16. August 2006
Goldene Regel #7: Geben Sie dem Kind einen Namen.
Schon Kinder bekommen von Michael Ende die Bedeutung eines Namens eindrucksvoll vermittelt. Ein Name ist mehr als eine Bezeichnung, ein Name birgt eine gewissen Kraft für das Individuum, dass ihn erhält. Eine wichtige Funktion eines Namens ist auch die eindeutige Zuordnung zu einer bestimmten Person – oder auch einem bestimmten Projekt.
Gerade aufgrund der “babylonischen Sprachverwirrung”, die als Metapher nicht erst von Dr. Kampffmeyer erfunden wurde, und den damit bezeichneten Kommunikationsschwierigkeiten selbst innerhalb eines Projektteams, sind klare Konventionen notwendig. Oft wird in einem Projekt parallel über die gleichen Funktionen und Konzepte mit verschiedenen Namen gesprochen: “Content Management”, “Portal”, “Dokumentenmanagement”, “Wissensmanagement” usw. sind nicht eindeutig genug definiert, um ohne besondere Absprachen eine eindeutige Differenzierung bei jedem Projektmitarbeiter und insbesondere jedem Anwender zu erwarten.
Es ist auch für ein Projekt nicht wichtig, ob man es nun als “Content Management”, “Enterprise Content Management” oder der Einfachheit halber einfach als “DMS” bezeichnet. Wichtig ist, dass alle Beteiligten damit das Selbe verbinden und somit eine klare Übereinkunft herrschaft, über was gesprochen und mit was gearbeitet werden soll.
Wer sich scheut, hier die teilweise recht abgenutzten Bezeichnungen zu verwenden, macht es wie Bastian Baltasar Bux im eingangs erwähnten Märchen: Er gibt dem Ganzen einen eigenen Namen. Nicht nur die Identifikation mit dem Projekt, sondern auch die Kommunikation in und über das Projekt kann dadurch verstärkt und verbessert werden.
Mein DMS heißt “Cairon”. Mitraten, woher der Name kommt, darf gerne jeder in den Kommentaren.
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5 Reaktionen zu “Goldene Regel #7: Geben Sie dem Kind einen Namen.”
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Am 16. August 2006 um 09:55 Uhr
[...] Original post by Jörg Dennis Krügers ECM-Blog. To read the full article visit: Jörg Dennis Krügers ECM-Blog [...]
Am 16. August 2006 um 12:55 Uhr
Ist es eventuell eine hybride Wortschöpfung aus Charon und Kairos?
Charon: (griech.) Der Fährmann, welcher der griechischen Mytholgie nach die Verstorbenen für einen Obulus über den Grenzfluss ins Totenreich hinüberfährt.
Kairos: (griech.) der genau richtige Moment, die günstige Gelegenheit
Wenn es im DMS-Bereich angesiedelt ist, so könnte dies eine Lösung umschreiben, welche nicht benötigte Daten ab dem richtigen Zeitpunkt vom lebenden Produktivsystem ins “tote” Archiv verschiebt?
Am 16. August 2006 um 12:59 Uhr
Huh. Sooo tiefe Gedanken habe ich mir da gar nicht zu gemacht. Aber die Idee ist gut! Es kann sogar so sein, dass der Begriff – den ich nur übernommen und nicht selbst geschaffen habe – so kreiert wurde!
Die Bedeutung ist jedoch grundlegend anders – insbesondere, weil ich ein Archiv nicht für tot halte.
Gibt es weitere Vorschläge?
Am 16. August 2006 um 16:48 Uhr
Hallo JDK!
“Worin auch immer die Möglichkeit einer Rettung bestehen mag – eins steht fest: Die Suche danach erfordert einen Fährtenfinder, der Wege im Unwegsamen zu entdecken vermag und vor keiner Gefahr und keiner Anstrengung zurückweicht, mit einem Wort: einen Helden.”
Das sprach der alte Zentaur Cairon in der unendlichen Geschichte.
Fährtenfinder? Wege im Unwegsamen entdecken? U.a. das könnte auch eine CM-Infrastruktur +g+
Beste Grüße,
Oliver Bildesheim
Am 16. August 2006 um 17:04 Uhr
Hallo Herr Bildesheim. Sie haben gewonnen und erhalten 500 virtuelle Gummipunkte.
Cairon ist der Leibarzt der Kindlichen Kaiserin. Er ist weise und kennt für (fast) alles eine Lösung.
Mit dem Fährtenfinder, der Wege im Unwegsamen zu entdecken vermag, ist allerdings einer der Helden der Geschichte gemeint: Atreju.
Wir hatten auch mal einen Fileserver namens Pjörnrachzarck – das konnte sich aber nie jemand merken.