Special: Enterprise 2.0

Der Begriff Web 2.0

Eine konkrete Definition für Web 2.0 gibt es bis heute nicht und immer öfter fällt in diesem Zusammenhang das Wort von Bubble 2.0. Ob die nächste große Blase bald platzt oder doch ein wichtiger Schritt im Informationszeitalter getan wird, wird sich erst noch zeigen. Unter der Begrifflichkeit Web 2.0 sammeln sich zunächst in der Regel zahlreiche kollaborative und interative Elemente des WWW.


Zum ersten Mal tauchte das Wort im Jahr 2004 bei einer Konferenz von Dale Dougherty und Craig Cline auf. Verlagsbesitzer Tim O'Reilly manifestierte die Wortschöpfung im Jahr 2005 mit seinem Artikel „What is Web 2.0“. In seinem Beitrag beschreibt O'Reilly die Diversität des Begriffes: „Wie viele andere wichtige Konzepte, hat Web 2.0 keine genauen Begrenzungen, sondern vielmehr ein Gravitationszentrum. Man kann Web 2.0 als eine Ansammlung von Prinzipien und Praktiken visualisieren, die ein regelrechtes Sonnensystem von Seiten zusammenhalten, die einige oder alle dieser Prinzipien in unterschiedlicher Entfernung vom Zentrum demonstrieren.“

Charakteristika von Web 2.0 nach O'Reilly

Die Schlüsselprinzipien, die das Web 2.0 charakterisieren, werden von O'Reilly wie folgt zusammengefasst:

  • Es fungiert nicht mehr der lokale Rechner, sondern des Web als Plattform.
  • Die Anwendungen sind datengetrieben und dadurch gestalten sich die Inhalte im Endeffekt wichtiger als das Aussehen.
  • Durch das Mitwirken der Nutzer wird die Vernetzung verstärkt.
  • Durch die Verwendung von Komponenten, die von unterschiedlichen Entwicklern erstellt worden sind (ähnlich dem Open-Source-Modell) sind größere Innovationen bei Aufbau von Seiten und Systemen möglich.
  • Das gemeinsame und verteilte Nutzen von Inhalten und Diensten ermöglicht einfachere Geschäftsmodelle.
  • Der klassische Weg der Softwareentwicklung verschwindet, Projekte befinden sich andauernd in der Beta-Phase.
  • Es wird nicht auf die Spitze der Web-Anwendungen, sondern auf die breite Masse abgezielt.

Es kann also gesagt werden, dass Web 2.0 im Grunde genommen jene Technologien beschreibt, die dem Nutzer nicht nur das aktive Einbringen von Informationen und Inhalten erlauben, sondern die auch darauf basieren.

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