30. August 2006

Deutsches Wort für “Records Management”

In einem Brainstorming gestern, haben wir überlegt, wie man “Records Management” möglichst umfassend in die Deutsche Sprache übersetzt.

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7 Reaktionen zu “Deutsches Wort für “Records Management””

  1. Oliver Bildesheim

    Hallo,

    die wikipedia übersetzt das wie folgt:

    “… kann mit ‘Aktenführung’ oder ‘Schriftgutverwaltung’ übersetzt werden.’

    Aber ich weiss nicht, ob das so 100%ig passt. Ist ja wie mit vielen Fachbegriffen: das Englische eignet sich für Buzzwords einfach besser ;-)

    Beste Grüße,
    Oliver Bildesheim

  2. Oliver Bildesheim

    insbesondere ‘Schriftgutverwaltung’ erinnert doch eher an Document Management

  3. Jörg Dennis Krüger

    Genau da ist das Problem. “Aktenführung” ist irgendwie schon nicht unpassend – aber da haben wir die Problematik, was eine “Akte” überhaupt ist. “Schriftgutverwaltung” ist mir viel zu breit.

  4. Oliver Bildesheim

    Um den Begriff Akte heraus zu nehmen, vielleicht so etwas wie “Ablageverwaltung” oder so … Klingt aber auch eher nach klassischem Büro “mit ohne IT” ;-)

  5. Dr. Ulrich Kampffmeyer

    @ Oliver Bildesheim

    Hallo Herr Bildesheim,
    es ist eine grundsätzliche Frage, wie man “Records” und “Records Management” übersetzt oder ob man überhaupt übersetzt.
    Der Term “Record” entspricht weitgehend dem was wir im Deutschen ein Dokument oder eine aufbewahrungspflichtige Aufzeichnung nennen. “Records Management” würde der “Verwaltung von Aufzeichnungen” entsprechen. Man ist hier auch sehr nah am Begriff “Registratur”, zumindest in der öffentlichen Verwaltung.
    “Ablage” hatte ich zumindest 1997 so definiert, dass sie die Verwaltung von Dokumenten vor der eigentlichen Archivierung abdeckt.
    “Aktenführung” ist nun sehr verwaltungsdeutschtümelnd und trifft für Wirtschaftsunternehmen weniger zu. Außerdem ist ein “Record” eine Einzelaufzeichnung und damit Bestandteil einer Akte, in der Regel aber nicht die Akte selbst. Akten setzen sich aus “Records” zusammen, man muss aber Records nicht in Akten sammeln.
    Also bleibt die Definition der ISO, die zumindest weltweit standardisiert ist und auch in einer deutschen Übersetzung vorliegt. Wenn man die offizielle deutsche Übersetzung der ISO Norm 15489 nicht mag (auch hierzu gibt es einen Wikipedia-Eintrag), dann sollte man es beim englischsprachigen Begriff “Records Management” belassen. Es wäre nicht der erste und nicht der einzige Anglizismus, der seinen Einzug in den deutschen Sprachraum fände.
    Nicht zuletzt möchte ich darauf hinweisen, dass der Wikipedia-Artikel zum Thema Records Management aus Sicht der schweizerischen öffentlichen Verwaltung geschrieben ist und längst noch nicht alle allgemeingültigen Aspekte des Records Management abdeckt.
    P.S. gern können wir hierzu auch in einem anderen Forum weiterdiskutieren, da diese Webseite nicht auf meiner “frequent-visits”-Liste ist (also z.B. contentmanager.de oder openBC.com|Gruppe “information & document management”) – entgegen anderslautender Eintragen in diesem BLog …
    Mit freundlichen Grüßen,
    Dr. Ulrich Kampffmeyer

  6. Jörg Dennis Krüger

    @Kff: Dann ist es wohl einer Ihrer Mitarbeiter, der hier recht oft vorbei schaut. Aber egal – es freut mich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, um einen Kommentar zu hinterlassen. Nur: Noch immer weiß kein Anwender, was eigentlich Records Management ist – und der Verweis auf eine ISO-Norm hilft leider auch nicht viel weiter. Wir werden weiter “brainstormen”.

    Dies ist auch kein Diskussionsforum, sonderne eine Informationsplattform. Ich möchte weder die 1000sende Stundenthreads wie Contentmanager.de, noch die wenigen Threads von OpenBC – sondern wenn überhaupt prägnante, gezielten Meinungsaustausch zu aktuellen Themen.

    Alles andere kann man in andere Foren legen. Schade, dass das Forum von Kollege Zöller auch so wenig besucht ist.

  7. Oliver Bildesheim

    @ Herr Dr. Kampffmeyer:

    Wie ich in meinem Kommentar vom 30.08. angedeutet habe, wäre ich hier durchaus dafür, den Begriff nicht unbedingt zu übersetzen (Zitat: “Ist ja wie mit vielen Fachbegriffen: das Englische eignet sich für Buzzwords einfach besser ;-) ”).

    Allerdings ist es auch meine Erfahrung, dass (was verständlich ist) vielen Anwendern erläutert werden muss, was Records Management denn nun genau ist.

    Mir sind die genannten Definitionen und Normen durchaus bekannt, jedoch führen diese Personen, die nicht so tief im Thema drin sind, i.d.R. nicht wirklich weiter.

    Wichtig wäre daher eine griffige, vor allem aber kurze und eher allgemein-sprachliche Beschreibung, was mit dem Begriff gemeint ist.

    Wenn man es mit der genannten, doch recht wörtlichen Übersetzung “Verwaltung von Aufzeichnungen” versucht, kommen relativ schnell weitere Fragen auf, z.B. nach dem Unterschied zu “Document Management”, da hier ja auch irgendwie ‘Aufzeichnungen’ Gegenstand seien (wie gesagt: ich schreibe dies aus Sicht von Gesprächspartnern, die mit diesen Begrifflichkeiten nicht alltäglich zu tun haben).

    Mit freundlichen Grüßen,
    Oliver Bildesheim

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Der Autor

ECM-Experte Jörg Dennis Krüger

Jörg Dennis Krüger ist unabhängiger ECM-Spezialist und seit vielen Jahren Beobachter und Meinungsgeber der Branche. Zudem gilt er als Spezialist für Online-Performance-Marketing mit Schwerpunkt auf Conversion Optimierung.

In seinem ECM-Blog lesen Sie seine Meinung zu aktuellen Themen der Branche, Technologietipps und Erfahrungen zum praktischen Einsatz von Enterprise Content Management im Unternehmen.

Von 2008 - 2010 war er Vice President des weltweiten Verbandes von Content Management Praktikern "Content Management Professionals". Er ist als Senior Manager für Aufbau und Leitung des Geschäftsbereiches Conversion-Optimierung bei QUISMA verantwortlich.

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