Anwenderorientiertes Enterprise Content Management

Desktop-Client als ECM-Arbeitsplatz

Anwender, welche einen Großteil Ihrer Arbeitszeit mit der Erfassung, Gestaltung und Verwaltung von Dokumenten verbringen, benötigen umfangreiche Funktionen zur Erstellung, Ablage, Recherche und Weiterleitung von Inhalten. Dies ist der Ansatzpunkt der klassischen Fat- oder Desktop-Clients, welche als eigenständige Applikation auf dem Rechner des Mitarbeiters installiert werden. Es finden sich umfangreiche Funktionen zur Suche, Anzeige, Bearbeitung und Versionierung der Dokumente sowie ein Posteingangskorb (oder ein ähnliches Konzept) zur Auflistung offener Aufgaben. Das ECM-System ist hier die führende Anwendung für den Mitarbeiter. Um eine Arbeit mit den Dokumenten auch ohne Zugriff auf das Firmennetz beziehungsweise den Server des ECM-Systems zu ermöglichen, bieten viele Hersteller einen so genannten Offline-Client an. Dieser wird in sehr unterschiedlichen Funktionsumfang bereitgestellt, von der reinen Mitnahme der Dokumente über Suchfunktionen bis zur Möglichkeit der Bearbeitung und Neuanlage von Dokumenten und anschließender Synchronisation bei Verbindung zum Hauptsystem. Hierzu ist es notwendig, eine kleine Datenbank zur Verwaltung der Indexinformationen auf dem Client zu installieren.

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Web: schlank oder kraftvoll

Um orts- und zeitunabhängig auf die Dokumente und Aufgaben zugreifen zu können werden zunehmend Web-Clients eingesetzt, welche innerhalb eines Browsers ablaufen. Diese sind ebenso als führende Anwendung konzipiert, dem Anwender werden in einer eigenen Oberfläche die benötigten Funktionen bereitgestellt. Um weitgehend identische Funktionen im Vergleich zum Desktop-Client anbieten zu können, müssen zumeist aktive Komponenten (Java, ActiveX etc.) eingebunden werden, was den Administrationsaufwand erhöht sowie in einigen Unternehmen zu Konflikten mit den Sicherheitsrichtlinien für Browser-Einstellungen führt. Ansätze aus dem Umfeld Web 2.0, insbesondere AJAX, erleichtern diese Problematik zunehmend.

Allerdings werden auch weiterhin bewusst „schlank“ gehaltene Web-Clients angeboten, welche rein auf Basis (dynamisches) HTML arbeiten. Dies hat den Vorteil, dass in den Browser-Einstellungen der Anwender keine sicherheitskritischen Funktionen erlaubt beziehungsweise Zusatzkomponenten zu installieren sind sowie dass am Server keine zusätzlichen Ports freigegeben werden müssen. Allerdings sind diese Web-Clients in den Funktionen – zumindest aber im Bedienkomfort – eingeschränkt.

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