Formale Prozesse vs. Informelle Interaktion

Standen auch bei Enterprise 2.0 Regeln und statische Abläufe bei der Veröffentlichung von Informationen im Mittelpunkt, wird in Zukunft der Nutzer, also der Mitarbeiter als Individuum ins Zentrum gestellt. Dadurch werden flexiblere, dichtere und effektivere Netzwerke für den Informationsaustausch möglich.


Suche & Recherche vs. Abonnements & Veröffentlichen

Wenn ein Unternehmen den Informationsfluss statisch und zentral steuert, kann der Nutzer beim Suchen lediglich Suchergebnislisten und Verzeichnisse durcharbeiten – ein zum Teil langwieriger und nicht immer erfolgreicher Prozess. Durch das Besetzen der Informationen mit Schlagworten (Tags) oder über Quellensammlungen werden die Informationen bereits von Nutzerseite aus strukturiert und bewertet. Das Wissen kann über direkten Kontakt, das Abonnieren von RSS- oder Atomfeeds und damit nicht nur durch reine Textsuche gefiltert werden.

Taxonomie vs. Folksonomie

Um Informationen möglichst reduntant und qualitativ hochwertig zur Verfügung zu stellen, wurden Inhalte unter der Vorgabe statischer Inhaltsstrukturen, Navigationswege und Begriffssystemen verbreitet. Da jedoch das Tempo innerhalb der Informationsgesellschaft rasant zugenommen hat, sind derartige Strukturen nach einem oft langwierigen Schaffungsprozess meist schon wieder veraltet. Innerhalb sogenannter Folksonomies werden Inhalte indes ständig neu verschlagwortet und damit aktualisiert. Durch die Mitwirkung des Einzelnen entstehen flexiblere und weniger starre Begriffssysteme.

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