frage der richtigen und kreativen Umsetzung