Markt für Input-Management-Systeme (IMS) und Software-Auswahl

Eine Herausforderung für Kunden ist die Auswahl des richtigen Werkzeugs. In fast allen Fällen werden IMS in Kombination mit ECM-oder ERP-Systemen eingesetzt. Teilweise werden einige der benötigten Komponenten von mehreren Systemgattungen angeboten. Vor allem der Scan-Client, die Workflow-Engine und die Reporting-Komponenten können von verschiedenen Lösungen zur Verfügung gestellt werden.

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Es ist also in vielen Fällen nicht eindeutig ersichtlich, welche Komponenten die Interessenten beschaffen müssen und welche Komponenten durch vorhandene Systeme bereits verfügbar sind. Des Weiteren unterscheiden sich die Schwerpunkte der unterschiedlichen Input-Management-Systeme. Folgende Grobkategorisierung soll die unterschiedlichen Segmente aufzeigen:

  • Spezialanbieter für Zeichenerkennung
  • Spezialanbieter für Klassifikations- und Extraktionskomponenten
  • Spezialanbieter für Prozessabwicklung bzw. Workflowmanagement
  • Spezialanbieter für Integrationen in ERP-Systeme
  • ECM-Anbieter mit Modulen für Input Management
Dabei ist es keine Seltenheit, dass sich Anbieter aus verschiedenen Marktsegmenten zusammen schließen und strategische Allianzen eingehen. So ist es beispielsweise möglich, dass ein Spezialanbieter für die SAP-Integration die Lösung eines Spezialisten für Extraktion- und Klassifikation in sein Produkt integriert und zusammen vertreibt. Zwar können durch die Zusammenschlüsse verschiedener Hersteller Qualitätsvorteile erzielt werden. Jedoch ist es nicht einfach die richtige Lösung auszuwählen, da oftmals unklar ist, welche Komponente eingesetzt werden.
Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Auswahl und die Einführung eines IMS in einem Projekt umzusetzen. Dabei sollten zuerst die Anforderungen an ein System definiert werden. Hierbei muss sowohl der geplante Einsatzzweck, die zu integrierende Infrastruktur und die Art des Belegguts berücksichtigt werden. Danach können die relevanten Anbieter im Rahmen einer Markteingrenzung identifiziert und evaluiert werden. Dabei bietet es sich an die am besten geeignet Anbieter vor Ort beim Kunden ihr System präsentieren zu lassen um dann eine letztliche Auswahl zu treffen.

Autor: Michael Schiklang ist Analyst des Business Application Research Center (BARC).
Email: mschiklang@barc.de
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