Kollaborativ generierte Inhalte managen

User-generated Content braucht Monitoring

Bei aller Begeisterung über die dialogische Struktur des Web 2.0: ganz ohne Kontrolle kommt user-generated Content doch nicht aus. Während Unternehmen dem Content aus professionellen Quellen fast immer blind vertrauen dürfen, bringt die Nutzerbeteiligung an der Content-Erstellung doch die Notwendigkeit des Screenings und des Monitorings mit sich. Geeigente interaktive Content-Plattformen unterstützen natürlich auch einen solchen Screening-Workflow. Bevor beispielsweise das Online-Portal einer Tageszeitung einen Leserkommentar veröffentlicht, kann er dann von einem Leserbriefredakteur geprüft werden. Und bevor ein Online-Retailer den bewertenden Kundenkommentar zu einem bestimmten Produkt freischaltet, prüft er ihn besser auf inhaltliche Richtigkeit. Sachlich falsche oder beleidigende Kommentare muss auch im Web 2.0 kein Portal-Betreiber hinnehmen.


Kommerziellen Nutzen übrigens entfalten Content-Systeme, die nicht mehr rein publishing-orientiert sind, sondern den Nutzer und Kunden zum Dialog einladen, nicht nur im Online-Retailing, sondern eigentlich über alle Branchen hinweg. Auch aus der Tourismusindustrie gibt es einschlägige Beispiele. Hotel-Resorts etwa binden heute ihre Gäste schon gerne dadurch über ihren eigentlichen Aufenthalt hinaus, indem sie eigens so etwas wie „Holiday-Experience-Domains“ schaffen, die für die Besucher eine Online-Umgebung erzeugen, in der sich die angenehme Urlaubserfahrung für sie durch vielfältige Interaktionsmöglichkeiten verlängert. Natürlich gilt auch hier: eigene Foren, Blogs und Kommentarfunktionen auf der Plattform sollten die Nutzer und Kunden zwar einladen, Anregungen, Kritik, Wünsche und Tipps zu äußern, aber durch das geeignete Monitoring muss der Betreiber dafür sorgen, dass plump geschäftsschädigende Beiträge gefiltert werden.

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