Mehr als nur eine Zeitung

Die größten Herausforderungen stehen den Zeitungen aber erst bevor. So ist die Attraktivität einer digitalen 1:1-Variante nur eingeschränkt. Wirklicher Mehrwert könnte durch Verlinkungen und Community-Funktionen, bei direkter Integration in das ePaper, geschaffen werden. Das ist Zukunftsmusik. Dieser Weg wird bisher jedoch nur sehr langsam gegangen. Die Zeichen der Zeit stehen aber auf (dunkel)grün.


Digitale Zeitschriften

Zeitschriften und Zeitungen sind wegen ihrer Aktualität prädestiniert, als ePaper zu erscheinen. Aber auch Zeitschriften gehen immer weiter in die digitale Richtung und haben ihre Vorteile erkannt. Um die Hochwertigkeit zu erhalten – und der IVW zuliebe –, wird auch hier eine 1:1-Umsetzung vorgezogen.

Ein Vorreiter ist hier die Wirtschaftwoche, die das gesamte Magazin als ePaper anbietet. Jedoch ersetzt dies nicht den Onlineauftritt, denn nur hier können unabhängig von Limitierungen durch Druck, Versand oder Termine aktuelle Informationen wie Börseninformationen und damit echter Mehrwert erzeugt werden.

Digitales, Multimediales Archiv

Damit ist der Markt für digitale Magazine als ePaper begrenzt. Durchgesetzt hat sich das digitale und zunehmend multimediale Archiv. In den letzten Jahren hat es sich zu einem eigenen Markt entwickelt, über den Umsätze generiert werden. Als Ersatz zum antiquierten „Kopierservice“ werden hier einzelne Artikel (gegen ein vergleichsweise geringes Entgelt) zum Download angeboten. Das PDF-Format ist auch hier klarer Vorreiter. Direkt aus dem Redaktionssystem erzeugt wird es Nutzerfreundlich auf der Website des Anbieters angeboten. Wegweisend ist hier das Angebot der Zeitschrift „Stiftung Warentest“. Im Webangebot stellt die in Frankfurt sitzende Redaktion stets aktuelle wie ältere Testberichte zur Verfügung. Ein sehr gefragtes Angebot.

Mit ePaper höhere Verkaufzahlen erreichen?

Für Medien, die rückläufige Verkaufszahlen mit einem ePaper auffüllen zu wollen, ist der Weg ein anderer. Denn von der IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) werden digitale Zeitungen als eigenständiges Medium gesehen und nicht zusammen mit den Verkaufszahlen der Printausgabe als verkaufte Auflage ausgewiesen.

Noch Fragen: Stelle Sie diese doch einfach im Forum!
Tagcloud: Weitere Themen
Weitere Themen im Forum
Weitere Themen im Forum
ECM News RSS