Anwenderorientiertes Enterprise Content Management

Integration und Entwicklung

Für spezialisierte Themenstellungen ist eine Einbindung in bestehende Anwendungen nicht möglich, da diese entweder nicht weit verbreitet sind und damit keine Schnittstellen vom Hersteller entwickelt wurden oder es handelt sich um proprietäre Systeme. Sollen auch hier die Vorteile einer Anpassung an die gewohnte Arbeitsumgebung der Anwender realisiert werden, ist ein erhöhter Projektaufwand zu veranschlagen.

Entweder wird in diesen Projekten auf Grundlage des ECM-Systems und dessen Schnittstellenbeschreibung (Application Programming Interface, API) durch den Kunden oder einen Partner ein komplett neuer Client erstellt oder es wird eine Einbindung in die bestehenden Systeme entwickelt. Neben den klassischen APIs in .NET und Java bieten einige Hersteller hier die Umsetzung von Service-orientierten Architekturen an, indem sie die ECM-Funktionalitäten als Web-Services bereitstellen, welche aus den vorhandenen Anwendungen aufgerufen werden können.

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Interaktionsgraphik ECM

Abbildung: Unterschiedliche Möglichkeiten der Interaktion mit ECM-Systemen

Fazit: Nicht suchen, nicht finden: NUTZEN!

Um erfolgreich eine ECM-Strategie umsetzen zu können und einen deutlichen ROI aus den Investitionen in die entsprechenden Systeme zu realisieren darf das Projekt nicht nur auf die Archivierung von Dokumenten ausgerichtet sein. Es muss eine Orientierung an den Geschäftsprozessen erfolgen, um hier schneller und mit höherer Qualität Informationen zu erstellen und zu verteilen. Daher ist mit der Einführung von ECM-Systemen zumeist auch eine Umstellung der Geschäftsprozesse verbunden, da die (Teil-)Automation von Aufgaben oder die Umverteilung von Kompetenzen eine bessere Ausnutzung der Möglichkeiten der Software sowie eine höhere Flexibilität erlauben.

Um den Mitarbeitern die Umstellung zu erleichtern und um den Mehrwert des ECM-Systems zu verdeutlichen, müssen die Bedienoberflächen an die Bedürfnisse der verschiedenen Anwendergruppen angepasst sein. So erreicht man Akzeptanz und damit eine nachhaltige Nutzung des Systems.

Autor: Martin Böhn ist Senior Analyst beim Business Application Research Center (BARC)

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